Presse­mitteilung

Huml fordert verant­wor­tungs­vollen Umgang mit Präim­plan­ta­ti­ons­dia­gnostik – Bayerns Gesund­heits­mi­nis­terin: Anträge auf Zulassung als PID-Zentrum können jetzt gestellt werden

Bayerns Gesund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml dringt auf einen verant­wor­tungs­vollen Umgang mit der Präim­plan­ta­ti­ons­dia­gnostik (PID). Huml betonte am Freitag: "Ab sofort können im Frei­staat Anträge auf eine Zulassung als PID-Zentrum gestellt werden. Klar muss immer sein: Der Schutz des Lebens hat oberste Prio­rität. Außerdem sollte man sich immer bewusst sein, dass die Unter­su­chung des Embryos eine hohe psychische Belastung für die Eltern darstellt."

Am 1. Januar 2015 ist das baye­rische Gesetz zur Ausführung der Präim­plan­ta­ti­ons­dia­gnos­tik­ver­ordnung in Kraft getreten. Damit kann jetzt auch in Bayern die PID in den vom Bundes­ge­setz­geber zuge­las­senen Fällen durch­ge­führt werden. Das Antrags­for­mular für eine Zulassung als PID-Zentrum sowie weitere Informationen zu den Voraus­set­zungen sind jetzt auf der Homepage des Gesund­heits­mi­nis­te­riums abrufbar (http://www.stmgp.bayern.de/service/pid/index.htm).

Bei der PID werden nach einer künst­lichen Befruchtung Embryonen vor dem Einsetzen in den Mutterleib auf gene­tisch bedingte Erkran­kungen unter­sucht. Die PID darf nach dem Embryo­nen­schutz­gesetz nur erfolgen, wenn aufgrund der gene­ti­schen Veran­lagung der Eltern ein hohes Risiko einer schwer­wie­genden Erbkrankheit für das Kind besteht. Die Unter­su­chung ist auch möglich, wenn es um die Fest­stellung einer schwer­wie­genden Schä­digung des Embryos geht, die mit hoher Wahr­schein­lichkeit zu einer Tot- oder Fehl­geburt führen wird.

Die PID darf nur in dafür zuge­las­senen Zentren vorge­nommen werden. Über die Zulassung der baye­ri­schen PID-Zentren entscheidet das Baye­rische Gesund­heits­mi­nis­terium. Huml erläu­terte: "Damit wird die Zulassung der PID-Zentren nach einheit­lichen Kriterien und Maßstäben gewähr­leistet."