Die Bühne bei einer Veranstaltung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Weißer Engel - Laudationes Oberbayern

Am 11. April 2018 hat Staatsministerin Melanie Huml in Oberbayern den "Weißen Engel" an beispielgebende Personen verliehen, die sich langjährig und regelmäßig im Gesundheit- und/oder Pflegebereich ehrenamtlich engagiert haben.

Roswitha Bartesch

Sie hat sich mit ihrer schier unerschöpflichen Energie und ihrem großen Herz von 1999 bis 2015 vorbildlich im Hospizbereich engagiert. 1999 ließ sie sich zur ehrenamtlichen Hospizbegleiterin im Anna Hospizverein Mühldorf am Inn ausbilden. Es folgten viele Einsätze bei Patientinnen und Patienten zu Hause, aber auch Bereitschaftsdienste an der Klinik Mühldorf am Inn. Auf diese Weise hat sie dazu beigetragen, dass Lebensqualität und Selbstbestimmung der schwerstkranken Menschen soweit wie möglich erhalten bleiben. Als Anlaufstelle für Angehörige hat sie liebevoll die „Teestube“ organisiert. Viele Jahre lang übernahm sie die ehrenamtliche Einsatzleitung für die Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter. Auch die Ausbildung für Hospizhelferinnen und Hospizhelfer lag ihr immer am Herzen. Außerdem gab sie ihr Wissen bei „Palliative Care Kursen“ an Berufsschulen und bei Veranstaltungen der Pflege-Stiftung Meltl weiter.

 

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Weisser Engel Oberbayern 2018 Irmgard Bartesch und Ministerin Melanie Huml

Margit Bartscherer

Sie ist seit 31 Jahren ehrenamtlich in der Heiliggeistspital-Stiftung in Freising tätig. Getreu dem Motto der Stiftung „Auch im Alter mitten im Leben!“, trägt sie dazu bei, dass die Bewohnerinnen und Bewohner soweit wie möglich ihre Selbstständigkeit behalten. Wöchentlich kommt sie zur Einzelbetreuung verschiedener Heimbewohnerinnen und Heimbewohner und hilft mit, wo helfende Hände nötig sind: Sie begleitet zum Arzt, zu Einkäufen und zu verschiedenen Veranstaltungen, sie unterstützt den Gottesdienst mit anschließendem Kirchen-Kaffee und engagiert sich für das Heimprojekt „Wohlfühltage“.

 

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Weisser Engel Oberbayern 2018 Margit Bartscherer und Ministerin Melanie Huml

Edith Faßbender

Im Jahre 2005 hat sie nach eigener überstandener Krebserkrankung die ehrenamtliche Leitung der Selbsthilfegruppe nach Krebs übernommen, die zum Bayerischen Roten Kreuz des Kreisverbandes Landsberg am Lech gehört. In der Zeit zwischen den Treffen betreut sie die einzelnen Gruppenmitglieder telefonisch und fährt auch mal zum ein oder anderen Arzttermin mit.  Sie steht  in ständigem Kontakt zu Ärztinnen, Ärzten und Kliniken, die sehr dankbar darüber sind, dass sie die Betreuung von erkrankten Patientinnen und Patienten übernimmt. Während Krankenhausaufenthalten dürfen sich Ihre „Schützlinge“ auf Besuch von ihr freuen. Darüber hinaus organisiert sie Ausflüge und fährt zu Informationsveranstaltungen. Sie hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, krebskranken Menschen zu helfen und dadurch deren Lebensqualität zu verbessern.

 

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Weisser Engel Oberbayern 2018 Edith Fassbender und Ministerin Melanie Huml

Horst Groß

Er engagiert sich in herausragender Weise für suchtgefährdete und suchtkranke Menschen sowie für deren Angehörige. Seit 2010 ist er beim Blauen Kreuz ehrenamtlich tätig. Einige Jahre später wurde er Mitglied des Vorstands des Blauen Kreuzes in München. Dort setzt er sich unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit ein und betreut die 61 Selbsthilfegruppen des Vereins. Außerdem leitet er zwei Selbsthilfegruppen für Alkohol kranke Menschen in München Schwabing,  wo er die Gruppenmitglieder dabei unterstützt, ihren Alltag zu bewältigen.  In Absprache mit Ärztinnen und Ärzten nimmt er Kontakt zu weiteren suchtkranken Patientinnen und Patienten auf und zeigt in vertraulichen Gesprächen Wege, wie sie sich von der Abhängigkeitserkrankung befreien können.  Sein zeitlicher Einsatz für das Blaue Kreuz entspricht nahezu einer Vollzeitkraft.

 

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Weisser Engel Oberbayern 2018 Horst Gross und Ministerin Melanie Huml

Christel Karger

Sie engagiert sich seit 2003 beim Hospizkreis Ismaning. Dank ihrer einfühlsamen Art gelingt es ihr, mit schwerstkranken Menschen über Tod und Sterben zu sprechen. Sie schafft es, in dieser schwierigen Lebenssituation für sie da zu sein, zuzuhören und im richtigen Moment zu reden oder zu schweigen. Darüber hinaus ist sie seit 2008 die zweite Vorsitzende beim Hospizkreis Ismaning. Bereitwillig übernimmt sie auch das „24-Stunden-Telefon“  – selbst am Wochenende und an Feiertagen. Sie unterstützt bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen des Hospizkreises und hat sechs Jahre lang das Trauercafé mitgeleitet. Viele Jahre lang hat Sie zudem ehrenamtlich die Einsatzleitung übernommen und dabei die anderen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer betreut und ihre Einsätze koordiniert.

