Die Bühne bei einer Veranstaltung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Weißer Engel - Laudationes Unterfranken

Am 13. Mai 2022 hat Staatsminister Klaus Holetschek in Unterfranken den "Weißen Engel" an beispielgebende Personen verliehen, die sich langjährig und regelmäßig im Gesundheit- und/oder Pflegebereich ehrenamtlich engagiert haben.

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Hannelore Burger

Sie hat sich über 23 Jahre im Besuchsdienst der evangelischen Kirchengemeinde Gleisenau und in der katholischen Pfarrgemeinde Ebelsbach engagiert.

Bis 2018 hat Frau Burger Ihre Mitmenschen in den Krankenhäusern Haßfurt, Bamberg und Schweinfurt sowie in den umliegenden Alten- und Pflegeheimen besucht.

Das ausschlaggebende Ereignis, das sie dazu bewegt hat, war die Erkrankung Ihrer Schwiegermutter. Sie musste eine lange Zeit im Krankenhaus verbringen und bei dieser Gelegenheit ist ihr bewusstgeworden, wie wichtig Besuche und Abwechslung für die Patientinnen und Patienten ist. Der Alltag in den Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen kann sich sehr in die Länge ziehen und auch eintönig sein.

Frau Burger hat das klar erkannt und sich deshalb im ehrenamtlichen Besuchsdienst engagiert. Sie hat den Betroffenen ihre wertvolle Zeit geschenkt, Gespräche geführt, zugehört und schöne Nachmittage miteinander verbracht. Sie hatte stets eine sehr gute Verbindung zu den Menschen und gilt als sehr angenehme Zeitgenossin. Um den Menschen eine kleine Freude zu bereiten, hat sie häufig Blumen, Bücher oder Karten mitgebracht. Zudem hat sie halbjährig an Schulungen des Seelsorge-Teams im Bamberger Krankenhaus teilgenommen.

Frau Burger hat über Jahre hinweg sehr viel Zeit und Mühe in Ihr Ehrenamt investiert.

Verleihung Weißer Engel Unterfranken 13.05.2022, Hannelore Burger

Waltraud Burger

Leider konnte Frau Burger ihre Auszeichnung nicht persönlich entgegen nehmen. Stellvertretend waren Frau Ursula Weber, Geschäftsführerin der HALMA e.V. und Kathrin Wüst, Mitarbeiterin der HALMA e.V. anwesend.

Frau Burger hat als gelernte Krankenschwester im Zuge ihrer beruflichen Tätigkeit erfahren, wo die individuellen Schwierigkeiten von älteren Patientinnen und Patienten liegen können. Gerade auch solche, die über den medizinischen Bereich hinausgehen.

Aus dieser Erfahrung heraus, ist Frau Burger 1997 dem HALMA Helferkreis beigetreten. Dieser besteht aus ehrenamtlichen Alltagsbegleitern, die sich für ältere Menschen mit Demenz, Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen einsetzen. Ziel des Helferkreises ist es, die Lebensqualität der Betroffenen zu sichern und einen möglichst langen Verbleib in der gewohnten häuslichen Umgebung zu ermöglichen.

Frau Burger hat im Lauf der Zeit viele Menschen begleitet und entlastet. Häufig über mehrere Jahre hinweg bis zum Lebensende der Betroffenen. Sie unternimmt mit ihnen gemeinsame Spaziergänge, macht kleinere Gymnastikübungen, kocht mit ihnen oder sorgt einfach nur für Unterhaltung. Besonders für die pflegenden Angehörigen ist sie eine große Stütze und Entlastung. Ihr Ehrenamt ist für Burger eine wahre Herzensangelegenheit. Sie kümmert sich gerne und ist stets verlässlich. Zudem nimmt sie regelmäßig an Fortbildungen teil und vertritt den HALMA Helferkreis auch öffentlich.

