Ein Mitarbeiter steht vor der neu eingerichteten Schwerpunktpraxis in Deggendorf
Trotz der Impfungen stehen uns allen noch herausfordernde Monate bevor und wir dürfen in unserer Wachsamkeit und Vorsicht nicht nachlassen. Deshalb appelliere ich an alle Bürgerinnen und Bürger, die notwendigen Schutzmaßnahmen nach wie vor einzuhalten und die sozialen Kontakte weiter zu reduzieren. Viele der derzeit geltenden Beschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen müssen auch noch weiter gelten.
Klaus Holetschek, Staatsminister, MdL

Präventive Vorkehrungen treffen

Bayerisches Corona-Impfkonzept

Bayern hat am 27.12.2020 mit den ersten Impfungen gegen das SARS-CoV-2 Virus begonnen. Die ersten Monate war allerdings nicht genug Impfstoff für alle da, sodass es eine Impfpriorisierung basierend auf den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) gab.

Inzwischen ist die Impfpriorisierung aufgehoben. Erhalten können die Bürgerinnen und Bürger in Bayern ihre Corona-Schutzimpfung bei den zahlreichen, extra ins Leben gerufenen Impfzentren und bei vielen niedergelassenen Ärzten bzw. bei einigen Betriebsärzten.

Weiterführende Informationen zur Bayerischen Impfstrategie finden Sie auf unserer Internetseite zur Corona-Schutzimpfung.

Überblick zu den Impfungen in Bayern in KW 35 - Stand: 6. September 2021
Überblick zu den Impfungen in Bayern in KW 35 - Stand: 6. September 2021

Bayerische Teststrategie

Neben den Impfungen ist das Bayerische Testkonzept einer der Grundpfeiler der Staatsregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Testungen helfen, Infektionsketten zu durchbrechen und Sicherheiten im Umgang miteinander zu schaffen. Die Bayerische Teststrategie steht derzeit auf drei Säulen: Kostenlose Coronavirustests in den lokalen kommunalen Testzentren, über teilnehmende Apotheken und zahlreiche Hilfsorganisationen sowie über die sogenannten Bürgertestungen an registrierten Teststellen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, einen Selbsttest durchzuführen.

Registrierung, um Bürgertestungen durchführen zu können

Um den Bürgerinnen und Bürgern ein weiteres niederschwelliges und flächendeckendes Testangebot machen zu können, wurden die sogenannten „Bürgertestungen“ ins Leben gerufen, bei denen sich engagierte Betriebe bzw. Einrichtungen als berechtigte Leistungserbringer zur Abnahme von Antigen-Schnelltests registrieren können. Am 01.07.2021 tritt nun die Neufassung der Coronavirus-Testverordnung (TestV) in Kraft. Damit sind einige Änderungen hinsichtlich der Beauftragung der Teststellen verbunden.

Die Leistungserbringer, die vor dem 01.07.2021 beauftragt wurden, können grundsätzlich weiterhin ihre Teststellen betreiben. Durch die Neufassung der TestV ergeben sich jedoch wichtige Änderungen. Das StMGP hat hierfür ein Merkblatt erstellt, das die maßgeblichen Änderungen und notwendigen Handlungsschritte zusammenfasst.

Leistungserbringer, die ab dem 01.07.2021 als Teststelle tätig werden wollen, wenden sich an das für sie zuständige Gesundheitsamt und beachten dieses Merkblatt. Eine Liste mit den Kontakt-E-Mail-Adressen der jeweiligen Gesundheitsämter finden Sie ebenfalls gleich hier.

Wichtig: Um den Schutz der Testpersonen sowie des Personals vor Infektionsübertragungen zu gewährleisten, bitte zwingend folgenden Musterhygieneplan beachten und einhalten.

E-Mail-Adressen der zuständigen Gesundheitsämter, um sich als Teststelle für Bürgertestungen zu registrieren

