Pressemitteilung
22.05.2026
Nr. 68
Gerlach warnt vor Risiken durch Zecken – Bayerns Gesundheitsministerin: In diesem Jahr bereits 14 FSME-Fälle und mehr als 500 Borreliose-Fälle
Zum Start der Pfingstferien hat Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach vor den Risiken durch Zecken gewarnt. Die Ministerin betonte am Freitag: „Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen. So wurden in diesem Jahr in Bayern bereits 14 FSME-Fälle und mehr als 500 Borreliose-Fälle gemeldet. Deshalb ist Vorsicht etwa beim Wandern auf Wiesen oder im Wald sehr wichtig. Wer sich in der Natur oder auch im eigenen Garten aufgehalten hat, sollte anschließend den Körper gründlich nach Zecken absuchen.“
Die Ministerin erläuterte: „Für einen vollständigen Impfschutz sind drei Impfungen innerhalb eines Jahres erforderlich. Noch ungeimpfte Personen sollten möglichst schnell mit der Impfserie beginnen, da frühestens nach der zweiten Impfung ein Schutz vor FSME besteht.“
Gerlach unterstrich: „Noch sind die FSME-Impfquoten in Bayern zu niedrig. Nur rund 23 Prozent der Bevölkerung besitzt einen aktuellen FSME-Impfschutz. Betrachten wir nur die Kinder, dann ergibt sich ein besseres Bild: Im Rahmen der Einschulungsuntersuchung zum Schuljahr 2023/24 wiesen 42 Prozent der bayerischen Einschulungskinder eine abgeschlossene Grundimmunisierung auf.“
Die Ständige Impfkommission empfiehlt die FSME-Impfung für alle Menschen, die in Risikogebieten mit Zecken in Kontakt kommen können. Auch für Urlauber in Bayern ist die Impfung ratsam.
Die Ministerin fügte hinzu: „Zecken können neben dem FSME-Virus auch Bakterien übertragen, die Lyme-Borreliose verursachen. Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit in Deutschland. Sie lässt sich gut behandeln, wenn sie früh erkannt wird. Eine Schutzimpfung dagegen gibt es noch nicht.“
Gerlach ergänzte: „Wer eine Zecke an seinem Körper entdeckt, sollte sie möglichst schnell und vorsichtig entfernen. Treten danach Beschwerden oder eine ringförmige Hautrötung auf, sollte man rasch ärztlichen Rat einholen.“
In diesem Jahr wurden dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bislang 515 Borreliose-Fälle gemeldet (Stand: 21.05.2026) – im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 570. Bei FSME wurden seit Jahresbeginn bayernweit 14 Fälle bekannt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 21 FSME-Fälle.
Weitere Informationen gibt es unter www.zecken.bayern.de und www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/fsme/.
