Die Bühne bei einer Veranstaltung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Weißer Engel - Laudationes Oberpfalz

Am 15. November 2019 hat Staatsministerin Melanie Huml in der Oberpfalz den "Weißen Engel" an beispielgebende Personen verliehen, die sich langjährig und regelmäßig im Gesundheit- und/oder Pflegebereich ehrenamtlich engagiert haben.

Hochauflösende Bilder sowie ein Gruppenbild der Veranstaltung können Sie sich ab Montag, den 18. November 2019 aus unserem Cloudservice herunterladen. Schreiben Sie uns eine E-Mail an: download@stmgp.bayern.de, dann erhalten Sie die Zugangsdaten zu unserem Cloudservice.

Christa Burggraf

Christa Burggraf engagiert sich seit über 20 Jahren für leukämiekranke Menschen. 1997 hat sie selbst die Diagnose Leukämie erhalten und kennt die Sorgen und Nöte der Betroffenen besonders gut. Sie hat selbst erfahren, dass die Diagnose Leukämie das eigene Leben und das der Angehörigen erheblich ins Wanken bringt. Deshalb ist es ihr eine Herzensangelegenheit, Menschen mit Leukämie zu helfen und sie darin zu unterstützen, neue Perspektiven zu entwickeln für ein Leben mit oder nach einer Erkrankung.

2000 hat Frau Burggraf den Förderverein „Leukämiehilfe Ostbayern“ in Regensburg mitgegründet. Seither fördert der Verein Hilfsprojekte für Krebspatientinnen und -patienten in ganz Ostbayern. Als 2. Vorsitzende des Vereins füllt sie ihr Amt mit sehr viel Tatendrang und Optimismus aus. Unter anderem übernimmt sie die repräsentativen und organisatorischen Aufgaben. Zudem hat sie die jährlichen Patiententage ins Leben gerufen.

Im Jahr 2000 hat Frau Burggraf außerdem die Selbsthilfegruppe „Leukämie und Lymphome Regensburg – Oberpfalz“ gegründet, deren Vorsitzende sie ist. Mit dieser Selbsthilfegruppe bietet sie Kranken und Angehörigen eine Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen. Regelmäßig organisiert sie Treffen, zu denen auch Expertinnen und Experten aus dem medizinischen, psychologischen, sozialen und seelsorgerischen Bereich kommen.

Außerdem unterstützt sie Betroffene bei der Suche nach geeigneten Knochenmarkspendern.

Seit 1998 besucht Frau Burggraf einmal wöchentlich Patientinnen und Patienten in der Universitätsklinik in Regensburg. Hier trifft man sie auf Station 21 an, der Station für Hämatologie und Onkologie.

In erster Linie steht sie den Patientinnen und Patienten zur Seite, die eine allogene Transplantation vor sich oder auch hinter sich haben. Bei der allogenen Transplantation sind Spender und Empfänger verschiedene Personen. Bei ihr selbst wurde eine solche Transplantation durchgeführt, weshalb ihre Unterstützung für die Betroffenen von sehr großer Bedeutung ist.

Verleihung Weißer Engel Oberpfalz Amberg am 15.11.2019 an Christa Burggraf durch Staatsministerin Melanie Huml

Waltraud Ettl und Rosa Niebler

Waltraud Ettl und Rosa Niebler setzen sich tatkräftig für Angehörige von psychisch kranken Menschen ein. Begonnen hat alles damit, dass sie selbst die Gruppe „Angehörige psychisch kranker Menschen“ im Schwandorfer Diakoniezentrum besucht haben. Sie beide sind Mütter von mittlerweile erwachsenen Kindern mit psychischen Erkrankungen.

2009 hat dann die hauptamtliche Gruppenleitung den Dienst bei der Diakonie beendet, ohne dass eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gefunden wurde. Sie haben damals beschlossen, selbst die Gruppenleitung ehrenamtlich zu übernehmen und die Gruppe unabhängig von der Diakonie weiter zu führen. Dafür wurde dann die Selbsthilfegruppe „Angehörige psychisch kranker Menschen“ in Schwandorf gegründet, die sich einmal im Monat trifft. In ihrer Selbsthilfegruppe bekommen Hilfesuchende jederzeit Rat und Unterstützung, mit der Erkrankung des Kindes oder des Partners umzugehen.

