Patientin mit Impfbuch bei Arzt.

Schutzimpfung: Humanes Papilloma-Virus (HPV)

Informationen für Jugendliche

Publikationen zum Thema

  • Wirksamer Schutz gegen Krebs. Im Alter von 9 bis 14 Jahren gegen Humane Papillomviren (HPV) impfen lassen!

Denkst Du an die erste Liebe?

Nähe und Geborgenheit zu suchen und zu finden ist etwas sehr Schönes und Spannendes.

Durch intime Kontakte können aber auch Krankheitserreger wie HPV, die Humanen Papillomviren, übertragen werden. Diese Viren können verschiedene Krebsarten auslösen. Mit der HPV-Impfung kannst du dich und andere zuverlässig vor Ansteckung schützen.

  • Humane Papillomviren (HPV) sind weit verbreitet und werden meist über sexuelle Kontakte übertragen.
  • Häufig sind HPV-Infektionen harmlos. Bestimmte HPV-Typen können allerdings verschiedene Krebsarten und Genitalwarzen auslösen.
  • Eine rechtzeitige Impfung schützt dich sehr zuverlässig vor HPV-bedingten Krebsarten und deren Vorstufen.
  • Die HPV-Impfung ist empfohlen für Mädchen und Jungen von 9 bis 14 Jahre.
    Je früher desto besser. Sie ist aber auch später noch möglich.

Wie schütze ich mich und andere vor HPV?

Am besten schützt du dich gegen eine HPV-Infektion durch die Impfung. Kondome sind zwar generell wichtig, um dich vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie z.B. AIDS zu schützen – gegen HPV hilft aber die Impfung deutlich besser.

Wenn du alles richtigmachen willst, lass dich schon vor dem „ersten Mal“ impfen. Aber auch später macht eine Impfung noch Sinn, da jeder sexuelle Kontakt eine HPV-Infektion auslösen kann. In Deutschland sind zwei HPV-Impfstoffe verfügbar. Einer der beiden Impfstoffe schützt gegen mehr krebsauslösende HPV-Typen und zusätzlich vor Genitalwarzen.

Lass dich von deiner Ärztin oder deinem Arzt beraten.

Besonders gut: Wenn du dich nicht infizierst, kannst du die Infektion auch nicht weitergeben und schützt damit auch deinen Freund oder deine Freundin

Was kann ich sonst für meine Gesundheit tun?

Eine Impfung gegen HPV ist der sicherste Schutz vor einer Ansteckung mit HPV und die möglichen Folgen.

Die folgenden Empfehlungen sind wichtig für deine Gesundheit, können jedoch keine HPV-Impfung ersetzen:

  • Allen Jugendlichen wird die kostenlose Vorsorgeuntersuchung J1 (mit 12 bis 14 Jahren) empfohlen. Einige Krankenkassen erstatten auch die zusätzliche U-Untersuchung U11 (mit 9 bis 10 Jahren) sowie die weitere Vorsorgeuntersuchung für Jugendliche: die J2 im Alter von 16 bis 17 Jahren. Deine Jugendärztin oder dein Jugendarzt prüft, ob du gesund bist und dein Impfschutz vollständig ist.
  • Für Mädchen und junge Frauen gibt es später außerdem die jährlichen frauenärztlichen Früherkennungsuntersuchungen. Diese sind auch nach der Impfung sehr wichtig. Das frühe Erkennen von Krankheiten und Krebsvorstufen erhöht die Heilungschancen deutlich.
  • Kondome können dich vor allem vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, wie HIV-Infektionen bzw. AIDS, Hepatitis B-/C- und Chlamydien-Infektionen schützen, aber weniger gut vor HPV.

Welche Krankheiten können noch von HPV ausgelöst werden?

Übertragen werden die Viren hauptsächlich beim Geschlechtsverkehr. Oft bleibt die HPV-Infektion unbemerkt und heilt ohne Behandlung aus. Allerdings gibt es auch HPV-Infektionen, die zu Krebserkrankungen oder Genitalwarzen führen.

In Deutschland erkranken jährlich ca. 6.250 Frauen und ca. 1.600 Männer an Krebs durch HPV.