Pressemitteilung

27.04.2026

Nr. 58

Gerlach will Öffentlichen Gesundheitsdienst stärken – Bayerns Gesundheitsministerium informiert über Einstiegsmöglichkeiten und Karrierewege für Ärztinnen und Ärzte

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach will den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) stärken. Gerlach startete am Montag in München deshalb den zweiten Teil einer Kampagne, mit der vor allem auf die attraktiven beruflichen Möglichkeiten für Ärztinnen und Ärzte im ÖGD hingewiesen wird. Ziel ist es, in diesem Bereich mehr Fachkräfte zu gewinnen.

Gerlach betonte: „Wer im Öffentlichen Gesundheitsdienst arbeitet, übernimmt Verantwortung für die Gesundheit und den Schutz unserer gesamten Gesellschaft. Gleichzeitig bietet der ÖGD das, was viele suchen: eine sinnstiftende Aufgabe, verlässliche Arbeitsbedingungen und echte Entwicklungschancen.“

Mit der zweiteiligen Kampagne macht Bayerns Gesundheitsministerium auf diese Aspekte aufmerksam. Bereits im ersten Kampagnenteil wurden die Bedeutung und Vielfalt des ÖGD sichtbar gemacht. Nun richtet sich der Blick gezielt auf die Nachwuchsgewinnung im ärztlichen Bereich sowie die Vorstellung weiterer Karrierewege.

Die Ministerin erläuterte: „Mit den persönlichen Geschichten unserer Botschafterinnen und Botschafter machen wir authentisch deutlich: Hinter dem Öffentlichen Gesundheitsdienst stehen Menschen mit Überzeugung. Genau diese wollen wir gewinnen: Menschen, die etwas bewegen wollen, die Gesundheit nicht nur verwalten, sondern aktiv gestalten.“

Ob Arzt, Hygienekontrolleurin, Sozialpädagogin oder Fachkraft der Sozialmedizin: Die Kampagne zeigt die Bandbreite an Berufen und die Vielfalt an Aufgaben. Gerlach sagte: „76 Gesundheitsämter mit rund 2.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich im Freistaat um zentrale Aufgaben des Gesundheitsschutzes: von Prävention bis zum Krisenmanagement. Die Menschen im ÖGD begleiten Kinder beim Start in die Schule, sichern die hohe Qualität unseres Trinkwassers und überwachen mehrere hunderttausende Meldungen zu Infektionskrankheiten sowie den Umgang mit Hygiene-Standards in medizinischen und sozialen Einrichtungen.“

Gerlach ergänzte: „Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig ein gut aufgestellter Öffentlicher Gesundheitsdienst ist. Jetzt kommt es darauf an, den ÖGD auch langfristig zu stärken.“

Auch im ÖGD verschärft der demografische Wandel künftig die Personalsituation. Rund 23 Prozent desärztlichen Personals an den Gesundheitsämtern und Regierungen (inkl. Gerichtsärztlicher Dienst) wird voraussichtlich in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen, etwa durchneue Infektionserkrankungen, die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels oderzunehmende psychosoziale Belastungen.

Gerlach betonte: „Wir müssen auf die nächste Krise vorbereitet sein. Ein starker Öffentlicher Gesundheitsdienst ist dafür unverzichtbar.“

Weitere Informationen zu Karrieremöglichkeiten im Öffentlichen Gesundheitsdienst sowie zu den Testimonials der Kampagne sind unter hilft-jedem.de zu finden.