Landkreis / Kreisfreie StadtRegierungsbezirkKontakt-Mail-Adressen
Ingolstadt (Krfr.St)Oberbayerntestzentrum-koordination@ingolstadt.de
München, LandeshauptstadtOberbayernschnelltestungen.gsr@muenchen.de
Rosenheim (Krfr.St)Oberbayernschnelltest@lra-rosenheim.de
Altötting (Lkr)Oberbayernschnellteststationen@lra-aoe.de
Berchtesgadener Land (Lkr)OberbayernGesundheitsamt@lra-bgl.de
Bad Tölz-Wolfratshausen (Lkr)Oberbayerng-amt@lra-toelz.de
Dachau (Lkr)Oberbayernteststationen@lra-dah.bayern.de
Ebersberg (Lkr)Oberbayernbeauftragung-teststation@lra-ebe.de
Eichstätt (Lkr)Oberbayerngesundheitswesen@lra-ei.bayern.de
Erding (Lkr)Oberbayerncorona@lra-ed.de
Freising (Lkr)OberbayernTeststrategie@kreis-fs.de
Fürstenfeldbruck (Lkr)OberbayernLeistungE-TestV@lra-ffb.de
Garmisch-Partenkirchen (Lkr)Oberbayerngesundheitsamt@LRA-GAP.de
Landsberg am Lech (Lkr)Oberbayerngesundheitsamt@lra-ll.bayern.de
Miesbach (Lkr)Oberbayernbuergertestungen@lra-mb.bayern.de
Mühldorf a.Inn (Lkr)Oberbayernbeauftragung-schnelltest@lra-mue.de
München (Lkr)Oberbayernkoordination-testzentren@lra-m.bayern.de
Neuburg-Schrobenhausen (Lkr)OberbayernMeldeportal@neuburg-schrobenhausen.de
Pfaffenhofen a.d.Ilm (Lkr)Oberbayerngesundheitsamt@landratsamt-paf.de
Rosenheim (Lkr)Oberbayernschnelltest@lra-rosenheim.de
Starnberg (Lkr)Oberbayerngesundheitsamt@lra-starnberg.de
Traunstein (Lkr)OberbayernTest.Corona@traunstein.bayern
Weilheim-Schongau (Lkr)Oberbayerngesundheitsamt@lra-wm.bayern.de
Landshut (Krfr.St)Niederbayerngesundheit@landkreis-landshut.de
Passau (Krfr.St)Niederbayerngesundheitsamt@landkreis-passau.de
Straubing (Krfr.St)Niederbayerngesundheitsamt@landkreis-straubing-bogen.de
Deggendorf (Lkr)Niederbayerncorona-testzentren@lra-deg.bayern.de
Freyung-Grafenau (Lkr)Niederbayernlgl-corona-testportal@landkreis-frg.de
Kelheim (Lkr)Niederbayernbuergertest@landkreis-kelheim.de
Landshut (Lkr)Niederbayerngesundheit@landkreis-landshut.de
Passau (Lkr)Niederbayerngesundheitsamt@landkreis-passau.de
Regen (Lkr)Niederbayerngesundheitswesen@lra.landkreis-regen.de
Rottal-Inn (Lkr)Niederbayerngesundheitsamt@rottal-inn.de
Straubing-Bogen (Lkr)Niederbayerngesundheitsamt@landkreis-straubing-bogen.de
Dingolfing-Landau (Lkr)Niederbayerngesundheitsamt@landkreis-dingolfing-landau.de
Amberg (Krfr.St)Oberpfalzcorona-verwaltung@amberg-sulzbach.de
Regensburg (Krfr.St)Oberpfalzgesundheitsamt@landratsamt-regensburg.de
Weiden i.d.OPf. (Krfr.St)Oberpfalzgesundheitsamt@neustadt.de
Amberg-Sulzbach (Lkr)Oberpfalzcorona-verwaltung@amberg-sulzbach.de
Cham (Lkr)Oberpfalzbeauftragungen_oegd@lra.landkreis-cham.de
Neumarkt i.d.OPf. (Lkr)Oberpfalzgesundheitsamt@landkreis-neumarkt.de
Neustadt a.d.Waldnaab (Lkr)Oberpfalzgesundheitsamt@neustadt.de
Regensburg (Lkr)Oberpfalzgesundheitsamt@lra-regensburg.de
Schwandorf (Lkr)OberpfalzGesundheitsamt@Landkreis-Schwandorf.de
Tirschenreuth (Lkr)Oberpfalzgesundheitsamt@tirschenreuth.de
Bamberg (Krfr.St)Oberfrankengemeinsames Gesundheitsamt mit Landkreis Bamberg
Bayreuth (Krfr.St)Oberfrankengemeinsames Gesundheitsamt mit Landkreis Bayreuth
Coburg (Krfr.St)Oberfrankengemeinsames Gesundheitsamt mit Landkreis Coburg
Hof (Krfr.St)Oberfrankengemeinsames Gesundheitsamt mit Landkreis Hof
Bamberg (Lkr)Oberfrankenmfa-team@lra-ba.bayern.de
Bayreuth (Lkr)OberfrankenKatrin.Kuerzdoerfer@lra-bt.bayern.de
Coburg (Lkr)Oberfrankenschnelltestzentren@landkreis-coburg.de
Forchheim (Lkr)OberfrankenCorona-Test@lra-fo.de
Hof (Lkr)OberfrankenBeauftragungen@landkreis-hof.de
Kronach (Lkr)Oberfrankengesundheitsamt@lra-kc.bayern.de
Kulmbach (Lkr)Oberfrankenschnelltestangebot@landkreis-kulmbach.de
Lichtenfels (Lkr)Oberfrankenbeauftragung.schnelltestzentrum@landkreis-lichtenfels.de
Wunsiedel i.Fichtelgebirge (Lkr)Oberfrankentestbeauftragung@landkreis-wunsiedel.de
Ansbach (Krfr.St)Mittelfrankengesundheitsamt@landratsamt-ansbach.de
Erlangen (Krfr.St)Mittelfrankengesundheitsamt@erlangen-hoechstadt.de
Fürth (Krfr.St)Mittelfrankengesundheitsamt@lra-fue.bayern.de
Nürnberg (Krfr.St)Mittelfrankengh-schnelltestzentren@stadt.nuernberg.de
Schwabach (Krfr.St)MittelfrankenBuergertestung@Landratsamt-Roth.de
Ansbach (Lkr)Mittelfrankengesundheitsamt@landratsamt-ansbach.de
Erlangen-Höchstadt (Lkr)Mittelfrankengesundheitsamt@erlangen-hoechstadt.de
Fürth (Lkr)Mittelfrankengesundheitsamt@lra-fue.bayern.de
Nürnberger Land (Lkr)Mittelfrankengesundheitsamt@nuernberger-land.de
Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim (Lkr)MittelfrankenTestbeauftragung@kreis-nea.de
Roth (Lkr)MittelfrankenBuergertestung@Landratsamt-Roth.de
Weißenburg-Gunzenhausen (Lkr)Mittelfrankenantigentestungen.gesund@landkreis-wug.de
Aschaffenburg (Krfr.St)Unterfrankeninfektionsschutz@lra-ab.bayern.de
Schweinfurt (Krfr.St)Unterfrankenga-leitung@lrasw.de
Würzburg (Krfr.St)Unterfrankenbuergertestungen@lra-wue.bayern.de
Aschaffenburg (Lkr)Unterfrankeninfektionsschutz@lra-ab.bayern.de
Bad Kissingen (Lkr)Unterfrankengesundheitsamt@kg.de
Rhön-Grabfeld (Lkr)Unterfrankengesundheitsamt@rhoen-grabfeld.de
Haßberge (Lkr)UnterfrankenGesundheitsamt@landratsamt-hassberge.de
Kitzingen (Lkr)UnterfrankenGesundheitsamt@kitzingen.de
Miltenberg (Lkr)Unterfrankenbeauftragung@lra-mil.de
Main-Spessart (Lkr)UnterfrankenPoCTestzentren@Lramsp.de
Schweinfurt (Lkr)Unterfrankenga-leitung@lrasw.de
Würzburg (Lkr)Unterfrankenbuergertestungen@lra-wue.bayern.de
Augsburg (Krfr.St)Schwabensti.gesundheitsamt@augsburg.de
Kaufbeuren (Krfr.St)Schwabenralf.kinkel@lra-oal.bayern.de
Kempten (Allgäu) (Krfr.St)SchwabenKomFue@kempten.de
Memmingen (Krfr.St)Schwabentestzentrum@memmingen.de
Aichach-Friedberg (Lkr)Schwabengesundheitsamt@lra-aic-fdb.de
Augsburg (Lkr)Schwabengesundheitsamt@lra-a.bayern.de.
Dillingen a.d.Donau (Lkr)Schwabengesundheit@landratsamt.dillingen.de
Günzburg (Lkr)Schwabencorona@landkreis-guenzburg.de
Neu-Ulm (Lkr)SchwabenTestung@lra.neu-ulm.de
Lindau (Bodensee) (Lkr)Schwabentestv@landkreis-lindau.de
Ostallgäu (Lkr)Schwabenralf.kinkel@lra-oal.bayern.de
Unterallgäu (Lkr)Schwabenbuergertestungen@lra.unterallgaeu.de
Donau-Ries (Lkr)Schwabentestzentrum@lra-donau-ries.de
Oberallgäu (Lkr)Schwabengesundheitsamt@lra-oa.bayern.de

