Wir alle sind der Achtung und dem Schutz der Schwächsten in unserer Gesellschaft verpflichtet. Dazu gehört es, schwerstkranken und sterbenden Menschen beizustehen und sie zu begleiten.
Klaus Holetschek, Staatsminister

Aufzeichnung der virtuellen Jahrestagung

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Programm

Moderiert wurde der Fachtag Hospiz- und Palliativversorgung In Würde – vernetzt – sichtbar von Sybille Giel.

ab 15:45 Uhr:

„Get together“

16:00 Uhr:

Begrüßung durch die Moderatorin

16:05 – 16:10 Uhr

Grußwort von Herrn Staatsminister Holetschek MdL

16:10 – 16:40 Uhr:

Fachvortrag: Würde – Bedeutung in der Sterbebegleitung

Dr. Elisabeth Jentschke, Leitung Psychoonkologischer und gerontologischer Dienst Cancer Center Mainfranken, sowie Interdisziplinäres Zentrum Palliativmedizin, Universitätsklinikum Würzburg

16:40 – 16:45 Uhr:

Kurze Pause

16:45 – 17:30 Uhr:

Diskussionsrunde: Würde in der Sterbebegleitung – verschiedene Perspektiven

Gäste:

  • Dr. Bernhard Opolony, Ministerialdirigent, Leiter der Abteilung „Pflege“ im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
  • Dr. Elisabeth Jentschke, Leitung Psychoonkologischer und gerontologischer Dienst Cancer Center Mainfranken, sowie Interdisziplinäres Zentrum Palliativmedizin, Universitätsklinikum Würzburg
  • Prof. Claudia Bausewein, Direktorin der Klinik für Palliativmedizin am LMU Klinikum München
  • Katja Goudinoudis, MAS (Palliative Care), Leitung Zentrum für Ambulante Hospiz- und Palliativ-Versorgung Caritas-Dienste Landkreis München
  • Dr. Georg Beirer, freiberuflich in eigener „Praxis für therapeutische Theologie, pastorale Supervision und geistliche Begleitung“ tätig, umfangreiche Vortrags-, Begleitungs- und Beratungstätigkeit
  • Kunibert Herzing, 1. Vorsitzender des Hospizvereins Landshut e.V.

17:30 – 17:45 Uhr

Pause

17:45 – 18:45 Uhr:

Vorträge: Netzwerkangebote in der Hospiz- und Palliativversorgung

Nach den Vorträgen kurze Diskussionsrunden (ca. 5 Minuten)

17:45 – 18:00 Uhr

Regionales Netzwerk: Konrad Göller, 1. Vorsitzender des Hospizvereins Bamberg

18:00 – 18:15 Uhr

Lokales Netzwerk: Kerstin Hummel, Soziale Arbeit B.A., Leitung Fachstelle Palliativversorgung in der stationären Altenhilfe in Stadt und Landkreis München

18:15 – 18:30 Uhr

Überregionales Netzwerk: Gunnar Geuter, Sachbereichsleitung GE 6.2, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

18:30 – 18:45 Uhr

Telemedizinisches Kooperationsnetzwerk „TANNE“: Prof. Stefan Lorenzl, Chefarzt der neurologischen Abteilung im Krankenhaus Agatharied

18:45 – 19:00 Uhr:

Pause

19:00 – 20:00 Uhr:

Vorträge: Öffentlichkeitsarbeit „Tue Gutes und rede darüber“

Nach den Vorträgen kurze Diskussionsrunden (ca. 5 Minuten)

19:00 – 19:25 Uhr

Impulsreferat „Kommunikation der Zukunft“: Hagen Förster, Managing Partner OMD München GmbH

19:25 – 19:40 Uhr

Schwerpunkt Social Media: Dr. Christian Wolff, Referent für Social Media Plattformen im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

19:40 – 19:55 Uhr

Schwerpunkt Presse- und Redaktionsarbeit: Bettina Dobe, Referentin für Pressearbeit im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

19:55 – 20:00 Uhr

Abmoderation Sybille Giel

Kurzvorstellungen unserer Gäste und ihrer Themen

Herr Dr. Bernhard Opolony

Dr. jur., Leiter der Abteilung Pflege im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.

