Chirurg wäscht seine Hände.

Infektionsmonitor Bayern

Das bayerische Gesundheitsministerium informiert Sie zu aktuellen Infektionskrankheiten und klärt Sie über Schutzmaßnahmen auf.

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Neuartiges Coronavirus (Sars-CoV-2)

Coronavirus in Bayern

MERS Coronavirus, Quelle: NIAID
Coronavirus, Quelle: NIAID

Lungenentzündungen durch ein neuartiges Coronavirus

Seit Dezember 2019 sind in der chinesischen Stadt Wuhan mehrere Fälle einer Lungenerkrankung aufgetreten. Im Verlauf wurde eine Infektion mit einem neuartigen Coronavirus (2019-nCoV, neue Bezeichnung: Sars-CoV-2) nachgewiesen.

Am 27. Januar 2020 wurde erstmals ein Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt. Insgesamt beläuft sich die Zahl der gemeldeten Fälle in Bayern auf 14 (Stand: 21. Februar 2020, 13:00 Uhr).

Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, wird von der „Task Force Infektiologie“ des LGL und vom Robert Koch-Institut (RKI) derzeit als gering erachtet.

Bayern ist durch die Task Force Infektiologie gut vorbereitet: In Alarmplänen sind zum Beispiel der Ablauf der Meldewege im Krankheitsverdachtsfall und die Ermittlung von Kontaktpersonen genau geregelt. Die bayerischen Gesundheitsbehörden stehen dabei in engem Kontakt mit dem Bund und den anderen Bundesländern.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt in der gegenwärtigen Situation, in der die meisten Fälle im Zusammenhang mit einem Aufenthalt im Risikogebiet oder lokalen Clustern (lokale Häufungen) auftreten, eine Eindämmungsstrategie. Die massiven Anstrengungen auf allen Ebenen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) verfolgen das Ziel, einzelne Infektionen so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus dadurch so weit wie möglich zu verhindern. Um das zu erreichen, müssen Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrochen werden. Dies gelingt nur, wenn Kontaktpersonen von labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen möglichst lückenlos identifiziert und für 14 Tage (maximale Dauer der Inkubationszeit) in häuslicher Quarantäne untergebracht werden. In diesen 14 Tagen ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt, um rasch zu handeln, falls Symptome auftreten sollten.

Hotline

Für besorgte Bürgerinnen und Bürger wurde eine Hotline eingerichtet:

Coronavirus-Hotline: 09131 6808-5101

Einreise aus China

Flugreisende aus China werden nach ihrer Ankunft in Bayern und Hessen seit 15. Februar 2020 noch genauer als bisher nach einem möglichen Coronavirus-Kontakt befragt. Ein entsprechendes Verfahren hatte das Bundesgesundheitsministerium auf Grundlage von Empfehlungen des EU-Gesundheitsministerrats angeordnet. Aktuell gibt es Direktflüge aus China nur nach Bayern und Hessen.

Konkret werden Flugreisende aus China befragt, ob sie Kontakt mit Coronavirus-Infizierten hatten oder sich im Infektionsgebiet aufgehalten haben. Der Bund hat dazu die aus China (einschließlich Hongkong und Macau) ankommenden Fluggesellschaften verpflichtet, zusätzlich zur bisherigen Aussteigekarte eine aus drei Fragen bestehende Selbstauskunft auszufüllen, die gemeinsam mit einem mehrsprachigen Informationsblatt an Bord verteilt werden muss.

Bereits jetzt sind Flugkapitäne verpflichtet, Personen an Bord zu melden, die offensichtlich krank sind oder eine ansteckende Krankheit haben könnten. Mit der Selbstauskunft erhält die Flugzeugbesatzung eine zusätzliche Entscheidungshilfe für eine solche Meldung. Sollte eine solche Person gemeldet werden, wird der Medizinische Dienst am Flughafen informiert, ein Arzt untersucht den Passagier an Bord und entscheidet über das weitere Vorgehen.

Hygiene

Um die Ausbreitung übertragbarer Atemwegserkrankungen allgemein zu vermeiden, sollten eine gute Händehygiene und Abstand zu Erkrankten eingehalten sowie auf eine Husten- und Nies-Etikette geachtet werden: Halten Sie beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen und drehen Sie sich weg. Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch. Verwenden Sie dies nur einmal und entsorgen es anschließend in einem Mülleimer mit Deckel. Ist kein Taschentuch griffbereit, sollten Sie sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten und sich von anderen Personen abwenden. Und immer gilt: Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!

Hinweise für Ärzte

Wir möchten darüber hinaus die Ärzteschaft in den Praxen auf den Umgang mit Verdachtsfällen einer Infektion mit dem neuen Sars-CoV-2 hinweisen:

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