Ansteckungsgefahr eindämmen

Mund-Nasen-Bedeckung

Um die hohe Zahl der Neuinfektionen zu senken und die Verbreitung der infektiöseren Mutation des Coronavirus zu verhindern, müssen potenzielle Infektionswege frühzeitig abgeschnitten werden.
Daher gilt in Gebäuden und geschlossenen Räumen einschließlich geschlossener öffentlicher Fahrzeugbereiche, Kabinen und Ähnlichem gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske (Maskenpflicht).

Die Maskenpflicht gilt nicht

  • innerhalb privater Räumlichkeiten,
  • am festen Sitz-, Steh- oder Arbeitsplatz, soweit zuverlässig ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen gewahrt wird, die nicht dem eigenen Hausstand angehören; diese Nummer findet keine Anwendung auf Fahrgäste im öffentlichen Personennah- und -fernverkehr sowie bei der Schülerbeförderung,
  • für Gäste in der Gastronomie, solange sie am Tisch sitzen,
  • bei Dienstleistungen, soweit die Art der Leistung sie nicht zulässt,
  • für das Personal, soweit in Kassen- und Thekenbereichen durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist,
  • aus sonstigen zwingenden Gründen.

Unter freiem Himmel besteht keine Maskenpflicht. Ausnahmen sind möglich. Außerdem gilt die Maskenpflicht in den Eingangs- und Begegnungsbereichen bei Veranstaltungen mit mehr als 1 000 Personen.

Die aktuell geltenden Regeln finden Sie hier.

Ausnahmen für die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung

Ausnahmen für die Maskenpflicht gelten für

  • Kinder bis zum sechsten Geburtstag
  • Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer Behinderung, aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist. Dabei erfolgt die Glaubhaftmachung bei gesundheitlichen Gründen insbesondere durch eine ärztliche Bescheinigung, die die fachlich-medizinische Beurteilung des Krankheitsbildes (Diagnose), den lateinischen Namen oder die Klassifizierung der Erkrankung nach ICD 10 sowie den Grund, warum sich hieraus eine Befreiung der Tragepflicht ergibt, enthält.

Das Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung ist zudem zulässig, solange es zu Identifikationszwecken oder zur Kommunikation mit Menschen mit Hörbehinderung erforderlich ist.

Elternhilfe Corona nach § 56 Abs. 1a IfSG

Antrag auf Entschädigung beziehungsweise Erstattung nach § 56 Abs. 1a des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG)

Antragstellung

  • Ist die erwerbstätige sorgeberechtigte Person Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer, stellt den Antrag die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber.
  • Ist die erwerbstätige sorgeberechtigte Person Selbstständige oder Selbstständiger, stellt den Antrag die Selbstständige oder der Selbstständige selbst.

Anspruchsberechtigung

Ein Anspruch auf Leistungen nach § 56 Abs. 1 IfSG ist ab 30. März 2020 gegeben. Voraussetzung für den Anspruch auf Entschädigung beziehungsweise Erstattung nach § 56 Abs. 1a IfSG ist, dass für die erwerbstätige sorgeberechtigte Person keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit bestanden hat.

Nach § 56 Abs. 1a IfSG werden erwerbstätige Eltern von Kindern, die jünger als zwölf Jahre oder behindert und auf Hilfe angewiesen sind, entschädigt, wenn sie

  • aufgrund einer unter anderem zum Zweck der Eindämmung von Infektionen behördlich angeordneten zeitweisen Schließung von Betreuungseinrichtungen oder Schulen ihre Kinder selbst betreuen müssen, weil eine andere zumutbare Betreuung nicht möglich ist,
  • und sie dadurch ein Verdienstausfall erleiden.

Ausführliche Informationen zur Elternhilfe Corona nach § 56 Abs. 1a IfSG erhalten Sie hier.

Online-Antrag

Den Antrag auf Entschädigung beziehungsweise Erstattung nach § 56 Abs. 1a IfSG können Sie ganz bequem online stellen. Bitte beachten Sie folgende Warnhinweise der Financial Intelligence Unit (FIU).

Die App ist unser digitales Gedächtnis im Kampf gegen die Pandemie. Sie merkt sich unsere Begegnungen – auch mit Menschen, die wir nicht persönlich kennen. Das können zum Beispiel Menschen sein, denen wir in Bus oder Bahn begegnen. Wenn eine Nutzerin oder ein Nutzer sich als infiziert meldet, schlägt die App Alarm und benachrichtigt alle seine aufgezeichneten Kontakte. Das ist ein großer Fortschritt bei der Suche nach Kontaktpersonen und unterstützt die wertvolle Arbeit unserer Gesundheitsämter ungemein.
Klaus Holetschek, Staatsminister, MdL

Ansteckungsgefahr durch die Corona-Warn-App eindämmen

Die Corona-Warn-App ist ein Projekt der Bundesregierung. Basierend auf einer dezentralen Softwarearchitektur wird sie von den Unternehmen SAP und Telekom entwickelt.

