Die Bühne bei einer Veranstaltung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Der Bayerische Gesundheits- und Pflegepreis

Mit dem Bayerischen Gesundheits- und Pflegepreis werden außergewöhnliche Leistungen im Gesundheits- und Pflegebereich ausgezeichnet. Des Weiteren fördert der Preis das Networking der verschiedenen Akteure im Gesundheits- und Pflegewesen und verbreitet innovative Ideen aus diesem Bereich.

Ziel des Preises ist es außergewöhnliche, herausragende Leistungen im Gesundheits- und Pflegebereich auszeichnen. Es sollen neue, moderne und innovative Ansätze über die Veröffentlichung der eingereichten Projekte vermittelt und verbreitet werden. Darüber hinaus soll der Preis das Networking und die Kooperationen der Akteure im Gesundheits- und Pflegewesens verbessern und damit den Gesundheits- und Pflegestandort Bayern ausbauen und stärken.

Der nächste Bayerische Gesundheits- und Pflegepreis wird 2019 verliehen.

Logo Bayerischer Gesundheits- und Pflegepreis. Innovative Ideen für Bayern

Wer kann sich nominieren lassen?

Es kann jede Einzelperson, jedes Team, jedes Unternehmen, jede Einrichtung oder Organisation, die Leistungen bzw. Projekte und/oder Ideen im Bereich von Gesundheit und Pflege vorweisen kann, vorgeschlagen werden.

Nicht ausgezeichnet werden spezifische Einzelstudien zu medizinischen Fragestellungen (Krankheits- und Medizinforschung).

Wie können Sie eine Nominierung abgeben?

Die Vorschläge für den Preis können über eine vorschlagsberechtigte Organisation / Einrichtung (siehe Nummer 5.2 der Richtlinien) bei der Geschäftsstelle für den Bayerischen Gesundheits- und Pflegepreis im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege eingereicht werden. Vorschlagsberechtigte Organisationen / Einrichtungen sind im weitesten Sinne alle Institutionen im Gesundheits- und Pflegebereich (Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Hospize, sonstige Einrichtungen im medizinischen/pflegerischen Bereich, Krankenkassen, Kammern und berufsständische Vereinigungen), Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, vbw, Verbände und Gewerkschaften, Hochschulen, Forschungsinstitute. Vorschlagsberechtigte Stelle reichen die Nominierung bitte ausschließlich per E-Mail an gp-preis@stmgp.bayern.de ein.

Bitte reichen Sie die Unterlagen ausschließlich als PDF-Datei über die vorschlagsberechtigte Organisation ein.

Welche Unterlagen sind für eine Nominierung einzureichen?

Hierfür füllen Sie den Nominierungsbogen aus:

Wer wählt die Preisträger aus?

Eine unabhängige Fachjury aus Experten des Gesundheits- und Pflegebereichs wird die Preisträger aus den Nominierungen auswählen. Die Preise werden im Rahmen einer großen öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung von der Bayerischen Staatsministerin für Gesundheit und Pflege überreicht.

Wer sind die Gewinner des Preises 2017?

Insgesamt gab es 129 Nominierungen. Die drei Preisträger erhielten jeweils 5.000 Euro.

Forensische Präventionsambulanz

Dieses Projekt hilft im ambulanten psychiatrischen Bereich Tätern und Opfern durch einen besonderen Präventionsansatz. Trägerin ist die Klinik für Forensische Psychiatrie der Bezirkskliniken Mittelfranken in Ansbach. Seit 2012 arbeitet ein mehrköpfiges, multiprofessionelles Team daran, das Angebot für psychiatrische Prävention zu verbessern und zu erweitern.

Zu den Maßnahmen gehören unter anderem eine Gewaltrisikoanalyse, Einzelberatungen, Gruppentrainings, Beratung der Angehörigen zur Deeskalation und Gewaltprävention. Der Möglichkeit erneuter Zwischenfälle wird so vorgebeugt.

