Presse­mitteilung

Huml: Pallia­tiv­me­di­zi­nische Versorgung in Mittel­franken weiter verbessert – Neues Angebot in Nürnberg

Die Versorgung schwerst­kranker und ster­bender Menschen in Mittel­franken wird weiter verbessert. Bayerns Gesund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml hat jetzt den offi­zi­ellen Start­schuss für einen neuen pallia­tiv­me­di­zi­ni­schen Dienst am Kran­kenhaus Martha-Maria in Nürnberg gegeben. Huml betonte am Donnerstag: "Es ist mir ein großes Anliegen, schwerst­kranken Menschen ein würdiges und möglichst schmerz­freies Leben bis zuletzt zu ermög­lichen. Eine wohn­ortnahe Versorgung ist für die Betrof­fenen und ihre Ange­hö­rigen sehr wichtig. Ich freue mich deshalb, dass wir künftig auch einen pallia­tiv­me­di­zi­ni­schen Dienst am Kran­kenhaus Martha-Maria haben werden."

Die Minis­terin fügte hinzu: "Pallia­tiv­me­di­zi­nische Dienste sind stati­ons­über­greifend im Kran­kenhaus tätig. Speziell geschulte Ärzte, Pfle­ge­kräfte und weitere Fach­kräfte kümmern sich mit mensch­licher Wärme und großer Fach­kenntnis um die Menschen und ihre Ange­hö­rigen."

Für Huml ist der Ausbau der Palliativ- und Hospiz­ver­sorgung der humane Gegen­entwurf auf die Forderung nach aktiver Ster­be­hilfe oder Beihilfe zur Selbst­tötung: "Menschen, die die besondere Betreuung einer pallia­tiv­me­di­zi­ni­schen Versorgung erleben, verspüren weniger das Bedürfnis nach Ster­be­hilfe. Ziel ist ein Mehr an Lebens­qua­lität in der letzten Lebens­phase, indem Schmerzen oder andere Symptome wie Atemnot gelindert werden."

Derzeit gibt es an insgesamt 96 Kran­ken­häusern in Bayern stationäre pallia­tiv­me­di­zi­nische Versor­gungs­struk­turen. 48 Kran­ken­häuser verfügen über eine Pallia­tiv­station. Sechs Kran­ken­häuser haben sowohl eine Pallia­tiv­station als auch einen pallia­tiv­me­di­zi­ni­schen Dienst. 48 Kran­ken­häuser haben ausschließlich einen pallia­tiv­me­di­zi­ni­schen Dienst.

Allein in Nürnberg gibt es jetzt drei Angebote der statio­nären Pallia­tiv­ver­sorgung (eine Pallia­tiv­station und zwei pallia­tiv­me­di­zi­nische Dienste). Darüber hinaus gibt es Nürnberg zwei stationäre Hospize, ein Team der spezia­li­sierten ambu­lanten Pallia­tiv­ver­sorgung (SAPV) für Erwachsene und ein SAPV-Team für Kinder.

Im Frei­staat sind insgesamt 36 SAPV-Teams für Erwachsene tätig – davon 18 im länd­lichen Raum sowie vier Teams für Kinder- und Jugend­liche. In diesem Jahr stellt der Frei­staat wieder insgesamt 100.000 Euro für die Anschub­fi­nan­zierung von SAPV-Teams zur Verfügung.

Der Frei­staat unter­stützt zudem den Ausbau statio­närer Hospize mit bis zu 10.000 Euro pro Hospiz­platz. Im statio­nären Bereich verfügt Bayern derzeit über 18 Hospize mit 182 Plätzen sowie ein statio­näres Kinder­hospiz im schwä­bi­schen Bad Grönenbach.