Die Bühne bei einer Veranstaltung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Weißer Engel - Laudationes Unterfranken

Am 5. Juli 2018 hat Staatsministerin Melanie Huml in Unterfranken den "Weißen Engel" an beispielgebende Personen verliehen, die sich langjährig und regelmäßig im Gesundheit- und/oder Pflegebereich ehrenamtlich engagiert haben.

Marie-Luise Basel

Frau Basel ist bereits seit knapp vier Jahrzehnten Mitglied der Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes im Kreisverband Kitzingen. Sehr früh hat Sie daran mitgewirkt, den Aufgabenbereich des Bayerischen Roten Kreuzes zu erweitern – zum Beispiel um den Krankenhausbesuchsdienst.

Schnell hat sie sich als Leiterin dieses neuen Dienstes qualifiziert. Später kam auch noch der Besuchsdienst in Altenheimen in Kitzingen hinzu. Im Laufe der Zeit wurde der Besuchsdienst zum sogenannten „Arbeitskreis Besuchsdienst“ – eine eigene ehrenamtliche organisatorische Einheit. Bis heute ist Frau Basel dessen Leiterin.

Sie organisiert vierteljährlich die Treffen mit den rund zwanzig Betreuerinnen. Dort bespricht sie gemeinsam die Einteilung und die Planung des nächsten Quartals. Einmal wöchentlich gehen sie und ihre Damen in die Klinik Kitzinger Land, um die Patientinnen und Patienten zu besuchen. Gerade diejenigen, die keine Angehörigen haben, schätzen die Gespräche mit ihr sehr.

Außerdem hat sie im Laufe der Jahre zwei Selbsthilfegruppen gegründet. Unter dem Dachverband Deutsche Fibromyalgie-Vereinigung hat sie 2004 die Selbsthilfegruppe Fibromyalgie in Kitzingen ins Leben gerufen.

Da sie selbst seit Jahren an der Muskelerkrankung leidet, hat sie den insgesamt 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihr Wissen bestens weitergeben können. Einmal im Monat haben sie sich getroffen. Oftmals hat sie Vorträge von Experten aus der Medizin oder von Krankenkassen organisiert, um das fachliche Wissen der Teilnehmer zu erweitern. Auch verschiedene Ausflüge standen auf dem Programm. Im Jahr 2006 gründete Frau Basel dann zusätzlich noch die Selbsthilfegruppe Krebsnachsorge – ebenfalls in Kitzingen. Schließlich hat sie die Treffen der beiden Selbsthilfegruppen zusammengelegt. Davon haben beide Seiten profitiert.

Aufgrund der schweren Erkrankung ihres Lebensgefährten musste sie sich im Mai 2016 aus den Selbsthilfegruppen zurückziehen. Dennoch hat sie den Mitgliedern versprochen, die Fahrten nach Bad Windsheim und die jährlichen Tagesreisen weiterhin zu veranstalten.

Waldemar Dubowski

Herr Dubowski hat sich besonders durch sein Engagement für die „Selbsthilfegruppe Männergesundheit Untermain – Mens Health & Social Care“ verdient gemacht. Insgesamt fünf Jahre lang hat er die Leitung der Gruppe übernommen und dadurch vielen Männern helfen können. Jeden dritten Mittwoch im Monat hat Herr Dubowski sich von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr mit seiner Gruppe zusammengesetzt, um sich gegenseitig auszutauschen und Erfahrungen weiterzugeben. Das Bayerische Rote Kreuz hat für seine Gruppe einen Tagungsraum in Obernburg zur Verfügung gestellt. Die Gruppenteilnehmer haben sein Engagement und sein Einfühlungsvermögen während der Sitzungen sicherlich sehr geschätzt.

Mehrmals im Jahr hat er den Teilnehmern eigene Vorträge zu Gesundheitsthemen angeboten oder Referenten eingeladen. Die Homepage für den Internetauftritt hat er selbstständig entworfen und online gestellt. Herr Duboeski hat die Seite regelmäßig gepflegt und auf den neuesten Stand gebracht.

Weiterhin hat er die Selbsthilfegruppe im Arbeitskreis „Selbsthilfe und Gesundheit“ vertreten. Die Treffen fanden viermal jährlich als Austausch aller Selbsthilfegruppen statt. Auch die Planung und Organisation öffentlichkeitswirksamer Veranstaltungen fanden dort statt.