Als Leiterinnen investieren Frau Ettl und Frau Niebler für ihre Aufgaben enorm viel Kraft, Zeit und Engagement. Seit nunmehr zehn Jahren sind sie jederzeit Ansprechpartnerinnen für die Angehörigen. Sie begleiten sie oft über Jahre hinweg und geben Hilfestellung bei der Krankheitsbewältigung.
Gerne lassen sie die Gruppenteilnehmerinnen und -teilnehmer auch an ihren eigenen Geschichten und Erfahrungen teilhaben, denn sie kennen ihre Sorgen und Nöte nur zu gut. Die Treffen werden dadurch persönlicher.

Frau Ettl und Frau Niebler machen den Menschen Mut, dass sie es schaffen können, mit den Problemen ihrer psychisch kranken Angehörigen umzugehen. Und es ist es ihnen wichtig, dass die Treffen für die Angehörigen auch eine gewisse Auszeit bedeuten. Damit das gelingt, machen sie mit den Gruppenteilnehmerinnen und -teilnehmern zum Beispiel auch Entspannungsübungen.

Verleihung Weißer Engel Oberpfalz Amberg am 15.11.2019 an Waltraud Ettl und Rosa Niebler durch Staatsministerin Melanie Huml

Hedwig Fröhlich

Hedwig Fröhlich weiß nur zu gut, dass die Hospizarbeit für unsere Gesellschaft von unschätzbarem Wert ist. Denn seit 2011 engagiert sie sich selbst als Hospizhelferin beim „Ambulanten Hospizdienst Weiden-Neustadt an der Waldnaab“ des Malteser Hilfsdienstes. Mit sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen betreut sie schwerstkranke und sterbende Menschen. Sie trägt dazu bei, dass diesen Menschen so weit wie möglich und so lange wie möglich Lebensqualität und Selbstbestimmung erhalten bleiben.

Auch die trauernden Angehörigen liegen Frau Fröhlich sehr am Herzen. 2015 hat sie eine Weiterqualifizierung zur Trauerbegleiterin absolviert, um noch besser auf die Bedürfnisse der Betroffenen eingehen zu können.

2016 hat sie zunächst eine Kollegin beim Trauerfrühstück im „Ambulanten Hospizdienst Weiden-Neustadt an der Waldnaab“ unterstützt. Schon ein halbes Jahr später hat sie dann selbst das „Trauerfrühstück“ übernommen. Im selben Jahr wurde das „Trauerfrühstück“ durch das Angebot einer „Wanderung für Trauernde“ abgelöst, dieses wiederum 2017 durch das „offenes Trauercafé“.

Für Trauernde hat Frau Fröhlich außerdem eine Gesprächsrunde eingeführt. Ihr ist es auch zu verdanken, dass die Trauerarbeit des „Ambulanten Hospizdienstes Weiden-Neustadt an der Waldnaab“ seit Herbst 2018 in den Gemeinderäumen der Evangelischen Kirchengemeinde St. Markus einen „eigenen Raum“ hat. Mit viel Liebe und der tatkräftigen Unterstützung ihrer gesamten Familie hat sie den Raum renoviert und neugestaltet, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Ihr Ziel war es, den Gästen und den Trauernden einen Ort zu geben, an dem sie sich wohlfühlen.

Es waren viele Stunden, die Frau Fröhlich in all den Jahren für die Hospizarbeit im Einsatz war. Ein Bereich, der nicht nur emotional sehr anspruchsvoll ist. Es war aber nicht nur die Hospizarbeit, die sie in den letzten Jahren sehr stark beschäftigt hat. Sie hat sich auch noch um ihre eigenen Familienangehörigen liebevoll gekümmert und diese gepflegt. Außerdem hat sie sich mit großer Freude seit 20 Jahren in der Kirchengemeinde St. Markus in Weiden engagiert.

