Pressemitteilung
11.03.2026
Nr. 39
Gerlach will Forschung an Hochschulen enger mit praktischer Anwendung verknüpfen – Bayerns Gesundheitsministerin übernimmt Schirmherrschaft für den neuen interdisziplinären Masterkurs „Healthcare Innovation Program“ der Technischen Universität München
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach will erreichen, dass Forschung an Hochschulen vermehrt in der Praxis ankommt. Gerlach verwies am Mittwoch darauf, dass auf ihre Initiative und unter ihrer Schirmherrschaft an der Technischen Universität München (TUM) erstmals der Masterkurs „Healthcare Innovation Program“ angeboten wird. Der Kurs richtet sich an Studierende aus verschiedenen Studiengängen mit Bezug zu Gesundheitsthemen.
Gerlach betonte: „In Deutschland und gerade auch an der Technischen Universität München findet Forschung auf Spitzenniveau statt. Jedoch müssen Ergebnisse der Forschung schneller in der Praxis, zum Beispiel beim Arzt und letztlich beim Patienten, ankommen. Mit dem neuen Masterkurs sollen Studierende befähigt werden, bei ihren Ideen die Anwendung in der Praxis mitzudenken. Entscheidend dafür ist, medizinisches Wissen, IT-Kenntnisse und unternehmerisches Können zu verbinden.“
Gerlach erläuterte: „Der Grundstein für diesen neuen Masterkurs wurde im letzten Jahr bei meinem Besuch an der US-amerikanischen Stanford University gelegt. Unmittelbar daraus entwickelte sich in Zusammenarbeit mit der TUM die schnelle Einrichtung dieses einzigartigen Lehrformats, das schon im kommenden Sommersemester angeboten wird.“
Die Ministerin ergänzte: „Das Ökosystem der Technischen Universität München ist bei der Übertragung von Wissen in die Praxis europaweit führend. Der Masterkurs ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie internationaler Austausch in neue Kooperationen münden kann. Da der Kurs auf dem Ansatz der international renommierten Stanford Universität aufbaut, erwarte ich erfolgreiche Projekte. Als Schirmherrin freue ich mich, dieses transatlantische Lehrformat mit 50.000 Euro zu fördern.“
Prof. Dr. Helmut Schönenberger, Vizepräsident für Entrepreneurship der TUM: „Innovationen aus der medizinischen Forschung tragen besonders zum Wohl der Gesellschaft bei. Deswegen ist es unverzichtbar, dass bereits Studierende lernen, wie sie Forschungsergebnisse in die Anwendung bringen. Dieses Ziel verfolgen wir an der TUM seit vielen Jahren international erfolgreich. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass wir dabei mit der Staatsregierung an einem Strang ziehen.“
Maria Sievert, Managing Director des TUM Venture Labs Health Care: „„München vereint Spitzenforschung, klinische Exzellenz und unternehmerisches Talent – beste Voraussetzungen für die nächste Generation von HealthTech-Innovationen. Mit dem Healthcare Innovation Program schaffen wir ein strukturiertes Lernformat, das Studierende vom echten Bedarf bis zum validierten Prototypen führt – mit Blick auf Translation und Wirkung im Versorgungsalltag.“
Der Masterkurs ergänzt das im letzten Jahr vom Bayerischen Gesundheitsministerium mit einer halben Million Euro geförderte Programm SMART HEALTH, mit dem Teams in der Vorgründungsphase zur wissenschaftlichen Idee das für die Anwendung passende Handwerkszeug zur Verfügung gestellt wird.
Paul Schmiedmayer, Assistant Director am Stanford Mussallem Center for Biodesign Digital Health: „Es ist großartig zu sehen, dass aus dem Besuch von Staatsministerin Gerlach dieser zukunftsorientierte Masterkurs entstanden ist. Mit seinem Fokus auf KI und digitale Gesundheit baut er Brücken zwischen München und dem Silicon Valley und stärkt den Austausch von innovativen Ideen, Forschung und praxisorientierter Umsetzung für patientenzentrierte Lösungen im klinischen Alltag.“
Gerlach unterstrich: „Das Potenzial von Start-ups haben wir in Bayern schon lange erkannt und auf vielfältige Art unterstützt. Für Start-ups in Gesundheit, Pflege und Prävention haben wir als weiteren Baustein bereits im März 2024 den ‚Bayerischen Entrepreneurship Round Table‘ ins Leben gerufen und führen diesen fort.“
Mit der Unterstützung in Höhe von 50.000 Euro durch Bayerns Gesundheitsministerium werden die wegen der transatlantischen Komponente, der Interdisziplinarität und der Praxisausrichtung höheren Aufwände gegenüber regulären Masterkursen gefördert. Darunter fallen unter anderem die aufwändigere Projektleitung und ein Lehrauftrag für die Praxiselemente.
Der Masterkurs startet im Sommersemester 2026 und endet mit Abschlusspräsentationen in München. Informationen zu Teilnahmevoraussetzungen und Anmeldung werden über die Kanäle der TUM und des TUM Venture Lab Healthcare bekanntgegeben.
