Die Bühne bei einer Veranstaltung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Die Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege

Jährlich verleiht das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege an Männer und Frauen die Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege.

Gesundheitsmedaille

Die Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege wird jedes Jahr vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege verliehen. Geehrt werden Personen die sich im Gesundheit- und / oder Pflegebereich langjährig ehrenamtlich engagiert haben.

Die Medaille soll Ansporn sein für andere Menschen zu eigenen Anstrengungen. Sie soll auch dazu ermutigen, neue Wege bei den Zukunftsthemen Gesundheit und Pflege zu gehen.
Melanie Huml, Staatsministerin

Am 1. Oktober 2018 verlieh Staatsministerin Melanie Huml die Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege in Hirschaid an neun engagierte Bürgerinnen und Bürger.

Oskar Blum

Oskar Blum mit Staatsministerin Melanie Huml MdL, Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege am 01.10.2018 in Hirschaid
Oskar Blum mit Staatsministerin Melanie Huml, Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege am 01.10.2018 in Hirschaid

Aushändigung am 1. Oktober 2018

Mit viel Energie engagiert sich Oskar Blum für krebskranke Menschen. 1997 hat er die „Prostata-Selbsthilfegruppe Landshut“ gegründet, nachdem er selbst an Prostatakrebs erkrankte. Besonders beachtlich ist, dass es zu dieser Zeit in Deutschland keine ehrenamtlichen Hilfsangebote für Männer mit Prostatakrebs gab.

Er war damit Vorreiter einer Bewegung, die sich die psychosoziale Unterstützung der Betroffenen zum Ziel gesetzt hat. Mit großem Einfühlungsvermögen und sehr viel Einsatzbereitschaft hat er Informationen über die Krankheit und konkrete Hilfe für Betroffene angeboten. Ein Unterstützungsangebot, das es bis dahin in und um Landshut noch nicht gab.

Aus der Selbsthilfegruppe entstand im Jahr 2008 der eingetragene Verein „Prostata-Selbsthilfegruppe Landshut“. Bis Ende August 2018 war Herr Blum Vorstand des Vereins. Er ist zwar nicht mehr in leitender Funktion tätig, aber dennoch immer für den Verein da.

Darüber hinaus war er im Jahr 2000 Mitgründer der „Bundesarbeitsgemeinschaft Prostata Selbsthilfe“, seit 2003 „Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe“. Es war ihm ein besonderes Anliegen, dass Patienten in allen Teilen Deutschlands ehrenamtlich unterstützt werden.

Es liegt ihm einfach am Herzen, mit seinen Erfahrungen einen Beitrag für die Prostatakrebshilfe zu leisten. So engagiert er sich außerdem seit 2010 in der Leitung des bundesweiten Projektes „Hygienebehälter in Herrentoiletten“. Diese anfänglich von einer Krankenkasse unterstützte Initiative hat erreicht, dass heute in Deutschland in vielen kommerziellen, kommunalen, staatlichen und gemeinnützigen Einrichtungen eine sanitäre und diskrete Entsorgung von Inkontinenzhilfsmitteln in Herrentoiletten möglich geworden ist.

Die Bemühungen der Initiative haben sogar eine Änderung der Arbeitsstättenverordnung zu Folge: Auch in Herrentoiletten gehören Hygienebehälter nun zur Pflichtausstattung. Über das Ergebnis seines unermüdlichen Einsatzes kann er sehr stolz sein.
Herr Blums Engagement für andere Menschen ist schier grenzenlos. Seit der Gründung der Initiative „Lebensmut“ des Klinikums Landshut im Jahr 2005 ist er auch hier aktives Vereinsmitglied. Tatkräftig unterstützt er dort krebskranke Menschen und ihre Angehörigen. Er hilft den Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen dabei, das Leben mit Krebs zu meistern.
Gemeinsam mit seiner Ehefrau Christa bringt er sich bis heute in zahlreiche Aktivitäten der Lebensmut Initiative ein und steht den Kranken bei Fragen und Anliegen mit Rat und Tat zur Seite. Er ist einfach da, wenn er gebraucht wird.

Herr Blum hat mit immer neuen Ideen deutlich gemacht, wie notwendig die Initiative für Krebserkrankte ist. Mit Hilfe seines guten Netzwerks in Landshut ist es ihm immer wieder gelungen, zahlreiche Unterstützer und Sponsoren für die Anliegen des Vereins zu gewinnen.

Da er eine sehr offene und kommunikative Persönlichkeit ist, wählt er dafür stets den direkten und ganz persönlichen Kontakt. Das Internet braucht er dafür nicht. Es ist beeindruckend, wie viel Energie, Entschiedenheit und Einfallsreichtum er in seine ehrenamtliche Arbeit steckt.

Aus seiner eigenen Krankheit heraus hat er die Entscheidung gefasst, anderen krebskranken Menschen zu helfen. Dazu gehört sehr viel Stärke, Mut und große Hoffnung. Für seinen herausragenden Leistungen erhält Herr Blum die Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege.

Die Zugangsdaten zu den Bildern der Verleihung mit höherer Auflösung erhalten Sie, wenn Sie uns eine E-Mail an download@stmgp.bayern.de schicken.