Die App soll vor einer weiteren Ausbreitung von Covid-19 schützen, indem sie den „digitalen Handschlag“ zweier Smartphones dokumentiert. Die App ermöglicht es, Kontaktpersonen besonders schnell zu informieren, wenn sich jemand mit dem Coronavirus infiziert hat: Ist ein App-Nutzer positiv getestet und hat dies in der App angegeben, dann schickt die App eine Warnmeldung an alle Kontaktpersonen, die sich in den letzten zwei Wochen für mindestens 15 Minuten in der Nähe (ca. 2 Meter Abstand) aufgehalten haben.

Technisch nutzt die Warn-App den Kurzstreckenfunkstandard Bluetooth auf Smartphones, um zu messen, wie lange sich Nutzerinnen und Nutzer begegnen und wie groß der Abstand dabei etwa ist. Dafür tauschen die Geräte verschlüsselte Zufallscodes aus, die für 14 Tage auf dem Smartphone gespeichert werden. Infiziert sich eine Nutzerin beziehungsweise ein Nutzer mit SARS-CoV-2 und meldet dies in der App, berechnet diese das Infektionsrisiko und benachrichtigt alle gespeicherten Kontaktpersonen anonym.

Um Missbrauch und Fehlalarme zu verhindern, muss ein positives Testergebnis verifiziert werden – mittels eines QR-Codes oder einer teleTAN. Den QR-Code erhält die Nutzerin beziehungsweise der Nutzer bei der Probenentnahme für den Test. Die Nutzerin beziehungsweise der Nutzer kann dann über den QR-Code den Test in der App registrieren. Sobald das Ergebnis vorliegt, wird es automatisch abgerufen und auf dem Smartphone angezeigt. Alternativ kann das Testergebnis über eine telefonische Hotline verifiziert werden. Nach Plausibilitätsprüfung wird eine teleTAN zur Eingabe in der App erzeugt.

Die App lässt dabei keine Rückschlüsse auf die Nutzerinnen und Nutzer zu. Sie speichert weder Namen noch Telefonnummern oder Standorte. Sie funktioniert ohne Anmeldung. Die anonymisierten Daten werden lediglich dezentral auf dem Smartphone gespeichert und nach zwei Wochen gelöscht. Behörden und Betreiber der App haben keinen Zugriff auf die Nutzerdaten.

Gegenüber den Gesundheitsämtern besteht darüber hinaus weiterhin die Pflicht zur Meldung der Infektion, die üblicherweise vom Arzt oder Testlabor weitergegeben wird.

Besonders schnelle Information über eine potenzielle Ansteckung ist das aktuell beste Mittel, um das Corona-Virus einzudämmen. Die Empfehlung lautet, sich nach einer Warnmeldung auf Corona testen zu lassen, doch die Entscheidung liegt allein bei den App-Nutzerinnen und -Nutzern.

Die App kann im Apple-Store und Play-Store heruntergeladen werden. Mehr Informationen zur Corona-Warn-App finden Sie bei der Bundesregierung.

Weiterführende Informationen zur Funktionsweise der App finden Sie hier:

Enge Kontaktpersonen, Verdachtspersonen und positiv getestete Personen isolieren

Enge Kontaktpersonen

Darunter zählen Personen, denen das Gesundheitsamt mitgeteilt hat, dass sie aufgrund eines engen Kontakts zu einem bestätigten Fall von COVID-19 enge Kontaktpersonen sind. Die Entscheidung, wer als enge Kontaktperson gilt, erfolgt auf Basis der jeweils geltenden Kriterien des Robert Koch-Instituts.

Enge Kontaktpersonen müssen sich unverzüglich nach der Mitteilung des Gesundheitsamtes in Quarantäne begeben.

Von der Quarantänepflicht ausgenommen sind

  • enge Kontaktpersonen, die vollständig gegen COVID-19 geimpft sind (ab Tag 15 nach der abschließenden Impfung)
  • immungesunde enge Kontaktpersonen, die von einer PCR-bestätigten SARS-CoV-2-Infektion genesen sind und mit einer Impfstoffdosis geimpft wurden und
  • immungesunde enge Kontaktpersonen, die von einer PCR-bestätigten SARS-CoV-2-Infektion genesen sind, wenn der enge Kontakt zu einem bestätigten Fall von COVID-19 innerhalb von sechs Monaten nach dem Nachweis der vorherigen SARS-CoV-2-Infektion erfolgt

Die Quarantäne endet, wenn

  • kein positives Testergebnis vorliegt
  • keine typischen Symptome aufgetreten sind
  • der Kontakt mit einem bestätigten COVID-19-Fall mindestens 14 Tage zurückliegt
  • ein negatives Ergebnis einer Testung (PCR- oder Schnelltest) vorliegt, die frühestens an Tag 14 durch eine geschulte Person durchgeführt wurde.

Das Gesundheitsamt nimmt die Kontaktdaten auf und belehrt die Kontaktpersonen unverzüglich schriftlich oder elektronisch über die einzuhaltenden Maßnahmen. Wenn die betroffene Person Krankheitszeichen zeigt, die mit einer SARS-CoV-2-Infektion vereinbar sind, muss diese das Gesundheitsamt unverzüglich telefonisch zu kontaktieren.

Ein Formular für die Eintragung aller Kontaktpersonen finden Sie hier:

Maßnahmen während der Isolation von engen Kontaktpersonen

Kontaktpflege durch das Gesundheitsamt

Das Gesundheitsamt soll den Kontakt mit der Kontaktperson aktiv aufnehmen und pflegen. Die Kontaktaufnahme erfolgt per Telefon, hilfsweise durch elektronische Kommunikationsmittel wie zum Beispiel E-Mail oder andere digitale Medien.

Tagebuch

Während der Zeit der Isolation hat die Kontaktperson ein Tagebuch zu führen. In diesem soll soweit möglich und soweit vorhanden

  • zweimal täglich die Körpertemperatur,
  • der Verlauf von Erkrankungszeichen,
  • allgemeine Aktivitäten
  • und der Kontakt zu weiteren Personen festgehalten werden.

Auf Verlangen des Gesundheitsamtes hat die Kontaktperson der Kategorie 1 Informationen aus dem Tagebuch mitzuteilen.