Frau Burger hat zusätzlich eine längere Zeit ihre demenzkranke Schwiegermutter betreut und gepflegt. Diese Aufgabe hat sie mit einer Selbstverständlichkeit angenommen, die hoch anerkennenswert ist. Ihren Ehemann unterstützt Sie ebenfalls tatkräftig bei der Leitung seiner Wandergruppe des TSV Gerbrunn. Zu guter Letzt war sie als Gemeinderätin in Ihrer Heimat Gerbrunn aktiv.

Frau Burger leistet Herausragendes und hat sich durch ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten auszeichnungswürdige Verdienste erworben.

Sieglinde Gloser

Frau Gloser, kümmert sich seit über 30 Jahren in herausragender Art und Weise um alleinstehende Seniorinnen und Senioren.

Uneigennützig leistet sie in Ihrer Heimat wertvolle Unterstützung in der Krankenpflege. Als gelernte Krankenschwester ist Frau Gloser mit den Aufgaben bestens vertraut und wendet ihre Fähigkeiten ehrenamtlich an.

Sie übernimmt die Pflege schwerkranker Menschen und unterstützt ältere Menschen, die nicht mehr mobil sind. Sie erledigt aber auch Einkäufe für sie oder verbringt Zeit mit ihnen. Regelmäßig besucht sie die Betroffenen Zuhause. Ihre eigenen Interessen stellt sie dafür häufig zurück. So hat sie zuletzt häufiger bei einer Seniorin übernachtet, die nicht mehr alleine bleiben konnte.

Weiterhin besucht sie regelmäßig die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheims Gemünden und widmet ihre Zeit besonders denjenigen, die keine Angehörigen mehr haben. Von ihnen wird sie immer schon sehnsüchtig erwartet und freudig empfangen. Sie geht mit den Menschen spazieren, unterstützt beim Essen und hat jederzeit ein offenes Ohr für Anliegen, Sorgen und Gespräche.

Nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch das Pflegepersonal schätzt ihre Anwesenheit sehr. Bei pflegerischem Notstand unterstützt sie häufig bei der Betreuung ihrer vertrauten Bewohner.

Zusätzlich ist sie in der Klosterkirche Schönau aktiv und gilt dort als die „gute Seele“. Sie organisiert beispielsweise das Klosterfest und den Blumenschmuck für die Kirche.

Ingeborg Keßler

Das ehrenamtliche Engagement von Frau Keßler ist sehr vielfältig. Sie hat sich sowohl auf kommunaler Ebene, wie auch im gesundheitlichen und sozialen Bereich engagiert.

Das Wohl ihrer Mitmenschen und das gesellschaftliche Leben ist ihr sehr wichtig. Sie war unter anderem 1. Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes Bad Königshofen, Mitglied der Kirchenverwaltung, Stadträtin, Mitglied im Kreistag des Landkreises Rhön-Grabfeld sowie ehrenamtliche Richterin.

Sozial engagiert war sie in der St. Peter Caritas Sozialstation, im Katholischen Frauenbund, Leiterin des Krankenhausbesuchsdienstes der Region Rhön sowie Gründungsmitglied der Bad Neustädter Tafel.

Ihr kommunales Wirken wurde bereits 2009 mit der Kommunalen Verdienstmedaille gewürdigt.

Im Vordergrund dieser Auszeichnung steht aber eine andere großartige Leistung und zwar die Pflege ihres Ehemannes Herbert Keßler.

Herr Keßler erlitt 2012 seinen ersten schweren Schlaganfall und ist seither voll auf Ihre Unterstützung und Pflege angewiesen. Aufopferungsvoll kümmert sie sich tagtäglich, rund um die Uhr um ihren Mann, ist für alle Belange des täglichen Lebens da. Sie unterstützt ihn und leistet dabei Großartiges. Es ist für sie selbstverständlich, ihre eigenen Interessen und Wünsche hintanzustellen.