Edda Brandl

Edda Brandl mit Staatsministerin Melanie Huml MdL, Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege am 01.10.2018 in Hirschaid
Edda Brandl mit Staatsministerin Melanie Huml MdL, Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege am 01.10.2018 in Hirschaid

Aushändigung am 1. Oktober 2018

Edda Brandl hat sich durch ihr langjähriges Engagement für Parkinsonerkrankte verdient gemacht. Im Alter von 49 Jahren hat sie erfahren, dass sie selbst von der unheilbaren Krankheit betroffen ist. Doch sie hat sich nicht versteckt, sondern geht seither offen mit ihrer Erkrankung um. Sie lässt es sich nicht nehmen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und sich selbst stark zu engagieren.
Im Dezember 1997 hat sie die „Parkinson-Selbsthilfegruppe Roth-Schwabach“, eine Regionalgruppe der „Deutschen Parkinson-Vereinigung“ gegründet. Seither ist sie als Vorsitzende und als Leiterin der Gruppe aktiv.

Frau Brandl hat früh gemerkt, dass es viele weitere Betroffene in ihrem Umkreis gibt. Menschen, die sich ebenfalls mit der Krankheit auseinandersetzen und so gut wie möglich damit leben möchten. Die Notwendigkeit und Wichtigkeit ihrer Selbsthilfegruppe hat sich bereits unmittelbar nach der Gründung gezeigt. Im Jahr 1997 hatte die Gruppe 35 Mitglieder. Im Lauf der Zeit haben sich ihr bis heute über 120 Menschen angeschlossen. Derzeit besteht ihre Gruppe aus rund 53 Mitgliedern, die sich regemäßig treffen.

Die Treffen bieten den Betroffenen eine Auszeit vom Alltag. Bei Gesprächen tauschen sich Erkrankte und auch Angehörig untereinander aus. Außerdem lädt Frau Brandl anerkannte Parkinsonspezialistinnen und Therapeuten für Fachvorträge ein.

Daneben kümmert sie sich vorbildlich um gesellschaftliche Treffen und Ausflüge. Der soziale Kontakt ist gerade für Parkinsonerkrankte wichtig, da sie wegen der auffälligen Krankheitsausprägungen eine Tendenz zum gesellschaftlichen Rückzug haben. Liebevoll sorgt sie dafür, dass die Betroffenen sich untereinander und miteinander stärken.

Zusätzlich ist sie beim „Bundesverband der Deutschen Parkinson Vereinigung e. V.“ als Delegierte tätig.

Außerdem veranstaltet die Klinik für Neurologie des Krankenhauses Rummelsberg in Schwarzenbruck seit 18 Jahren Parkinson-Symposien mit Patientenseminaren. Die Regionalgruppe Roth-Schwabach und die Regionalgruppe Nürnberg-Fürth sind Mitveranstalter dieser Symposien. Sie ist bereits seit zehn Jahren in die Organisation mit eingebunden und veranstalten diese Tage mit großer Leidenschaft.

Mit allem was Frau Brandl für und mit den Betroffenen und auch den Angehörigen organisiert und bewegt, macht sie ihnen Mut, ihr Leben mit der Krankheit aktiv zu gestalten. Denn auch sie hat im Laufe der Jahre gelernt mit der Krankheit zu leben. Sie ist stolze Mutter von vier Töchtern und Oma von mittlerweile acht Enkelkindern. Und sie ist immer für ihre Familie und ihre engsten Vertrauten da.
Frau Brandl ist ein großartiges Beispiel dafür, dass man trotz einer schweren Erkrankung sein Leben positiv gestalten kann. Sie hat Großartiges geleistet und mit ihrer Selbsthilfegruppe sehr vielen Menschen helfen können. Dafür erhält Frau Brandl die Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege.

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Doris Ehrenreich

Doris Ehrenreich mit Staatsministerin Melanie Huml MdL, Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege am 01.10.2018 in Hirschaid
Doris Ehrenreich mit Staatsministerin Melanie Huml MdL, Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege am 01.10.2018 in Hirschaid

Aushändigung am 1. Oktober 2018

Doris Ehrenreich engagiert sich seit mehr als 40 Jahren auf vielfältige Weise für die Integration von Menschen mit Beeinträchtigung, ganz besonders für gehörlose Menschen in der letzten Lebensphase.

Sie selbst ist im Alter von elf Jahren ertaubt und kennt daher sowohl die Welt der hörenden als auch der gehörlosen Menschen. Ihr liegt es am Herzen, Hörende und Gehörlose miteinander zu verbinden. Sie macht gehörlosen und hörenden Menschen gleichermaßen Mut, sich zu engagieren und das Leben positiv und voller Lebensfreude mitzugestalten, so dass es bis zuletzt ein Leben in Würde ist.
Frau Ehrenreich beherrscht die Gebärdensprache und versteht die Laut- und Schriftsprache sehr gut. Deshalb kann sie gut mit Gehörlosen und Hörenden kommunizieren. Sie baut also Brücken zwischen der hörenden und der gehörlosen Welt.

Seit 1997 trägt sie Verantwortung als gewähltes Mitglied im Vorstand der „Katholischen Gehörlosengemeinschaft Würzburg und Umgebung“ und im Vorstand der „Katholischen Gehörlosengemeinschaft von Unterfranken“. In beiden Gremien war sie jahrelang Schriftführerin. Nach wie vor engagiert sie sich in vielen Bereichen der Seelsorge im Rahmen der „Katholischen Gehörlosenseelsorge der Diözese Würzburg“.

