Presse­mitteilung

Huml: Organspende rettet Leben – Bayerns Gesundheitsministerin und DSO informieren über zentrale Veranstaltung zum „Tag der Organspende“ am 4. Juni in München

Die zentrale Veranstaltung zum bundesweiten "Tag der Organspende" findet in diesem Jahr in Bayern statt. Am kommenden Samstag (4. Juni) wird es dabei auf dem Münchner Marienplatz Aktionsstände sowie ein interessantes Bühnenprogramm mit Musik und Diskussionsrunden geben. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und einem Vertreter der Patientenverbände in München hingewiesen.

Huml betonte: "Organspende rettet Leben. Deshalb ist es mein Ziel, möglichst viele Menschen auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen. Wer eine klare Entscheidung trifft und in einem Organspendeausweis dokumentiert, entlastet seine Angehörigen in sehr schweren Stunden."

Huml hatte im März dieses Jahres das "Bündnis Organspende Bayern" gestartet, dem rund 60 Institutionen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft angehören. Ende April folgte eine Organspende-Kampagne der Ministerin auch im Internet, die auf großes Interesse stieß. Beteiligt haben sich daran der Stimmenimitator Chris Boettcher und die Kabarettistin Sissi Perlinger sowie der Komiker Harry G und der YouTube-Star Joyce Ilg.

DSO-Vorstand Thomas Biet unterstrich: "Mit dem 'Tag der Organspende' wollen wir gemeinsam mit allen Partnern informieren und aufklären und möglichst viele Menschen dazu bewegen, eine überlegte Entscheidung auf dem Organspendeausweis zu treffen. Gleichzeitig wollen wir mit Aktionen erlebbar machen, wie wertvoll Organspenden und Transplantationen sind. Die meisten Menschen möchten helfen – und je informierter sie sind, desto eher sprechen sie sich für eine Organspende aus."

Die Vorsitzende des Patientenverbandes Lebertransplantierte Deutschland e.V., Jutta Riemer, die seit 19 Jahren mit einem Spenderorgan lebt, ergänzte: "Für die Patientenverbände ist der Tag der Organspende vor allem ein Tag des Dankes an die Organspender und deren Familien. Das geschenkte Organ ist das größte Geschenk, das wir bekommen konnten – und die Organspende selbst ein beispielloser Akt der Nächstenliebe, dem hohe Anerkennung und Wertschätzung gebührt."

Im Jahr 2015 hatte es 139 postmortale Organspender in Bayern gegeben. Das waren zwar 19 mehr als im Jahr davor. Derzeit warten aber rund 1.500 schwerkranke Menschen im Freistaat auf ein neues Organ. In den ersten vier Monaten 2016 wurden der DSO zufolge nur 37 Organspender in Bayern registriert – das sind 21 weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Insgesamt gab es in Deutschland im vergangenen Jahr 877 postmortale Organspender. In den ersten vier Monaten 2016 spendeten 284 Menschen nach ihrem Tod 965 Organe. Auf der Warteliste für Organspenden befinden sich bundesweit rund 10.200 Menschen. Im vergangenen Jahr starben in Deutschland insgesamt 910 Patienten auf der Warteliste, denen mit einer Transplantation hätte geholfen werden können.

Der "Tag der Organspende" findet am Samstag, 4. Juni 2016, von 10.00 bis 18.00 Uhr unter dem Motto "Richtig. Wichtig. Lebenswichtig." statt. Auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat sein Kommen angekündigt. Traditionell wird der Tag der Organspende mit einem Ökumenischen Dankgottesdienst begonnen.

Weitere Informationen zur Organspende, zum Organspendeausweis sowie zur Kampagne im Internet:

https://www.stmgp.bayern.de/aufklaerung_vorbeugung/organspende/

http://keine-ausreden.bayern/

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und einem Vertreter der Patientenverbände über den

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und einem Vertreter der Patientenverbände über den "Tag der Organspende" informiert (v. l.): Peter Schlauderer, Vertreter des Patientenverbandes Lebertransplantierte Deutschland e.V., Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Melanie Huml, Thomas Biet, Vorstand der DSO.