Digitaler Datenaustausch zur Trinkwasserhygiene: SHAPTH und WAFA

Die Anwendungen SHAPTH und WAFA setzen bundesweit einheitliche Standards bei der Trinkwasserüberwachung und sorgen so für reibungslosen Datenaustausch zwischen allen Beteiligten.

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SHAPTH – Die Austauschplattform für Trinkwasserhygiene

Seit Ende 2025 ist der digitale Datenaustausch zur Trinkwasserhygiene in Deutschland noch sicherer, einfacher und effizienter. SHAPTH steht für Schnittstellenharmonisierung und Austauschplattform Trinkwasserhygiene.

Das gemeinsame Projekt aller 16 Bundesländer unter Federführung Bayerns vereinfacht durch einheitliche Standards und eine zentrale Plattform den Austausch wichtiger Daten zwischen Gesundheitsämtern, Wasserversorgern, Untersuchungsstellen und Landesbehörden.

SHAPTH - Schnittstellenharmonisierung und Austauschplattform Trinkwasserhygiene

Was bringt SHAPTH im Alltag?

  • Prüfberichte und Untersuchungspläne können digital erfasst, übermittelt und verwaltet werden.
  • Die Berichterstattung an Landesbehörden erfolgt medienbruchfrei und in einem einheitlichen Format.
  • Zentrale Register für am Prüf- und Übermittlungsprozess beteiligten Stellen vermeiden Mehraufwände und Fehler auf allen Seiten.
  • SHAPTH nutzt den dazu im Projekt gemeinsam mit den beteiligten Akteuren neu entwickelten, bundesweit einheitlichen „XWasser“-Standard: Damit werden unter anderem diverse bisherige Austauschformate für Prüfberichte und Laborbefunde abgelöst – für mehr Übersicht und Zuverlässigkeit im Datenverkehr.

Wie kann SHAPTH genutzt werden?

  • Über die Fachanwendung: Viele Hersteller der Fachanwendungen planen eine direkte Anbindung, die Wasser-Fachanwendung (WAFA) ist beispielsweise bereits angebunden. Mit dem entsprechenden Update können Gesundheitsämter SHAPTH direkt aus ihrer gewohnten Software nutzen.
  • Über das Webinterface: Für Ämter, Wasserversorger und Labore ohne angebundene Fachanwendung steht das benutzerfreundliche SHAPTH-Webinterface zur Verfügung. Auch hier sind alle zentralen Funktionen nutzbar.

Projektstand und Rollout

  • Die Plattform ist fertiggestellt, alle zentralen Register zur Nutzung verfügbar und das Datenformat XWasser veröffentlicht.
  • Mit dem Start der Anmeldung für Endnutzende binden sich seit Q4/2025 die Gesundheitsämter, Labore und Wasserversorger an die Plattform an.
  • Bis August 2026 werden weitere Optimierungen vorgenommen, auch die technische Unterstützung für Softwareanbieter läuft weiter.

Gut zu wissen

SHAPTH ist Teil einer ELFA-Initiative (Ein-Land-für-Alle), wird unter bayerischer Federführung entwickelt und von der Europäischen Union (NextGenerationEU) gefördert. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) koordiniert das Projekt.

SHAPTH verbindet - Schaubild. Beschreibung siehe Text

WAFA – Die Wasser-Fachanwendung im ÖGD

WAFA ist das zentrale digitale Werkzeug für alle Aufgaben rund um die Trinkwasserüberwachung im Öffentlichen Gesundheitsdienst in Bayern und wird als Fachmodul direkt in der Fachanwendung ÖGD bereitgestellt. Die Entwicklung und Einführung erfolgen unter Federführung des Freistaats Bayern.

Logo WAFA Wasser Fachanwendung

Das bietet WAFA

  • Digitale Verwaltung: Alle notwendigen Prüfungen, Berichte und Dokumentationen zur Trinkwasserhygiene können digital erfasst, bearbeitet und archiviert werden.
  • Nahtlose Integration: WAFA ist eng verzahnt mit SHAPTH – Daten können direkt ausgetauscht werden, ohne Medienbrüche oder doppelte Datenerfassung.
  • Effizienzgewinn: Weniger Papier, weniger Aufwand – mehr Zeit für das Wesentliche.
  • Praxisnahe Entwicklung: WAFA wird gemeinsam mit bayerischen Gesundheitsämtern pilotiert und kontinuierlich optimiert.
Würfel gestapelt

Ziel von WAFA

Alle Aufgaben der Trinkwasserüberwachung – von der Probennahme über die Analyse bis zur Berichterstattung – sollen künftig durchgängig digital abgebildet werden. Das erleichtert nicht nur die Arbeit in den Gesundheitsämtern, sondern sorgt auch für eine bessere Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren.

SHAPTH und WAFA – So profitieren Sie im Arbeitsalltag

  • Einheitliche Standards sorgen für reibungslosen Datenaustausch zwischen allen Beteiligten
  • Mehr Übersicht, Transparenz und Zuverlässigkeit im gesamten Prüfprozess
  • Reduzierung von Fehlerquellen und Zeitaufwand dank digitaler Workflows und zentraler Register für vom Prüf- und Übermittlungsprozess betroffene Stellen
  • Unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten – über die eigene Fachanwendung oder das Webinterface

Weitere Informationen und Kontakt

Besuchen Sie shapth.info für technische Details, Ansprechpartner und aktuelle Neuigkeiten.

Weitere Informationen finden Sie unter der Internetseite von WAFA. Bei Fragen oder Interesse wenden Sie sich gerne an das Projektteam. Kontaktdaten finden Sie ebenfalls auf der genannten Internetseite.

Das Projekt zur Digitalisierung der Trinkwasserhygiene wird aus Mitteln der Europäischen Union (NextGenerationEU) kofinanziert.

Gestalten Sie die Zukunft der Trinkwasserüberwachung mit – für einen modernen, effizienten und sicheren Öffentlichen Gesundheitsdienst!

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