Eine jüngere Dame und ein älterer Herr kommunizieren.

Aktuelles aus der Pflege

Hier finden Sie aktuelle Themen aus dem Bereich Pflege.

Fachkonferenz Wohnen und Pflege

Am 11. November 2020 veranstaltet das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege eine digitale Fachkonferenz zum Thema „Wohnen und Pflege“. Die Veranstaltung wird via Livestream für alle Bürgerinnen und Bürger auf unserer Internetseite von 10 Uhr bis 14 Uhr zu verfolgen sein.

Sonderregelungen für die häusliche Pflege während der Corona-Pandemie

Pflegende An- und Zugehörige stehen während der Corona-Pandemie vor besonderen Herausforderungen. Folgende Regelungen wurden getroffen, um die Situation häuslich Pflegender zu verbessern:

Kurzzeitige Arbeitsverhinderung / Pflegeunterstützungsgeld

Mit dem Zweiten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite (2. BevSchG, in Kraft seit dem 23. Mai 2020) wurden befristete Erleichterungen bei der kurzfristigen Arbeitsverhinderung und beim Pflegeunterstützungsgeld eingeführt. Das Gesetz gilt voraussichtlich bis zum 30. September 2020.

Danach dürfen Beschäftigte bis 30. September 2020 der Arbeit bis zu 20 Tage fernbleiben, wenn die akute Pflegesituation aufgrund der COVID-19-Pandemie aufgetreten ist (§ 9 Abs. 1 PflegeZG, statt zehnTage wie bei einem anderweitigen Akutereignis nach § 2 Abs. 1 PflegeZG). Wenn die häusliche Pflege coronabedingt nicht anders sichergestellt werden kann, haben Beschäftigte nach § 150 Abs. 5d SGB XI Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld für insgesamt bis zu 20 Arbeitstage (statt bis zu 10 Tage wie bei einem anderweitigen Akutereignis), sofern keine Ansprüche auf Lohnfortzahlung oder anderweitiger Lohnersatzleistungen bestehen. Bereits vor Inkrafttreten dieser Sonderregelung in Anspruch genommenes Pflegeunterstützungsgeld wird auf den Anspruch nach § 150 Abs. 5d SGB XI angerechnet.

Teilzeit durch Familienpflegezeit

Im 2. BevSchG wurde auch geregelt, dass die Mindestarbeitszeit von 15 Wochenstunden während der Familienpflegezeit vorübergehend (bis maximal ein Monat lang) unterschritten werden kann; die Ankündigungsfrist für die Familienpflegezeit wird auf zehnTage (statt acht Wochen) verkürzt (§ 16 FPfZG). Außerdem wird das Darlehen, das pflegende Angehörige in der Familienpflegezeit in Anspruch nehmen können, den aktuellen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt angepasst (Monate mit pandemiebedingten Einkommensausfällen können unberücksichtigt bleiben) und die Rückzahlung wird erleichtert (§ 3 FPflZG).

Wer den gesetzlichen Rahmen für die Auszeiten (sechs Monate Pflegezeit, 24 Monate Familienpflegezeit) bisher nicht ausgeschöpft hat, soll kurzfristig Restzeiten der Freistellungen in Anspruch nehmen können (bis zu maximal 24 Monaten insgesamt). Diese Regelungen sind ebenfalls bis 30. September 2020 befristet.

Kostenerstattung nach § 150 Abs. 5 SGB XI

Außerdem können nach § 150 Abs. 5 SGB XI  die Pflegekassen für Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 nach ihrem Ermessen auf Antrag Kostenerstattung bis zur Höhe der ambulanten Sachleistungsbeträge (§ 36 SGB XI) gewähren, wenn deren häusliche Versorgung durch eine zugelassene Pflegeeinrichtung nicht mehr sichergestellt werden kann. Diese hat der Bund durch durch das Gesetz zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller Belastungen der Krankenhäuser und weiterer Gesundheitseinrichtungen (COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz) eingeführt. Bei der Versorgung der oder des Pflegebedürftigen sind dann vorrangig Leistungserbringer zu berücksichtigen, die von Pflegefachkräften geleitet werden. Sofern dies nicht in Betracht kommt, kann die Versorgung durch Leistungserbringer mit einer Qualifikation aus dem Gesundheits- und Sozialbereich erfolgen (zum Beispiel zugelassene Betreuungsdienste, medizinische Leistungserbringer, anerkannte Betreuungs- und Entlastungsangebote). Dieses Vorgehen ist allerdings vorab mit der Pflegekasse im Einzelfall zu klären. Diese Regelung ist ebenfalls bis zum 30. September 2020 befristet.

Betreuungs- und Entlastungsleistungen

Durch das 2. BevSchG wurden Flexibilisierungen bezüglich des Entlastungsbetrags eingeführt. So können Pflegebedürftige des Pflegegrades 1 vorerst bis zum 30. September 2020 den Entlastungsbetrag nach § 45b SGB XI im Wege der Kostenerstattung auch für andere als die in § 45 Abs. 1 SGB XI aufgezählten Hilfen verwenden. Diese müssen allerdings der Sicherstellung der Versorgung bei einem durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursachten Versorgungsengpass dienen. Dies betrifft Hilfen bei körperbezogenen Pflegemaßnahmen, bei pflegerischen Betreuungsmaßnahmen sowie bei der Haushaltsführung. Ein noch nicht in Anspruch genommener Entlastungsbetrag aus 2019, der bisher maximal bis zum 30. Juni 2020 übertragen werden konnte, kann für Pflegebedürftige aller Pflegegrade bis vorerst zum 30. September 2020 übertragen werden.