Teilnahme Diskussionsrunde

Dr. Bernhard Opolony, einer der Referenten der virtuellen Jahrestagung zur Hospiz- und Palliativversorgung "In Würde – vernetzt – sichtbar" am 28. April 2021

Frau Dr. Elisabeth Jentschke

Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychoonkologin, Gerontologin und Psychotherapeutin.

Kurzprofil: 

Leitung der Abteilungen für Psychoonkologie und Gerontologie im Comprehensive Cancer Center Mainfranken sowie in der Neurologischen Klinik und Poliklinik in der Abteilung für Neuropsychologie.

Seit über 20 Jahren als Psychologin, Gerontologin und Psychotherapeutin im klinischen Alltag tätig. Zunächst in einer Geriatrischen Rehabilitationsklinik in Würzburg. Seit über 10 Jahre im Interdisziplinären Zentrum für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Würzburg (UKW).

Kurzbeschreibung Fachvortrag:

Der Vortrag „Würde – Bedeutung in der Sterbebegleitung“ geht auf Situation schwerkranker Menschen am Lebensende ein. Dabei werden Bedingungen dargestellt, die das Würdeempfinden dieser Menschen beeinträchtigen. Diese Bedingungen wären krankheitsbezogene, soziale und psychische Kriterien. Um Menschen am Lebensende würdevoll begleiten zu können, wird eine besondere Haltung der Behandler gefordert.

Zusätzlich wird die Selbstfürsorge der Behandler thematisiert (als eine Rahmenbedingung). Sterben in Würde sollte keine Ausnahme bleiben. Es sollte überall möglich sein. Ambulant und stationär.

Frau Prof. Claudia Bausewein

Direktorin der Klinik für Palliativmedizin am LMU Klinikum, Co-Sprecherin der DGP Landevertretung Bayern und Präsidentin der DGP.

Teilnahme Diskussionsrunde

Urheber des Bildes: Christian Kaufmann

Frau Katja Goudinoudis

Palliative Care Pflegefachkraft, MAS (Palliative Care), Leitung Zentrum für Ambulante Hospiz- und Palliativversorgung, München Land und Stadtrand und Landkreis Ebersberg, Caritas Dienste Landkreis München.

Kurzprofil:

Seit vielen Jahren aktiv in verschiedenen Gremien der Hospiz- und Palliativarbeit auf Landes- und Bundesebene. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind:
Gestaltung einer sektorenübergreifenden, bedarfsgerechten und abgestuften APV mit SAPV, AAPV, Integration in Einrichtungen der stationären Altenhilfe, Weiterentwicklung der HPV durch innovative Versorgungskonzepte, Interprofessionalität leben, gerne auch kontroverse Auseinandersetzungen zu verschiedenen Themen in Palliative Care. Perspektive der Pflege stärken und positionieren.

Teilnahme Diskussionsrunde

Herr Dr. Georg Beirer 

Dr. theol., Dipl.-Päd. (Univ.).

Kurzprofil:

68 Jahre, verwittwet, zwei Kinder

  • Studium der Katholischen Theologie, Philosophie und Pädagogik sowie psychotherapeutische Fortbildung.
  • Von 1984 bis 1993 wissenschaftlicher Assistent/Akademischer Rat am Lehrstuhl für Moraltheologie der Universität Bamberg.
  • Seit 1993 freiberuflich in eigener „Praxis für therapeutische Theologie, pastorale Supervision und geistliche Begleitung“ tätig. Umfangreiche Vortrags-, Begleitungs- und Beratungstätigkeit.

Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Begegnung von Mystik, Spiritualität und Psychotherapie, der Interdependenz von psychischer und spiritueller Lebenswirklichkeit.