Sie hat erfahren müssen, dass es gehörlosen Frauen und Männern häufig nicht möglich ist, beim Sterben von den Hilfsdiensten begleitet zu werden. Es ergeben sich einfach zu viele Kommunikationsprobleme. Deshalb sterben gehörlose Menschen oft sehr einsam.
Das wollten Frau Ehrenreich unbedingt ändern und hat sich dafür eingesetzt, dass 2001 die „Ökumenische Hospizgruppe Gehörlose Unterfranken“ gegründet wurde.

Gemeinsam mit einer weiteren Dame war sie für das Konzept verantwortlich. Für sie steht vor allem das Eigenengagement von gehörlosen Menschen im Mittelpunkt. Mit sehr viel Empathie motiviert sie Gehörlose, eine Hospizausbildung zu durchlaufen, damit diese in der Lange sind, andere gehörlose Menschen beim Sterben und in der Trauer zu begleiten.

Sie besucht auch selbst seit vielen Jahren meist einmal wöchentlich gehörlose ältere Menschen. Wenn diese im Sterben liegen, kommt sie täglich zu Besuch. Dabei arbeitet sie viel mit Berührungen. Gerade Berührungen sind in der Kommunikation mit Gehörlosen besonders wichtig, das ist Hörenden in der Regel gar nicht bewusst.

Die Hospizgruppe für Gehörlose ist einzigartig in ganz Deutschland, darauf kann sie besonders stolz sein. Außerdem reist sie ehrenamtlich durch Deutschland, um in den verschiedenen Gehörlosenvereinen als Referentin über die Hospizarbeit und ihre eigenen Erfahrungen bei der Sterbebegleitung in Gebärdensprache zu berichten. Und sie macht Mut, eine Sterbebegleitung zu übernehmen, weil man dabei auch sehr viel zurückbekommt.

Ihrem beharrlichen Engagement ist es zu verdanken, dass im „Caritas-Marienheim“, Alten- und Pflegeheim für Seniorinnen und Senioren in Würzburg, seit 2005 auch Zimmer für gehörlose Seniorinnen und Senioren eingerichtet wurden. Die Zimmer sind den speziellen Bedürfnissen von gehörlosen Menschen angepasst. Auch das Pflegepersonal wurde von ihr speziell geschult.

Darüber hinaus war Frau Ehrenreich viele Jahre in verschiedenen Funktionen im Bezirksverband Unterfranken des „Landesverbandes Bayern des Gehörlosenvereins“ engagiert.

Es ist ihr auch ein großes Anliegen, hörende Menschen, besonders junge, zu motivieren, Berührungsängste mit Gehörlosen abzubauen und auf diese zuzugehen. Dafür besucht sie zusammen mit dem „Sozialdienst für Hörgeschädigte“ des „Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Unterfranken“ seit 2012 regelmäßig Schulklassen. Mit viel Einfühlungsvermögen und Verständnis führt sie Schüler in die Gehörlosenkultur ein und weckt das Interesse für die Gebärdensprache. Ferner unterstützt sie seit 1997 tatkräftig ihren Ehemann, der vor 20 Jahren das Projekt „Hilfe für gehörlose Kinder in Afrika – Uganda“ gegründet hat.

Für Frau Ehrenreich ist die Hospiz- und Palliativarbeit für Gehörlose eine Herzensangelegenheit. Sie hat sich über alle Maßen für die Hospizbewegung eingesetzt. Sie ist ein Vorbild für ihre Mitmenschen und erhält dafür die Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege.

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Dr. Winfried Grasbon

Heinz Grimm von der
Heinz Grimm von der "Afrika Blindenhilfe" hat die Auszeichnung stellvertretend für Dr. Winfried Grasbon entgegengenommen – mit Staatsministerin Melanie Huml MdL, Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege am 01.10.2018 in Hirschaid

Aushändigung am 1. Oktober 2018

Dr. Winfried Grasbon engagiert sich seit 1991 mit viel Herzblut in seiner Heimat Hettenshausen und auch vor Ort in Afrika für die „Afrika-Blindenhilfe“. Von 1981 bis 2015 führte er mit seiner Ehefrau Annelie eine augenärztliche Gemeinschaftspraxis in Pfaffenhofen an der Ilm.

Inzwischen ist er im wohlverdienten Ruhestand, doch zur Ruhe hat er sich noch lange nicht gesetzt. Er widmet der Afrika-Blindenhilfe seither noch mehr Zeit und Energie.

Seit mittlerweile über 27 Jahren reist er mehrmals pro Jahr für zwei bis sechs Wochen nach Afrika. Mit herausragendem Fachwissen führt er in verschiedenen Krankenhäusern kostenlose Augenoperationen und ambulante Augenbehandlungen an sehbehinderten und blinden Menschen durch.

Die Entscheidung für die humanitäre Hilfe nach Afrika zu gehen bedeutet auch, sich bewusst den hygienischen Missständen, schwierigen klimatischen Bedingungen, Verständigungsproblemen und politisch-bürokratischen Gegebenheiten zu stellen. Herr Dr. Grasbon ist ein großer Optimist und hat sich trotz allem bewusst für dieses Engagement entschieden. Denn ihm ist es ein Herzensanliegen den ärmsten Menschen dieser Welt zu helfen.

