Presse­mitteilung

Huml und Scharf würdigen ökolo­gi­sches Enga­gement baye­ri­scher Kran­ken­häuser – Bayerns Gesund­heits- und Umwelt­mi­nis­terium verleihen in München die Auszeichnung „Green Hospital“

Bayerns Gesund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml hat am Mittwoch in München an sieben baye­rische Kliniken die Auszeichnung "Green Hospital Bayern" verliehen. Damit würdigt das Gesund­heits­mi­nis­terium gemeinsam mit dem Umwelt­mi­nis­terium ökolo­gisch vorbild­liche Kran­ken­häuser. Huml betonte: "Ziel ist es, die Idee des nach­hal­tigen Kran­ken­hauses flächen­de­ckend in ganz Bayern zu verwirk­lichen. Bereits jetzt hat eine ökolo­gische Betriebs­führung an unseren baye­ri­schen Kran­ken­häusern einen hohen Stel­lenwert."

Umwelt­mi­nis­terin Ulrike Scharf erklärte: "Die Auszeichnung würdigt das beispiel­hafte Enga­gement der baye­ri­schen Kliniken für die Umwelt. Wir unter­stützen die Kran­ken­häuser im Rahmen der Green-Hospital-Initiative beim Umstieg auf ener­gie­ein­spa­rende und zukunfts­ori­en­tierte Maßnahmen. So wird Spit­zen­me­dizin mit wirt­schaft­lichen und ökolo­gi­schen Aspekten vereint."

Die Auszeichnung ging an das kbo-Isar-Amper-Klinikum München-Ost sowie an das RoMed Klinikum Rosenheim, das Kreis­kran­kenhaus Vils­hofen, die Clinic Neuen­det­telsau, an das Klinikum Kempten, an das Bezirks­kran­kenhaus Kempten und an das Klinikum Augsburg – Kinder­klinik Augsburg/Mutter-Kind-Zentrum Schwaben. Für das Baye­rische Umwelt­mi­nis­terium nahm die zuständige Abtei­lungs­lei­terin an der Veran­staltung im Gesund­heits­mi­nis­terium teil.

Huml unter­strich: "Die heute ausge­zeich­neten Kran­ken­häuser berück­sich­tigen den 'Green-Hospital-Bayern'-Ansatz in vorbild­licher Weise. Bei betrieb­lichen Entschei­dungen spielen nach­haltige ökolo­gische Aspekte eine wesent­liche Rolle. Bemer­kenswert sind die vielen inno­va­tiven und krea­tiven Lösungs­an­sätze der Kran­ken­haus­träger. Sie zielen darauf ab, neben einer best­mög­lichen medi­zi­ni­schen Versorgung für die Pati­enten auch den Klima­schutz und die Ener­gie­ef­fi­zienz umzu­setzen."

Die Green-Hospital-Initiative stärkt das ökolo­gische Enga­gement der baye­ri­schen Kran­ken­häuser mit drei Maßnahmen: Die erste Maßnahme ist eine Best-Practice-Datenbank, die auf der Inter­net­seite des Baye­ri­schen Gesund­heits­mi­nis­te­riums einsehbar ist. Hier können Kran­ken­haus­träger – als Infor­mation für andere – ihre erfolg­reich umge­setzten nach­hal­tigen Projekte präsen­tieren.

Dieses Online-Angebot wird durch einen weiteren Ansatz – den soge­nannten Quick Check – ergänzt. Er ermög­licht eine schnelle Bewertung der Umwelt­aus­wir­kungen eines Kran­ken­hauses. Diese erste Schwach­stel­len­analyse steht Kran­ken­haus­be­treibern als Basis für die Planung konkreter Maßnahmen zur Verfügung. Ein weiterer Baustein ist die Auszeichnung "Green Hospital Bayern".

Scharf erläu­terte: "Die Initiative zielt auf einen besseren Umwelt- und Ressour­cen­schutz ab. Gerade bei Kliniken besteht ein sehr hoher Ener­gie­bedarf. Kran­ken­häuser können durch eine Redu­zierung des Ener­gie­ver­brauchs nicht nur Kosten einsparen, sondern gleich­zeitig auch einen wich­tigen Beitrag zum Klima­schutz leisten."

Schät­zungen zufolge könnten die baye­ri­schen Kran­ken­häuser allein durch ener­ge­tische Verbes­se­rungen jährlich eine mögliche Einsparung von rund einer Million Tonnen CO2 reali­sieren. Bei den Betriebs­kosten könnten so rund 105 Millionen Euro Ener­gie­kosten pro Jahr einge­spart werden. Auch beim Wasser­ver­brauch oder durch Abfall­ver­meidung und -trennung bestehen große Einspar­mög­lich­keiten.

Weitere Informationen zur "Green Hospital Initiative" und zu den ausge­zeich­neten Kliniken finden Sie unter http://www.stmgp.bayern.de/krankenhaus/green_hospital/auszeichnung/index.htm.