 

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Weisser Engel Oberbayern 2018 Christel Karger und Ministerin Melanie Huml

Lia Köhnlein

Sie leitet seit circa 14 Jahren mit großem Engagement die Selbsthilfegruppe nach Krebs in Freising. Anfangs kamen vor allem Frauen mit Brustkrebs, im Laufe der Zeit  aber auch immer mehr Frauen mit anderen Krebserkrankungen. Seit kurzem gibt es auch einen  Mann in der Gruppe. Die Betroffenen finden dort Raum und Zeit, Erfahrungen auszutauschen und sich über Therapiemöglichkeiten zu informieren. Gegenseitig macht man sich Mut, die Herausforderung der Krankheit anzunehmen und gibt einander Halt. Gruppenmitglieder, die in einer Krise stecken, oder krank sind, können sich auch daheim über einen Besuch von Frau Köhnlein freuen. Durch ihre empathische und besonnene Art gelingt es ihr, Zugang und Vertrauen zu den krebskranken Menschen zu gewinnen. Ob Kochkurs für gesunde Ernährung, spezielle Schmink- und Kopfbedeckungskurse, oder etwas Künstlerisches – ihr fällt immer etwas ein, um ihren Schützlingen neue Wege aufzuzeigen.

 

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Weisser Engel Oberbayern 2018 Lia Köhnlein und Ministerin Melanie Huml

Dr. Gerhard Marino

Er engagiert sich für demenzkranke Bürgerinnen und Bürger sowie ihre Angehörigen. Im Juli 2010 hat das Seniorenzentrum Wartberghöhe in Traunstein das niedrigschwellige Betreuungsangebot „Senioren-Hoagart“ gestartet – ein geselliger Treffpunkt,  der sich bei Kaffee und Kuchen an demenzerkranke Seniorinnen und Senioren richtet. Die Betroffenen sind dort gut betreut. Das verschafft den pflegenden Angehörigen Raum und Gelegenheit für Besorgungen und zur Entspannung. Dr. Gerhard Marino war es, der von Beginn an maßgeblich an der Planung und dem Aufbau des Projektes beteiligt war. Mit seiner überzeugenden Art hat er es geschafft, weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für das Projekt zu gewinnen.

 

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Gertrud Scheck

Sie hat sich schon seit ihrer Jugend in vielfältiger Weise gesellschaftlich engagiert,  derzeit bei der Endorfer Tafel, im Kinderladen des Bayerischen Roten Kreuzes und für den Sozialdienst. Davor war sie in der Hospiz-Gruppe Prien und Umgebung aktiv. Um dieser schweren Aufgabe gerecht zu werden, hat sie zwischen 2000 und 2002 sogar eine Hospizausbildung absolviert. Ihr Einsatzort war meist das Katharinenheim in Bad Endorf. Viele Stunden, Tage, Jahre, hat sie investiert, um sich um schwerstkranke und sterbende Menschen zu kümmern. Sie wollte die Kranken nicht alleine lassen, sondern an ihrer Lebensgeschichte teilnehmen und ihnen Mitgefühl entgegenbringen. Ihre besondere Gabe ist es, Menschen aufmerksam zuzuhören und sie zu trösten.  Die Begriffe Humanität, Teilhabe und soziale Verantwortung sind für sie eine Lebensaufgabe.

 

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Weisser Engel Oberbayern 2018 Gertrud Scheck und Ministerin Melanie Huml

Maria Stimper

Sie ist seit 2012 die sogenannte „Grüne Dame“ in der HELIOS Amper-Klinik in Dachau. Der Name kommt vom grünen Kittel, den sie während ihres Aufenthaltes dort trägt. Mit sehr viel Einfühlungsvermögen besucht sie Patientinnen und Patienten und steht  ihnen zur Seite. Nach schweren Diagnosen gibt sie den Betroffenen Kraft und Hoffnung. Daneben versucht sie kleine Wünsche zu erfüllen oder durch Gespräche einfach die Zeit zu verkürzen. Oft ist das ein sehr wertvoller Beitrag zur Genesung, den auch die Klinik zu schätzen weiß. Denn manchmal braucht es eine liebevolle Bezugsperson, die zuhört, unterhält oder einfach nur da ist. Darüber hinaus war sie viele Jahre ehrenamtlich beim Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt Dachau tätig.

 

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Weisser Engel Oberbayern 2018 Maria Stimper und Ministerin Melanie Huml

Renate Wiesent

Sie hat sich durch besondere Fürsorge für ihre Familie ausgezeichnet. Sehr viele Jahre lang pflegte sie ihren Ehemann, der bereits im mittleren Alter an Demenz litt, die im Laufe der Zeit immer mehr voranschritt. Eine Situation, die für beide eine große Herausforderung war. Es war ihr eine Herzensangelegenheit, seine Freiheit und Autonomie so lange wie möglich zu erhalten. Als er beispielsweise nicht mehr Fahrradfahren konnte, besorgte sie kurzerhand ein Tandem-Fahrrad. Mit ihrem Kämpfergeist und ihrer Kreativität hat sie es ihm leichter gemacht, seine Krankheit anzunehmen.  Sie engagiert sich als ehrenamtliche Mitarbeiterin für die Alzheimer Gesellschaft München und kämpft bei öffentlichen Auftritten für die Entstigmatisierung der Krankheit. Seit ein paar Jahren ist sie sogar im Vorstand aktiv. Sie hat selbst erfahren, dass es gerade für junge Menschen mit Demenz wenige Unterstützungsmöglichkeiten gibt. Deshalb ist es ihr unbedingter Wille, sich für diesen Personenkreis einzusetzen.

 

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Weisser Engel Oberbayern 2018 Renate Wiesent und Ministerin Melanie Huml