Pflegerin geht mit Patientin über Flur, Kopf auf Schulter.

Übersicht der Netzwerke in Bayern

Hier sehen Sie eine Übersicht über die Netzwerke in der Hospiz- und Palliativversorgung in Bayern mit vielen weiteren Informationen.

Augsburger Hospiz- und Palliativversorgung e.V.

Die Augsburger Hospiz- und Palliativversorgung e.V. ist ein Zusammenschluss von Einrichtungen und Verbänden in Stadt und Landkreis Augsburg, die gemeinsam Palliative Care im umfassenden Sinn voranbringen wollen. Das Besondere ist die Größe und Vielgestaltigkeit des Netzwerks. Über 50 Leistungserbringer aus der Region sind Mitglied, von der Einzelperson und dem Klinikum bis hin zu Gebietskörperschaften.

Das Anliegen ist, allen schwerstkranken Menschen, Sterbenden und ihren Angehörigen zu helfen, die Hilfe brauchen. Die AHPV versteht sich als Plattform für Zusammenarbeit, Fortbildung, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit. Der Verein selbst erbringt keine Versorgungsleistungen.

Eines der Ziele bei Gründung war, die SAPV im Raum Augsburg zu etablieren. Dies ist mittlerweile erfolgt, in der Stadt und im südlichen Landkreis sind Teams installiert. Im nördlichen Landkreis herrscht noch Entwicklungsbedarf. Die SAPV wird von der Augsburger Palliativversorgung gemeinnützige GmbH (APV) erbracht, einer 100-%igen Tochter des Netzwerks AHPV e.V.

Das aktuelle Ziel ist, ein gemeinsames, abgestimmtes Rahmenkonzept zur Hospiz- und Palliativversorgung in Stadt und Landkreis zu erstellen. Es soll den Ist-Stand beschreiben, Defizite und Grenzen benennen und konkrete Ziele mit den entsprechend notwendigen Maßnahmen formulieren. Anhand dieses Konzepts soll der weitere Ausbau der Versorgung verfolgt werden. Die Abstimmung soll nicht nur mit allen Mitgliedern erfolgen, sondern das Konzept soll auch mit den beiden regionalen Seniorenkonzepten sowie dem Bayerischen Rahmenplan kompatibel sein.

Weitere Informationen zum Netzwerk

Von wem ging der Impuls für den Aufbau des Netzwerks aus?

Das Netzwerk „Augsburger Hospiz- und Palliativversorgung e.V.“ AHPV e.V. wurde 2009 von vier Organisationen gegründet:

  • Hospizgruppe Albatros
  • St.-Vinzenz-Hospiz
  • Caritas
  • Klinikum Augsburg

Es hat derzeit gut 50 Mitglieder.

Welche Leistungserbringer/Institutionen sollen in das Netzwerk eingebunden werden?

Ziel ist, alle aktiv Tätigen in der Hospiz- und Palliativversorgung in Stadt und Landkreis Augsburg als Mitglieder im Verein einzubinden. Dies entspringt der Überzeugung, dass Hospizarbeit und Palliativversorgung nur im Miteinander gelingen kann. Dabei ist allen Beteiligten bewusst, dass zwischen den Leistungserbringern auch Konkurrenz herrscht. Aber das Wohl der Patienten und ihrer Angehörigen muss immer vor den Eigeninteressen stehen.

Der Verein selbst erbringt keine Versorgungsleistungen. Aber er hat als 100-%ige Tochter die „Augsburger Palliativversorgung gemeinnützige GmbH“, welche die SAPV-Teams in Augsburg-Stadt und -Land stellt.

Stadt und Landkreis Augsburg als Gebietskörperschaften sind bereits Mitglied.

Was sind die „Teilnahmebedingungen“?

Mitglied werden im Netzwerk können alle aktiv Tätigen in der Hospiz- und Palliativversorgung in Stadt/Land Augsburg: Unabhängig davon ob ambulant oder stationär, ob allgemein oder spezialisiert, ob Pflege, Medizin, Soziales oder Seelsorge, ob direkte Unterstützung von Patienten und Angehörigen oder Forschung, Fortbildungen, Optimierung von Rahmenbedingungen für die Hospiz- und Palliativversorgung.

Wie ist das Netzwerk organisiert? Wo liegt das „Zentrum“? Wie werden Entscheidungen getroffen?

In der Satzung ist alles Entsprechende geregelt. Vorstand und Mitgliederversammlung treffen die Entscheidungen.

Wie wird das Netzwerk finanziert?

Der Verein finanziert sich über Mitgliedsbeiträge, Veranstaltungsgebühren, Bußgelder und Spenden.

Hospiz- und Palliativnetzwerk des Hospizvereins Coburg e.V. – HPN Coburg

Ziel der multiprofessionellen Vernetzung des HPN Coburg ist die Verbesserung der Versorgung palliativer Patienten nach dem Grundsatz „ambulant vor stationär“. Dies wird durch fachlichen Austausch und Fortbildung sichergestellt. Darüber hinaus sollen die im Netzwerk vorhandenen fachlichen Kompetenzen zeitnah und unkompliziert Betroffenen, Angehörigen, Netzwerkpartnern und Fachkräften, die nicht Teil des Netzwerkes sind, aber mit palliativen Patienten zusammenarbeiten (z.B. Hausärzte), zur Verfügung gestellt werden.