Während der bisherigen Laufzeit des Projektes, fünf Jahre, gab es keinen einzigen „Rückfall“ eines psychisch erkrankten Verurteilten. Dieses bemerkenswerte Ergebnis und regt hoffentlich zur Nachahmung an.

Mit der Preisverleihung wollen wir die forensische Psychiatrie in ein positiveres Licht rücken und einer breiten Öffentlichkeit verdeutlichen. Die Preisverleihung soll das Engagement dieser Projekte einer breiten Masse anschaulich machen.

Zugangsdaten zu den Bildern der Preisverleihung erhalten Sie über: download@stmgp.bayern.de.

Außerklinische Ethikberatung

Eine weitere Auszeichnung geht an die ambulante Ethikberatung des Netzwerks Hospiz Südostbayern in Traunstein und Bad Reichenhall. Seit 2012 berät und unterstützt dort ein multiprofessionelles Team Betroffene bei ethischen Fragen im Hinblick auf ein würdevolles Sterben; vor allem dann, wenn es insoweit Unstimmigkeiten oder Konflikte gibt, zum Beispiel zwischen Patienten und Angehörigen, Hausärzten oder Pflege und Betreuungsfachkräften.

Das aus Klinikseelsorgern, Juristen, Medizinern, Palliativfachkräften und Sozialdienstmitarbeitern bestehende Team hilft, bei diesen sehr schweren Entscheidungen abzuwägen und alle entscheidungserheblichen Aspekte mit einzubeziehen. Für die kostenlose und zeitnahe Beratung ist eine 24-Stunden Bereitschaftsnummer eingerichtet.

Um das Projekt sichtbar zu machen und das ehrenamtliche Engagement zu würdigen, hat es einen Preis verdient.

Zugangsdaten zu den Bildern der Preisverleihung erhalten Sie über: download@stmgp.bayern.de.

Medizinische Versorgung von Flüchtlingen

Der dritte Preisträger ist die Klinik St. Hedwig im Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg. Diese setzt sich in innovativer und vorbildlicher Weise für die bestmögliche Behandlung und Versorgung von Flüchtlingen und Migranten ein.

Zunächst sorgt sich die Klinik um eine zielgerichtete Kommunikation mit Patienten, die nicht Deutsch sprechen. Dolmetscherdienste wie Videodolmetscher, Piktogramme oder Bildwörterbücher helfen, Sprachbarrieren zu überwinden. Für eine koordinierte Versorgung, insbesondere bei Impfschutz und Hygiene, ist das eine wichtige Basis.

Beim weiteren Auf- und Ausbau interkultureller Angebote kommen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit Migrationshintergrund zur Unterstützung hinzu. Diese Hilfestellung soll Menschen mit Migrationshintergrund für die Krankenpflegehelferausbildung begeistern. Damit können sie ihre interkulturellen Fähigkeiten später hauptberuflich einsetzen. Damit einher geht der Versuch, auch Menschen mit Asylhintergrund für die Pflegeausbildung zu gewinnen.

Die Krankenpflegehelferschule freut sich über neue Schüler und die Vorteile sind offensichtlich. Die Muttersprache oder sogar Mehrsprachigkeit der Krankenhaus-Mitarbeiter kommt der Versorgung ausländischer Patienten in der Klinik zugute. Und es wird dringend benötigtes gut ausgebildetes Pflegepersonal hinzu gewonnen.

Zugangsdaten zu den Bildern der Preisverleihung erhalten Sie über: download@stmgp.bayern.de.

  • So sah es im Festsaal zur Verleihung des Bayerischen Gesundheits- und Pflegepreises 2017 aus.

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  • Verleihung des Bayerischen Gesundheits- und Pflegepreises 2017 am 05.07.2017 in der BMW-Welt in München. Foto: Andreas Gebert

    Moderatorin Anouschka Horn und Jurypräsident Dr. Max Kaplan (BLÄK) unterhalten sich über die Kategorien des Bayerischen Gesundheits- und Pflegepreises.