Verleihung Weißer Engel Oberpfalz Amberg am 15.11.2019 an Hedwig Fröhlich durch Staatsministerin Melanie Huml

Hildegard Haupt

Hildegard Haupt ist auch ehrenamtlich seit 2004 für den „Ambulanten Hospizdienst Weiden-Neustadt an der Waldnaab“ des Malteser Hilfsdienstes aktiv. Ihr ist es eine Herzensangelegenheit, dass jeder Mensch so sterben darf, wie es sich die meisten wünschen – im Kreise der Liebsten, auf keinen Fall alleine.

Frau Haupt begleitet Menschen auf diesem letzten Weg und bietet Sterbenden, ihren Familienangehörigen und Freunden Begleitung und Hilfe in der letzten Lebensphase und in der Zeit der Trauer an. Bereits seit über 15 Jahren begleitet sie über das Jahr ungefähr 20 bis 30 Menschen, in manchen Jahren waren es auch schon 50 bis 60. Mit sehr viel Empathie geht sie gemeinsam mit den Betroffenen und den Angehörigen den Weg durch die Phasen des Abschiednehmens und der Trauer.

Dabei sind ihre besonderen Stärken, sich sehr gut auf Menschen individuell einzustellen und bedachtsam auf sie eingehen zu können. Frau Haupt zeichnet sich aber auch durch eine besonders offene und ausgeglichene Art sowie durch ihre Zuverlässigkeit aus. Großes Geschick hat sie auch bei organisatorischen Aufgaben. Daher übernimmt sie ehrenamtlich die Koordination der Hospizbegleitungen beim „Ambulanten Hospizdienst Weiden-Neustadt an der Waldnaab“.

Weil es ihr auch wichtig ist, den Hospizgedanken weiterzutragen, hält Frau Haupt in Schulen Vorträge zu diesem Thema.

Seit Oktober 2008 bietet sie zusätzlich in Grafenwöhr Beratungen zum Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung an. Einmal im Monat findet die kostenfreie Beratung statt. Die Stadt Grafenwöhr stellt ihr dafür eigens einen Raum zur Verfügung.

Verleihung Weißer Engel Oberpfalz Amberg am 15.11.2019 an Hildegard Haupt durch Staatsministerin Melanie Huml

Irene Komarek

Irene Komarek konnte bei der Auszeichnung leider nicht dabei sein. Wolfgang Lippert, Landrat des Landkreises Tirschenreuth, nahm den Weißen Engel für Frau Komarek entgegen.

Irene Komarek hat sich durch ihre bewundernswerte Pflegeleistung herausragende Verdienste erworben. Es war im Februar 2004, als ihr Ehemann Dieter einen Schlaganfall erlitt und dadurch zum Pflegefall wurde. Für sie war es selbstverständlich, ihren Ehemann zuhause zu pflegen und zu betreuen. Sie hat diese Herausforderung klanglos angenommen – auch deshalb, weil sie sofort erkannt hat, dass die Vertrautheit und das Gefühl von Nähe im eigenen Zuhause für ihren Ehemann von unschätzbarem Wert sind. Durch ihre aufopferungsvolle Pflege ermöglicht sie ihm, dass er im Kreise seiner Familie leben kann.

Frau Komareks jahrelanger Einsatz ist geprägt von sehr viel Verständnis, Rücksichtnahme und Respekt. Eigene Bedürfnisse hat sie stets zurückgestellt. Selbst heute, an dem Tag, an dem sie selbst einmal im Mittelpunkt stehen könnte, schenkt sie ihre Zeit und ihre Aufmerksamkeit ihrem Ehemann Dieter.

Verleihung Weißer Engel Oberpfalz Amberg am 15.11.2019 an Irene Komarek durch Staatsministerin Melanie Huml. Wolfgang Lippert, Landrat des Landkreises Tirschenreuth, hat die Auszeichnung stellvertretend für Irene Komarek entgegengenommen.

Waltraud Männer

Waltraud Männer konnte ihre Auszeichnung leider nicht persönlich entgegennehmen.

Waltraud Männer hat sich von 1990 bis 2018 28 Jahre lang ehrenamtlich beim Besuchsdienst der Seniorenresidenz Pro Seniore Wörth an der Donau engagiert. Besonders lag es Frau Männer am Herzen, älteren Menschen eine Freude zu machen. Deshalb hat sie die Seniorinnen und Senioren zweimal wöchentlich besucht.