Untersuchungen

Während der häuslichen Isolation hat die Kontaktperson Untersuchungen (zum Beispiel ärztliche Konsultationen und Diagnostik) und die Entnahme von Untersuchungsmaterial durch Beauftragte des Gesundheitsamtes an sich vornehmen zu lassen. Dies betrifft insbesondere Abstriche von Schleimhäuten und Blutentnahmen.

Gefährdung des Geschäftsbetriebs

Gefährdet die Isolation die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs in einem Unternehmen der kritischen Infrastruktur oder im Dienstbetrieb einer Behörde, obwohl alle organisatorischen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden, so kann im Einzelfall unter Beachtung von Auflagen zur Einhaltung der Infektionshygiene zum Schutz anderer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Anordnung der Isolation abgewichen werden.

Die Entscheidung trifft das zuständige Gesundheitsamt gegebenenfalls nach Rücksprache mit dem betriebsärztlichen Dienst und der Betriebs- oder Behördenleitung.

Verdachtspersonen

Als Verdachtsperson gelten Personen, die Erkrankungszeichen zeigen, die auf eine SARS-CoV-2-Infektion hindeuten, und für die entweder das Gesundheitsamt eine molekularbiologische (PCR-)Testung auf SARS-CoV-2 angeordnet hat oder die sich aufgrund der Erkrankungszeichen nach ärztlicher Beratung einer molekularbiologischen (PCR-)Testung auf SARS-CoV-2 unterzogen haben und Personen, bei denen ein Antigentest, der nicht durch eine medizinische Fachkraft oder eine vergleichbare, hierfür geschulte Person vorgenommen wurde ein positives Ergebnis hat und für die entweder das Gesundheitsamt eine PCR-Testung angeordnet hat oder die wegen des positiven Ergebnisses einen PCR-Test vornehmen lassen.

Verdachtspersonen müssen sich, sobald das Gesundheitsamt eine Testung anordnet, oder, wenn eine solche Anordnung nicht erfolgt ist, unverzüglich nach Vornahme der molekularbiologischen (PCR-)Testung in Quarantäne begeben. Dies gilt auch dann, wenn ein zuvor vorgenommener Antigentest ein negatives Ergebnis aufweist. Das Gesundheitsamt oder die Ärztin beziehungsweise der Arzt, die beziehungsweise der die Beratung vor der Testung vornimmt, informieren die Verdachtsperson schriftlich oder elektronisch über die Verpflichtung zur Quarantäne. Wird von einer Ärztin beziehungsweise einem Arzt eine Testung im Rahmen eines Hausbesuchs oder in der Praxis vorgenommen, so soll die Verdachtsperson durch diese beziehungsweise diesen bei der Testabnahme über die Verpflichtung zur Quarantäne schriftlich oder elektronisch informiert werden. Verdachtspersonen sind dem örtlichen Gesundheitsamt zu melden. Wenn sich bei Verdachtspersonen der Gesundheitszustand verschlechtert, haben sie das Gesundheitsamt unverzüglich telefonisch zu kontaktieren.

 

 

Positiv getestete Personen

Personen, denen vom Gesundheitsamt, von der die Testung vornehmenden Person oder von der die Testung auswertenden Stelle mitgeteilt wurde, dass eine bei ihnen vorgenommene molekularbiologische Untersuchung auf das Vorhandensein von Coronavirus SARS-CoV-2 (PCR-Test) oder ein Antigentest für den direkten Erregernachweis von SARS-CoV-2, der von einer medizinischen Fachkraft oder einer vergleichbaren, hierfür geschulten Person vorgenommen wurde, ein positives Ergebnis aufweist.

Eine positiv getestete Person kann nur sein, wer weder enge Kontaktperson noch Verdachtspersonen ist.

Positiv getestete Personen müssen sie sich unverzüglich nach Kenntniserlangung des positiven Testergebnisses in Isolation begeben. Die Stelle, welche das Testergebnis bekanntgibt, informiert die positiv getesteten Personen schriftlich oder elektronisch über die Verpflichtung zur Isolation. Die positiv getestete Person ist verpflichtet, sich beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden und über das Testergebnis, die Art der Testung (PCR-Test oder Antigentest) und das Datum des Tests zu informieren.

  • 01

    Was gilt während der Quarantäne beziehungsweise Isolation?

    Bleiben Sie in der Wohnung

    Sie müssen sich in einer Wohnung oder einem anderweitig räumlich abgrenzbaren Teil eines Gebäudes isolieren und dürfen während der Zeit der Isolation die Wohnung nicht verlassen, sofern das Gesundheitsamt dem nicht ausdrücklich zustimmt. Sie dürfen sich zeitweise in einem zur Wohnung gehörenden Garten, einer Terrasse oder eines Balkons alleine aufhalten. Verdachtspersonen dürfen die Wohnung für die vom Gesundheitsamt angeordnete Testung verlassen.

  • 02

    Was gilt während der Quarantäne beziehungsweise Isolation?

    Halten Sie Abstand

    In der gesamten Zeit der häuslichen Isolation muss eine räumliche oder zeitliche Trennung von anderen im Hausstand des Betroffenen lebenden Personen sichergestellt sein.

    • Eine „zeitliche Trennung“ kann zum Beispiel dadurch erfolgen, dass die Mahlzeiten nicht gemeinsam, sondern nacheinander eingenommen werden.
    • Eine „räumliche Trennung“ kann zum Beispiel dadurch erfolgen, dass sich die betroffene Person in einem anderen Raum als die anderen Hausstandsmitglieder aufhält.
  • 03

    Was gilt während der Quarantäne beziehungsweise Isolation?

    Empfangen Sie keinen Besuch

    Während der Isolation darf die betroffene Person keinen Besuch von Personen empfangen, die nicht zum selben Hausstand gehören. Das Gesundheitsamt kann im begründeten Einzelfall eine andere Entscheidung treffen.

  • 04

    Was gilt während der Quarantäne beziehungsweise Isolation?