Teilnahme Diskussionsrunde

Dr. Georg Beirer, einer der Referenten der virtuellen Jahrestagung zur Hospiz- und Palliativversorgung "In Würde – vernetzt – sichtbar" am 28. April 2021

Herr Kunibert Herzing

1. Vorsitzender des Hospizvereins Landshut e.V.

Kurzprofil:

  • Ausbildung zum Krankenpfleger
  • Erste Berührungen zur Palliativmedizin 1996 am Klinikum Großhadern
  • Ausbildung zum Hospizbegleiter 2009
  • Vorstandsmitglied im Hospizverein Landshut seit 2012, erster Vorsitzender seit 2015
  • Netzwerkmoderator im Hospiz- und Palliativversorgungsnetzwerk Landshut (HPVN LA)

Sein Motto: Nicht jeder braucht Hospizbegleitung. Aber jede und jeder der sie braucht, muss wissen, dass es sie gibt und wie er dazu kommt.

Teilnahme Diskussionsrunde

Herr Konrad Göller

Diplomtheologe und Diplompädagoge, 1. Vorsitzender des Hospizvereins Bamberg e.V.

Kurzprofil:

  • 70 Jahre, seit 2015 im Ruhestand, verh., 1 Sohn, 3 Enkel
  • 1978-2015 im Dienst der Erzdiözese Bamberg zuletzt als
    Personalreferent für das Pastorale Personal im erzbischöfl. Ordinariat, stellv. Leiter der HA Pastorales Personal
  • 1990-heute Gründungs- Vorstandsmitglied des Hospizvereins Bamberg e.V., seit 2009 1. Vorsitzender
  • 2015- Februar 2021 im Vorstand des Bayerischen Hospiz- und Palliativverbandes

Kurzbeschreibung Fachvortrag:

Regional vernetzt handeln und überregional vernetzt denken
– am Beispiel Netzwerk der Hospizdienste im Regierungsbezirk Oberfranken

In Bezirkstreffen der Hospizvereinsvorstände von lokalen Hospizvereinen haben sich seit längerem vom BHPV initiierte hospizliche Netzwerke auf Regierungsbezirksebene etabliert, die flächendeckend für ganz Bayern weiter ausgebaut, gefördert und begleitet werden sollen.

Im Vortrag wird am Beispiel Netzwerk Oberfranken aufgezeigt, wie mit der Vernetzung der Hospizbewegten und als ehrenamtliche Vorstände mit vielfältigen Aufgaben verantwortlichen Hospizbeweger durch kollegialen Austausch und praktischer Expertise Kompetenz erhöht und durch Kommunikation mit überschaubaren Zeitaufwand die eigene Rolle als Vorstand und die gemeinsame Identität als HospizlerIn gestärkt werden können.
Auf der Basis vertrauensvoller kollegialer Beratung, Moderation und Koordination werden gezielt aktuelle Themen und praxisnahe Aufgabenstellungen bearbeitet, die einerseits die Binnenstruktur und Fortentwicklung des eigenen Hospizdienstes mit seinem spezifisch ehrenamtlichen und vom Freiwilligendienst geprägten Engagementfeld (z.B. Gewinnung, Schulung und Bindung von ehrenamtlichen HospizbegleiterInnen und Vorständen, Führen und Leiten von hauptamtlichen KoordinatorInnen, Zusammenwirken von Haupt- u. Ehrenamtlichen, Verbreitung der Hospizidee/Öffentlichkeitsarbeit etc.); andererseits geht es um praxisnahe Impulse für den Ausbau der institutionellen Vernetzung und Zusammenarbeit mit den professionellen hospizlichen und palliativen Versorgungsakteuren und Einrichtungen (z.B. Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, SAPV-Teams, Hausärzten etc.).
Die flächendeckende Umsetzung des Hospiz- und Palliativgesetzes mit dem Recht auf hospizliche Begleitung und palliative Versorgung bleibt eine Zukunftsaufgabe in Bayern.
Die vom BHPV und Bayerischen Hospiz- und Palliativbündnis (BHPB) mit den großen Wohlfahrtsverbänden auf den Weg gebrachten regionalen Hospiz- und Palliativversorgungsnetzwerke (HPVNs) müssen weiter ausgebaut und gelebte Netzwerke werden. Das Instrument der sogenannten Netzwerkemoderatoren, die vom StMGP gefördert werden, trägt dazu wesentlich bei.
Die Hospizdienste mit ihren Verantwortlichen haben praktische Erfahrung in der ko-produktiven Vernetzung von freiwilligem Engagement mit professionellen Akteuren.
Vernetzt können neue Formen lokaler Sorge-Kulturen und Sorge-Gemeinschaften entstehen für das Ziel, vorbehaltloser Begleitung von Sterbenden.

