Pressemitteilung
11.05.2026
Nr. 65
Gerlach für bessere Rahmenbedingungen für Pflegekräfte – Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin zum Tag der Pflegenden am 12. Mai
Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach will erreichen, dass die Rahmenbedingungen für Pflegekräfte weiter verbessert werden. Gerlach betonte am Montag anlässlich des „Tages der Pflegenden“ am 12. Mai: „Pflegekräfte sind eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Es ist mir deshalb ein wichtiges Anliegen, dass sie bei ihrer unverzichtbaren Arbeit gezielt unterstützt werden.“
Die Ministerin erläuterte: „Zentral ist dabei, dass der Pflegeberuf attraktiver gestaltet wird. Denn es ist wichtig, dass sich mehr Menschen für diese Aufgabe entscheiden. In Bayern unterstützen wir bereits seiteiniger Zeit Arbeitgeber bei der Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen in ihren Einrichtungen. So haben wir in den Jahren 2023 und 2024 ein Modellprojekt mit rund 5,7 Millionen Euro gefördert, bei dem Springerkonzepte in 65 Langzeitpflegeeinrichtungen erprobt wurden.“
Springerkonzepte sehen ein geregeltes Einspringen bei Personalausfällen vor. Sie stehen somit für verlässliche Dienstpläne und sind ein wichtiger Baustein für mehr Gesundheit und Zufriedenheit des Pflegepersonals.
Gerlach fügte hinzu: „Bayern hat zudem in den letzten Jahren wichtige Weichen gestellt, um die Attraktivität der Ausbildungen in den Gesundheitsfachberufen zu steigern. So haben wir mit der Einführung der generalistischen Pflegeausbildung im Jahr 2020 eine hochwertige und zeitgemäße Lehre für den Nachwuchs in der Pflege geschaffen. Im Mittelpunkt steht dabei, dass Nachwuchskräfte in allen Versorgungsbereichen der Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege einsetzbar sein sollen.“
Die Ministerin ergänzte: „Für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige hat Bayern darüber hinaus das Förderprogramm ‚Pflege im sozialen Nahraum – PflegesoNah‘ aufgestellt. Damit bauen wir Kurzzeit-, Tages-und Nachtpflegeplätze aus. In den Jahren 2020 bis 2025 konnten wir mit insgesamt beinahe 73 Millionen Euro über 1.900 Tagespflege-, 320 Kurzzeitpflege- und 18 Nachtpflegeplätze fördern. Das sind Angebote, die für Pflegebedürftige zur Verfügung stehen und pflegende Angehörige ganz gezielt entlasten können.“
Gerlach unterstrich: „Ganz wichtig ist mir zudem, dass pflegende Angehörige bei Fragen und Sorgen nicht alleingelassen werden. Denn die bürokratischen Hürden beim Eintritt einer Pflegebedürftigkeit sind hoch. Wir fördern deshalb die bayerischen Pflegestützpunkte, die Beratung zu sämtlichen Fragen rund um das Thema Pflege bieten. Eine Übersicht mit allen 59 Pflegestützpunkten ist auf unserer Website einsehbar.“
Die Ministerin fügte hinzu: „Speziell für pflegende Angehörige gibt es das deutschlandweit einzigartige und von uns geförderte Netz der rund 100 Fachstellen für pflegende Angehörige. Gerade in der Begleitung von Angehörigen von Demenzbetroffenen haben sich die Fachstellen als besonders wertvolle Anlaufstellen etabliert. Ergänzt wird die bestehende Beratungslandschaft in Bayern durch eine ‚Online-Demenzsprechstunde‘, die sich an pflegende Angehörige mit Beratungsbedarf richtet.“
Gerlach ergänzte: „Zur Stärkung der häuslichen Pflege und Entlastung der pflegenden Angehörigen stehen darüber hinaus über 3.650 anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag zur Verfügung, die teils vom Bayerischen Gesundheitsministerium gefördert werden. Hinzu kommen über 12.400 registrierte ehrenamtlich tätige Einzelpersonen. Konkrete Hilfsangebote sind auf der Internetseite des Bayerischen Landesamts für Pflege einsehbar.“