Bedauerlicherweise musste die Selbsthilfegruppe aufgrund seiner schweren Erkrankung aufgelöst werden. Ein Nachfolger konnte leider nicht gefunden werden.

Neben der Selbsthilfegruppe hat er im Mai 1999 gemeinsam mit einem Freund ein Schulungskonzept für Senioren zum Thema Computer und Internet erarbeitet. Er hat sich gerne dafür eingesetzt, den Seniorinnen und Senioren den Umgang mit den Computern zu erleichtern und hierfür den Verein „Netzwerkonline Untermain Senioren Computerclub Alzenau“ gegründet. Das Amt des ersten Vorsitzenden hatte er dann bis 2002 inne.

Ursula Griesbach

Frau Griesbach war eines der Gründungsmitglieder des ökumenischen Besuchsdienstes im Leopoldina Krankenhaus Schweinfurt im Jahr 1989. Schnell entwickelte sich daraus die ökumenische Krankenhaushilfe im Leopoldina Krankenhaus.

Aus echter Nächstenliebe hat sie jeden Mittwoch als „Grüne Dame“ für rund drei Stunden die kranken Patientinnen und Patienten des Krankenhauses besucht. Als „Grüne Damen“ bezeichnet man im Leopoldina-Krankenhaus die Frauen, – und mittlerweile auch zwei Herren – die die ehrenamtliche Krankenhaushilfe leisten.

Frau Griesbach hat mit den Kranken Gespräche geführt, ihnen mit offenen Ohren zugehört und ihnen Bücher mitgebracht. Denn Bücher sind ihre Leidenschaft.

Daher hat Sie sich vorrangig um die Krankenhausbücherei gekümmert und diese gemeinsam mit einer Kollegin verwaltet – zum Beispiel Bücherspenden katalogisiert, einsortiert und den Bestand verwaltet. Gerne hat sie die Patientinnen und Patienten mit der richtigen Bücherwahl beraten. Regelmäßig ist sie mit einem Wagen durch die Gänge des Krankenhauses gefahren und haben die Bücher persönlich verteilt.

Frau Griesbach wird als aufmerksame, zuverlässige und aufgeschlossene Person beschrieben. All diese Eigenschaften sind sehr wichtig für das ehrenamtliche Engagement in der ökumenischen Krankenhaushilfe. Es wird auch der Grund dafür sein, dass sie ganze vier Stationen mit jeweils zwölf Zimmern betreut hat.

Weißer Engel Unterfranken 2018 Ministerin Huml und Frau Griesbach vertreten durch Landrat Töpper

Hier können Sie das Bild von Herrn Landrat Töpper, der stellvertretend die Auszeichnung für Frau Griesbach entgegengenommen hat, herunterladen.

Annemarie Heiß

Die Hospizarbeit ist eine wichtige Aufgabe für unsere Gesellschaft. Frau Heiß engagiert sich bereits seit 25 Jahren im ehrenamtlichen Einsatzteam des Hospizvereins in Würzburg. Seit 2009 gehört sie als Vertreterin des Einsatzteams dem Vorstand des Vereins an.
Sie begleitet Schwerstkranke und sterbende Menschen auf ihrem letzten Lebensweg. Eine Aufgabe, die sicherlich nicht immer einfach ist und die man daher umso mehr schätzen muss. Nicht nur die sterbenden Menschen liegen ihr sehr am Herzen, sondern auch die Hinterbliebenen. Daher engagiert sie sich auch aktiv in der Trauerbegleitung. Ihre ruhige und offene Art tut den Menschen gut und hilft ihnen dabei, die schwere Zeit zu bewältigen.
Zusätzlich koordiniert Frau Heiß die Einsatzpläne der weiteren Hospizbegleiter und gehört dem Ausbildungsteam des Vereins an. Ihr ist es besonders wichtig, die neuen Hospizbegleiterinnen und -begleiter bestens auf ihre Tätigkeiten vorzubereiten. Daher organisiert Sie auch die erforderlichen Schulungen.
In ihrer Funktion als Vorstandsmitglied gestaltet sie die Entwicklung des Vereins aktiv mit und ist auch in der Öffentlichkeitsarbeit sehr engagiert. Immer wieder macht sie im besten Sinne des Wortes Werbung für den Verein und seine wichtigen Aufgaben. Sie investiert viel Zeit und Liebe in ihr Ehrenamt.

