Presse­mitteilung

Huml begrüßt Hebammen-Vorschlag von Gröhe

Bayerns Gesund­heits­mi­nis­terin: Lang­fristige Lösung des Haft­pflicht­pro­blems notwendig

Bayerns Gesund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml begrüßt den jüngsten Vorstoß von Bundes­ge­sund­heits­mi­nister Hermann Gröhe zur Lösung der Haft­pflicht­pro­bleme von Hebammen. Huml betonte am Mittwoch: "Es ist wichtig, dass die Hebammen auch künftig die Versi­che­rungs­kosten bezahlen können. Das gilt auch für freie Hebammen, die nur wenige Geburten begleiten."

Die Minis­terin fügte hinzu: "Ich unter­stütze deshalb die von Hermann Gröhe vorge­schlagene Über­gangs­re­gelung. Klar ist dabei, dass wir eine lang­fristige Lösung brauchen."

Der Bundes­ge­sund­heits­mi­nister hatte unter anderem bekräftigt, dass die zum 1. Juli 2014 ange­kün­digten Prämi­en­er­hö­hungen der Haft­pflicht­ver­si­cherung zeitnah durch eine Anpassung der Vergütung der Hebammen berück­sichtigt werden müssen. Die Kran­ken­kassen sollen als kurz­fristig wirksame Maßnahme zusätzlich gesetzlich verpflichtet werden, für Geburts­hil­fe­leis­tungen, bei denen typi­scher­weise nur wenige Geburten betreut werden, über die bei Prämi­en­stei­ge­rungen übliche Anpassung hinaus Mittel bereit­zu­stellen, um die Vergütung ange­messen zu erhöhen.

Huml unter­strich: "Hebammen sind unver­zichtbare Start­helfer ins Leben. Deshalb wird Bayern den weiteren Prozess zur Sicher­stellung einer flächen­de­ckenden Geburts­hilfe auf Bundes­ebene konstruktiv begleiten."

Der Frei­staat hatte sich bereits in der Vergan­genheit auf Bundes­ebene erfolg­reich dafür einge­setzt, dass die gestie­genen Kosten für die Berufs­haft­pflicht­prämie von den gesetz­lichen Kran­ken­kassen möglichst ausge­glichen werden. Huml betonte: "Wichtig ist nun, dass die gesetz­lichen Kran­ken­kassen zusätz­liche Mittel bereit stellen, um die Vergütung in der Geburts­hilfe ange­messen zu erhöhen. Bayern wird sich auch künftig für eine Stärkung des Berufs der Hebamme und des Entbin­dungs­pflegers einsetzen."