Die häusliche Pflege verlangt viel Kraft und Energie. Sie gibt jeden Tag ihr Bestes, um die Lebensqualität ihres Mannes zu verbessern und aufrechtzuerhalten. Ihre Pflegeleistung ist in hohen Maße anerkennenswert.

Gudrun Kretschmer

Frau Kretschmer ist Gründungsmitglied des 1997 eröffneten Erhard-Klement-Hauses in Maßbach. Mit dieser Einrichtung wurde ein wichtiges Pflegeangebot im ländlichen Raum erschaffen. Es wird von älteren und pflegebedürftigen Menschen in Anspruch genommen und dient als Entlastungsangebot für pflegende Familienangehörige. Diese erhalten dadurch die Möglichkeit, vom belastenden Alltag eine Pause zu haben. Zudem bietet das Erhard-Klement-Haus betreutes Wohnen an.

Seit Beginn kümmert sie sich um die Einrichtungsbesucher, veranstaltet Spielenachmittage oder unternimmt Spaziergänge. Seit einigen Jahren leitet sie zusätzlich die musikalische Umrahmung des katholischen und evangelischen Gottesdienstes im Erhard-Klement-Haus. Auch bei Festen und Feiern übernimmt sie gerne die musikalische Begleitung und spielt alte Schlager und Volkslieder zum Mitsingen und auch zum Mitsummen. In Kooperation mit den Pfarrern gestaltet sie die Gottesdienste und Programmplanung mit. Egal wo sie gebraucht wird, sie ist da und unterstützt bei jeglichen Aufgaben. In der Adventszeit organisiert sie an den Samstagen Lesungen von Weihnachtsgeschichten und Gedichten.

Seit der Corona-Pandemie konnte sie Ihr Ehrenamt bisher leider nicht fortführen, freut sich aber sehr darauf, wieder regelmäßig das Erhard-Klement-Haus besuchen zu können.

Zudem pflegt sie seit einiger Zeit zuhause Ihren Ehemann. Er ist durch eine Demenzerkrankung auf ihre vollumfängliche Hilfe und Unterstützung angewiesen.

Frau Kretschmer leistet einen wichtigen Beitrag zur pflegerischen Versorgung im ländlichen Raum und kümmert sich in vorbildlicher Weise um die pflegebedürftigen Menschen und um ihren Ehemann.

Peter Pfeuffer

Er engagiert sich seit 2013 als ehrenamtlicher Familienbegleiter für das Kinderhospiz Sternenzelt in Marktheidenfeld e. V.. Für diese anspruchsvolle Tätigkeit hat er sich speziell ausbilden lassen, um eine angemessene Begleitung bieten zu können. Er besucht die schwerstkranken und sterbenden Kinder und schenkt ihnen ihre Zeit und Aufmerksamkeit. Den betroffenen Eltern ermöglicht er während seiner Anwesenheit eine kleine Auszeit, um ihre eigenen Gedanken zu sammeln oder einmal kurz abschalten zu können. Ihre Kinder wissen die Eltern währenddessen in bester Gesellschaft. Er kümmert sich liebevoll um sie und baut stets schnell Vertrauen auf.

Die Arbeit für den Verein ist alles andere als einfach und verlangt einem selbst viel ab. Umso wertvoller ist es, dass Herr Pfeuffer diese wichtige Aufgabe übernimmt.

Zu seiner Tätigkeit gehört auch, monatlich an den Austauschtreffen der ehrenamtlichen Helfer teilzunehmen. Der Austausch mit den Ehrenamtlichen ist wichtig und gibt auch ihm die Möglichkeit, Kraft zu tanken und über das erlebte zu sprechen.

Über seine eigentlichen Aufgaben hinaus unterstützt er den Verein bei Infoabenden oder bei handwerklichen Tätigkeiten im Haus. Er bringt sich überall ein, wo er gebraucht wird.

Er ermöglicht für eine kurze Zeit glückliche Kinderaugen und entlasten die Eltern maßgeblich.

