Presse­mitteilung

Huml unterstützt Pflegeoasen für Demenzkranke – Studie belegt: Verbesserung des persönlichen Wohlbefindens von Senioren

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat sich heute erfreut über das Ergebnis der wissenschaftlichen Begleitstudie zur Wirkung von Pflegeoasen im Seniorenzentrum Lechrain in Augsburg geäußert. Huml betonte: "Die Studie belegt, dass sich das persönliche Wohlbefinden von Senioren auch dann verbessert, wenn eine fortschreitende Verschlechterung einer demenziellen Erkrankung festgestellt wird. Sie bestätigt auch, dass sich in den baulich und pflegerisch spezialisierten Pflegeoasen eine starke soziale Gemeinschaft herausbildet. Diese Ergebnisstudie habe ich gerne mit rund 15.000 Euro unterstützt."

Rund 18 Monate wurden die Pflegeoasen im Seniorenzentrum Lechrain im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitstudie durch das Berliner Institut für sozialpolitische und gerontopsychiatrische Studien (ISGOS) begleitet. Das Konzept einer Pflegeoase zielt auf eine Betreuung und Pflege von an Demenz erkrankten Personen in einer kleinen Wohngruppe gleichartig erkrankter Menschen ab.

Die Ministerin unterstrich: "Viele Menschen wünschen sich auch im Alter ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden. Dieses Bedürfnis kann in Pflegeoasen weitgehend erfüllt werden. Hier leben Pflegebedürftige in Wohngruppen mit einem zentralen Gemeinschaftsraum in fast familiärer Atmosphäre zusammen. So kann vermieden werden, dass ältere pflegebedürftige Menschen vereinsamen."

Huml ergänzte: "Die zunehmende Anzahl von Menschen mit Demenz ist besorgniserregend. Mit unserer Bayerischen Demenzstrategie erarbeiten wir deshalb für alle Lebensbereiche innovative Ansätze und Lösungen. Daher haben wir unter anderem neue Wohnformen für Menschen mit Demenz geschaffen und spezielle Betreuungsangebote aufgebaut, um die Betroffenen zu unterstützen und deren Angehörige zu entlasten."

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

http://www.stmgp.bayern.de/pflege/demenz/index.htm