Es ist mehr als beachtlich, dass Herr Dr. Grasbon während seines aktiven Berufslebens und auch jetzt im Ruhestand, bereits über 47 Reisen, 5.379 Augenoperationen und über 12.712 ambulante Augenbehandlungen durchgeführt hat.

Ohne den Rückhalt der Familie ist ein solches Engagement gar nicht möglich. Seine ehrenamtliche Arbeit wird vor allem auch durch den 1995 gegründeten Verein „Afrika-Blindenhilfe“ in Hettenshausen unterstützt.

Dem Verein ist es nicht zuletzt dank vieler Spenden gelungen, einen großen Beitrag zur Verbesserung der Situation vor Ort zu leisten.

Herr Dr. Grasbon hat sich ein herausragendes Netzwerk in Afrika aufgebaut und kann vor Ort auf zuverlässige und kompetente einheimische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen. Denn während seiner Aufenthalte unterweist er immer wieder lokale Pflegekräfte und Ärzte, damit sie die Behandlung der Patientinnen und Patienten auch selbstständig weiterführen und beispielsweise Voruntersuchungen eigenständig vornehmen können.

Er und seine Begleiterinnen und Begleiteter scheuen keine Strapazen. 1.300 km lange Anfahrten in überfüllten Geländewägen auf abenteuerlichen Pfaden ins Landesinnere von Tansania nimmt er bereitwillig in Kauf. Denn es ist ihm ein großes Anliegen, möglichst viele Patientinnen und Patienten in einem kurzen Zeitraum zu behandeln. Ganz nach dem Motto: „Helfen, damit alle sehen“.

Zwischen seinen Reisen engagiert er sich auch in seiner Heimat für die Afrika-Blindenhilfe. Mit Vorträgen und beeindruckenden Dias über seine Arbeit in Tansania wirbt Dr. Grasbon um Spendengelder. Er organisiert aber auch Sammlungen von Brillengestellen, die dann kostenlos an die Patientinnen und Patienten in Afrika weitergegeben werden.

Herr Dr. Grasbon ist ein sehr bescheidener und hilfsbereiter Mensch, der sich unermüdlich dafür einsetzt, dass die Menschen in Afrika wieder beziehungsweise besser sehen können. Für diesen ausgeprägten Sinn an Nächstenliebe, wird er von seinen Mitmenschen besonders geschätzt und erhält dafür die Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege.

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Dr. Max Kaplan

Dr. Max Kaplan mit Staatsministerin Melanie Huml MdL, Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege am 01.10.2018 in Hirschaid
Dr. Max Kaplan mit Staatsministerin Melanie Huml MdL, Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege am 01.10.2018 in Hirschaid

Aushändigung am 1. Oktober 2018

Dr. Max Kaplan engagiert sich seit fast drei Jahrzehnten für die Patientenversorgung und den Berufsstand der Ärztinnen und Ärzte. Frühzeitig hat er erkannt, dass das ehrenamtliche Engagement kompetenter Medizinerinnen und Mediziner in Berufsverbänden und Organisationen ein unverzichtbarer Bestandteil des Gesundheitswesens ist. Sein berufspolitisches Engagement hat im Jahr 1992 als Mitglied des Vorstandes des „Ärztlichen Kreisverbandes Memmingen-Mindelheim“ begonnen. Von 2001 bis Ende 2014 war er erster Vorsitzender dieses Verbandes.

1994 hat er seine Aktivität bei der „Bayerischen Landesärztekammer“ begonnen. Zunächst als Delegierter, anschließend als Mitglied des Vorstandes und von 2003 bis 2010 als Vizepräsident. Im Oktober 2010 hat ihn der Bayerische Ärztetag zum Präsidenten gewählt.

Herr Kaplan führt mit Weitsicht und Geschick die „Bayerische Landesärztekammer“. Im Februar 2018 hat er sich nach Ablauf der Amtsperiode nicht mehr zur Wahl gestellt.

Ihm war es von Beginn seines Engagements an ein besonders Anliegen, den Konsens zwischen den Haus- und Fachärzten, den niedergelassenen und Krankenhausärzten in der Region Memmingen im Unterallgäu zu fördern. Dafür hat er sich mit Nachdruck eingesetzt. Ebenso haben ihn die Gewährleistung einer flächendeckenden hausärztlichen Patientenversorgung und die Gewinnung von Nachwuchs, gerade für den ländlichen Raum, sehr am Herzen gelegen.

Egal, ob es um berufliche Belange der Ärztinnen und Ärzte, die Förderung der ärztlichen Fortbildung, die Schaffung sozialer Einrichtungen für Ärztinnen und Ärzte und deren Angehörigen oder die Mitwirkung in der öffentlichen Gesundheitspflege ging, er hat sich stets mit ganzer Kraft für sein Ehrenamt eingesetzt, stets bedacht auf die notwendige Kommunikation.

Von 1995 bis 2010 war er Mitglied der Vertreterversammlung der „Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns“. Zudem war er regionaler Vorstandsbeauftragter für den Bezirk Schwaben.

Herr Dr. Kaplan hat sich auch in die Hospizarbeit eingebracht. Noch heute fördert er das Kinderhospiz „St. Nikolaus“ in Bad Grönenbach.
Sein Engagement in bayerischen Gremien hat er weitgehend eingestellt, dafür ist er nach wie vor auf Bundesebene engagiert, und für sein Engagement auch viel auf Reisen. 2007 wurde er in den Vorstand der Bundesärztekammer aufgenommen, 2011 wurde er zum Vizepräsidenten gewählt. Dieses Amt betreibt er auch heute noch aktiv.