 

Darüber hinaus entwickelt das HPN Qualitätsstandards für die Versorgung palliativer Patienten, zu deren Einhaltung sich die Netzwerkpartner verpflichten. Durch die Vernetzung und den regelmäßigen Austausch können Chancen und Schwierigkeiten in der Versorgung, die aktuell in der Region bestehen, erkannt und an einer Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Schnittstellen gearbeitet werden. Die vielfältigen Informationen aus dem beruflichen Alltag der Netzwerkpartner ermöglichen es darüber hinaus, ungedeckte Bedarfe der Betroffenen und Angehörigen zu ermitteln und an bedarfsorientierten Angeboten in der Region zu arbeiten. Die Kommunikationsprozesse werden von der Netzwerkkoordinatorin begleitet.

Weitere Informationen zum Netzwerk

Von wem ging der Impuls für den Aufbau des Netzwerks aus?

Der Impuls für den Aufbau des Netzwerks ging vom Hospizverein aus.

Welche Leistungserbringer/Institutionen sind in das Netzwerk eingebunden werden?

Teilnehmer des Netzwerks sind der Hospizverein, Haus- und Fachärzte, niedergelassene Palliativmediziner, Klinikum Coburg, Ambulante Pflegedienste, Stationäre Pflegeeinrichtungen, Apotheken, Orthopädiefachgeschäfte, Pflegestützpunkt Stadt Coburg und Seelsorge.

Was sind die „Teilnahmebedingungen“?

Die Netzwerkpartner fühlen sich dem Hospizgedanken verpflichtet und orientieren sich in ihrem professionellen Handeln an den Leitlinien des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands.
Die Netzwerkpartner verpflichten sich zur Einhaltung von Qualitätsstandards. Diese beinhalten Fortbildungspflicht, die Zusammenarbeit mit anderen Kooperationspartnern zum Wohle des Patienten und die Einhaltung der jeweils spezifisch vereinbarten Bestimmungen im Rahmenvertrag (z.B. Teilnahme am Qualitätszirkel Palliativmedizin bei Ärzten, Beschäftigung einer Palliative Care Fachkraft bei Pflegediensten und Pflegeeinrichtungen).

Wie ist das Netzwerk organisiert? Wo liegt das „Zentrum“? Wie werden Entscheidungen getroffen?

Träger des Hospiz- und Palliativnetzwerkes ist der Hospizverein Coburg. Zur zeitnahen und flexiblen Klärung der Netzwerkorganisation wurde ein Lenkungsgremium gebildet. Die Netzwerkpartner der verschiedenen Professionen/Einrichtungstypen entsenden dazu je einen Vertreter in dieses Gremium. Die Treffen finden regelmäßig nach Vereinbarung statt.

Wie wird das Netzwerk finanziert?

Durch den Träger, der zur Finanzierung des Netzwerks Sponsoren und Fördermittel akquiriert.

Loses Netzwerk im Landkreis Freyung-Grafenau

Der Hospizverein im Landkreis Freyung- Grafenau e. V. ist Teil des losen Netzwerkes und stellt bei Bedarf alle Angebote den anderen Netzwerkteilnehmern und Landkreisbürgern zur Verfügung. Der Verein verfügt über 100 ausgebildete Hospizbegleiterinnen und -begleiter, von denen zurzeit etwa 40 regelmäßig im Einsatz sind. Der Hospizverein bietet jährlich einen Ausbildungskurs für Hospizbegleiterinnen und -begleiter an.

Die Koordinatorin des Hospizvereins ist die zentrale Anlaufstelle. Sie fährt bei Bedarf zu den Betroffenen und hilft, die Probleme vor Ort in Absprache mit allen Beteiligten zu lösen. Sie nimmt an Teambesprechungen der Palliativstation in Waldkirchen teil und bietet ebenso wie der Vorsorgeberater regelmäßige Fortbildungen in den Pflegeheimen zu unterschiedlichen Themen (Mundpflege, Vorsorgeberatung, Demenzpatienten und Schmerz, Symptomkontrolle) an. Zusätzlich leitet die Koordinatorin auch den ambulanten Hospizdienst.

Der Hospizverein arbeitet mit einem palliativen Behandlungsplan, um den im Notdienst teils fachfremden Kollegen eine Entscheidungshilfe an die Hand zu geben, im Sinne des Patienten zu entscheiden, ihn vor Ort zu lassen und symptomorientiert zu behandeln. Auf diese Weise soll der „Drehtüreffekt“ vermieden werden. Notfallmedikamente sind dann entweder vor Ort oder können vom Kollegen gegeben werden.

Daneben stellt der Hospizverein eigens ausgearbeitete Flyer zu den Themen „Flüssigkeit und Nahrung am Lebensende“ und „Morphin“ den Angehörigen, Kollegen, sowie Pflegekräften als Entscheidungshilfe zur Verfügung. Eine weitere Broschüre weist auf verschiedene Angebote der Trauerbegleitung sowie auf die Termine hin.

Die Trauerbegleitung erfolgt in Form einer offenen Trauergruppe, die sich 1x im Monat im Büro des Hospizvereines trifft; zusätzlich werden Einzelgespräche angeboten. Hierzu stehen drei ausgebildete Trauerbegleiter zur Verfügung. Seit 2014 bietet der Verein auch die Begleitung für „trauernde Kinder“ an. zwei Mitglieder des Hospizvereines befinden sich in Ausbildung bei dem Projekt Netzwerkarbeit mit dem Verein „Glückskinder e. V.“ in unserem Landkreis.

Der Hospizverein bietet ferner öffentliche und individuelle Beratung zur Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung durch sechs ausgebildete Berater an. Zur Beratung wurde eine eigene Vorsorgemappe entwickelt, angelehnt an die Broschüre „Vorsorge für Unfall, Krankheit und Alter“ des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. Der Inhalt der Broschüre kann für private Zwecke im Internet abgerufen werden (siehe Seitenende). Die Beratung erfolgt zuhause, in den Heimen bzw. Krankenhäusern oder im Büro des Hospizvereins.

