Presse­mitteilung

Huml lässt Folgen des Flücht­lings­stroms für Gesund­heits­wesen unter­suchen – Bayerns Gesund­heits­mi­nis­terin: Ausschreibung für umfang­reiches Gutachten gestartet

Bayerns Gesund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml lässt die mittel­fris­tigen Folgen der Ankunft zahl­reicher Flücht­linge im Frei­staat für die medi­zi­nische Versorgung prüfen. Huml betonte am Sonntag: "Es wird ein umfang­reiches Gutachten zu diesem Thema geben. Die euro­pa­weite Ausschreibung dafür ist jetzt gestartet."

Die Minis­terin fügte hinzu: "Unser Gesund­heits­system steht ange­sichts der hohen Flücht­lings­zahlen vor großen Heraus­for­de­rungen. Ich möchte genau wissen, was uns erwartet – und wie wir die Weichen richtig stellen können. Wir haben in Bayern eines der besten Gesund­heits­systeme der Welt. Das soll auch künftig so bleiben!“

Das Gutachten ist Teil des Sonder­pro­gramms "Zusam­menhalt fördern, Inte­gration stärken" der Baye­ri­schen Staats­re­gierung. Geklärt werden soll vor allem, welcher zusätz­liche Bedarf an medi­zi­ni­scher Versorgung in Bayern infolge der Zuwan­derung von Asyl­be­werbern entsteht – insbe­sondere bei Kran­ken­häusern, in der Geburts­hilfe sowie in der ambu­lanten ärzt­lichen und psycho­the­ra­peu­ti­schen Versorgung.

Huml unter­strich: "Für eine nach­haltige Gesund­heits­po­litik brauchen wir Zahlen und Fakten. Es geht um Fragen wie:  Mit wie vielen Arzt­be­suchen von Asyl­su­chenden ist zu rechnen? Welches besondere Behand­lungs­an­gebot erfordern die Folgen von Krieg und Migration? Wie kann sich die Versor­gungs­land­schaft in Bayern darauf einstellen? Brauchen wir mehr Personal in der medi­zi­ni­schen Versorgung und mehr Kran­ken­haus­betten?"

Auch die möglichen zusätz­lichen Kosten für die Kran­ken­kassen, die Kommunen und den Steu­er­zahler in Bayern sollen prognos­ti­ziert werden. Die Minis­terin erläu­terte: "In dem Gutachten müssen auch die Blei­be­per­spektive und der mögliche Fami­li­en­nachzug berück­sichtigt werden." Mit Ergeb­nissen wird ab Mitte 2017 gerechnet.