Ärztin kommuniziert mit Patientin über den Bildschirm.

Telemedizin-Projekte in Bayern

Einsatz telemedizinischer Verfahren zur Etablierung und Weiterentwicklung innovativer, ortsunabhängiger Betreuungsansätze für Heimbeatmungspatienten - EViVa

Projektbeginn: 2012

Projektziel

Ziel ist es, den Nutzen der Videovisite bei der Betreuung invasiv beatmeter Patienten in der häuslichen Umgebung aufzuzeigen.

Projektbeschreibung

Die Heimbeatmung ist ein Teilgebiet der Intensivmedizin, bei der Patienten aufgrund zeitweiliger oder bleibender Störungen von Nervensystem oder Atemmuskulatur maschinell beatmet werden, aber trotzdem aus der Klinik entlassen wurden. Bei der invasiven Beatmung werden die Patienten über eine Trachealkanüle, die durch den Hals direkt in die Luftröhre führt, beatmet. Die pflegerische Versorgung bei invasiver Beatmung über Trachealkanüle erfordert ein hohes Maß an Verantwortung sowie eine kontinuierliche berufsbegleitende Weiterbildung des Pflegepersonals. Insbesondere in Notfallsituationen können Verunsicherungen und eine falsche Einschätzung der Situation schwere Folgen für den Patienten haben.

Im Projekt soll ein videobasiertes Kommunikationssystem zur interaktiven telemedizinischen Betreuung von Beatmungspatienten zuhause implementiert und evaluiert werden. Mit Hilfe geeigneter Hardware (z.B. Notebook Tablet-PC) kann sich der Patient gemeinsam mit seiner Betreuungs- bzw. Pflegeperson von zu Hause aus im Rahmen einer Videovisite mit einem Spezialisten in Verbindung setzen. In dieser Live-Schaltung kann der Spezialist den Patienten sehen und mit der pflegenden Betreuungsperson den aktuellen Gesundheitszustand des Patienten besprechen. Er kann zudem auch die Einstellungen des Beatmungsgerätes prüfen; falls Änderungen erforderlich sein sollten, kann er dies mit der Betreuungsperson des Patienten klären.

Projektträger

Deutsche Stiftung für chronisch Kranke:

Dr. Thomas Helms

Weiterführende Informationen unter: www.dsck.de