Presse­mitteilung

Huml fordert Nach­bes­se­rungen am e-Health-Gesetz­entwurf – Bayerns Gesund­heits­mi­nis­terin zur Eröffnung des 3. Baye­ri­schen Tags der Tele­me­dizin in Erlangen

Bayerns Gesund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml fordert Nach­bes­se­rungen am Gesetz­entwurf der Bundes­re­gierung für sichere digitale Kommu­ni­kation und Anwen­dungen im Gesund­heits­wesen. Huml betonte am Mittwoch anlässlich der Eröffnung des 3. Baye­ri­schen Tags der Tele­me­dizin in Erlangen: "Für die moderne Gesund­heits­ver­sorgung spielt die Tele­me­dizin schon jetzt eine wichtige Rolle. Jedoch hinken wir bei der Vergütung tele­me­di­zi­ni­scher Anwen­dungen noch hinterher. Aus meiner Sicht geht der Geset­zes­entwurf zum soge­nannten e-Health-Gesetz hier nicht weit genug. Die Einbe­ziehung weiterer Leis­tungen ist unbe­dingt erfor­derlich!"

Die Minis­terin betonte zugleich: "Erfreulich ist, dass der Geset­zes­entwurf wesent­liche Vorschläge der Länder aufgreift. Dazu gehören beispiels­weise verbind­liche Fristen für den Aufbau einer sicheren Tele­matik-Infra­struktur sowie digitale Medi­ka­ti­ons­pläne zur Verbes­serung der Pati­en­ten­si­cherheit. Die Vorarbeit der Länder hat sich also gelohnt!"

Huml ergänzte: "Bayern hat die besondere Bedeutung der Tele­me­dizin schon früh­zeitig erkannt und die Türen für eine moderne Gesund­heits­ver­sorgung geöffnet. So haben wir die Entwicklung inno­va­tiver Projekte mit insgesamt rund 13 Millionen Euro gefördert."

Mit Hilfe der Tele­me­dizin kann in allen Landes­teilen im Frei­staat medi­zi­ni­sches Spezi­al­wissen zur Verfügung gestellt werden. Dabei ersetzt Tele­me­dizin nicht den persön­lichen Arzt-Pati­enten-Kontakt, sondern unter­stützt die ärzt­liche Behandlung vor Ort.

Insbe­sondere die Netz­werke zur Schlag­an­fall­ver­sorgung haben auch weit über die Grenzen Bayerns hinaus Bedeutung erlangt und stellen flächen­de­ckend in ganz Bayern eine wohn­ortnahe und quali­tativ hoch­wertige Schlag­an­fall­ver­sorgung sicher. Eine bereits erfolgte Evalu­ierung eines der baye­ri­schen Schlag­an­fall­netz­werke belegt den Erfolg der Tele­me­dizin für Schlag­an­fall­pa­ti­enten: Die Zahl der Pati­enten, die innerhalb von drei Monaten nach dem Schlag­anfall versterben, in einem Pfle­geheim unter­ge­bracht sind oder eine schwere Behin­derung aufweisen, ist seit Einführung um 10,4 Prozent gesunken.

Anlässlich des 3. Baye­ri­schen Tags der Tele­me­dizin an der Friedrich-Alex­ander-Univer­sität Erlangen-Nürnberg wird in diesem Jahr erst­malig der "Baye­rische Inno­va­ti­ons­preis Gesund­heits­te­le­matik" verliehen. Huml erläu­terte: "Die Verleihung des Preises ist ein High­light. Mit dem Inno­va­ti­ons­preis wollen wir hervor­heben, welche bedeu­tenden Impulse die Tech­no­logie für das Gesund­heits­wesen geben kann. Für den globalen Wett­bewerb in der Tele­me­dizin sind tech­nische Inno­va­tionen und unter­neh­me­ri­scher Mut notwendig. Deshalb ist es sinnvoll, die heutigen Ideen­träger und Gründer in der Gesund­heits­te­le­matik gezielt zu fördern."