Frau Kerstin Hummel

Soziale Arbeit B.A., Koordinationsfachkraft § 39a SGB V, Ethikberaterin im Gesundheitswesen.

Kurzprofil: 

  • Seit 07/2013 als Sozialpädagogin beim Christophorus Hospiz Verein e.V.
  • 07/ 2013 bis 11/2018 Mitarbeiterin im Palliativ-Geriatrischen Dienst
  • Seit 12 / 2018 in der Fachstelle Palliativversorgung in der stationären Altenhilfe in Stadt und Landkreis München
  • Seit 2020 Ansprechpartnerin für den Arbeitskreis Palliative Geriatrie in vollstationären Pflegeeinrichtungen des Hospiz- und Palliativnetzwerkes München

Kurzbeschreibung Fachvortrag:

Fachstelle Palliativversorgung in der stationären Altenhilfe in Stadt und Landkreis München
Beraten – vernetzen – Qualität fördern

Die Fachstelle Palliativversorgung in der stationären Altenhilfe in Stadt und Landkreis München ist ein Pilotprojekt, welches vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördert wird. Die Fachstelle ist beim Christophorus Hospiz Verein e.V. angesiedelt. Das Projekt wird durch das Zentrum für interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZIG) der Universität Augsburg (Prof. Dr. W. Schneider) wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.
Mithilfe der Arbeit der Fachstelle soll die Hospizkultur und Palliativkompetenz in Einrichtungen der stationären Altenhilfe gestärkt und verbessert werden. Durch Beratung auf Einrichtungs- und Trägerebene, Koordination, Vernetzung und Qualifizierung sollen die stationären Pflegeeinrichtungen unterstützt werden, die Anforderungen des Hospiz- und Palliativgesetzes umzusetzen. Durch konzeptionelle Arbeit, Klärung von Schnittstellen und gemeinsame Arbeitsgruppen soll die Träger- und Einrichtungsübergreifende Zusammenarbeit gefördert und die Zusammenarbeit der Versorgungssektoren verbessert werden.
In den letzten Jahren wurden bereits von Einrichtungen und Trägern der stationären Altenhilfe, von Hospiz- und Palliativdiensten im Großraum München sowie auf kommunaler und politischer Ebene verschiedene Maßnahmen zur Stärkung der Hospizkultur und Palliativkompetenz in den Alten-/Pflegeheimen initiiert und durchgeführt. Diese berücksichtigt die Fachstelle in ihrer Arbeit und baut, wenn möglich darauf auf.

Die Netzwerkarbeit ist ein zentraler Schwerpunkt der Fachstelle. Tragfähige und gelebte Kooperationen bieten die Möglichkeit zielgerichtet an übergreifenden Fragestellungen zu arbeiten, sich zu verständigen, von den Erfahrungen und Kompetenzen der anderen Akteure zu partizipieren und Ressourcen zu schonen. Anhand der Arbeitsgruppe „Qualität in der palliativen Versorgung in der stationären Altenhilfe“ und der Qualitätszirkel sollen förderliche und hemmende Faktoren einer aktiven Netzwerkarbeit beleuchtet werden.

Herr Gunnar Geuter
Medizinaldirektor, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Sachgebiet GE6: Bayerische Gesundheitsagentur, Gesundheitsversorgung.