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  • Verleihung des Bayerischen Gesundheits- und Pflegepreises 2017 am 05.07.2017 in der BMW-Welt in München. Foto: Andreas Gebert

    Gesundheitsministerin Melanie Huml eröffnet die Preisverleihung.

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  • Verleihung des Bayerischen Gesundheits- und Pflegepreises 2017 am 05.07.2017 in der BMW-Welt in München. Foto: Andreas Gebert

    Sabine Beiser nimmt, als Vertreterin für das Projekt "Medizinische Behandlung und Versorgung von Flüchtlingen und Migranten" den Preis von Gesundheitsministerin Melanie Huml entgegen.

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  • Verleihung des Bayerischen Gesundheits- und Pflegepreises 2017 am 05.07.2017 in der BMW-Welt in München. Foto: Andreas Gebert

    Dr. Birgit Krause-Michel nimmt, als Vertreterin für das Projekt "Außerklinische Ethikberatung Südostbayern", den Preis von Gesundheitsministerin Melanie Huml entgegen.

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  • Gesundheitsministerin Melanie Huml übergibt den Bayerischen Gesundheits- und Pflegepreis an Dr. Joachim Nitschke, Vertreter des Projekts "Forensische Präventionsambulanz".

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  • Verleihung des Bayerischen Gesundheits- und Pflegepreises 2017 am 05.07.2017 in der BMW-Welt in München. Foto: Andreas Gebert

    Kabarettist und Schauspieler Stephan Zinner unterhält die Teilnehmer der Preisverleihung gekonnt.

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  • Verleihung des Bayerischen Gesundheits- und Pflegepreises 2017 am 05.07.2017 in der BMW-Welt in München. Foto: Andreas Gebert

    Hier sehen Sie ein Gruppenbild der glücklichen Gewinner mit Moderatorin Anouschka Horn und Gesundheitsministerin Melanie Huml.

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  • Ausgelassene Atmosphäre

    Die Stimmung bei der Preisverleihung war ausgelassen und fröhlich.

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Forensische Präventionsambulanz

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Forensische Präventionsambulanz

Dieses Projekt hilft im ambulanten psychiatrischen Bereich Tätern und Opfern durch einen besonderen Präventionsansatz. Seit 2012 arbeitet ein mehrköpfiges, multiprofessionelles Team daran, das Angebot für psychiatrische Prävention zu verbessern und zu erweitern.

Medizinische Versorgung von Flüchtlingen

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Medizinische Versorgung von Flüchtlingen

Das Projekt setzt sich in innovativer und vorbildlicher Weise für die bestmögliche Behandlung und Versorgung von Flüchtlingen und Migranten ein.

Ambulante Ethikberatung

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Ambulante Ethikberatung

Eine weitere Auszeichnung geht an die ambulante Ethikberatung des Netzwerks Hospiz Südostbayern in Traunstein und Bad Reichenhall. Seit 2012 berät und unterstützt dort ein multiprofessionelles Team Betroffene bei ethischen Fragen im Hinblick auf ein würdevolles Sterben; vor allem dann, wenn es insoweit Unstimmigkeiten oder Konflikte gibt, zum Beispiel zwischen Patienten und Angehörigen, Hausärzten oder Pflege und Betreuungsfachkräften. Das aus Klinikseelsorgern, Juristen, Medizinern, Palliativfachkräften und Sozialdienstmitarbeitern bestehende Team hilft, bei diesen sehr schweren Entscheidungen abzuwägen und alle entscheidungserheblichen Aspekte mit einzubeziehen. Für die kostenlose und zeitnahe Beratung ist eine 24-Stunden Bereitschaftsnummer eingerichtet. Um das Projekt sichtbar zu machen und das ehrenamtliche Engagement zu würdigen, hat es einen Preis verdient.

Kontakt

Publikationen zum Thema

  • Gesundheits- und Pflegepreis 2017 – Broschüre zu Preisträgern und Nominierten