Kompetent und sein umfangreiches Fachwissen nutzend setzt er sich für wichtige Themenkomplexe, wie Fortbildung, Weiterbildung, Qualitätssicherung und Allgemeinmedizin ein. Sehr engagiert wirkt er in dieser Funktion auch bei politischen Debatten um die Fortentwicklung des Gesundheitswesens mit.

Außerdem ist er eine wertvolle Stütze im Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens Kreiskliniken Unterallgäu, bestehend aus den Kreiskliniken Mindelheim und Ottobeuren.

Seit der Gründung des Kommunalunternehmens im Jahr 2001 arbeitet er tatkräftig im Verwaltungsrat mit und bringt sei Know-how mit seiner überzeugenden und ausgeglichenen Art ein. Er ist dabei ein wichtiger Ratgeber für weitreichende Entscheidungen, sei es im personellen Bereich oder im Hinblick auf die strategische Weiterentwicklung der Kliniken. Viele der gefassten Beschlüsse tragen seine Handschrift.

Für das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege war er 2015 bis 2017 als Vorsitzender der Preisverleihungs-Jury für den „Gesundheits- und Pflegepreis“ ein wertvoller Partner. Mit Loyalität, Erfahrung und Weitsicht hat er zu den Jury-Ergebnissen beigetragen.
Ihm gelingt es immer, Menschen aus unterschiedlen Kreisen, Institutionen und mit unterschiedlichen Interessen zusammenzuführen. In einem fairen Interessensausgleich hat er stets konstruktive Lösungen entwickelt.

Seine Geradlinigkeit und sein integrierende Art sind beispielgebend. Er hat besonderes geleistet, für die Patientenversorgung, die ärztliche Berufspolitik und vor allem für die Verbesserung des Gesundheitswesens in Bayern und in Deutschland.

Herr Dr. Kaplan fragt nicht, was jemand für ihn tun kann, sondern was er für andere tun kann. Eine Lebenseinstellung, die sehr beeindruckt, da sie nicht selbstverständlich ist. Für sein Engagement erhält er die Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege.

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Maria Kober

Elmar Kober hat für seine Mutter Maria Kober die Auszeichnung entgegen genommen - mit Staatsministerin Melanie Huml MdL, Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege am 01.10.2018 in Hirschaid
Elmar Kober hat für seine Mutter Maria Kober die Auszeichnung entgegen genommen – mit Staatsministerin Melanie Huml MdL, Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege am 01.10.2018 in Hirschaid

Aushändigung am 1. Oktober 2018

Maria Kober engagiert sich schon ihr ganzes Leben lang für das Gesundheitswesen, vor allem für die professionelle Pflege. Sie ist gelernte Krankenschwester und war zunächst die Stationsleiterin im Kreiskrankenhaus in Kitzingen. Viele Jahre lang war sie überaus engagiert als Leiterin der Caritas-Sozialstation des „Diözesan-Caritasverbands Würzburg“ und später als Leiterin der „Berufsfachschule für Krankenpflege in Würzburg der Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz“ tätig.

Anschließend war Frau Kober hauptberufliche Geschäftsführerin der „Caritas-Gemeinschaft für Pflege- und Sozialberufe Augsburg“ sowie die Fachbereichsleiterin „Pflege“. 2003 ist sie dann Geschäftsführerin der „Caritas-Gemeinschaft für Pflege- und Sozialberufe Bayern“ geworden. Bis zum Eintritt in den Ruhestand 2015 war sie dort tätig.

Unter ihrer Verantwortung konnte die erfolgreiche und zukunftsweisende Fusion der beiden Berufsorganisationen „Caritas-Gemeinschaft für Pflege und Sozialberufe Augsburg“ und „Caritas-Gemeinschaft für Pflege und Sozialberufe Bayern“ vollzogen werden.

Ganz gleich welche anspruchsvolle berufliche Tätigkeit Maria Kober ausgeübt hat, sie hat sich tatkräftig über ihre beruflichen Verpflichtungen hinaus engagiert. Gerade das macht sie so auszeichnungswürdig.

Besonders am Herzen lag ihr von Anfang an die Förderung einer professionellen Pflege. Es war und ist ihr wichtig, dass die Pflegeaufgaben kompetent und selbstverantwortlich von den Pflegenden wahrgenommen werden können. Sie hat sich auch für Kurse für pflegende Angehörige eingesetzt. Diese Kurse hat sie über mehrere Jahre hinweg selbst geleitet. Dank ihr werden jetzt auch Pflegefachkräfte speziell ausgebildet, um den pflegenden Angehörigen wichtige pflegerische Grundlagen zu vermitteln.

Schon früh hat Maria Kober die Chance erkannt, die sich mit der Zusammenlegung der pflegerischen Berufe in der Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege zu einer gemeinsamen Berufsausbildung „Pflegefachfrau und Pflegefachmann“ ergeben würden. Zielstrebig hat sie in ihrem Tätigkeitsgebiet gemeinsame Angebote vorangetrieben, um eine Annährung der drei pflegerischen Berufe in der Ausbildung zu fördern. Nach wie vor kämpft sie für eine generalistische Pflegeausbildung.