Bei ihren Besuchen ist sie auf die persönlichen Bedürfnisse der älteren Menschen eingegangen. Vor allem hat sie ihnen das Gefühl vermittelt, nicht alleine zu sein. Frau Männer war stets die liebevolle Bezugsperson, die zuhört und sich mit den Bewohnerinnen und Bewohnern unterhält. Durch ihre regelmäßige Anwesenheit hat sie den Seniorinnen und Senioren Halt und Verlässlichkeit im Alltag gegeben. Sie hat ihnen auch gezeigt, dass sie trotz ihres hohen Alters und entsprechender Einschränkungen ein lebendiger Teil unserer Gesellschaft sind.

Die Bewohnerinnen und Bewohner hat sie bei alltäglichen Dingen unterstützt, ihnen aber auch in kleinen Gruppen Geschichten vorgelesen oder zur Freude aller passend zu den Jahreszeiten Lieder gesungen. Auch hat sie alte Fotos mitgebracht und mit allen gemeinsam in alten Erinnerungen geschwelgt.

In der Seniorenresidenz Pro Seniore Wörth an der Donau war Waltraud Männer immer ein gern gesehener Gast. Ihr souveräner und gleichzeitig einfühlsamer Umgang mit älteren Menschen und ihre Hilfsbereitschaft haben ihre Arbeit besonders wertvoll gemacht. Bei allem, was sie getan hat, hat sie eine unglaubliche Freude ausgestrahlt, die sich auf die älteren Menschen positiv übertragen hat.

Karl Manglberger

Karl Manglberger lebt die Begriffe „soziale Verantwortung“ und „familiärer Zusammenhalt“ und hat sich dadurch herausragende Verdienste erworben.

Viele Jahre lang hat er seine Ehefrau Renate, die an Amyotropher Lateralsklerose (ALS) erkrankt ist, gepflegt. Seit 2017 ist Frau Manglberger nun in stationärer Pflege untergebracht, da die häusliche Pflege nicht mehr möglich war. Im November 2010 tauchten bei ihr die ersten Anzeichen der Krankheit auf. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich sehr schnell. Seit 2012 ist seine Frau auf den Rollstuhl angewiesen. Seine Ehefrau konnte sich auf seine Unterstützung immer verlassen. Herr Mangelberger war rund um die Uhr für sie da. Aufopfernd und ohne zu zögern hat er diese Hilfe all die Jahre geleistet. Die gesundheitliche Verfassung seiner Ehefrau hat sich im Laufe der Jahre immer mehr verschlechtert. Seit etlichen Jahren wird sie über eine Magensonde ernährt.

Ende 2011 konnte sie schon nicht mehr sprechen. Die Kommunikation mit ihr ist nur noch über einen speziellen Computer, der mittels Augenbewegung gesteuert wird, möglich. Herrn Manglberger ist es gewiss nicht leicht gefallen, seine Ehefrau in einem Pflegeheim anzumelden. Und doch war es wahrscheinlich der richtige Schritt. Denn wenn die gesundheitlichen Umstände eine Pflege zu Hause nicht mehr zulassen, geht es ohne die Betreuung im Pflegeheim nicht.

Doch auch im Pflegeheim lässt Herr Mangelberger seine Frau nicht alleine und besucht sie fünf Tage in der Woche. Von mittags bis spätnachmittags leistet er ihr Gesellschaft. Die anderen beiden Tage wird sie von den gemeinsamen Töchtern besucht.

Verleihung Weißer Engel Oberpfalz Amberg am 15.11.2019 an Karl Manglberger durch Staatsministerin Melanie Huml

Ursula Nießen

Ursula Nießen engagiert sich für Schwerstkranke, Sterbende und für deren Angehörige. Auch Angehörige von Suizidopfern und Menschen in Not finden bei ihr Halt.

1998 hat sie den Grundkurs zur Hospizbegleiterin erfolgreich absolviert und ist seitdem unermüdlich in der Hospizarbeit tätig. 2002 wurde sie zur 1. Vorsitzenden des Hospizvereins Neumarkt gewählt. Seitdem engagiert sie sich in außergewöhnlicher Weise für alle Belange des Vereins.