Kurzprofil: 

Herr Geuter ist Gesundheitswissenschaftler. Der Medizinaldirektor ist stellvertretender Leiter des Sachgebietes „Bayerische Gesundheitsagentur, Gesundheitsversorgung“ und Leiter des Sachbereiches „Regionale Planung und Steuerung in der Versorgung, Kommunalbüro“ im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Im Sachbereich angesiedelt ist u. a. die „Fachliche Leitstelle Gesundheitsregionenplus“, die im Auftrag des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP) die aktuell 56, vom Freistaat Bayern geförderten Gesundheitsregionenplus unterstützt. Aufgabe des Fachlichen Leitstelle ist es, die Entwicklung der Gesundheitsregionenplus auf Basis von Praxiserfahrungen und theoretischen Grundlagen zu begleiten und sie fachlich zu beraten. Außerdem werden die Vernetzung, der Erfahrungsaustausch und der Wissenstransfer zwischen den Gesundheitsregionenplus sowie zwischen Land und Kommunen sichergestellt.

Kurzbeschreibung Fachvortrag: 

Im Beitrag werden die vom Freistaat Bayern als regionale Netzwerke geförderten Gesundheitsregionenplus vorgestellt. Gesundheitsregionenplus können in ihrem Bereich als möglicher Partner einen Beitrag dazu leisten, Hospiz- und Palliativversorgung auf kommunaler Ebene weiterzuentwickeln, um schwerstkranken Menschen bis zuletzt ein Leben in Würde und ohne Schmerzen sowie einen Abschied in Würde zu ermöglichen. Es werden Hinweise gegeben, an wen sich Akteurinnen und Akteure in der Hospiz- und Palliativversorgung auf kommunaler Ebene wenden können, um über Möglichkeiten der aktiven Mitwirkung in den Gesundheitsregionenplus zu beraten. Zudem wird beispielhaft über bereits bestehende Kooperationen im Themenfeld berichtet.

Herr Prof. Stefan Lorenzl
Chefarzt der neurologischen Abteilung im Krankenhaus Agatharied.

Kurzprofil:

Prof. Dr. med. Stefan Lorenzl, ist unter anderem im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, Mitglied im Expertenkreis Palliativmedizin des bayerischen Staatsministeriums und im wissenschaftlichen Beirat der PSP-Gesellschaft (Progressive supranukleäre Blickparese/Atypische Parkinsonsyndrome). Gemeinsam mit Prof. Höflinger hat er den PSP-Award verliehen bekommen. 2009 erhielt seine ALS-Arbeitsgruppe den Christa-Lorenz-ALS-Forschungspreis. Die Abteilung engagiert sich außerdem in der Parkinson Allianz München. Prof. Dr. Lorenzl steht dafür seit 2017 auf der Focus-Liste der Top Mediziner im Bereich Parkinson und das Krankenhaus Agatharied zählt 2018 zu den Top-Parkinson-Krankenhäusern.

Kurzbeschreibung Fachvortrag:

Die Versorgung neurologischer Patienten ist in der Palliative Care immer noch zu wenig etabliert. Dies steht im Kontrast zu steigenden Zahlen von Menschen mit neurologischen Erkrankungen, die von einer palliativen Versorgung profitieren würden. Aber die Palliativmedizin befindet sich im Wandel und ein wesentlicher Aspekt ist, dass neben onkologischen Krankheitsbildern auch vermehrt andere Erkrankungen in die palliative Versorgung eingeschlossen werden. Die Palliative Care bei Menschen mit neurologischen Erkrankungen ist unglaublich vielfältig und erfordert erfahrungsgemäß ein großes neurologisches Spezialwissen. Neurologische Beschwerden führen bei Betroffenen und Angehörigen zu vermehrter Symptomlast und Unsicherheit und trotz guter ambulanter Betreuung immer wieder zu Krankenhauseinweisungen.
Patienten mit neurologischen Symptomen oder Erkrankungen, die durch ein SAPV- Team oder in einem Hospiz betreut werden, erhalten durch die telemedizinische Anbindung an ein Zentrum mit neuropalliativer Expertise Zugang zu einer fachneurologischen sowie neuropalliativen Versorgung und Beratung. Das Ziel ist es, die Betreuung von komplexen neurologischen Problemen bei Palliativpatienten zu verbessern. Speziell für diese Situation wurden in einem vom bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege geförderten Pilotprojekt (Dezember 2016 – November 2018) mobile Telesysteme konzipiert (Tablet, mobiler WLAN-Router) und die SAPV-Teams damit ausgestattet. Diese erlauben sichere Punkt zu Punkt Videokonsile in Echtzeit zwischen dem Patienten zu Hause oder im Hospiz und dem Expertenzentrum (in Agatharied). Bei Auftreten eines neurologischen Problems nimmt der betreuende Arzt des SAPV Teams oder des Hospizes mit der Studienzentrale Kontakt auf und bei Bedarf kann ein Videokonsil zwischen dem Patientenbett (zu Hause oder Hospiz) und der Neurologie Agatharied abgehalten (24/7). Eine Anschlussförderung des Projektes wurde durch die Paula-Kubitschek-Vogel-Stiftung gesichert.
Aufbauend auf den Erfahrungen aus diesen beiden Projekten, die zeigen, dass derartige Videokonsile technisch möglich sind, haben wir durch den Innovationsfonds nun die Möglichkeit diese Versorgungsform auf ganz Bayern auszudehnen und auch Hospizen die Möglichkeit zu bieten Hilfestellung bei neurologischen Fragestellungen zu bekommen.

