Presse­mitteilung

Huml dringt auf bessere Pfle­ge­aus­bildung – Bayerns Pfle­ge­mi­nis­terin: Praxis­an­leitung der Auszu­bil­denden muss gestärkt werden

Bayerns Gesund­heits- und Pfle­ge­mi­nis­terin Melanie Huml unter­stützt die Forderung von Pflege-Auszu­bil­denden nach einer besseren Praxis­an­leitung. Huml betonte am Donnerstag anlässlich des "Junge Pflege Kongresses" in Erding: "Der Pfle­ge­beruf muss für junge Menschen attrak­tiver werden. Deshalb ist es auch wichtig, die Rahmen­be­din­gungen in der Ausbildung weiter zu verbessern."

Der Kongress wurde von der Fach­gruppe Junge Pflege des Deut­schen Berufs­ver­bands für Pfle­ge­berufe orga­ni­siert. Er stand unter dem Motto "Volle Kraft voraus! Mit Schwung die Zukunft der Pflege gestalten".

Die Minis­terin verwies in einem Grußwort darauf, dass sie Anfang Oktober einen Fünf-Punkte-Plan für eine bessere Ausbildung in der Alten­pflege vorgelegt hat. Zu den Zielen zählt auch eine bessere Anleitung in der prak­ti­schen Ausbildung. Huml bekräf­tigte: "Wir können es uns nicht leisten, moti­vierte junge Menschen für den Beruf zu verlieren. Daher müssen wir Wege finden, den soge­nannten Praxis­schock zu mildern."

Noch im November soll der Landes­pfle­ge­aus­schuss den Start­schuss für eine Arbeits­gruppe geben, die sich mit der Ausbildung in der Pflege befasst. Sie besteht aus Einrich­tungs­trägern, Kosten­trägern, dem Berufs­verband für Pfle­ge­berufe und der Gewerk­schaft Ver.di. Die Arbeits­gruppe soll unter anderem auch Vorschläge unter­breiten, wie eine ausrei­chende Praxis­an­leitung in den Einrich­tungen sicher­ge­stellt werden kann.

Huml unter­strich: "Alle Akteure sind gefordert, zu guten Arbeits­be­din­gungen in der Pflege beizu­tragen. Zufriedene Auszu­bil­dende sind die beste Werbung für den Pfle­ge­beruf und glaub­wür­diger als jede Hoch­glanz­bro­schüre."

Die Minis­terin fügte hinzu: "In den vergan­genen Jahren haben wir in Bayern schon viel erreicht. So hat die HERZ­WERKER-Kampagne zu einer stei­genden Zahl von Auszu­bil­denden geführt. Außerdem wurde das Schulgeld faktisch abge­schafft – und auf unsere Initiative hin hat die Landes­pfle­ge­satz­kom­mission klar­ge­stellt, dass gezahlte Tarif­ver­gü­tungen in den Pfle­ge­sätzen zu berück­sich­tigen sind."