Außerdem hat sie sich bis zum Ruhestand sehr aktiv als Mitglied des Vorstandes des „Bayerischen Landespflegerates“ engagiert. Sie war auch Referentin für Pflege im „Landesverband Bayern des Deutschen Caritasverbandes“ und Mitglied im „Institutsrat des Instituts für Fort- und Weiterbildung“ der „Katholischen Stiftungshochschule München“.

Seit ihrem Ruhestand hat sie sich aber längst nicht zur Ruhe gesetzt. Mit Ihrem herausragenden Fachwissen und ihrer Weitsicht ist sie weiter ehrenamtlich im Vorstand der „Caritas-Gemeinschaft für Pflege- und Sozialberufe Bayern“ aktiv.

Regelmäßig bringt sie sich dort in die Vorstands- und Beiratssitzungen ein. Außerdem steht sie der neuen Geschäftsführerin mit Rat und Tat zur Seite, wenn sie gebraucht wird. Auch die Seniorenarbeit der „Caritas-Gemeinschaft“ unterstützt sie noch äußerst aktiv. Und natürlich setzt sie sich weiterhin für die Berufsgruppe „Pflegeberufe“ ein.

Es ist beeindruckend was Maria Kober zum Wohl der Allgemeinheit geleistet hat, daher erhält sie die Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege.

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Erika Mohr

Erika Mohr mit Staatsministerin Melanie Huml MdL, Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege am 01.10.2018 in Hirschaid
Erika Mohr mit Staatsministerin Melanie Huml MdL, Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege am 01.10.2018 in Hirschaid

Aushändigung am 1. Oktober 2018

Erika Mohrs großes Engagement gilt krebskranken Menschen, vor allem Frauen mit Brustkrebs. Sie hat selbst 1996 eine Diagnose bekommen vor der sich viele Frauen fürchten. Brustkrebs. Operationen und Strahlentherapie folgten. Glücklicherweise konnte der Krebs bei ihr erfolgreich behandelt werden.

Bedingt durch ihre Krankheit hat sich ihr Leben gravierend verändert. Da sie eine wirkliche Kämpfernatur ist, hat sie sich aber aktiv ihren Problemen gestellt. Außerdem hat sie den unbedingten Willen entwickelt, andere Brustkrebspatientinnen auf ihrem häufig schwierigen Weg zu begleiten.

Bereits 1997 hat sie die „Selbsthilfegruppe Frauenkrebs Erika Mohr“ in Hof gegründet. Die Selbsthilfegruppe, die sie bis heute aktiv leitet, ist inzwischen eine für Patientinnen aus der Stadt und aus dem Landkreis Hof wichtige und unverzichtbare Institution geworden.
Zum ersten Treffen sind bereits 45 betroffene Frauen gekommen. Heute gehören der Gruppe sogar 179 Mitglieder an. Dank Frau Mohrs aufgeschlossenen und verständnisvollen Art fällt es den Betroffenen leicht, sich ihr anzuvertrauen. Man darf hierbei nicht vergessen, dass für manche die Selbsthilfegruppe der einzige Weg ist, um qualifizierte Ansprache von ebenfalls Betroffenen zu finden.

Regelmäßig treffen sie sich zum Gespräch oder zur Psychotherapeutischen Kunsttherapie, die seit 2001 zweimal sechs Wochen im Jahr angeboten wird. Sie bietet den Frauen außerdem Unterstützung im Krankenhaus, bei Arztbesuchen und zu Alltagsfragen an. Sie hilft ihnen bei der Bewältigung von Problemen und begleiten sie in Krisen.

Durch die Gruppentreffen geben sich die Mitglieder gegenseitig Halt. Die gemeinsame Freizeitgestaltung ist ein ebenso wichtiger Bestandteil Ihrer Hilfe. Fast täglich nimmt sie Anrufe von Betroffenen und weiteren Interessierten entgegen. Sie nimmt sich für jeden Anrufer Zeit und steht mit Rat und Tat zur Seite.

Über die Treffen der Selbsthilfegruppe hinaus organisiert sie Patiententage zu aktuellen medizinischen Themen. Auch Gesundheitstage und Modenschauen bei Patiententagen haben schon auf dem Programm gestanden.

Darüber hinaus ist sie seit 1998 Vorsitzende des Arbeitskreises „Frauenkrebs des Bayerischen Roten Kreuzes Kreisverband Hof“. Das Angebot des Arbeitskreises umfasst Seminare von Reha-Kliniken, Fachvorträge von Ärztinnen und Ärzten, Workshops sowie Haus- und Klinikbesuche von Betroffenen.

Außerdem war sie vor einigen Jahren Beisitzerin im Verein „Patienten helfen Patienten“ in Heidelberg. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Entwicklung der Krebsforschung zu unterstützen und die Gerätetherapie zu fördern. Dafür hat sie auch zu einer Spendenaktion in Stadt und Landkreis Hof aufgerufen. Seit 2001 ist sie außerdem Mitglied der Bayerischen Krebsgesellschaft.

Sie genießt ein überaus hohes Ansehen und verfolgt ihre Ziele mit großer Beharrlichkeit und Ausdauer. Ein „Geht nicht!“ gibt es bei ihr nicht. Sie ist seit 20 Jahren der Motor der Selbsthilfegruppe und in der Region einer der wichtigsten Ratgeber rund um das Thema Krebs.

Frau Mohr hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, krebskranken Frauen neuen Mut zu machen. Für ihren selbstlosen Einsatz erhält sie die Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege.

