Von Geräten und Materialien, die für Tätigkeiten benutzt werden, die eine Verletzung der Haut oder Schleimhaut vorsehen, geht ein erhöhtes Risiko der Infektionsübertragung aus. Dabei ist es bezüglich des Risikos unerheblich, ob es sich bei den eingesetzten Geräten um Medizinprodukte oder Nicht-Medizinprodukte handelt. Um das Infektionsrisiko zu minimieren, sind die eingesetzten Geräte und Materialen, sorgfältig und sachgerecht aufzubereiten. Dies beinhaltet auch, dass vor Sterilisation immer eine sorgfältige Reinigung und Desinfektion durchgeführt wird. Bei der Aufbereitung von Nicht-Medizinprodukten ist die Empfehlung der Kommission für Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen und in Einrichtungen und Unternehmen der Pflege und Eingliederungshilfe (KRINKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) und des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu den Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten, die im Bundesgesundheitsblatt 2012 55:1244-1310 veröffentlicht ist, zu berücksichtigen.
Die Empfehlungen der KRINKO richten sich zwar primär an Einrichtungen des Gesundheitswesens, da es sich vorliegend um Tätigkeiten mit vergleichbarem infektionshygienischem Risiko handelt, sind diese als fachlicher Rahmen zu berücksichtigen.
Weitere Informationen zur Aufbereitung finden Sie zum Beispiel unter:
Sterilisation
Sterilisation ist ein Verfahren, durch das alle vermehrungsfähigen Mikroorganismen, einschließlich Bakterien, Viren, Pilze und Sporen, auf oder in Gegenständen vollständig abgetötet oder inaktiviert werden. Sterilisation kann durch physikalische, chemische oder physikalisch-chemische Verfahren erfolgen, insbesondere durch Dampf-, Heißluft-, Strahlen-, Gas- oder Plasma-Sterilisation.
Zur Sterilisation muss ein für den jeweiligen Gegenstand geeignetes, geprüftes, wirksames und validiertes Verfahren, bevorzugt Dampfsterilisation, angewendet werden. Heißluftsterilisatoren sollen aus Gründen der fehlenden Validierbarkeit nicht verwendet werden.
Es empfiehlt sich, die erforderliche regelmäßige Prüfung der Funktionsfähigkeit des Sterilisators entsprechend festgelegter Arbeitsabläufe durchzuführen.