Lana Rebhan

Es sind nicht ausschließlich die Erwachsenen, die von der Pflege ihrer Angehörigen betroffen sind. Auch Kinder und Jugendliche machen Erfahrung mit häuslicher Pflege und müssen lernen mit den speziellen Sorgen, Ängsten und auch mit der Belastung zu leben.

Seit 2012 ist ihr nierenkranker Vater auf Unterstützung im Alltag angewiesen. Sie hat frühzeitig damit begonnen, ihre Mutter tatkräftig zu unterstützen und große Verantwortung zu übernehmen.

Sie war bereits im Kindesalter starker Belastung ausgesetzt und hat ihre eigenen Interessen oftmals zurückgestellt. Dabei hat sie schnell gemerkt, dass sie nicht alleine ist. Mit 14 Jahren hat sie eine eigene Website gegründet – die „Young Carer Hilfe“ – also die „jungen Pflegenden“, um anderen Kindern und Jugendlichen in derselben Situation zu helfen.

Sie informiert im Internet über Hilfsangebote, teilt Flyer, Broschüren, Fotos und Erfahrungsberichte anderer Young Carer. Sie hat sehr viel Arbeit, Energie und Herzblut in die kostenfreie Website investiert. Und es hat sich gelohnt. Denn sie gibt dadurch vielen Kindern und Jugendlichen Mut, Hoffnung und eine Anlaufstelle für ihre Sorgen als pflegende Angehörige.

Im Rahmen der Young Carer beteiligt Sie sich an etlichen Medienbeiträgen und Projekten, unter anderem auch am vom Pflegeministerium geplanten Fachtag zum Thema Young Carer im Herbst.

In solch jungem Alter eigenständig eine Anlaufstelle für Hilfe aufzubauen, anderen das Gefühl zu vermitteln „Ihr seid nicht allein“, das ist äußerst bemerkenswert und verdient Anerkennung.

Das Thema Pflege ist enorm wichtig und mit ihrem Engagement zeigt Sie, dass wir die betroffenen Kinder und Jugendlichen nicht vergessen dürfen.

Rudolf Schmitt

Herr Schmitt ist leider vor kurzem verstorben. Seine Töchter Bianca Ruder und Kerstin Walker waren stellvertretend für ihren Vater anwesend um die Auszeichnung entgegen zu nehmen.
Wir wünschen den Hinterbliebenen unser aufrichtiges Beileid.

 

Herr Schmitt hat sich in vielfältiger Weise engagiert. Aber seine „ehrenamtliche Heimat“ war zweifellos die Deutsche Rheuma-Liga. Er war zehn Jahre lang der 1. Vorsitzende der Arbeitsgruppe Schweinfurt der Deutschen Rheuma-Liga des Landesverbandes Bayern.

Seinem großen Engagement ist es zu verdanken, dass die Anzahl der Mitglieder in dieser Zeit erheblich angestiegen ist. Herr Schmitt hat sein gesamtes Wissen und seine Kompetenz der Vereinsarbeit gewidmet und dadurch das Angebot für Menschen mit Rheumaerkrankungen erheblich verbessern können. Er stand den Betroffenen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite, hat gesundheitliche Fragen beantwortet und sämtliche organisatorische Aufgaben übernommen. Er hat unzählige Gymnastikgruppen, Funktionstraining-Einheiten sowie Beratungs- und Bewegungsangebote realisiert.

Darüber hinaus war Herr Schmitt über zehn Jahre lang Mitglied des Behindertenbeirats der Stadt Schweinfurt. Der Beirat war fest mit dem Namen Rudolf Schmitt verbunden. Er hat sich tatkräftig für alle Belange der Menschen mit Behinderung eingesetzt.

Zusätzlich war er lange Zeit beim Runden Tisch der Krankenkassen in Unterfranken aktiv. Er war dort der Selbsthilfevertreter und stand für die regionalen Selbsthilfegruppen ein.

