Telemedizin-Projekte in Bayern

Telepsychiatrische Konsultation in mittelfränkischen Krankenhäusern - PSYCHKOM

Projektbeginn: vor 2012

Projektziel

In Kliniken und medizinischen Einrichtungen ohne Psychiatrie soll mit Hilfe der Telemedizin die psychiatrische Versorgungsstruktur verbessert werden.

Projektbeschreibung

Das psychiatrische Zentrum, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Klinikum am Europakanal in Erlangen, zwei lokale Krankenhäuser -Klinikum Fürth und Waldkrankenhaus St. Marien Erlangen- sowie das neurologische Zentrum der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen werden telemedizinisch miteinander vernetzt, um angekündigte, aber auch notfallmäßig internistische Patienten mit psychischer oder neurologischer Symptomatik via Videokonferenz im jeweiligen Zentrum vorzustellen.

Zur telepsychiatrischen Konsultation und Übertragung der klinischen Untersuchung in Form von Video- und Audiodaten wird ein von der Uniklinik Erlangen konzipiertes modulares Telemedizin-System eingesetzt, das auch als Workstation in der täglichen Routine verwendet werden kann. Speziell für die Untersuchungsanforderungen in der Psychiatrie wird eine Software zur exakten Kamerapositionierung entwickelt.

Im psychiatrischen Zentrum in Erlangen wird in der ersten Projektphase der Einsatz telepsychiatrischer Konsilien untersucht und geprüft bevor in der zweiten Projektphase, die lokalen Krankenhäuser an das telepsychiatrische Konsultationsverfahren angeschlossen werden. Die letzte Phase wird die Auswertung des Projektes mit einer Analyse zum gesundheitsökonomischen Nutzen telepsychiatrischer Konsilien enthalten.

Im September 2009 konnte das Projekt erfolgreich beendet werden. Die Ergebnisse der vergleichenden Untersuchung von telepsychiatrischen mit konventionellen Konsilien haben gezeigt, dass nicht nur die Akzeptanz bei den telepsychiatrisch untersuchten Patienten sehr hoch war, sondern auch die Übereinstimmung der Diagnose. Telepsychiatrische Konsultationen können einen wichtigen Beitrag zu einer besseren psychiatrischen Versorgung, insbesondere für einen Flächenstaat, leisten.

Projektträger

Weiterführende Informationen unter: www.mon.de/mfr/klinikumameuropakanal