    Halten Sie Hygieneregeln ein

    Das Gesundheitsamt belehrt die betroffene Person und gegebenenfalls auch die weiteren im Hausstand lebenden Personen und informiert hinsichtlich geeigneter Hygiene- und Schutzmaßnahmen, insbesondere zur Verhinderung einer weiteren Verbreitung der Infektionen. Die Hygiene- und Schutzmaßnahmen sind stets zu beachten.

Wann gilt die Isolation beziehungsweise Quarantäne als beendet?

Enge Kontakpersonen

Negatives Testergebnis

Liegt bei den betroffenen Personen kein positives Testergebnis auf das Vorhandensein von Coronavirus SARS-CoV-2 vor, endet die häusliche Quarantäne,

  • wenn der enge Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall mindestens 14 Tage zurückliegt,
  • während der Quarantäne keine für COVID-19 typischen Krankheitszeichen aufgetreten sind und
  • ein negatives Ergebnis einer Testung (PCR- oder Schnelltest) vorliegt, die frühestens an Tag 14 durch eine geschulte Person durchgeführt wurde
  • In den anderen Fällen entscheidet das zuständige Gesundheitsamt über das Ende der Quarantäne.

Hausstandsmitglieder von COVID-19-Fällen, die nicht erkranken oder mit Atemwegssymptomen erkranken, aber durch eine PCR-Testung negativ auf SARS-CoV-2 getestet wurden, werden für mindestens 14 Tage nach Symptombeginn des Primärfalls unter Quarantäne gestellt, unabhängig vom Auftreten weiterer Fälle im Hausstand. Die Quarantäne endet,

  • wenn der Symptombeginn des Primärfalls mindestens 14 Tage zurückliegt und
  • ein negatives Ergebnis einer Testung (PCR- oder Schnelltest) vorliegt, die frühestens an Tag 14 durch eine geschulte Person durchgeführt wurde.
  • Andernfalls entscheidet das zuständige Gesundheitsamt über das Ende der Quarantäne.
Positives Testergebnis

Im Fall eines positiven Testergebnisses endet die Isolation

  • bei asymptomatischem Krankheitsverlauf frühestens zehn Tage nach Erstnachweis des Erregers,
  • bei leicht symptomatischem Krankheitsverlauf frühestens zehn Tage nach Symptombeginn und Symptomfreiheit seit mindestens 48 Stunden.

Für schwere Krankheitsverläufe oder bei Verdacht oder Nachweis einer Infektion mit einer besorgniserregenden Virusvariante gibt es weitergehende Vorgaben. Über die Beendigung der Isolation entscheidet das Gesundheitsamt.

Verdachtspersonen

Negatives Testergebnis

Bei Verdachtspersonen endet die häusliche Isolation,

  • wenn ein negatives Testergebnis der molekularbiologischen Testung vorliegt,
  • spätestens jedoch mit Ablauf des fünften Tages nach dem Tag der Testung.
    Das negative Testergebnis ist auf Verlangen der Verdachtsperson schriftlich oder elektronisch zu bestätigen.
Positives Testergebnis

Ist das Testergebnis der Verdachtsperson positiv, wird die Quarantäne fortgesetzt und das zuständige Gesundheitsamt trifft die notwendigen Anordnungen. Die Quarantäne endet

  • bei asymptomatischem Krankheitsverlauf frühestens zehn Tage nach Erstnachweis des Erregers,
  • bei leicht symptomatischem Krankheitsverlauf frühestens zehn Tage nach Symptombeginn und Symptomfreiheit seit mindestens 48 Stunden.

Für schwere Krankheitsverläufe oder bei Verdacht oder Nachweis einer Infektion mit einer besorgniserregenden Virusvariante gibt es weitergehende Vorgaben. Über die Beendigung der Isolation entscheidet das Gesundheitsamt.

Positiv getestete Personen

Bei positiv getesteten Personen, bei denen das positive Testergebnis auf einem Antigentest beruht, endet die Isolation – falls der erste nach dem positiven Antigentest bei diesen Personen vorgenommene molekularbiologische (PCR-)Test ein negatives Ergebnis aufweist – mit dem Vorliegen des negativen Testergebnisses.

Bei allen anderen positiv getesteten Personen endet die Isolation

  • bei asymptomatischem Krankheitsverlauf frühestens 14 Tage nach Erstnachweis des Erregers,
  • bei leicht symptomatischem Krankheitsverlauf frühestens 14 Tage nach Symptombeginn und Symptomfreiheit seit mindestens 48 Stunden,
  • in beiden Fällen muss zusätzlich eine frühestens an Tag 14 durch eine geschulte Person durchgeführte Testung (PCR-Test oder Antigentest) ein negatives Ergebnis aufweisen.

Für schwere Krankheitsverläufe oder bei Verdacht oder Nachweis einer Infektion mit einer besorgniserregenden Virusvariante gibt es weitergehende Vorgaben. Über die Beendigung der Isolation entscheidet stets die zuständige Kreisverwaltungsbehörde.

 

Ältere Menschen und Risikogruppen schützen

Handlungsanweisungen für Alten- und Pflegeheime und stationäre Einrichtungen der Eingliederungshilfe (gemeinschaftliches Wohnen)

Das Bayerische Gesundheitsministerium gibt Alten- und Pflegeheime sowie stationären Einrichtungen der Eingliederungshilfe Handlungsempfehlungen für die Erstellung geeigneter Infektionsschutz- und Hygienekonzepte an die Hand.

Basis sind die Allgemeinverfügungen zu den „Regelungen für Pflegeeinrichtungen“ und „Regelungen für stationäre Einrichtungen für Menschen mit Behinderung“.

Wichtig ist:

  • Jede Pflegeeinrichtung hat einen Pandemiebeauftragten zu benennen, der bei einem Infektionsgeschehen alle Maßnahmen koordiniert und Ansprechpartner für die Behörden ist.
  • Bereits bei dem Verdacht auf eine übertragbare Erkrankung müssen geeignete Präventions- und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.
  • Um Infektionsketten rasch unterbinden zu können, sieht das Konzept außerdem vor, betroffene Bewohnerinnen und Bewohner umgehend zu isolieren und/oder Erkrankte in Krankenhäuser oder andere Einrichtungen zu verlegen. Vor Ort arbeiten das Gesundheitsamt, das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sowie die Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen – Qualitätsentwicklung und Aufsicht (FQA) – eng zusammen.