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Kornelia Schmid

Kornelia Schmid mit Staatsministerin Melanie Huml MdL, Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege am 01.10.2018 in Hirschaid
Kornelia Schmid mit Staatsministerin Melanie Huml MdL, Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege am 01.10.2018 in Hirschaid

Aushändigung am 1. Oktober 2018

Kornelia Schmid hat sich nicht nur durch besondere Fürsorge für ihre eigene Familie große Verdienste erworben, sondern auch durch ihr herausragendes Engagement für pflegende Angehörige.

Seit 1994 pflegt sie mit sehr viel Liebe und Aufopferung ihren an Multipler Sklerose erkrankten Ehemann Erich zu Hause. Außerdem hat sie sich gemeinsam mit ihrer Mutter von 2009 bis 2012 um ihren schwerstkranken Vater gekümmert, bis er 2012 verstorben ist.

Da sie aus eigener Betroffenheit nur zu gut weiß, dass sich pflegende Angehörige in ihrer Situation vielmals alleine gelassen fühlen und oft an ihre psychischen und körperlichen Grenzen stoßen, unterstützt sie diese, wo es nur geht.

Seit 2013 pflegt sie mit sehr viel Eifer ihre Facebook-Gruppe „Pflegende Angehörige“. Sie hat inzwischen 6.500 Mitglieder, mit steigender Tendenz. Mit Empathie und Einfühlungsvermögen tauscht sie sich mit den Betroffenen aus, macht ihnen Mut und gibt ihnen wertvolle Hilfestellungen.

Im Jahr 2017 hat sie den Verein „Pflegende Angehörige“ in Amberg gegründet. Mit viel Herzblut setzt sie sich dafür ein, dass pflegende Angehörige in unserer Gesellschaft wahrgenommen und vor allem unterstützt werden. Sie macht sich dafür stark, dass in allen Gremien nicht mehr über sondern mit pflegenden Angehörigen gesprochen wird. Außerdem ist ihr ein besseres Miteinander von häuslicher und beruflicher Pflege sehr wichtig. Unermüdlich kämpft sie für bessere Pflegebedingungen. Dabei schließt sie auch die professionelle Pflege ein.

Auch wenn das Hauptaugenmerk auf ihrem Engagement für die Pflege liegt, sollte nicht unerwähnt bleiben, dass sich Frau Schmid auch auf anderen Feldern für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger engagiert.

Viele Jahre lang war sie beim „Elterntelefon“, einem Notruf- und Beratungsdienst des Deutschen Kinderschutzbundes Amberg-Sulzbach und bei der Telefonseelsorge in Weiden ehrenamtlich engagiert.

Ihre Patenschaft für einen öffentlichen Kinderspielplatz in der Stadt Amberg und ihr Engagement beim „Sozialpsychiatrischen Zentrum in Amberg“ sind nur weitere Beispiele für ihren herausragenden Einsatz.

Frau Schmid ist eine bewundernswerte Frau. Sie hat nicht nur einen besonderen Familiensinn, sondern setzt sich mit Mut und Tatkraft für ihre Mitmenschen ein. Dafür erhält sie die Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege.

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Prof. Dr. Jörg Wolstein

Prof. Dr. Jörg Wolstein mit Staatsministerin Melanie Huml, Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege am 01.10.2018 in Hirschaid
Prof. Dr. Jörg Wolstein mit Staatsministerin Melanie Huml, Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege am 01.10.2018 in Hirschaid

Aushändigung am 1. Oktober 2018

Professor Jörg Wolstein hat sich in jeder Phase seines beruflichen Werdegangs in verschiedenen Forschungsprojekten und in der Lehre engagiert. Dadurch hat er sich herausragende Verdienste im Gesundheitswesen erworben.

Begonnen hat er im Jahr 1990 als er zum Funktionsfacharzt für Neurologie ernannt wurden. Es folgten viele weitere berufliche Stationen. So war er zum Beispiel einige Jahre lang in Kanada an der „University of Manitoba“ für einen Forschungsauftrag in der Kinderneurologie im Einsatz.

Als Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität in Essen-Duisburg war er verantwortlich für eine Depressionsstation, eine Psychotherapiestation und eine Station zur Rehabilitation von jungen Menschen, die an Schizophrenie erkrankt waren.

Mit sehr viel Eifer hat er im Netzwerk „Kinder drogenabhängiger Eltern“ der Stadt Essen mitgearbeitet und war als Regionalgruppenleiter für das Qualitätssicherungsprojekt „Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie“ aktiv.

Seit 2000 leistet er an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg in unzähligen Funktionen und Ämtern herausragende Arbeit. Im November 2000 wurde er zum Professor für das Fach Medizin im Fachbereich Soziale Arbeit der Universität Bamberg ernannt. Seit 2007 ist er Universitätsprofessor für Pathopsychologie.

Ein Schwerpunkt in Forschung und Lehre, der ihm ganz besonders am Herzen liegt, ist die Prävention. Er hat vor allem Projekte im Bereich der Suchtprävention im Kindes- und Jugendalter sowie der Prävention des dysfunktionalen und pathologischen Mediengebrauchs durchgeführt.

