Pressemitteilung
22.02.2026
Nr. 27
Gerlach wirbt für Masernschutzimpfung – Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin: Masern-Infektionen in Bayern gesunken
Gerlach fügte hinzu: „Der Rückgang ist aber kein Grund zur Entwarnung. Vielmehr ist es weiterhin wichtig, sich und andere mit einer Impfung zu schützen.“ Im laufenden Jahr sind bislang zwei Masern-Infektionen in Bayern gemeldet worden.
Die Ministerin betonte: „Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Sie sind hochansteckend und können einen sehr schweren Verlauf nehmen, der sogar einen Krankenhausaufenthalt nötig macht. In seltenen Fällen können gravierende gesundheitliche Spätfolgen auftreten.“
Masern beginnen oft mit hohem Fieber, Husten und einem Ausschlag am ganzen Körper. Sie schwächen das Immunsystem über Wochen und können schwere Komplikationen wie Lungen- und Gehirnentzündungen verursachen.
Gerlach unterstrich: „Bei Kindern sind die Impfquoten in Bayern insgesamt zwar hoch, aber noch zu niedrig. Während im Alter von 2 Jahren zuletzt rund 92 Prozent der Kinder die erste Masernimpfung erhalten haben, liegt die Quote bei der zweiten Impfung mit 78 Prozent deutlich niedriger. Genau hier müssen wir ansetzen, um einen vollständigen Schutz zu erreichen.“
Kinder können durch eine zweimalige Impfung im Abstand von mindestens vier Wochen wirksam gegen Masern geschützt werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die erste Masernimpfung im Alter von elf Monaten. Die zweite Impfung sollte im Alter von 15 Monaten erfolgen. Bei einem bevorstehenden Besuch einer Gemeinschaftseinrichtung kann die Impfung bereits ab einem Alter von neun Monaten verabreicht werden.
Die Ministerin rief Erwachsene dazu auf, den eigenen Impfstatus zu prüfen: „Alle nach 1970 geborenen Erwachsenen sollten ihren Impfausweis überprüfen lassen. Denn nur wer in der Kindheit zweimal oder im Erwachsenenalter einmal gegen Masern geimpft ist, verfügt über einen vollständigen Impfschutz.“ Seit Januar 2020 ist eine zweimalige Masern-Impfung darüber hinaus von der STIKO auch für nach 1970 geborene Personen in besonderen beruflichen Tätigkeitsbereichen wie in medizinischen Einrichtungen empfohlen.
Mehr Informationen unter www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/masern/.