Ansprechpartner für häusliche Pflege

Pflegenden Angehörigen stehen neben der Pflegeberatung der Pflegekassen, Pflegestützpunkten und weiteren regionalen Beratungsstellen darüber hinaus die rund 100 Fachstellen für pflegende Angehörige für eine Beratung zur Verfügung. Diese seit 20 Jahren in Bayern existierenden Fachstellen haben sich als wichtige Anlaufstellen für pflegende Angehörige etabliert. Alle Fachstellen für pflegende Angehörige wurden vom Bayerischen Gesundheitsministerium auf die besondere Situation hingewiesen und gebeten, ihre Beratungen insbesondere per Telefon und E-Mail anzubieten, damit pflegende Angehörige ohne Ansteckungsrisiko auch weiterhin auf die Expertise zurückgreifen können.

Betrieb in Werk- und Förderstätten für Menschen mit Behinderung, Frühförderstellen sowie Berufsbildungs- und Berufsförderungswerken

In Werk- und Förderstätten für Menschen mit Behinderung, in interdisziplinären Frühförderstellen sowie in Berufsbildung- und Berufsförderungswerken und vergleichbaren Einrichtungen findet der Betrieb bei Vorliegen eines Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes unter Berücksichtigung einrichtungsspezifischer Anforderungen und der Umstände vor Ort statt .

Es gelten die folgenden Rahmenbedingungen, die jeweils spezifisch an die Einrichtung angepasst werden:

  • Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf allen Begegnungs- und Verkehrsflächen, sowie überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann
  • Nutzung der Fahrdienste bei Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern, beziehungsweise dann, wenn jeweils ein freier Sitzplatz zwischen den Fahrgästen eingehalten wird

Ausgeschlossen von der Beschäftigung und / oder Betreuung in der Einrichtung sind Personen, die

  • an einer einschlägigen Grunderkrankung leiden, die einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung bedingen kann
  • mit SARS-CoV-2 infiziert oder an COVID-19 erkrankt sind
  • in Kontakt stehen mit einer infizierten oder erkrankten Person oder bei denen seit dem letzten Kontakt mit einer infizierten Person noch nicht 14 Tage vergangen sind
  • einer Quarantänemaßnahme unterliegen (beispielsweise nach Rückkehr von einer Reise)
  • die nicht in der Lage sind, die notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln unter Zuhilfenahme der üblichen Unterstützungsleistungen einzuhalten

Bei Ausschluss einer Person aus den oben genannten Gründen ist der Einrichtungsträger verpflichtet, vollständige Isolation zu vermeiden und ein Mindestmaß an sozialen Kontakten zu gewährleisten.

In Werkstätten für behinderte Menschen hat der Einrichtungsträger dafür zu sorgen, dass die Betreuung und Beschäftigung der von einem Ausschluss aus oben genannten Gründen betroffenen Menschen weiterhin stattfinden kann. Dies geschieht durch:

  • Schaffung von festen Gruppen, sogenannten Notgruppen, möglichst ohne unmittelbaren Kontakt zu anderen Beschäftigten der Einrichtung
  • Notgruppen müssen in dem Hygiene- und Infektionsschutzkonzept der Einrichtung vorgesehen werden

Spezielle Besuchsregeln für Alten- und Pflegeheime, stationäre Einrichtungen der Behindertenhilfe und Krankenhäuser

Für Krankenhäusern und stationäre Pflegeeinrichtungen, Intensivpflege-WGs, Altenheimen und Seniorenresidenzen sowie stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen gelten die Besuchsregelungen der jeweiligen Einrichtung. Für Bewohnerinnen und Bewohner, ihre Angehörigen und Freunde bedeutet dies einen Schritt zu mehr Normalität. Gleichzeitig steht der Schutz der Gesundheit mit passgenauen Hygienekonzepten, der Maskenpflicht für alle Besucherinnen und Besucher und dem Gebot des Mindestabstands weiter an erster Stelle.

Demnach haben die Einrichtungen Schutz- und Hygienekonzepte auf der Grundlage der vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege bekannt gemachten Rahmenkonzepte in Absprache mit der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde auszuarbeiten.

Wesentliche Eckpunkte der Rahmenkonzepte sind

  • Einhalten von Mindestabständen und Hygieneregeln,
  • Berücksichtigung von Belangen der Bewohnerinnen und Bewohner bei Terminen,
  • Registrierung und Aufklärung beim Betreten,
  • bereichsbezogene Beschränkungen und Wege für Besucherinnen und Besucher,
  • sowie ein Betretungsverbot beim Vorliegen von Krankheitssymptomen.

Handlungsempfehlungen (Rahmenkonzept) für ein Besuchskonzept sowie zur sozialen Teilhabe in Alten- und Pflegeheimen und stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, die Leistungen der Eingliederungshilfe über Tag und Nacht erbringen

Die Einrichtung hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen. Die Begleitung Sterbender ist jederzeit zulässig.

Ambulante Versorgung auf hohes Patientenaufkommen vorbereiten

Einrichtung von Schwerpunktpraxen

Schwerpunktpraxen (begrifflich auch „Infektambulanzen“ oder „Fieberpraxen“ genannt) können eine sinnvolle Ergänzung der ambulanten Behandlungsmöglichkeiten darstellen, insbesondere unter dem Aspekt der möglichst durchgehenden Aufrechterhaltung der ambulanten (vertrags-)ärztlichen Versorgung. Denn Schwerpunktpraxen können insbesondere dazu beitragen, dass das Infektionsrisiko innerhalb der gesamten örtlichen Ärzteschaft und ihrer Mitarbeiter stärker eingegrenzt werden kann, da hierdurch weniger (potentiell) infizierte Patienten mit dem Praxispersonal in Kontakt kommen. Nicht zuletzt ermöglicht die Einrichtung von Schwerpunktpraxen auch einen ressourcenschonenderen Einsatz zum Beispiel von Schutzausrüstung als bei einer gleichmäßigen Verteilung auf alle Arztpraxen.
Die Entscheidung über Einrichtung und Betrieb von Schwerpunktpraxen obliegt grundsätzlich der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns im Rahmen der Wahrnehmung ihres gesetzlichen Sicherstellungsauftrags für die ambulante vertragsärztliche Versorgung im Freistaat Bayern.