Außerdem ist er seit 2005 Mitglied in der „Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen“, kurz „BAS“. Seit 2015 ist er dort auch im Vorstand aktiv. Seit 2008 ist er als wissenschaftlicher Leiter für das Projekt „Hart-am-Limit“, kurz „HaLT“ in Bayern tätig. Ein Projekt, das von der „BAS“ betreut und vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege finanziell unterstützt wird. Darin sind inzwischen mehr als 10.000 Einzelgespräche in bayerischen Krankenhäusern mit Jugendlichen nach einer Alkoholvergiftung geführt worden. Eine herausragende Leistung.

Professor Wolstein hat außerdem zahlreiche weitere Präventionsprojekte des Gesundheits- und Pflegeministeriums begleitet. „Suchtprävention im Alter“ ist nur ein weiteres Beispiel seines überaus engagierten Wirkens.

Er war auch als Studiendekan der Fakultät Humanwissenschaften der Universität Bamberg tätig. Seit 2017 ist er deren Dekan.

Seit 2001 ist er zudem der Behindertenbeauftragte der Universität Bamberg und setzt sich für die Belange behinderter und chronisch kranker Studierender ein. Dank ihm wurde die „Kontaktstelle Studium und Behinderung“ eingerichtet.

Er hat aber auch weitere zahlreiche Projekte zur Studierendengesundheit initiiert. Ein Beispiel ist ein Projekt zur Prävention des Gebrauchs der Droge „Crystal“ an Hochschulen. Hier erarbeitet gerade eine Gruppe von Studierenden der Universität Bamberg zusammen mit einer Gruppe von Patientinnen und Patienten aus der Klinik für Forensische Psychiatrie des Bezirkskrankenhaues Bayreuth ein Präventionskonzept.

Sehr innovativ ist auch sein aktuelles Projekt zur Gesundheitsförderung bei Lehramtsstudierenden. Im Jahr 2015 konnte er stolz auf sein 25-jähriges Dienstjubiläum zurückblicken. Eine lange Zeit, in der er sehr viel für unser Gesundheitswesen geleistet hat.

Professor Wolstein hat sich fast sein ganzes Leben lang in herausragender Weise für psychisch erkrankte Menschen eingesetzt. Dafür erhält er die Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege.

Die Zugangsdaten zu den Bildern der Verleihung mit höherer Auflösung erhalten Sie, wenn Sie uns eine E-Mail an download@stmgp.bayern.de schicken.

Die Preisträger 2012 bis 2017

  • Volker Albert (Aushändigung 2017)
  • Gräfin Henriette zu Castell Rüdenhausen (Aushändigung 2017)
  • Dr. Karl-Heinz Conrad (Aushändigung 2017)
  • Rüdiger Erling (Aushändigung 2017)
  • Prof. Dr. Dr. Heinz-Michael Just (Aushändigung 2017)
  • Erna Oßwald (Aushändigung 2017)
  • Dr. Jutta Schimmelpfennig (Aushändigung 2017)
  • Prof. Dr. Günter Schlimok (Aushändigung 2017)
  • Eva Straub (Aushändigung 2017)
  • Karl-Heinz Stupka (Aushändigung 2017)
  • Annerose Ackermann (Aushändigung 2016)
  • Siegfried Bäumel (Aushändigung 2016)
  • Karl Dieter Breivogel (Aushändigung 2016)
  • Dr. Astrid Bühren (Aushändigung 2016)
  • Ewald Kraus (Aushändigung 2016)
  • Dr. Peter Langendörfer (Aushändigung 2016)
  • Silke Mader (Aushändigung 2016)
  • Dr. Klaus Ottmann (Aushändigung 2016)
  • Reinhilde Rath (Aushändigung 2016)
  • Werner Semeniuk (Aushändigung 2016)
  • Dr. Bernhard Greger (Aushändigung 2014)
  • Dr. Bernhard Keller (Aushändigung 2014)
  • Prof. Dr. Johannes Kemser (Aushändigung 2014)
  • Margot Rauch (Aushändigung 2014)
  • Dr. Christian Heinrich Sandler (Aushändigung 2014)
  • Petra Seitzer (Aushändigung 2014)
  • Heike von Lützau-Hohlbein (Aushändigung 2014)
  • Dr. Stefan Zippel (Aushändigung 2014)
  • Maria Furtwängler-Burda  (Aushändigung 2014)
  • Claus Fussek (Aushändigung 2014)
  • Ruth Rosner (Aushändigung 2013)
  • Prof. Dr. Theodor Mantel (Aushändigung 2013)
  • Förderverein Patientenclub-Besucherdienst e.V. (Aushändigung 2012)
  • Prof. Dr. Andreas Warnke (Aushändigung 2012)
  • Christa Stewens MdL (Aushändigung 2012)
  • Rita Stadter-Bönig (Aushändigung 2012)
  • Prof. Dr. Dr. Hans Joachim Schneck (Aushändigung 2012)
  • Eva Maria Roer (Aushändigung 2012)
  • Dr. Georg Knoblach (Aushändigung 2012)
  • Münchner Aids-Hilfe e.V., vertreten durch den Geschäftsführer Thomas Niederbühl (Aushändigung 2012)
  • Dr. Hans Jäger (Aushändigung 2012)
  • Dr. Ulrich Hildebrandt (Aushändigung 2012)
  • Felicitas Hanne (Aushändigung 2012)
  • Thomas Gaitanides (Aushändigung 2012)
  • Anni Friesinger-Postma (Aushändigung 2012)
  • Dr. med. Hans Dworzak (Aushändigung 2012)