Pressemitteilung
02.10.2026
Nr. 148
Gerlach setzt sich für wohnortnahe ärztliche Versorgung auf dem Land ein – Bayerns Gesundheitsministerin anlässlich der Übergabe von Landarztprämien in Rödental und in Bad Staffelstein
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach setzt sich für eine wohnortnahe ärztliche Versorgung auf dem Land ein. Anlässlich der Übergabe zweier Landarztprämien in Oberfranken an einen Hausarzt in Rödental und einen Kinderarzt in Bad Staffelstein betonte Gerlach am Freitag: „Eine gute medizinische Versorgung vor Ort schafft Vertrauen und gibt den Menschen Sicherheit – gerade dann, wenn sie krank sind. Mit unserer Landarztprämie fördern wir deshalb Ärztinnen und Ärzte, die sich für eine Niederlassung im ländlichen Raum entscheiden.“
Die Ministerin erläuterte: „Seit dem Start des Programms im Jahr 2012 hat Bayerns Gesundheitsministerium fast 1.590 Landarzt-Förderungen gewährt. Das ist ein großer Erfolg für die ländliche ambulante Versorgung. Konkret haben wir 1.032 Hausärztinnen und Hausärzte sowie 555 Fachärztinnen und -ärzte unterstützt. Unter den geförderten Fachärztinnen und Fachärzten sind 68 Kinderärztinnen und Kinderärzte.“
Die Landarztprämie wird derzeit weiterentwickelt. Vorgesehen ist unter anderem eine höhere Förderung in Regionen mit besonderem Versorgungsbedarf sowie die Einführung neuer Fördergegenstände zur Stärkung der Teamarbeit in Haus- und Kinderarztpraxen.
Gerlach betonte: „Wir wollen Ärztinnen und Ärzte dabei unterstützen, den Schritt in die Niederlassung auf dem Land zu gehen. Die Landarztprämie ist dabei ein wichtiger Baustein. Jede einzelne geförderte Praxis bedeutet: kürzere Wege, eine feste Anlaufstelle und ein Stück mehr medizinische Sicherheit für die Menschen vor Ort.“
In Rödental unterstützt das Gesundheitsministerium die Niederlassung von Dr. Alexander Meinhardt mit 60.000 Euro. Gemeinsam mit Frau Dr. Ivana Jovanović, einer Allgemeinmedizinerin, führt er die Hausarztpraxis als Team. Die Ministerin erklärte: „Herr Meinhardt und Frau Jovanović sind als Hausärzte nicht nur Mediziner, sondern auch Vertrauenspersonen und Begleiter für die Menschen hier vor Ort. Eine solche Praxis ist eine verlässliche Anlaufstelle für die Menschen in der Region.“
Eine weitere Landarztprämie in Höhe von 60.000 Euro übergab Gerlach in Bad Staffelstein an den Kinderarzt Dr. Daniel Deubner. Die Ministerin hob hervor: „Ich freue mich sehr, dass sich Herr Deubner für eine Niederlassung in Bad Staffelstein entschieden hat. Gerade bei der medizinischen Versorgung von Kindern ist eine wohnortnahe Einrichtung für Familien besonders wichtig. Mit seiner Entscheidung für den ländlichen Raum leistet er einen wichtigen Beitrag für die Versorgung der Kinder in der Region.“
Gerlach erläuterte: „In diesem Jahr wurden bereits 108 Landarztprämien gewährt, mit denen wir Niederlassungen im ländlichen Raum fördern. Allein 15 davon entfielen auf Praxen in Oberfranken.“
Durch die bayerische Landarztprämie werden Niederlassungen von Ärztinnen und Ärzten in ländlichen Regionen mit bis zu 60.000 Euro unterstützt. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten können eine Förderung von bis zu 20.000 Euro erhalten.
Voraussetzung ist, dass sich die Medizinerinnen und Mediziner in Gemeinden mit nicht mehr als 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern niederlassen. Bei Kinder- und Jugendpsychiaterinnen und -psychiatern liegt die Grenze bei 40.000 Menschen. Des Weiteren müssen die Niederlassungen in Gemeinden erfolgen, die nicht überversorgt sind. Ärztinnen und Ärzte können auch dann eine Prämie erhalten, wenn sie eine schon bestehende Praxis übernehmen.
Weitere Informationen zur bayerischen Landarztprämie finden Sie unter: https://www.stmgp.bayern.de/service/foerderprogramme/niederlassung-von-hausaerztinnen-und-aerzten/.