Weitere Informationen zum Netzwerk

Von wem ging der Impuls für den Aufbau des Netzwerks aus?

Der Impuls ging 2010 von Frau Dr. Massinger-Biebl aus, die zu einer Veranstaltung einlud, bei der unter anderem Frau Dr. Albrecht aus Regensburg über die Versorgung im ambulanten Palliativbereich referierte. Bei dieser Veranstaltung war auch Frau Dr. Fackler- Schwalbe als Referentin zugegen, die dann 2011 den ersten Basiskurs für Ärzte in Deggendorf organisiert hat. Nach dieser Auftaktveranstaltung wurde das Netzwerk Pallio gegründet und eine Vertragsstruktur ausgearbeitet. Die Leistungserbringer konnten sich mit der vorgeschlagenen Struktur (vertragliche Regelungen) nicht identifizieren.
Der Hospizverein im Landkreis Freyung- Grafenau e. V, gegründet 2001, trug sich schon länger mit dem Gedanken, eine hauptamtliche Koordinatorin einzusetzen. Seit Nov. 2011 arbeitet Frau Silvia Wagner-Meier als Koordinatorin für den Hospizverein.

Welche Leistungserbringer/Institutionen sind in das Netzwerk eingebunden werden?

Leistungserbringer verschiedener Professionen sind eingebunden, u. a. Haus-u. Fachärzte, Palliativmediziner, Seelsorger, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Palliativstation Waldkirchen, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, Hospizbegleiter, Koordinatorin, Kliniken im Landkreis Freyung-Grafenau, Musiktherapeuten, Psychotherapeuten für Erwachsene und Kinder, Behindertenwohneinrichtungen, ehrenamtliche Helfer.

Was sind die „Teilnahmebedingungen“?

Da das Netzwerk lose organisiert ist, gibt es keine speziellen Teilnahmebedingungen. Voraussetzung zur Teilnahme ist die Bereitschaft zur Begleitung des Patienten.

Wie werden Entscheidungen getroffen? Wo liegt das „Zentrum“?

Die verschiedenen beteiligten Professionen reden miteinander und kennen sich persönlich (Wertschätzung auf Augenhöhe!). Die Koordinatorin spricht überwiegend die Profession an, die benötigt wird, wobei jede Profession eine weitere Profession bzw. weitere Leistungserbringer mit ins Team bitten kann.
Im Zentrum steht der Patient und entscheidet, in Absprache mit den Leistungserbringern im Team vor Ort.

Wie wird das Netzwerk finanziert?

Die verschiedenen Leistungserbringer rechnen selbstständig die von ihnen erbrachten Leistungen nach den möglichen gesetzlichen Vorgaben ab. Die Koordinatorin wird über § 39a Abs. 2 Satz 7 SGB V finanziert, weiteres Standbein sind Spendengelder.

Das Onkologische und Palliativmedizinische Netzwerk in Landshut

Das onkologisch-palliativmedizinische Netzwerk Landshut stellt die kontinuierliche und umfassende Betreuung onkologisch-palliativmedizinischer Patienten in den Vordergrund, wobei insbesondere die Probleme der Patienten im ländlichen Bereich berücksichtigt werden. Den Initiatoren des Netzwerkes liegt insbesondere daran, für Patienten in ländlichen Strukturen eine hochqualifizierte onkologische und palliativmedizinische Betreuung zu erreichen und auf Dauer zu garantieren. Hierzu gehört u. a. eine Behandlung über die Sektorengrenzen ambulant/stationär sowie die gleichzeitige Betreuung nahe stehender Angehöriger. Projekte wie „Netzwerkkinder“ oder „Reintegration der Palliativpatienten in unsere Gesellschaft“ wurden zur Erreichung dieses Zieles konzipiert und bisher erfolgreich durchgeführt.

Zur Erreichung der Netzwerkziele gehört selbstverständlich die Weiterentwicklung mediengeschützter elektronischer Vernetzung, ohne die weder eine flächendeckende Versorgung noch eine Versorgung über die SAPV möglich wäre. Durch die Netzwerkarbeit, an der auch Hausärzte und Fachärzte verschiedenster Disziplinen mitarbeiten, konnten bereits eine kontinuierliche ärztliche Betreuung über die Sektorengrenzen hinweg, eine Verkürzung der Wartezeiten, ein besserer Informationsfluss, eine raschere Terminvergabe bei allen beteiligten Partner sowie eine Verkürzung der Anfahrtsstrecken erreicht werden.

Zum Netzwerk gehört seit einem Jahr der Verein „Onkologie Hilfe“, der die onkologische und palliativmedizinische Arbeit im ländlichen Raum unterstützt. Hierdurch wird uns insbesondere Förderung von Kindern erkrankter Angehöriger sowie unser Projekt „Reintegrationsprojekt“ deutlich erleichtert.

Weitere Informationen zum Netzwerk

Von wem ging der Impuls für den Aufbau des Netzwerks aus?

Der Impuls für den Aufbau des Netzwerkes ging damals von der Hämato-Onkologische Praxis Dr. Vehling-Kaiser aus. Die Geschäftsführung vom Kreiskrankenhaus Landshut-Achdorf, Dr. Marlies Flieser-Hartl, griff diese Idee einer engen Verzahnung zwischen ambulanter und stationärer Therapie sofort auf und unterstützte das Projekt.

Welche Leistungserbringer/Institutionen sind in das Netzwerk eingebunden werden?

