Presse­mitteilung

Huml dringt auf bessere Arbeits­be­din­gungen in der Pflege – Bayerns Gesund­heits- und Pfle­ge­mi­nis­terin zum „Inter­na­tio­nalen Tag der Pfle­genden“ am 12. Mai

Bayerns Gesund­heits- und Pfle­ge­mi­nis­terin Melanie Huml fordert eine rasche Verbes­serung der Arbeits­be­din­gungen in der Pflege. Huml betonte anlässlich des "Inter­na­tio­nalen Tages der Pfle­genden" am Dienstag: "Der Pfle­ge­beruf muss attrak­tiver werden. Wichtig ist dabei neben einem ange­mes­senen Lohn und einer guten Ausbildung auch mehr Personal."

Die Minis­terin unter­strich: "Gute Pflege muss uns etwas wert sein. Wenn wir mehr Menschen für den Pfle­ge­beruf gewinnen möchten, müssen diese auch ange­messen bezahlt werden. Es darf nicht der Arbeit­geber der Dumme sein, der gerechte Löhne zahlt."

Huml fügte hinzu: "Ich habe deshalb bereits im Juli vergan­genen Jahres im Bundesrat gefordert, im Gesetz Folgendes klar­zu­stellen: Gezahlte Tarif­löhne dürfen im Rahmen von Pfle­ge­satz­ver­hand­lungen von den Kassen und Sozi­al­hil­fe­trägern nicht als unwirt­schaftlich abge­lehnt werden. Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, in Berlin unsere lang­jährige baye­rische Forderung nach einer Berück­sich­tigung der Tarif­löhne für Pfle­ge­kräfte durch­zu­setzen und dass die in Bayern geltende Regelung nun auch bundesweit umge­setzt wird. Diese längst über­fällige Entscheidung der Koalition ist ein klares Bekenntnis für die Pfle­ge­kräfte in diesem Land." In Bayern wird die Tarif­ver­gütung bereits seit 2013 in den Pfle­ge­sätzen von den Pfle­ge­kassen berück­sichtigt.

Die Minis­terin betonte ferner: "Außerdem setze ich mich dafür ein, die Doku­men­ta­ti­ons­pflichten in der Pflege auf das Notwen­digste zu verringern. Denn: Wir brauchen in der Pflege mehr Zeit für die Arbeit an den Menschen."

Huml verwies zudem auf die künftige Nacht­dienst-Regelung für Pfle­ge­heime. Die Minis­terin bekräf­tigte: "Pfle­ge­be­dürftige müssen in Heimen auch in der Nacht ange­messen versorgt werden. Deshalb muss künftig mindestens eine Pfle­ge­kraft für 30 bis maximal 40 Bewohner anwesend sein. Das ist auch wichtig, um eine Über­lastung von Pfle­ge­kräften zu vermeiden."

Die Minis­terin fügte hinzu, mit der Pfle­ge­reform auf Bundes­ebene seien Anfang dieses Jahres sowohl für die Pfle­ge­be­dürf­tigen als auch für die Pfle­ge­kräfte deut­liche Verbes­se­rungen erreicht worden. Huml unter­strich: "Sehr wichtig ist für mich, dass Demenz­kranke noch in dieser Legis­la­tur­pe­riode die gleichen Leis­tungen wie Menschen mit körper­lichen Beein­träch­ti­gungen erhalten. Ferner werden wir darauf achten, dass auch die Pfle­ge­aus­bildung rasch und umfassend refor­miert wird."

Bayern hat bereits die Kampagne "HERZWERKER" ins Leben gerufen, um mehr Fach­kräfte für die Pflege zu gewinnen. In den vergan­genen drei Jahren konnte im Frei­staat die Zahl der Auszu­bil­denden in der Pflege um mehr als 25 Prozent gesteigert werden. Außerdem hat die Staats­re­gierung dafür gesorgt, dass die Schüler für die Alten­pfle­ge­aus­bildung in Bayern kein Schulgeld mehr zahlen müssen – anders als in anderen Bundes­ländern.