Presse­mitteilung

Huml startete neue Diskussionsreihe „Gespräche in der Rotunde“ – Erstes Thema im Gesundheits- und Pflegeministerium: „Demenz und Selbstbestimmung – gibt es das?“

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat am Donnerstagabend (14. Juli) die neue Diskussionsreihe "Gespräche in der Rotunde" zu Fragen der Gesundheits- und Pflegepolitik gestartet. Zum Auftakt stellte die Ministerin die Selbstbestimmung von Menschen mit Demenz in den Mittelpunkt unter dem Motto:  "Demenz und Selbstbestimmung – gibt es das?". Zu dem Gespräch eingeladen waren Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Staatsminister a.D., Professor für Philosophie und politische Theorie, LMU München, Prof. Dr. Bernd Reuschenbach, Pflegewissenschaftler, Professor an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München und Dr. Sarah Straub, Psychologin, Neurologische Abteilung des Universitätsklinikums Ulm.

Huml betonte anlässlich der Veranstaltung: "Die steigende Zahl an Demenzerkrankungen ist für unsere Gesellschaft eine große Herausforderung. Bayern hat das frühzeitig erkannt und als erstes Bundesland eine eigene Demenzstrategie entwickelt. Es ist mir wichtig das Thema offensiv anzugehen. Denn: Betroffene und Angehörige sollen erfahren, dass sie nicht allein gelassen werden."

Die Ministerin unterstrich: "Der Umgang mit Demenzkranken ist ein zentrales Thema in der aktuellen Gesundheits- und Pflegepolitik. Wir brauchen Konzepte, um die Rahmenbedingungen nach den Bedürfnissen der Demenzkranken zu gestalten. Entscheidend ist, dass Würde und Selbstbestimmung der Betroffenen in allen Phasen der Erkrankung bewahrt bleiben."

Huml ergänzte: "Der allmähliche Verlust geistiger Fähigkeiten durch eine Demenzerkrankung macht vielen Menschen Angst. Für Betroffene und deren Angehörige ist es oft schwierig, mit der Erkrankung offen umzugehen. Klar ist: Diese Ängste müssen wir ernst nehmen. Deshalb möchte ich das Thema in die öffentliche Debatte tragen. Ziel ist es, die Gesellschaft für die Krankheit zu sensibilisieren und für mehr Akzeptanz zu sorgen. So ermöglichen wir Demenzkranken ein Leben in der Mitte unserer Gesellschaft."

Die Selbstbestimmung Demenzkranker ist eines der fünf Leitziele der Bayerischen Demenzstrategie. Mehr Informationen zur Bayerischen Demenzstrategie finden Sie unter

https://www.stmgp.bayern.de/pflege/demenz/.

In Bayern leben gegenwärtig rund 220.000 Menschen mit Demenz. Bis zum Jahr 2020 ist mit einem Anstieg auf circa 270.000 zu rechnen, wenn das Erkrankungsrisiko auf dem bisherigen Niveau bleibt. Bis zum Jahr 2032 würde sich demnach die Zahl der Demenzkranken sogar um mehr als 50 Prozent auf rund 340.000 erhöhen.

An der Diskussionsreihe nahmen teil (v.l.): Prof. Dr. Bernd Reuschenbach, Pflegewissenschaftler, Professor an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München, Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Staatsminister a.D., Professor für Philosophie und politische Theorie, LMU München, Ministerin Melanie Huml und Dr. Sarah Straub, Psychologin, Neurologische Abteilung des Universitätsklinikums Ulm.

An der Diskussionsreihe nahmen teil (v.l.): Prof. Dr. Bernd Reuschenbach, Pflegewissenschaftler, Professor an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München, Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Staatsminister a.D., Professor für Philosophie und politische Theorie, LMU München, Ministerin Melanie Huml und Dr. Sarah Straub, Psychologin, Neurologische Abteilung des Universitätsklinikums Ulm.