Gerlinde Koch

Die Gespräche, die Hospizbegleiter mit sterbenden Menschen führen, sind von unschätzbarem Wert. Was aber ist, wenn die Betroffenen gehörlos sind? Es gibt nur wenige Mitarbeiter der Hilfs- und Pflegedienste, die der Gebärdensprache mächtig sind. Gerade gehörlose ältere Menschen fühlen sich im Alter oft einsam. Da Frau Koch selbst gehörlos ist, hat sie diese Problematik erkannt und setzt sich seit 2001 in herausragender Weise als Hospizbegleiterin für gehörlose Menschen ein. Sie war Mitgründerin der Hospizgruppe Gehörloser in Würzburg und begleitet seither gehörlose alte und schwerkranke Menschen sowie gehörlose sterbende Menschen.

Mit ihrer besonders einfühlsamen Art und ihrer kommunikativen Fähigkeit bringt Frau Koch sich dort ein, wo Trauer, Isolation und Verzweiflung drohen. Durch ihre langjährige Mitarbeit im Gehörlosenverein Würzburg und als Gemeindesprecherin der Gehörlosengemeinde kennt sie sehr viele ältere betroffene Menschen. Es ist ihr eine Herzensangelegenheit, die Situation dieser Menschen zu verbessern.

Obwohl sie sorgfältig auf die Hospizarbeit vorbereitet wurde, bildet sie sich regelmäßig weiter. Die Hospizgruppe trifft sich vier bis sechs Mal im Jahr zum Erfahrungsaustausch. An den Gruppentreffen nimmt sie stets teil und gehört zu den tragenden Säulen der Gruppe.

Ihr ist es zu verdanken, dass im Neubau des Marienheims in Würzburg sechs Zimmer für gehörlose Patientinnen und Patienten berücksichtigt wurden. Die enge Zusammenarbeit des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und der Hospizgruppe hat ihr dabei geholfen.

Sowohl in der Hospizgruppe, als auch bei den Betroffenen und deren Angehörigen genießt sie höchstes Vertrauen.

Erika Kraft

Bereits seit vielen Jahren übernimmt Frau Kraft im Landkreis Miltenberg ehrenamtlich unterschiedliche Aufgaben. Zum einen engagiert sie sich seit 1995 in der Hospizarbeit. Bereits kurze Zeit nach ihrer Ausbildung zur Hospizbegleiterin stieg die Anzahl der Einsätze enorm an. Sehr schnell hat man in ihr eine neue und motivierte Einsatzleiterin gefunden.

Sie hat die Zusatzqualifikation im Bereich Palliative-Care erworben und ihre neue Aufgabe als hauptverantwortliche Einsatzleitung wahrgenommen.

Pflichtbewusst hat sie die Begleitungen organisiert und sich um die Ausbildung der neuen Hospizhelferinnen und Hospizhelfer gekümmert.

Sie hat sich auch stark für die Öffentlichkeitsarbeit engagiert und regen Kontakt zu anderen Institutionen gepflegt.

Im Jahr 2005 wurde der Ökumenische Hospizverein im Landkreis Miltenberg gegründet, weil man die Hospizarbeit noch mehr verorten wollte. Sie hat dies nach besten Kräften unterstützt.

Da die Einsatzzahlen kontinuierlich anstiegen, musste im Jahr 2011 eine festangestellte Einsatzleitung eingestellt werden.

Seitdem widmet sie sich wieder hauptsächlich der Arbeit als Hospizbegleiterin und kümmert sich rührend um die Schwerstkranken und sterbenden Menschen und deren trauernde Angehörige.

Gemeinsam mit einer Kollegin hat sie daher eine geschlossene Trauergruppe aufgebaut.

Frau Kraft wird als eine hoch engagierte Persönlichkeit beschrieben, die sich mit viel Herzblut um die Nöte anderer Menschen kümmert. Darum ist sie neben ihrer Tätigkeit als Hospizbegleiterin auch im sozialen Bereich sehr aktiv.

