Ärztin kommuniziert mit Patientin über den Bildschirm.

Telemedizin-Projekte in Bayern

Prävention und Motivation am Beispiel von Adipositas - PUMA

Projektbeginn: 2012

Projektziel

Ziel des Vorhabens ist es, die bereits vorhandene Akzeptanz telemedizinscher Feedbacksysteme im Bereich Adipositas auszubauen und einer breiteren Öffentlichkeit zuzuführen. Mit den dabei gewonnenen Daten und Erfahrungen soll die vorhandene Software optimiert und nutzerfreundlich gestaltet werden. Dafür wird die Integration von motivierender Sekundärinformation über das Display des Smartphones für den konkreten Anwendungsfall Adipositas konzipiert. Erfahrungsberichte der Probanden ermöglichen es dann, die individuelle Handhabbarkeit zu verbessern.

Ein weiteres Ziel des Vorhabens ist es, durch die telemedizinische Begleitung und Motivation während des Reha-Aufenthaltes eine erhöhte Compliance und Zielerreichung bei den Patienten zu erwirken. Insbesondere soll in der Post-Reha-Phase ein verbesserter Transfer in den Alltag des Patienten und damit eine Nachhaltigkeit des Therapieerfolges angestrebt werden.

Projektbeschreibung

PUMA ist eine Telemedizinplattform auf der Basis einer bereits bestehenden und etablierten Plattform (COMES®) zum Management von nachhaltig angelegten Lebensstiländerungen am Beispiel Adipositas.

In Kürze:

Ein Proband kontrolliert sein Körpergewicht mittels einer telematisch ertüchtigten Waage, eines interaktiven Smartphones und einer interaktiven medizinischen Datenbank. Die für seine Rehabilitation notwendigen flankierenden Parameter (Bewegungsaktivität, optional Blutdruck und Blutzucker) werden durch additive Sensoren ebenfalls vollautomatisch ermittelt und mit den Gewichtsdaten korreliert. Auf dieser Basis wird ein Assistenzsystem aufgebaut, das je nach gewünschtem Umfang später mit und ohne ärztliche Begleitung in der Lage ist eine wirksame Gewichtskontrolle und Einhaltung eines vereinbarten Zielgewichtes zu ermöglichen.

Das Hauptsteuerungselement zur Gewichtskontrolle ist im Vergleich zu anderen Projekten in diesem Fall nicht ein diätisches Konzept, sondern ein bewegungsgesteuertes Interventionsverfahren zur Anpassung des Kalorienbedarfs an den mechanischen Leistungsbedarf des Probanden.

Projektträger

Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten

Prof. Dr.-Ing. Petra Friedrich