Hämato-Onkologische Praxis Dr. Vehling-Kaiser, Kreiskrankenhaus Landshut-Achdorf mit seinen Krankenhäusern Vilsbiburg und Rottenburg, Hospiz Vilsbiburg, SAPV Adiuvantes Landshut, Strahlentherapeutische Praxis Mühleninsel, Akademie für Onkologie und Palliativmedizin sowie der Onkologie Hilfe-Verein Landshut.

Was sind die „Teilnahmebedingungen“?

Die Teilnahme ist sowohl an Qualitätskriterien als auch an „Ideelle Kriterien“ gekoppelt. Unser Netzwerk ist ESMO- und DGHO-zertifiziert. Ähnliche vergleichbare Zertifikate sollten Kooperationspartner besitzen. Zusätzlich sollte die Idee einer dezentralisierten Patientenversorgung vertreten sein. Unser Schwerpunkt liegt in der Versorgung der Patienten im ländlichen Bereich. Wir wollen diesen Menschen eine heimatnahe Versorgung auf hohem qualitativem Niveau ermöglichen, ohne aber eine Zusammenarbeit mit zentralen Institutionen wie den Universitätskliniken zu vernachlässigen.

Wie ist das Netzwerk organisiert? Wo liegt das „Zentrum“? Wie werden Entscheidungen getroffen?

Die Organisation und Leitung des Zentrums liegt in der Onkologischen Praxis. Die Entscheidungen werden in enger Absprache mit der Wirtschaftsführung des Krankenhauses Landshut-Achdorf getroffen.

Wie wird das Netzwerk finanziert?

Die Finanzierung des Netzwerkes erfolgt im Wesentlichen durch die beiden Hauptbeteiligten (Onkologische Praxis und Kreiskrankenhaus Landshut-Achdorf), des Weiteren durch den Onkologie Hilfe-Verein.

Münchner Hospiz- und Palliativnetzwerk

Das Münchner Hospiz- und Palliativnetzwerk sieht sich den Zielen der „Charta für die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen“ verpflichtet, die von der Landeshauptstadt München unterzeichnet wurde. Es möchte die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit lebensverkürzenden, unheilbaren Erkrankungen weiter verbessern. Ein Schwerpunkt des Münchner Netzwerks ist der Aufbau und die Unterstützung weiterer Arbeitskreise, die sich vor allem mit der palliativen Versorgung in Pflegeheimen, der Versorgung schwerstkranker Kinder und der gesundheitlichen Vorausplanung beschäftigen.

Weiterhin möchte das Netzwerk Informationen zu Veranstaltungen, Weiterbildungs- und Beratungsangeboten der Hospizdienste und der Akademie  zur Verfügung stellen und die Öffentlichkeit für Themen wie „Palliative Care“, „Versorgung am Lebensende“ und „Trauer“ sensibilisieren. Zu den Netzwerken der umliegenden Landkreise soll regelmäßiger Kontakt bestehen.

Die Weiterentwicklung der Hospizkultur und die Implementierung von Palliativkompetenzen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern ist ebenfalls ein Anliegen des Münchner Hospiz- und Palliativnetzwerks. Auch soll die Integration von Palliative Care-Wissen in die Regelversorgung, in die Berufsausbildung und in das Studium gefördert werden.

Die tatsächlichen Bedürfnisse der Betroffenen und deren Angehörigen müssen dabei im Mittelpunkt stehen und passende Angebote auch für Minderheiten wie geflüchtete und wohnungslose Menschen weiterentwickelt werden.

Das Netzwerk unterstützt die Zusammenarbeit und den fachlichen Austausch der in der Hospiz- und Palliativarbeit engagierten Träger und Einrichtungen und kann hierbei an die vorhandenen Strukturen anknüpfen.

Das Netzwerk selbst erbringt keine Versorgungsleistungen, ist aber für ratsuchende Menschen als Anlauf- und Koordinationsstelle erreichbar.

Von wem ging der Impuls für den Aufbau des Netzwerks aus?

Das Münchner Hospiz- und Palliativnetzwerk ist laut Stadtratsbeschluss vom 17. Dezember 2014 organisatorisch am Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München angebunden.

Welche Leistungserbringer / Institutionen sollen in das Netzwerk eingebunden werden?

Alle aktiv Tätigen in der Hospiz- und Palliativversorgung Münchens können in das Netzwerk eingebunden werden. Bislang haben folgende Mitglieder die Netzwerkordnung unterzeichnet:

  • die Münchner Hospizvereine (DaSein e.V., Christophorus Hospiz Verein e.V., Hospizverein Ramersdorf/Perlach e.V.)
  • Barmherzige Brüder München
  • Malteser Hilfsdienst e.V.
  • Caritas München und Freising e.V., Vorstand
  • Innere Mission – Hilfe im Alter gGmbH
  • die Kliniken für Palliativmedizin und Kinderpalliativmedizin der Universität München
  • Landeshauptstadt München

Die Vertreter der Krankenkassen und des MDK Bayern haben Gaststatus.

Das Netzwerk möchte alle in der Palliativversorgung engagierten ambulanten Pflegedienste und Pflegeheime, Krankenhäuser und Hausärzte sowie die Träger der freien Wohlfahrtspflege einladen, sich an der Zusammenarbeit zu beteiligen und gegebenfalls Mitglied zu werden.

Was sind die Teilnahmebedingungen?

Die Mitwirkung erfolgt durch eine schriftliche Erklärung, die Ziele des Münchner Hospiz- und Palliativnetzwerkes mitzutragen. Es werden keine Mitgliedsbeiträge erhoben.

Wie ist das Netzwerk organisiert? Wo liegt das „Zentrum“? Wie werden Entscheidungen getroffen?