Im Jahr 2008 war sie bei der Entwicklung des sogenannten „Martinsladens“ in Miltenberg eine der treibenden Kräfte und ist seither mit hohem Einsatz für die Koordination der im Laden anfallenden Aufgaben zuständig. Der „Martinsladen“ verfolgt das Ziel, noch gute Lebensmittel an bedürftige Menschen zu verteilen.

Und auch der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Miltenberg gehört Frau Kraft an.

Weißer Engel Unterfranken 2018 Ministerin Huml und Frau Kraft - Verleihung in Würzburg am 5. Juli 2018

Hier können Sie das Bild von Frau Kraft herunterladen.

Friedrich Nickel

Herr Nickel hat sich durch seine besondere und liebevolle Fürsorge ausgezeichnet. Seit dem Jahr 1992 pflegt er ununterbrochen seine Ehefrau Ingrid Nickel.

Seine Ehefrau erkrankte 1985 an Lyme-Borreliose. Seither ist sie auf den Rollstuhl und auf zahlreiche Hilfe angewiesen. Ohne zu zögern hat er das Schicksal seiner Ehefrau als Lebensaufgabe angenommen.

Er kümmert sich beispielsweise rührend um die häuslichen Aufgaben und darum, dass seine Frau immer mit den notwenigen Medikamenten versorgt ist.

Herr Nickel weiß, was es bedeutet, Tag und Nacht die Verantwortung zu tragen, rund um die Uhr da zu sein, für alle Belange und Bedürfnisse. Die häusliche Pflege ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit. Man kann ihren Wert nicht oft genug hervorheben und betonen.

Um auch anderen Menschen helfen zu können, hat er gemeinsam mit seiner Ehefrau 1999 das sogenannte „Rollstuhl-Café“ gegründet.

Die Betroffenen und ihre Angehörigen können sich dort gegenseitig austauschen und Mut machen. Auch informative Vorträge organisiert er regelmäßig.

Das Ehepaar Nickel steckt viel Liebe in ihr Café. Daher hat auch seine Frau für dieses Engagement 2015 eine Auszeichnung erhalten.

Leopold Niedermeier

Leopold Niedermeier hat im Jahr 2003 im Stadtverband Würzburg des Maltester Hilfsdienstes mit seiner ehrenamtlichen Tätigkeit begonnen.

Als altgedienter Krankenpfleger wollte er sich auch im Rentenalter nicht zur Ruhe setzen. Durch den Malteser Hilfsdienst hat er sich im Seniorenstift Juliusspital Würzburg engagiert.

Dreizehn Jahre lang hat er sich liebevoll um die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner gekümmert.

Jeden Mittwoch hat er die Bewohnerinnen und Bewohner, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, zur Hauskapelle gefahren. Dank seiner Hilfe konnten sie regelmäßig an der Heiligen Messe teilnehmen.

Schon im Vorfeld besonderer Anlässe und Feste hat er jederzeit zur Verfügung gestanden und geholfen, wo er konnte.

Herr Niedermeier wird als ein sehr gewissenhafter und zuverlässiger Helfer beschrieben, für den Müdigkeit ein Fremdwort war.

Ganz besonders haben ihm auch die sterbenden Bewohnerinnen und Bewohner am Herzen gelegen. Oftmals hatten die Pflegekräfte im Seniorenstift alle Hände voll zu tun. Dann hat er sich zu den Sterbenden gesetzt, um die Betroffenen nicht alleine zu lassen. Mit sehr viel Mitgefühl hat er die Situation der Menschen damit erleichtert.

Im fortgeschrittenen Alter von damals 87 Jahren hat er im Jahr 2016 seine Tätigkeiten für den Malteser Hilfsdienst nieder gelegt.

Selbst in seinem hohen Alter war er 2016 noch ganze 150 Stunden im Seniorenstift Juliusspital Würzburg ehrenamtlich engagiert. Das verdient wirklich Hochachtung.

Nun lebt Leopold Niedermeier selbst im Pflegeheim. Es ist ihm von Herzen zu wünschen, dass auch er auf so liebevoller ehrenamtlichen Helfer trifft, wie er es einst selbst war.

