Presse­mitteilung

Huml für besseres Zusam­men­spiel von Kran­ken­häusern und Ärzten – Bayerns Gesund­heits­mi­nis­terin zum Bundes­kon­gress Chir­urgie in Nürnberg: Anstieg der ambu­lanten Opera­tionen ist erfreulich

Bayerns Gesund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml fordert ein besseres Zusam­men­spiel von Kran­ken­häusern und nieder­ge­las­senen Ärzten. Huml betonte am Samstag anlässlich des Bundes­kon­gresses Chir­urgie in Nürnberg: "Nicht die Egoismen der histo­risch gewach­senen Struk­turen, sondern die Bedürf­nisse der Pati­enten müssen im Vorder­grund stehen. Wir brauchen eine offene Debatte darüber, welche Behand­lungen wo am besten aufge­hoben sind. Denn je besser ambu­lante und stationäre Lösungen inein­an­der­greifen, desto besser ist die medi­zi­nische Versorgung für die Zukunft aufge­stellt."

Die Minis­terin begrüßte zugleich, dass die moderne Medizin es erlaubt, immer mehr Opera­tionen ambulant vorzu­nehmen. Huml erläu­terte: "Die Baye­rische Kran­ken­haus­sta­tistik zeigt, dass die Zahl der ambu­lanten Opera­tionen in Bayerns Kliniken sprunghaft ange­stiegen ist – von knapp 62.000 im Jahr 2002 auf mehr als 243.300 (243.342) im Jahr 2014. Hinter diesen Zahlen stehen Menschen, die lieber schnell zu Hause als lange in der Klinik sind."

Eine Absage erteilte die Minis­terin Forde­rungen nach einer bundes­weiten pauschalen Anglei­chung der Arzt­ho­norare im ambu­lanten Sektor. Sie erläu­terte: "Grund des höheren Fall­werts in Bayern ist der höhere Anteil spezia­li­sierter ambu­lanter Behand­lungen – wie zum Beispiel ambu­lante Opera­tionen. Den Grundsatz 'ambulant vor stationär' mit Leben zu füllen, ist nicht nur wirt­schaftlich effi­zient, sondern deckt sich auch mit den Wünschen der aller­meisten Pati­enten."

Huml fügte hinzu: "Ich sage deshalb ganz klar 'Nein' zu einer pauschalen Gleich­ma­cherei. Es muss darauf geachtet werden, welche Leis­tungen von Ärzten erbracht werden. Dabei gilt: Baye­rische Beson­der­heiten müssen auch bei den Hono­raren berück­sichtigt werden!"

Seit 1999 richtet der Bundes­verband Nieder­ge­las­sener Chir­urgen e.V. jährlich den Bundes­kon­gress in Nürnberg aus. Mitt­ler­weile verzeichnet die Veran­staltung regel­mäßig rund 1.100 bis 1.300 Teil­nehmer. Sie ist damit der größte Kongress für nieder­ge­lassene Chir­urgen und Opera­teure in Deutschland.