Presse­mitteilung

Huml wirbt für neue Nacht­dienst­re­gelung – Bayerns Gesund­heits- und Pfle­ge­mi­nis­terin: Pfle­ge­be­dürftige brauchen zu jeder Zeit Betreuung

Bayerns Gesund­heits- und Pfle­ge­mi­nis­terin Melanie Huml erwartet eine deutlich verbes­serte Betreuung in Pfle­ge­ein­rich­tungen durch die künf­tigen Nacht­dienst-Regeln. Huml betonte am Mittwoch anlässlich eines Gesprächs mit dem Landes­verband der Diakonie in Neuen­det­telsau: „Kein Bewohner darf Angst haben, nicht umfassend umsorgt zu werden. Besonders nachts kann es zum Beispiel zu Unru­he­zu­ständen oder Stürzen kommen. In solchen Momenten ist eine Pfle­ge­kraft der rettende Anker, der einem wieder auf die Beine hilft."

Die Minis­terin fügte hinzu: „Künftig muss in den Einrich­tungen mindestens eine Pfle­ge­kraft für maximal 40 Bewohner als Nacht­dienst anwesend sein. Die Zahl der schwerst­pfle­ge­be­dürf­tigen, multi-morbiden Menschen ist in den statio­nären Einrich­tungen hoch und wird weiter steigen. Gerade während der Nacht werden Pfle­ge­kräfte mit verschie­densten Anfor­de­rungen und beson­deren Problem­si­tua­tionen konfron­tiert. Hier soll keiner allein gelassen werden – auch nicht das Personal.“

Huml unter­strich: „Deshalb halte ich den neuen Nacht­dienst­schlüssel für absolut richtig und notwendig. Denn nur so kann eine umfas­sende Versorgung garan­tiert werden – und somit auch den Ange­hö­rigen das gute Gefühl vermittelt werden, dass sie ihre Liebsten zu jeder Tages- und Nachtzeit in guten Händen wissen."

Die Minis­terin verwies ferner darauf, dass mit dem kommenden zweiten Pfle­ge­stär­kungs­gesetz der neue Pfle­ge­be­dürf­tig­keits­be­griff einge­führt wird. Sie betonte: "Damit wird endlich Demenz­kranken der gleiche Zugang zur Versi­cherung gewährt wie körperlich Beein­träch­tigten."

Huml fügte hinzu: "Aber es bleibt aber noch viel zu tun. So setze ich mich darüber­hinaus für ein neues Pfle­ge­be­ru­fe­gesetz mit gene­ra­lis­ti­scher Pfle­ge­aus­bildung ein, das auch eine einheit­liche und gerechte Finan­zierung der Ausbildung regelt."