Pressemitteilung

20.01.2026

Nr. 9

Gerlach für klare Kante gegen Missbrauch bei Krankschreibungen

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach fordert klare Kante gegen Online-Krankschreibungen. Gerlach sagte am Dienstag in München: „’Klick und krank‘ ohne seriöse ärztliche Diagnose darf nicht der Standard sein. Deswegen brauchen wir verlässliche Regulierung. Abschaffen sollten wir reine Online-Krankschreibungen von Anbietern mit Sitz im Ausland ohne Vertragsärzte. Denn das persönliche Vertrauensverhältnis zwischen Patienten und Ärzten erscheint mir wichtig, um möglichem Missbrauch vorzubeugen.“

Die Ministerin warnte zugleich: „Von einer möglichen Abschaffung der telefonischen Krankschreibung allein, wie sie derzeit diskutiert wird, sollte man keine deutlichen Veränderungen erwarten. Denn nach Daten des Zentralinstituts der kassenärztlichen Vereinigung (ZI) vom Oktober 2025 macht die telefonische Krankschreibung nur einen sehr geringen Teil von rund einem Prozent der gesamten Krankschreibungen aus.“
Gerlach erklärte: „Wir wollen und müssen unser Gesundheitssystem entlasten und Bürokratie abbauen. Dafür ist die telefonische Krankschreibung ein guter Baustein. Unser Ziel ist es aber, Missbrauch bei der Krankschreibung zu verhindern.“

Die Ministerin betonte zugleich: „Menschen, die tatsächlich krank sind, sollten sich natürlich nicht in die Arbeit schleppen. Vielmehr ist es auch aus Gründen des Infektionsschutzes wichtig, zu Hause zu bleiben und sich auszukurieren. Das sollte bei der aktuellen Diskussion nicht vergessen werden.“