Der Zeitaufwand den Herr Schmitt für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten aufgewendet hat, glich eher einer Ganztagsarbeit. Er war jederzeit mit ganzem Herzen dabei und hoch motiviert.

Es ist sehr bedauerlich, dass Herr Schmitt seine persönliche Ehrung nicht selber erleben konnte. Stellvertretend durften seine beiden Töchter, Frau Ruder und Frau Walker den Weißen Engel annehmen.

Winfried Schulz

Herr Schulz hat im Jahr 1997 den Förderverein krebskranker Kinder Hambach mitgegründet und war seither bis März 2022 zweiter Vorsitzender.

Ziel des Vereins ist es, krebskranke Kinder und deren Familien, aber auch Vereine, Einrichtungen, Behindertenwerkstätten, Krankenhäuser und Forschungsarbeiten finanziell zu unterstützen. Die Fördergelder gehen beispielsweise an die Krebsforschung des Universitätsklinikums Erlangen, Elterninitiative krebskranker Kinder Erlangen, Brückenteam Erlangen, Kinderhospiz in Würzburg sowie an das Elternhaus McDonald in Erlangen und in Würzburg. Durch die Unterstützung des Fördervereins sind vielfältige Angebote und Hilfeleistungen möglich.

Er selbst hat im Förderverein viele organisatorische Aufgaben übernommen. Hauptsächlich kümmerte er sich um die Planung und Durchführung des „Ringstraßenfestes“. Das erste „Ringstraßenfest“ fand bereits 1987 statt. Er hat die Einkäufe organisiert, sich um die Helfereinteilung, die Musik und das Rahmenprogramm gekümmert. Durch das Ringstraßenfest und weitere Vereinsaktivitäten wird jährlich eine erhebliche Summe eingenommen, welche zugunsten schwerkranker Kinder an Institutionen und Familien gespendet wird. Zuletzt konnten bis Dezember 2021 ca. 680.000 € eingenommen und gespendet werden. Er lässt es sich nicht nehmen, auch noch die Spendenschecks selbst zu überreichen.

Darüber hinaus hat sich Herr Schulz um die Mitgliederversammlungen des Vereins gekümmert. Er gilt als sehr fleißiger, zuverlässiger und ehrlicher Teil des Fördervereins. Ohne ihn und seinen zeitintensiven Einsatz wäre der Förderverein nicht der, der er ist.

Durch seine Vereinsarbeit und durch sein persönliches Engagement trägt er einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung krebskranker Kinder bei.

Anita Zehfuß

Sie zeichnet sich ganz besonders durch Ihre Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe aus. Seit über 30 Jahren besucht sie regelmäßig ältere und kranke Mitbürgerinnen und Mitbürger Zuhause und im Pflegeheim. Frau Zehfuß weiß, dass Menschen, die älter oder krank sind, die alleine leben oder auch einen Angehörigen von aus Zuhause pflegen in soziale Isolation geraten können.

Durch ihre ruhige, einfühlsame und aufmunternde Art ist sie ein beliebter und gern gesehener Gast. Sie hört zu, führt Gespräche und spendet Trost. Je nachdem, wie es die Situation gerade erfordert. Sie ist eine große Bereicherung für ihre Mitmenschen der Gemeinde Wollbach.

Darüber hinaus hat sie jahrelang bei Blutspende-Terminen Unterstützung geleistet. Frau Zehfuß hat sich um die Verpflegung vor Ort gekümmert und beim Auf- und Abbau geholfen. Gemeinsam mit Ihrem Ehemann hat Sie 1992 die Tschernobylhilfe Wollbach initiiert. Zwei Jahre später gründeten sie den Verein „Kinder aus Shitkowitschi – Hilfe nach Tschernobyl“ in Wollbach. Der gemeinnützige Verein leistet humanitäre Hilfe für Opfer der Reaktorkatastrophe. Seit 1992 war sie im Lauf der Jahre Gastmutter von insgesamt 51 Tschernobylkindern und 3 Erwachsenen.