Stefanie Reith

Frau Reith liegen die Seniorinnen und Senioren ihrer Heimatgemeinde Werneck ganz besonders am Herzen. Und dafür macht sie sich seit vielen Jahren auf verschiedenen Ebenen stark.

Zum einen ist sie seit 2003 im Kreisalten- und Pflegeheim Werneck aktiv. Sie kümmert sich mit Leidenschaft darum, die Verbindung zwischen der Gemeindekirche und dem Alten- und Pflegeheim zu erhalten. Daher teilt sie in den Wohnbereichen die Kommunion aus und ist im wöchentlichen Gottesdienst als Lektorin tätig.

Zudem weiß sie sehr gut, dass die Bewohner einer Heimeinrichtung für Abwechslung im Alltag dankbar sind. Jeden Monat veranstaltet sie ein Treffen, mit dem sie die Bewohnerinnen und Bewohner zusammenbringen. Dank dieses Forums können sie sich gegenseitig austauschen, unterhalten oder neu kennenlernen. Denn Kontakte knüpfen und Freundschaften entwickeln ist äußerst wichtig.

Auch den Bewohnerinnen und Bewohnern, die nicht selbstständig zu den Treffen kommen können, ermöglicht sie die Teilnahme, indem sie sie abholt und wieder zurückbringt.

Auch zu Arztterminen außerhalb der Einrichtung begleitet sie die Bewohner.

Des Weiteren organisiert sie gemeinsam mit dem hausinternen Sozialdienst einen jährlich stattfindenden Ausflug für die Senioren.

Ebenfalls seit 2003 ist sie als Leiterin des Seniorenkreises Werneck engagiert. Auch hier plant sie ihre monatlichen Treffen und ist zudem Ansprechpartnerin für den Markt Werneck.

Von 2007 bis 2013 war sie außerdem Mitarbeiterin im Gremium des Seniorenbeirats Markt Werneck. Anschließend wurde sie zur Seniorenbeauftragten für den Markt Werneck ernannt und bringt regelmäßig neue Ideen ein und organisiert gemeindliche Seniorenveranstaltungen.

Erika Rose

Frau Rose geht gerne mit gutem Beispiel voran und hat einen besonderen Blick dafür, wo Seniorinnen und Senioren schnelle und unbürokratische Unterstützung brauchen. Als äußerst aktive Seniorin gehört sie seit 2008 der Seniorenvertretung der Stadt Würzburg an. Von Beginn an hat sie sich sehr für das Thema „Leben und Wohnen im Alter“, sowie für die gerontopsychiatrischen Erkrankungen engagiert.

Sie war seit 2008 eine der Ersten, die sich für den „Werdenfelser Weg“ eingesetzt hat. Durch dieses Modell sollen unnötige Fixierungen bei Patienten mit dementiellen Erkrankungen vermieden werden. Sie hat sich zur Verfahrenspflegerin ausbilden lassen und unterstützt die Betreuungsrichter dabei, angemessene Lösungen zum Wohl der Patienten zu finden.

Sie ist gelernte Krankenschwester und konnte durch verschiedene Fortbildungen zusätzliche Fertigkeiten erwerben. Seither gilt sie als eine kompetente Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um das Altern. Ihr Wissen wird vor allem bei den Mitarbeitern des Pflegestützpunktes der Region sehr geschätzt.

Ein ganz besonderes Beispiel für ihr herausragendes Engagement ist das von ihr federführend konzipierte Projekt „Eine schöne Zeit“. Gemeinsam mit anderen Helfern hat Frau Rose das Projekt entwickelt, das anderen hochbetagten und alleinstehenden Seniorinnen und Senioren helfen soll, soziale Kontakte zu knüpfen und sie zu aktivieren.

Monatlich finden bis zu drei Tagesausflüge statt. Die Teilnehmer werden von ihrem Team abgeholt und auch wieder sicher nach Hause gebracht. Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Anne-Liese-Hof-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Senioren.

Darüber hinaus hat sie bereits vor über zehn Jahren die rechtliche Betreuung für eine geistig behinderte Frau übernommen und kümmert sich seitdem sehr umsichtig und mit großem Einsatz um ihre Bedürfnisse.