Herr Hagen Förster

Managing Partner bei der OMD München GmbH.

Kurzprofil:

Seit 13 Jahren im Mediageschäft tätig. Herr Hagen Förster leitet mehrere Kundenteams und ist der übergeordnete Ansprechpartner für Kunden hinsichtlich strategischer und planerischer Mediaberatung. Gemeinsam mit seinen Teams betreut er diverse Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen mit individuellen Kommunkationszielen und Herausforderungen. Er ist intern für die Steuerung der einzelnen Spezialunits zuständig.

Herr Dr. Christian Wolff

Dr. phil., Referent für Social Media Plattformen im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.

Kurzprofil:

Herr Dr. Christian Wolff kommt ursprünglich aus dem Agenturgeschäft und dem Nürnberg Digital Festival und ist seit 2018 im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege für die Pflege der Social Media Plattformen zuständig.

Kurzbeschreibung Fachvortrag:

Social Media ist schon lange nicht mehr „nur etwas für junge Menschen“. Gerade die neuen Plattformen wie TikTok gewähren einen leichten und unmittelbaren Zugang. Social Media kann dabei helfen Kommunikation in und über schwierigen Lebenslagen zu erleichtern. Themen aus dem Bereich der Hospiz- und Palliativversorgung sind ein wesentlicher Bestandteil von Social Media.

Frau Bettina Dobe

Referentin für Pressearbeit im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.

Kurzprofil:

Nach dem Studium der Diplomkulturwirtschaft in Passau und Stirling und des Studiums der Alten Geschichte in München war Bettina Dobe einige Jahre als selbstständige Journalistin tätig. Hierbei vor allem im Gesundheits- und Wissenschaftsbereich und Lokaljournalismus, u.a. bei der Süddeutschen Zeitung, dem Münchner Merkur, der Computerwoche u.a. Nach drei Jahren Redakteurin mit Tätigkeiten der Chefin vom Dienst bei der Apotheken Umschau wechselte sie als stellvertretende Pressesprecherin zum Augustinum, einem Anbieter von Seniorenresidenzen, Einrichtungen von Menschen mit Behinderung und Schulen. Seit Februar 2021 ist sie als eine der Sprecherinnen in der Kommunikation des Ministeriums tätig.

Kurzbeschreibung Fachvortrag:

Kern des Vortrags sind Strategien für Vereine oder ehrenamtlich in diesem Bereich tätige Personen, wie Redaktionen auf Palliative Care, ein Hospiz und deren Arbeit aufmerksam gemacht werden können. Dazu gehören vor allem der persönliche Austausch mit Redaktionen und das Erzählen über Persönlichkeiten und deren Geschichten. Im Hintergrund steht auch die Frage, wie Redaktionen heute aufgestellt sind und was gerade kleinere Medien leisten können, um etwa einen Verein bekannter zu machen.

Bettina Dobe, eine der Referentinnen der virtuellen Jahrestagung zur Hospiz- und Palliativversorgung "In Würde – vernetzt – sichtbar" am 28. April 2021