In der von den Mitwirkenden verfassten Netzwerkordnung sind die Strukturen festgelegt. Die Versammlung der Netzwerkpartner wählt einen Lenkungs- und Steuerungskreis aus ihren Reihen mit maximal neun Mitgliedern, dem auch die Netzwerkkoordinatorin bzw. der Netzwerkkoordinator angehört. Im Lenkungskreis sind die verschiedenen Sektoren der ambulanten und stationären Versorgungsformen und der Aus- und Weiterbildung vertreten. Dieser Kreis kommt einmal pro Quartal zusammen und repräsentiert alle wichtigen Bereiche und Themen der Hospiz- und Palliativversorgung.

Die Netzwerkversammlung berät zu Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung und bildet fachliche Arbeitskreise mit eigenen Schwerpunkten, die durch die Netzwerkkoordination unterstützt werden.

Wie wird das Netzwerk finanziert?

Entsprechend des Stadtratsbeschlusses wird die Netzwerkkoordinatorin befristet für drei Jahre bei der Landeshauptstadt München angestellt und finanziert.

Kontakt

Palliativ- u. Hospiz-Netz Niederbayern e.V mit Teilprojekt Palliative u. hospizliche Vernetzung Stadt- u. Landkreis Passau

Der im Juni 2009 durch einen Kreis von Fachleuten unterschiedlicher Professionen in Zusammenarbeit mit der Hochschule Deggendorf gegründete Palliativ- und Hospiz-Netz Niederbayern e.V. unterstützt palliativ- hospizliche Vernetzungsprojekte auf Stadt- / und Landkreisebenen, um damit eine Intensivierung und Qualifizierung der palliativen Versorgung im Regierungsbezirk Niederbayern voranzubringen.

Der Palliativ- und Hospiz-Netz Niederbayern e.V. vernetzt die Stadt- und Landkreis-Netze auf Ebene des Regierungsbezirks miteinander, fördert den Austausch und die Kommunikation zwischen den Stadt- und Landkreis-Netzen und bietet Angebote der Aus-, Fort- und Weiterbildung für die in den Netzen Beteiligten in Form von Symposien, Workshops und Fortbildungskursen.

Die Stadt- und Landkreis-Netze sollen alle in der Versorgung der Betroffenen Tätigen (zu Hause, in den Senioren- und Pflegeheimen tätige Haus- und Fachärzte, Pflegedienste und Pflegekräfte, Apotheker, Sozialarbeiter mit den sog. Spezialversorgern – Hospizhelfer – , Palliativstationen in den Krankenhäusern und sofern vorhanden ambulant arbeitende spezialisierte Palliative Care Teams) an einen Tisch bringen, um sich kennenzulernen, gemeinsame Versorgungskonzepte abzustimmen, Standards der Versorgung verlässlich festzulegen, Schnittstellen zu identifizieren und zu regeln und die Kommunikation zu verbessern, um so die Kooperation der Versorgungssektoren zu gewährleisten. Die Einrichtung einer 24h-Hotline zur uneingeschränkten Erreichbarkeit für Patienten und ihre Angehörigen ist ebenfalls Aufgabe des Netzes.

Die Lebensqualität des Patienten/der Patientin und seiner Angehörigen kann so erhalten bzw. verbessert werden, eine bestmögliche Symptomkontrolle erreicht, eine Betreuung zuhause bzw. im Alten- und Pflegeheim gewährleistet, und ein Sterben in vertrauter Umgebung ermöglicht werden.

Die Verständigungsprozesse zwischen unterschiedlichen Berufsgruppen, verschiedenen Organisationen und Weltanschauungen, zwischen der Arbeit Ehrenamtlicher und Professioneller sowie die Vernetzung zwischen den Gesundheitssektoren erfordern eine qualifizierte Netzwerkbildung mit Methoden der Organisationsentwicklung.

Dies bietet der Palliativ- und Hospiz-Netz Niederbayern e.V. zusammen mit in diesem Bereich erfahrenen Begleitern an.

Weitere Informationen zum Netzwerk

Von wem ging der Impuls für den Aufbau des Netzwerks aus?

Angestoßen durch eine Masterarbeit des MBA-Studiengangs Health Care Management an der Hochschule Deggendorf im Jahr 2008 mit dem Titel „Konzeption für ein regionales Palliativnetz – Grundlagen für eine interdisziplinäre, interprofessionelle und intersektorale Versorgung“ wurde im Juni 2009 durch einen Kreis von Fachleuten unterschiedlicher Professionen in Zusammenarbeit mit der Hochschule Deggendorf ein Vernetzungsprojekt „Hospiz- und Palliativversorgung Niederbayern“ angestoßen, um damit eine Qualifizierung der palliativen Versorgung im Regierungsbezirk Niederbayern voranzubringen.

Welche Leistungserbringer/Institutionen sind in das Netzwerk eingebunden?

Ende 2009 wurde als Träger des Projekts der Verein „Palliativ- und Hospiz-Netz Niederbayern e.V.“ in Zusammenarbeit mit der Hochschule in Deggendorf gegründet. Vereinszweck ist, die Situation von Menschen auf ihrem letzten Stück Lebensweg zu verbessern.

Mitglieder des Vereins sind niederbayrische Hospizvereine, Krankenhäuser Niederbayerns, stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen und Privatpersonen verschiedener Professionen.

Der Palliativ- und Hospiz-Netz Niederbayern e.V. unterstützt die Implementierung einer Netzwerkbildung im Bereich der Palliativ- und Hospizversorgung auf Stadt- und Landkreisebene im Regierungsbezirk Niederbayern. Wichtiger Aspekt bei der Vernetzung auf Stadt- und Landkreisebene ist die Integration der geriatrischen Palliativversorgung.