Stationäre Versorgung auf hohes Patientenaufkommen vorbereiten

Flexible Auslastung der Krankenhauskapazitäten

Im Rahmen der Corona-Pandemie wurde Krankenhäusern und Einrichtungen der Vorsorge und Rehabilitation verboten, Behandlungen durchzuführen, die medizinisch vertretbar verschoben werden können. Diese Regelung ist mit der Allgemeinverfügung zur Bewältigung erheblicher Patientenzahlen in Krankenhäusern vom 8. April 2021 wieder in Kraft getreten und zuletzt am 10. Juni 2021 bis 31. Oktober 2021 verlängert worden. In der Regel sollen Betten-Kapazitäten in somatischen Krankenhäusern dann freigehalten werden, wenn die Auslastung mit Corona-Patienten 85 Prozent der Plätze erreicht.

Infizierte frühzeitig erkennen, Infektionsketten bestmöglich eindämmen

Containment-Strategie

Die weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 zu verlangsamen und die Anzahl der täglichen Neuerkrankungen an COVID-19 soweit wie möglich zu reduzieren: Das ist das Ziel der strikten Containment-Strategie des Freistaats.

Kernelemente des Containments – der Begriff steht für „Eindämmung“ oder „Eingrenzung“ – sind die frühzeitige Erkennung und Isolierung von Infizierten, ihren engen Kontaktpersonen und von Verdachtsfällen durch strikte Quarantänemaßnahmen. Abhängig davon, wo der Ausbruch erfolgt, sind diese verbunden mit einem gestuften Vorgehen zum Schutz der Bevölkerung, beginnend mit lokalen Maßnahmen bei Ausbruchsgeschehen in einzelnen Einrichtungen oder Gruppen bis hin zu weiterreichenden Beschränkungen, wenn COVID-19-Fälle regional verteilt und Infektionsketten unklar sind.

Wesentlich für ein erfolgreiches Containment ist die Bayerische Teststrategie mit ihrem breit angelegten Testangebot, der schnellen Durchführung von Tests auf SARS-CoV-2 und der kurzfristigen Mitteilung der Ergebnisse.

Contact Tracing Teams

Contact Tracing Teams (CTT) sind Kernelement der Strategie zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Sie unterstützen die Fachkräfte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) dabei, SARS-CoV-2-positiv getestete Personen beziehungsweise leichte COVID-19-Fälle und ihre engen Kontaktpersonen frühzeitig zu identifizieren, zu isolieren und zu überwachen. Mit der Containment- und Tracing-Strategie soll die bestmögliche Eindämmung, Rückverfolgung und Unterbrechung von Coronavirus-Infektionsketten erreicht werden.

Die Contact Tracing Teams sollen vor Ort bei der Ermittlung und Nachverfolgung von Kontaktpersonen sowie bei der Überwachung der Quarantäne mitarbeiten. Dabei arbeiten die Teams in den Gesundheitsämtern mit und nutzen deren Erfassungs- und Dokumentationsmethoden.

Belastungsspitzen vermeiden

Die Krankenhaus-Ampel als Warnsystem einer möglichen Überlastung in Krankenhäusern

Die steigenden Impfzahlen sorgen für neue andere Voraussetzungen und ein neues Handeln in der Pandemiebekämpfung: Beschränkungen des privaten und öffentlichen Lebens müssen nicht mehr von den reinen Infektionsinzidenzwerten abhängig gemacht werden. Die fortgeschrittene Impfkampagne erlaubt es, mit neuen Leitindikatoren einer Krankenhausampel vor allem die Belastung des Gesundheits- und Krankenhaussystems in den Blick zu nehmen. Basis für Öffnungen ist das 3G-Prinzip mit Freiheiten für Geimpfte, Genesene und Getestete.

Die Krankenhaus-Ampel steht auf grün, wenn die Werte unter der kritischen Hospitalisierungsgrenze der „gelben Phase“ (mehr als 1200 neue COVID-19-Patienten im Krankenhaus pro Woche) und der „roten Phase“ (über 600 COVID-19– Patienten auf der Intensivstationen) liegen.

Die aktuellen Werte finden Sie auf der Seite des Bayerischen Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit.

Es gelten die allgemein gültigen Regeln der 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Die 3G-Regelung soll weiterhin ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 in Innenräumen gelten und kann auf weitere Bereiche ausgedehnt werden.

Der aktuelle Stand der Krankenhaus-Ampel

krankenhaus-ampel-aktuell

Bündelung staatlicher Kräfte bei der Bekämpfung des Coronavirus

Koordinierungsgruppe Corona-Pandemie

Corona-Ausbruchsgeschehen erfordern sofortiges und entschiedenes Handeln. Dabei gilt es, vor Ort alle Kräfte der Gesundheits- und Sicherheitsverwaltung, der Hilfsorganisationen und des Gesundheitswesens effizient zusammenzuführen und zu koordinieren. Der Ministerrat begrüßt die durch die Staatsministerien für Gesundheit und Pflege sowie des Innern, für Sport und Integration beabsichtigte Einrichtung einer „Koordinierungsgruppe Corona-Pandemie“ an jeder Kreisverwaltungsbehörde. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem

  • die umgehende Organisation von Reihentestungen in betroffenen Betrieben und Einrichtungen,
  • die konsequente Umsetzung von Quarantänen und Kohortierungen gegenüber asymptomatischen infizierten Personen und Kontaktpersonen,
  • Absperrungen und die Organisation von Testangeboten für die Bevölkerung.

Die „Koordinierungsgruppen Corona“ stehen unter der Leitung der Landrätin oder des Landrats beziehungsweise der Oberbürgermeisterin oder des Oberbürgermeisters unter Einbeziehung der Fachexpertise von Gesundheitsamt, Polizei, nicht-polizeilicher Gefahrenabwehr und gegebenenfalls der Bundeswehr. Zur Abstimmung der Maßnahmen sollen neben der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns auch Vertreter der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte als ärztliche Koordinatoren eingebunden werden.