Drei Ärztinnen und Ärzte im Gespräch.

Ärztinnen und Ärzte für Untersuchungen von Asylbewerbern gesucht

Die zunehmende Zahl an Asylbewerberinnen und -bewerbern stellt auch das Gesundheitssystem und den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) vor große Herausforderungen. Um den aktuellen und stetig ansteigenden Arbeitsdruck für die Ärztinnen und Ärzte an den Gesundheitsämtern etwas zu mindern, bittet Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml Ärztinnen und Ärzte um Unterstützung in dieser außergewöhnlichen Situation. So können Sie helfen.

Die zunehmende Zahl an Asylbewerbern stellt auch das Gesundheitssystem und den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) vor große Herausforderungen. Der Gesundheitsschutz der bayerischen Bevölkerung und der Asylbewerber hat für die Bayerische Staatsregierung einen hohen Stellenwert. Der ÖGD leistet mit der Durchführung der Gesundheitsuntersuchung auf übertragbare Erkrankungen nach § 62 Asylgesetz (AsylG) einen wichtigen Beitrag. Derzeit sind allerdings die Kapazitätsgrenzen des ÖGD erreicht, in denen er die Gesundheitsuntersuchungen selbst durchführen kann. Bereits jetzt sind niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Medizinische Versorgungszentren sowie Kliniken insbesondere zur Durchführung der Röntgenuntersuchungen im Rahmen von Kooperationen oder Beleihungen mit diesen Untersuchungen betraut.

Um den aktuellen und stetig ansteigenden Arbeitsdruck für die Ärzte an den Gesundheitsämtern etwas zu mindern, bittet Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml Ärztinnen und Ärzte um Unterstützung in dieser außergewöhnlichen Situation.

So können Sie helfen

Im Rahmen der Unterstützung ist das Kurzscreening und insbesondere die Gesundheitsuntersuchung nach § 62 AsylG durchzuführen.

Das medizinische Kurzscreening wurde aus humanitären Gesichtspunkten in Bayern zum Wohle der Asylsuchenden eingeführt. Primäres Ziel ist es, Asylsuchende nach Ankunft in einer Erstaufnahmeeinrichtung möglichst schnell individualmedizinisch auf das Vorliegen akut behandlungsbedürftiger Erkrankungen oder Verletzungen durch Inaugenscheinnahme zu untersuchen und diese erforderlichenfalls umgehend einer medizinischen Behandlung zuzuführen.

Anschließend folgt die bundesrechtlich vorgeschriebene Gesundheitsuntersuchung nach § 62 AsylG, die aufgrund einer bayerischen Vorgabe innerhalb von drei Tagen nach Registrierung in einer Erstaufnahmeeinrichtung erfolgt. Der Umfang der Untersuchung umfasst:

  • eine körperliche Untersuchung auf Anzeichen einer übertragbaren Krankheit,
  • eine Untersuchung zum Ausschluss einer Tuberkulose der Atmungsorgane,
  • Blutuntersuchung auf HIV- und Hepatitis B-Infektionen und
  • anlassbezogene Stuhluntersuchungen auf TPE-Ruhr-Gruppe und Darmparasiten bei Person mit klinischer Auffälligkeit.

Unbegleitete Minderjährige (UM), die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, werden durch das örtlich zuständige Jugendamt in Obhut genommen. Wie bei erwachsenen Asylbewerbern beinhaltet die vorzunehmende Gesundheitsuntersuchung ein medizinisches Kurzscreening und eine Untersuchung entsprechend § 62 AsylG.

Wenn Sie sich vorstellen können, die Gesundheitsämter hier für eine gewisse Zeit zu unterstützen, freuen wir uns sehr über Ihre Rückmeldung.

Zur Vereinfachung bitten wir Sie, das Antwortformular ausgefüllt – vorzugsweise per E-Mail – an Ihre Bezirksregierung zu schicken. Die Bezirksregierungen informieren Sie auch über die Möglichkeiten Ihres Einsatzes und Vergütungen.

Wir bedanken uns bereits jetzt für Ihre Unterstützung.