Als Pilotprojekt wurde im Juli 2011 das interprofessionelle und intersektorale Vernetzungsprojekt „Palliative und hospizliche Vernetzung Passau Stadt- / und Landkreis“ initiiert, das vom Hospizverein Passau und dem Palliativ- und Hospiz-Netz Niederbayern e.V. gemeinsam getragen wird.

Im Projekt „Palliative und hospizliche Vernetzung in Stadt- und Landkreis Passau“ sind der Hospizverein Passau, die Hospizgruppe Vilshofen, das Klinikum Passau (Palliativstation), die Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen mit den Krankenhäusern Vilshofen, Rotthalmünster und Wegscheid (Palliativmedizinische Dienste), ambulante Pflegedienste und stationäre Pflegeeinrichtungen in Stadt- / und Landkreis Passau, Apotheken mit palliativmedizinischer Qualifizierung, Psychologen, Musiktherapeuten, Ergotherapeuten, Seelsorger verschiedener Konfessionen und je ein Vertreter der Stadt Passau und des Landkreises Passau eingebunden.

Was sind die „Teilnahmebedingungen“?

Die Mitgliedschaft im Palliativ- und Hospiz-Netz Niederbayern e.V. ist offen für alle Organisationen und Interessenten, die sich mit palliativ-hospizlichen Fragestellungen beschäftigen.

Die Mitgliedsbeiträge sind für Ehrenamtliche und professionelle Organisationen gestaffelt, außerdem gibt es eine Fördermitgliedschaft.

Beim palliativen und hospizlichen Vernetzungsprojekt Stadt- und Landkreis Passau gibt es bisher keine rechtliche Vertragsgrundlage, die Zusammenarbeit erfolgt nach dem Konsensprinzip. Die Teilnehmer des Vernetzungsprojekts sollen entweder Mitglied im Hospizverein Passau e.V. oder im Palliativ- und Hospiz-Netz Niederbayern e.V. sein.

Wie ist das Netzwerk organisiert? Wo liegt das „Zentrum“? Wie werden Entscheidungen getroffen?

Der Palliativ- und Hospiz-Netz Niederbayern e.V. ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein.

Die Mitglieder / Mitgliedsorganisationen wählen alle 3 Jahre den Vorstand mit 6 Vorstandsmitgliedern. Es finden regelmäßige Vorstandssitzungen statt, einmal jährlich findet eine Mitgliederversammlung statt. Der Vorstand leitet die Arbeit und Aktivitäten des Vereins. Sitz des Palliativ- und Hospiz-Netz Niederbayern e.V. ist Passau.

Neben der Implementierung von Vernetzungsprojekten auf Stadt- und Landkreisebene organisiert der Palliativ- und Hospiz-Netz Niederbayern e.V. jährliche Symposien in Zusammenarbeit mit der Hochschule Deggendorf (MBA-Studiengang Health Care Management und Bachelor-Studiengang Pflegemanagement). Ferner regelt der Palliativ- und Hospiz-Netz Niederbayern e.V. den Basiskurs Palliativmedizin für Ärzte nach dem Curriculum der Bundesärztekammer in Zusammenarbeit mit der Christophorus Akademie am Interdisziplinären Zentrum für Palliativmedizin der LMU München. Der Basiskurs ist von der Bayrischen Landesärztekammer mit 40 Fortbildungspunkten zertifiziert.

Auf der Internetseite des Vereins ist ein palliatives Geoinformationssystem als Internetportal mit hospizlichen Versorgungsstrukturen und Versorgungsangeboten in Niederbayern im Aufbau. Damit werden der betroffenen Bevölkerung und den Dienstleistern im Gesundheitswesen niederschwellige Informationszugänge über Dienste vor Ort ermöglicht.

Das Vernetzungsprojekt Stadt- und Landkreis Passau arbeitet mit dem
•Plenum (1 mal jährlich),
•Arbeitskreisen einzelner Berufsgruppen mit je zwei Sprechern: ◦AK ambulante Pflege
◦AK stationäre Pflege
◦AK Ärzte (Klinikärzte und niedergelassene Ärzte)
◦AK Soziale Dienste, Seelsorge, Psychologen und dem

•Runden Tisch als Steuerungsgruppe sowie
•interprofessionellen Qualitätszirkeln.

Die Prozessabläufe sind:
•Die Arbeitsgruppen erarbeiten konkrete Fragestellungen einschließlich Priorisierung, die über die Sprecher der Arbeitsgruppen in den runden Tisch eingebracht werden.
•Der runde Tisch entscheidet über die Reihenfolge der Bearbeitung der Fragestellungen und vergibt Aufträge zur Bearbeitung dieser Fragestellungen an fachübergreifend zusammengesetzte Arbeitskreise.
•Die Arbeitskreise berichten dem runden Tisch,
•Über die Sprecher der Arbeitsgruppen werden die bearbeiteten Fragestellungen mit Lösungen in die Berufsgruppen getragen.

Wie wird das Netzwerk finanziert?

Das Palliativ- und Hospiz-Netz Niederbayern e.V. finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und durch Spenden.

Die Finanzierung der Veranstaltungen des Vernetzungsprojekts Stadt- und Landkreis Passau werden vom Palliativ- und Hospiz-Netz Niederbayern e.V. und dem Hospizverein Passau getragen. Eine finanzielle Unterstützung bei der Stadt Passau und dem Landkreis Passau ist beantragt.

Hospiz- und Palliativ-Netzwerk Regensburg Stadt und Landkreis

Seit Februar 2010 besteht das Hospiz- und Palliativ-Netzwerk für den Stadt- und Landkreis Regensburg. Der Impuls ging von der Leiterin von Palliamo, Frau Dr. Elisabeth Albrecht aus.

