Pressemitteilung
30.01.2026
Nr. 13
Gerlach: Bayern startet neue Runde zur Landarzt-und ÖGD-Quote für Medizinstudienplatzbewerber – Bayerns Gesundheitsministerin: Das Bewerberportal ist ab 1. Februar geöffnet
Bayern vergibt auch in diesem Jahr Medizinstudienplätze über die Landarzt- und die ÖGD-Quote. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach am Freitag anlässlich des Starts der Bewerbungsphase für die Landarzt- und ÖGD-Quote im Medizinstudium am 1. Februar hingewiesen. Gerlach betonte: „Für all diejenigen, die vom Arztberuf träumen, besteht jetzt wieder die Chance auf einen der beliebten Medizinstudienplätze.“
Die Ministerin ergänzte: „Bei der Auswahl der geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten spielt die Abiturnote keine Rolle. Vielmehr hängt der Zuschlag für einen Studienplatz von der persönlichen Eignung ab, die in einem zweistufigen Verfahren sorgfältig überprüft wird. Nachgewiesen werden kann diese Eignung durch den Test für medizinische Studiengänge (sog. TMS), eine bereits vorhandene Ausbildung in einem Gesundheitsberuf oder ehrenamtliches Engagement. So kann zum Beispiel eine Tätigkeit im Rettungsdienst oder bei Wohlfahrtsverbänden entscheidend sein, um sich im Auswahlverfahren durchzusetzen.“
Gerlach fügte hinzu: „Im Gegenzug zum Erhalt des Medizinstudienplatzes verpflichten sich die angehenden Ärztinnen und Ärzte, nach dem Studium und einer fachärztlichen Weiterbildung in den Fachrichtungen Allgemeinmedizin, Innere Medizin oder Kinder- und Jugendmedizin mindestens zehn Jahre als Hausarzt oder Kinderarzt in einer Region zu arbeiten – und zwar in einer Region, die unterversorgt oder von Unterversorgung bedroht ist. Studierende der ÖGD-Quote verpflichten sich entsprechend zu einer Tätigkeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst.“
Die Ärztinnen und Ärzte im ÖGD sind vorwiegend auf Ebene der Kreisverwaltungsbehörden (Gesundheitsämter) beschäftigt und setzen sich hier neben vielen anderen Aufgaben für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung ein.
Circa 750 junge Menschen haben sich bereits für das Studium über die Quote und die künftige Tätigkeit als Landärztin oder -arzt entschieden. Insgesamt 83 Studierende werden über die ÖGD-Quote eine Laufbahn im Öffentlichen Gesundheitsdienst einschlagen. Die ersten Hausärztinnen und -ärzte werden nach ihrem Studium und der fachärztlichen Weiterbildung voraussichtlich im Jahr 2031 ihre Arbeit aufnehmen und dadurch einen wesentlichen Beitrag zur Sicherstellung einer hochwertigen und wohnortnahen medizinischen Versorgung im Flächenstaat Bayern leisten. Die ersten Absolventinnen und Absolventen der ÖGD-Quote werden voraussichtlich im Jahr 2029 ihre Tätigkeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst in Bayern aufnehmen.
Interessenten können sich online unter www.landarztquote.bayern.de über die Landarzt- und ÖGD-Quote informieren und für einen Medizinstudienplatz in Bayern bewerben. Die Bewerbungsphase für die beiden Quoten startet am 1. Februar 2026. Die Bewerbungen müssen bis spätestens 28. Februar 2026 beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eingereicht werden.
Gerlach hob hervor: „Angesichts des demografischen Wandels und des medizinisch-technischen Fortschritts benötigen wir junge Medizinerinnen und Mediziner, die sich für den Beruf des Landarztes begeistern und sich in den ländlichen Bedarfsregionen Bayerns niederlassen wollen. Auch ein leistungsfähiger Öffentlicher Gesundheitsdienst ist sehr wichtig. Deshalb hält der Freistaat ein bestimmtes Kontingent an Studienplätzen für genau diejenigen potenziellen Studierenden zurück, für die diese Berufsperspektive interessant ist.“
