Pressemitteilung

12.01.2026

Nr. 4

Bayern will die Hospizversorgung für Kinder und Jugendliche weiter stärken – Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Gesundheitsministerin Judith Gerlach besuchen Kinder- und Jugendhospiz „Sternenzelt“ in Bamberg

Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Gesundheitsministerin Judith Gerlach haben am Montag (12. Januar) gemeinsam das Kinder- und Jugendhospiz „Sternenzelt“ in Bamberg besucht. Ministerpräsident Dr. Söder betonte aus diesem Anlass: „Sternenzelt schafft Raum und Zeit für die letzten Meter des Lebens und begleitet zugleich Eltern und Geschwister liebevoll. Niemand wird mit seinem Schicksal allein gelassen. Diese Arbeit ist ein wichtiges Zeichen für unser Land, getragen auch von einem tiefen christlichen Verständnis. Palliativ- und Hospizarbeit stehen für ein menschliches Miteinander durch Nähe und Mitgefühl. Herzlichen Dank an alle, die hier arbeiten und helfen.“

 

Gerlach unterstrich: „Wenn Kinder und Jugendliche unheilbar erkranken und deshalb frühzeitig sterben müssen, bedeutet das für die Familien eine ungeheure Belastung. Darum ist es wichtig, dass sie bestmöglich unterstützt werden. Bayern setzt sich daher für einen weiteren Ausbau der Hospizangebote ein.“

 

Die Ministerin fügte hinzu: „Kinder- und Jugendhospize entlasten Familien vom Moment der Diagnose an und geben ihnen Sicherheit. Deshalb ist die Stärkung dieser Angebote ein wichtiger Bestandteil unserer Gesundheitspolitik.“

 

Gerlach unterstrich: „Eltern leisten in dieser Situation Unvorstellbares – häufig rund um die Uhr. Dabei stoßen selbst die stärksten Familien an ihre Grenzen. Das Kinder- und Jugendhospiz Sternenzelt gibt Orientierung und trägt dazu bei, dass auch Eltern und Geschwister diese schwere Zeit seelisch und körperlich bewältigen können. Auch die Begegnung und die Vernetzung mit anderen betroffenen Familien ist dort möglich. Die neue Kreativwerkstatt, in der Familien in einem geschützten Raum gemeinsam malen, basteln und werken können, ist ein tolles Beispiel hierfür! Gerade wenn es schwerfällt, die eigene Situation in Worte zu fassen, kann Kreativität helfen, über Erinnerungen, Emotionen und das Sterben ins Gespräch zu kommen.“

 

Das Angebot des Kinder- und Jugendhospizes „Sternenzelt“ umfasst zwölf stationäre und vier teilstationäre Plätze, ergänzt durch einen ambulanten Kinderhospizdienst. Träger ist die Franken Hospiz Bamberg gGmbH, zu der die gemeinnützige Krankenhausgesellschaft des Landkreises Bamberg mbH, der Hospizverein Bamberg e.V. und die Sozialstiftung Bamberg gehören. Der Freistaat Bayern hat den Bau des Hospizes mit rund neun Millionen Euro unterstützt.

 

Gerlach betonte: „Bayern fördert den Aus- und Aufbau der Hospiz- und Palliativversorgung bereits seit Jahren – von stationären Hospizplätzen sowie teilstationären Tageshospizplätzen bis hin zu spezialisierten ambulanten Palliativteams für Kinder und Jugendliche.“

 

Die Ministerin ergänzte: „Das ‚Sternenzelt‘ ist nicht nur ein Beispiel für die hochwertige Hospizversorgung, sondern auch für eine starke Gesellschaft, in der sich Menschen in schwierigen Zeiten einander Nähe und Geborgenheit geben. Es zeigt, dass wir auch schwierige Themen wie Krankheit und Tod nicht ausblenden – so schwer das auch sein mag.“

 

Mehr Informationen zur Hospiz- und Palliativversorgung in Bayern unter https://www.stmgp.bayern.de/gesundheitsversorgung/sterbebegleitung/.