Seither arbeiten die Einrichtungen in der Region, die sich um Schwerstkranke und Sterbende kümmern, intensiv zusammen. Dies sind:

  • die Palliativdienste Palliamo (SAPV),
  • der Palliativdienst des Universitätsklinikums Regensburg Abrigo,
  • der Palliativdienst des Caritaskrankenhauses St. Josef,
  • die Palliativstation am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder,
  • der Palliativdienst am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder,
  • das Johanneshospiz und
  • der Hospiz-Verein Regensburg e. V.

In regelmäßigen Abständen treffen sich die Beteiligten und tauschen sich aus.

Die Netzwerkpartner finanzieren sich durch Abrechnung der von ihnen erbrachten Leistungen nach den gesetzlichen Vorgaben.

Teilnahmebedingungen

Die Netzwerkpartner haben sich sowohl dem Hospiz- und Palliativgedanken wie auch der Einhaltung der Qualitätsstandards verpflichtet zum Wohl der ihnen anvertrauten Patienten und deren zugehörigen Menschen.

Netzwerk Hospiz – Verein für Palliativarbeit und Palliativbetreuung Südostbayern e. V.

Der Verein „Netzwerk Hospiz – Verein für Hospizarbeit und Palliativbetreuung Südostbayern e.V.“ unterstützt den Aufbau eines Netzwerkes von unterschiedlichen medizinischen, pflegerischen und sozialen Berufsgruppen und tritt für eine möglichst optimale ambulante, palliativmedizinische Versorgung sowie Hospizarbeit in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgaden ein.

Der Verein „Netzwerk Hospiz – Verein für Hospizarbeit und Palliativbetreuung Südostbayern e. V.“ zielt auf eine stärkere Vernetzung der bestehenden und den Aufbau ergänzender Hilfsstrukturen des Hospizes und der Palliativmedizin. Mit den vom Verein eingesetzten und finanzierten Brückenschwestern soll vor allem die ambulante pflegerische Versorgung schwerst- und lebensbedrohlicher erkrankter Patienten sowie eine entsprechende Betreuung der Angehörigen verbessert werden.

Der Verein möchte eine breite gesellschaftliche Basis für sein Anliegen mobilisieren, was sich auch in den Vorstandsmitgliedern widerspiegelt.

Was ist die spezielle Aufgabe der „Brückenschwester“?

Der Name „Brückenschwester“ stammt von einem entsprechenden Modell in Baden-Württemberg. Am Anfang vieler Begleitungen steht der Übergang vom Krankenhaus nach Hause oder in eine Pflegeeinrichtung, den die Pflegekräfte entsprechend vorbereiten (die Brücke schlagen). Brückenpflegekräfte sind erfahrene Pflegekräfte mit einer Palliativ-Care-Ausbildung.

So wie im Krankenhaus die Pflegekräfte die Partner der Ärzte sind, sind die Brückenpflegekräfte die fachlichen Partnerinnen des jeweiligen Hausarztes. Sie sind auch das Bindeglied zwischen der Klinik, den Hausärzten und Pflegediensten und kein Ersatz für ambulante Pflegedienste. Durch die fachliche Begleitung und die entsprechende Koordination helfen sie mit, vermeidbare Krankenhausaufenthalte zu verhindern, indem sie auch bei schwersten Erkrankungen die häusliche Betreuung entsprechend organisieren.

Dafür stehen in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land rund um die Uhr und an 365 Tagen Brückenpflegekräfte zur Verfügung.

Sie beraten, unterstützen und begleiten Patienten und deren Angehörige für eine optimale Versorgung.

In Zusammenarbeit mit dem Hausarzt regeln sie den Einsatz von Schmerzpumpen, von Symptomkontrolle und Symptomeinstellungen.

Weitere Informationen zum Netzwerk

Vom wem ging der Impuls für den Aufbau des Netzwerks aus?

Das Netzwerk Hospiz ist auf persönliche Initiative von Alois Glück Ende 2005 gegründet worden. Die Eintragung als eingetragener Verein erfolgte Anfang 2006.

Entscheidend für den erfolgreichen Start war die Zusage des Landkreises Traunstein, das Netzwerk Hospiz finanziell zu unterstützen. Zunächst war das Netzwerk Hospiz nur für ambulante Patienten im Landkreis Traunstein im Einsatz. Seit 2010 werden ambulante Patienten auch im Landkreis Berchtesgadener Land versorgt. Aus diesem Grund erfolgte im Jahr 2013 eine Namensänderung auf „Netzwerk Hospiz – Verein für Palliativarbeit und Palliativbetreuung Südostbayern e. V.“

Welche Leistungserbringer/Institutionen sind in das Netzwerk eingebunden?

Alois Glück war es besonders wichtig, in das Netzwerk Hospiz alle relevanten Leistungserbringer/Institutionen mit einzubinden. Dem wurde dadurch Rechnung getragen, dass diese in den Vorstand des Netzwerks Hospiz aufgenommen wurden.

Zunächst ist hier die Kliniken Südostbayern AG zu nennen, welche eine besonders aktive Rolle im Netzwerk Hospiz übernimmt. Daneben wurden auch die niedergelassenen Ärzte, die damals bereits bestehende Hospizinitiative der Caritas (welche Hospizhelfer hat) sowie führende Kommunalpolitiker des Landkreises Traunstein ins Netzwerk Hospiz mit eingebunden.

Was sind die „Teilnahmebedingungen“?