Außerdem ist Frau Nießen seit vielen Jahren Trauerbegleiterin. Besonders bemerkenswert ist, dass sie im Hospizverein Neumarkt die Trauerbegleitung für Kinder eingeführt hat.

Dank ihres Einsatzes gibt es beim Hospizverein Neumarkt seit 15 Jahren auch die Krisenintervention. Zusammen mit weiteren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist sie auch dort sehr engagiert. Alle zwei Jahre bietet der Hospizverein Neumarkt einen Grundkurs für neue Hospizbegleiterinnen und -begleiter an. Dieser Grundkurs wird von ihr zusammen mit weiteren erfahrenen Hospiz- und Trauerbegleiterinnen und -begleitern des Hospizvereins Neumarkt betreut.

Obendrein ist es Frau Nießen auch wichtig, die Öffentlichkeit für das Thema Hospiz zu sensibilisieren. Sie hält regelmäßig Vorträge in Vereinen, Kirchengemeinden, Schulklassen und verschiedensten sozialen Einrichtungen. Darüber hinaus repräsentiert sie den Verein bei öffentlichen Veranstaltungen.
Seit fünf Jahren organisiert sie für alleinstehende Trauernde ein Treffen am Heiligen Abend. Außerdem hat sie ein Trauercafé ins Leben gerufen. Der Trauerspaziergang, den sie mittlerweile zweimal im Jahr anbietet, wird sehr gut angenommen.

Fast täglich ist sie im Hospizbüro anwesend, um für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch für die Öffentlichkeit ansprechbar zu sein. Ihr und ihren vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ist es zu verdanken, dass sterbende und schwerstkranke Menschen in Neumarkt liebevoll versorgt und begleitet werden. Sie schafft einen Raum, in dem auch Angehörige Halt und Unterstützung finden.

Seit vielen Jahren leitet Frau Nießen auch die Selbsthilfegruppe „Angehörige um Suizid e.V.“, kurz AGUS. Die Gruppe trifft sich an jedem ersten Mittwoch im Monat, um Menschen zu unterstützen, die vom schweren Verlust eines nahestehenden Menschen durch Suizid getroffen sind. Ein Schicksalsschlag, auf den keiner vorbereitet ist. In den Räumlichkeiten des Hospizvereins Neumarkt gibt sie den Menschen Halt und zeigt ihnen Perspektiven auf, auch wenn das eigene Leben im Moment unwiederbringlich zerstört scheint.

Besonders wichtig ist ihr auch ihr Engagement im Vorstand des Vereins „Menschen in Not e.V.“ in Neumarkt.

Verleihung Weißer Engel Oberpfalz Amberg am 15.11.2019 an Ursula Nießen durch Staatsministerin Melanie Huml

Karl Wurm

Karl Wurm zeichnet sich durch seine besondere Fürsorge für seine Ehefrau aus.

Seit 1995 pflegt er seine Ehefrau Ottilie in liebevoller und aufopferungsvoller Weise zuhause. Seine Frau leidet seit 20 Jahren an verschiedenen schweren Erkrankungen. Außerdem hat sie mehrere Schlaganfälle erlitten.

Seit Beginn ihrer Krankheit ist seine Ehefrau, die seit vielen Jahren im Rollstuhl sitzt, auf seine Hilfe angewiesen. Karl Wurm hat jedoch nie mit dem Schicksal seiner Ehefrau gehadert, sondern es als seine Lebensaufgabe angenommen. Es ist sein unbedingter Wunsch, seine Ehefrau den Verbleib im familiären Umfeld zu ermöglichen. Fürsorglich ist er Tag und Nacht für sie da. Das ist eine Aufgabe, die nicht nur körperliche Kraft kostet, sondern auch mit vielen Entbehrungen verbunden ist.

Trotz der intensiven Pflege seiner Ehefrau hat Herr Wurm seinen Freundeskreis bewahrt. Gerade für pflegende Angehörige ist es enorm wichtig, sich hin und wieder eine kleine Auszeit zu nehmen und wieder neue Kraft zu tanken.

Verleihung Weißer Engel Oberpfalz Amberg am 15.11.2019 an Karl Wurm durch Staatsministerin Melanie Huml