Die Teilnahmebedingungen sind denkbar offen. Brückenpflegekräfte können sowohl von Patienten, deren Angehörigen, Hausärzten oder den Kliniken angefordert werden. Die Dienste der Brückenpflegekräfte sind für die Patienten kostenlos. Die Brückenpflegekräfte sind rund um die Uhr erreichbar und versorgen die Patienten erforderlichenfalls zu jeder Tages- und Nachtzeit. Außerdem gibt es eine enge Verbindung zwischen den Brückenpflegekräften und den Palliativstationen des Klinikums Traunstein und der Kreisklinik Bad Reichenhall.

Das Netzwerk Hospiz hat je ein Brückenpflegekräfteteam in Traunstein und in Bad Reichenhall. Traunstein wird gegenwärtig von zwei hauptberuflichen Teilzeitkräften und zehn geringfügig Beschäftigten unterstützt. Das Berchtesgadener Land wird gegenwärtig von einer hauptberuflichen Teilzeitkraft und sieben geringfügig Beschäftigten unterstützt.

Wie ist das Netzwerk organisiert? Wo liegt das „Zentrum“? Wie werden Entscheidungen getroffen?

Das Netzwerk Hospiz ist ein eingetragener Verein mit Vorstand, Beirat und Mitgliederversammlung. Alois Glück, 1. Vorsitzender, ist für sämtliche Belange des Netzwerks Hospiz verantwortlich und übernimmt insbesondere alle Außentermine. Stefan Nowack, 2. Vorsitzender und hauptberuflicher Vorstand der Kliniken Südostbayern AG, ist für die laufende Geschäftsführung verantwortlich. Aufgrund des Umstandes, dass die Kliniken Südostbayern AG ein „großer Apparat“ ist, liegt hier das Zentrum und unterstützt das Netzwerk Hospiz.

Hervorzuheben ist auch noch das Engagement beider Landräte (Hermann Steinmaßl und Georg Grabner), welche sich maßgeblich für die Unterstützung des Netzwerks Hospiz einsetzen.
Wie bei allen eingetragenen Vereinen werden die Entscheidungen in den Vorstandssitzungen des Netzwerks Hospiz entsprechend getroffen.

Wie wird das Netzwerk finanziert?

Entscheidend für die Gründung des Netzwerks Hospiz war die Zusage des Landkreises Traunstein, das Netzwerk Hospiz mit einer Startfinanzierung von bis zu 200.000 Euro zu unterstützen. Dies war die entscheidende Zusicherung, um die Arbeit des Netzwerks Hospiz entsprechend starten, Brückenpflegekräfte anstellen und die Arbeit aufnehmen zu können.

Darüber hinaus lebt das Netzwerk Hospiz weitgehend von Spenden, welche entweder von Patienten oder deren Angehörigen sowie von Firmen geleistet werden. Gleichwohl ist dies eine sehr unsichere Finanzierungsbasis, weshalb beide Landkreise – initiiert von Alois Glück und unterstützt von beiden Landräten – die Entscheidung getroffen haben, die Arbeit des Netzwerks Hospiz jährlich mit bis zu 100.000 Euro (Landkreis Traunstein) und mit bis zu 60.000 Euro (Landkreis Berchtesgadener Land) zu unterstützen.

Palliativnetzwerk Region Würzburg

Das Palliativnetzwerk Region Würzburg ist ein Forum für die Hospiz- und Palliativversorgung engagierten Einrichtungen in der Region. Im Vordergrund stehen der Austausch und die Vernetzung zur Etablierung einheitlicher Standards für die Versorgung final kranker und sterbender Patienten in der Region. Das seniorenpolitische Gesamtkonzept inklusive der Palliativversorgung wurde 2011 mit dem Förderpreis „Kommunale Seniorenpolitik“ des Bayerischen Sozialministeriums ausgezeichnet. Im Jahr 2013 wurde gemeinsam mit Vertretern der evangelischen und der katholischen Kirche eine Projektwoche unter dem Thema „TodesMUT – Dialoge um Trauer und Leben“ durchgeführt. Im Jahr 2015 stellte sich das Palliativnetzwerk in einer öffentlichen Veranstaltung der Palliativakademie der Stiftung Juliusspital vor.

Weitere Informationen zum Netzwerk

Vom wen geht der Impuls für den Aufbau des Netzwerks aus?

Die Initiative ging im Jahr 2008 von der Palliativmedizin des Universitätsklinikums (Frau Dr. van Oorschot) gemeinsam mit der Palliativmedizin des Juliusspitals (Dr. Schäfer, Hr Schuhmann) und der Palliativmedizin der Missionsärztlichen Klinik (Dr. Kern) aus.

Welche Leistungserbringer sollten in das Netzwerk eingebunden werden?

Den aktuellen Stand und die Netzwerkpartner sind im Internetauftritt abgebildet (siehe Link unter „Weiterführende Informationen“ am Ende der Seite).

Was sind die Teilnahmebedingungen?

Keine, ein informeller Antrag genügt. Über die Aufnahme wird beim nächsten Treffen gemeinsam entschieden.

Wie ist das Netzwerk organisiert?

Die Treffen finden drei- bis viermal pro Jahr statt, Protokolle sind den Netzwerkpartnern zugänglich. Zwischen den Treffen kommunizieren die Netzwerkpartner per mail. Entscheidungen werden bei den Treffen gemeinsam erarbeitet. Zwischenzeitlich anstehenden Fragen werden per E-Mail geklärt. Frau Dr. med. habil. Birgitt van Oorschot, Interdisziplinäres Zentrum Palliativmedizin, Universitätsklinikum Würzburg, ist Sprecherin des Netzwerks.

Wie ist das Netzwerk finanziert?

Keine Finanzierung.

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