Stationäre Kurzzeitpflege in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen

Bereits mit dem COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz (überwiegend in Kraft seit 28. März 2020) wurde geregelt, dass der Anspruch auf Kurzzeitpflege in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen befristet bis 30. September 2020 unabhängig von den Voraussetzungen nach § 42 Abs. 4 Satz 1 SGB XI (Reha-Maßnahme für häusliche Pflegeperson bei gleichzeitiger Unterbringung des häuslich versorgten Pflegebedürftigen) gilt. Durch das 2. BevSchG wurde der Leistungsbetrag (rückwirkend zum 28. März 2020 und wiederum befristet bis zum 30. September 2020) pauschal für Kurzzeitpflege in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen auf bis zu 2.418 Euro festgesetzt.

Verhinderungspflege

Für häusliche Pflegepersonen, die die Versorgung ihrer Pflegebedürftigen zeitweise nicht ausüben können (zum Beispiel weil sie selbst an COVID-19 erkrankt sind), steht die Leistung der Verhinderungspflege zur Verfügung. Sie kann bis zu 1.612 Euro gewährt werden; der hälftige Betrag, das heißt bis zu 806 Euro nicht in Anspruch genommener Kurzzeitpflege, kann ebenfalls für Leistungen der Verhinderungspflege eingesetzt werden.

Voraussetzung ist eine Vorpflegezeit von sechs Monaten und dass der Pflegebedürftige mindestens Pflegegrad 2 hat. Die Leistung kann stunden-, tage- oder wochenweise durch einen Pflegedienst, Nachbarn, Bekannten oder Verwandten erbracht werden. Hierbei handelt es sich nicht um eine coronabedingte Sonderregelung.

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch

Die Monatspauschale für Pflegehilfsmittel im Sinn von § 40 SGB XI wurde rückwirkend ab 1. April 2020 von 40 Euro auf 60 Euro erhöht durch die Verordnung zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller Belastungen der Zahnärztinnen und Zahnärzte, der Heilmittelerbringer und der Einrichtungen des Müttergenesungswerks oder gleichartigen Einrichtungen sowie zur Pflegehilfsmittelversorgung (COVID-19-VSt-SchutzV). Sie ist befristet bis 30. September 2020.

Einrichtung von regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege in Bayern;
Interessenbekundung für Oberbayern

Das Interessenbekundungsverfahren für die Einrichtung der regionalen Demenzagenturen mit der Bezeichnung Fachstelle für Demenz und Pflege für den Regierungsbezirk Oberbayern läuft bis 30. September 2020.

Hintergrund

In Bayern sind aktuell 240.000 Menschen von Demenz betroffen, davon werden rund drei Viertel zu Hause betreut und versorgt. In über der Hälfte aller Fälle leben die häuslich Pflegenden mit den Betroffenen in einem gemeinsamen Haushalt.

Ziel der bereits 2013 entwickelten Bayerischen Demenzstrategie ist neben einer bedarfsgerechten Betreuung, Pflege und medizinischen Versorgung insbesondere auch, Menschen mit Demenz bis zuletzt ein möglichst eigenständiges und selbstbestimmtes Leben in der Mitte der Gesellschaft zu ermöglichen, Angehörige und andere nahestehende Personen, die Menschen mit Demenz betreuen und pflegen, zu unterstützen sowie die Gesellschaft für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren.

In Umsetzung der Bayerischen Demenzstrategie hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zur Optimierung der Lebensbedingungen von Menschen mit Demenz und der sie häuslich Pflegenden die landesweit agierende Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern (ehemaliger Arbeitstitel: Demenzagentur Bayern) eingerichtet, die ihre Arbeit am 01.12.2018 aufgenommen hat. Der Träger der Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern ist die Freie Wohlfahrtspflege Landesarbeitsgemeinschaft Bayern. In einem nächsten Schritt wird sukzessive in jedem der sieben Regierungsbezirke eine regionale Fachstelle für Demenz und Pflege (ehemals: regionale Demenzagenturen) aufgebaut.

Die Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern ist die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema „Demenz“ in Bayern. Sie unterstützt den Wissenstransfer sowie den weiteren Auf- und Ausbau von Versorgungsstrukturen und Hilfsangeboten für Menschen mit Demenz und deren Angehörige. Darüber hinaus fungiert sie als Anlaufstelle für unterschiedliche Beratungs- und Unterstützungsstrukturen, wie beispielsweise die Fachstellen für pflegende Angehörige und die Pflegestützpunkte. Zudem hat die Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern auch Teile der Aufgaben der ehemaligen Agentur zum Auf- und Ausbau von Angeboten zur Unterstützung im Alltag übernommen.

Die sieben regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege werden diese Aufgaben nun sukzessive im jeweiligen Regierungsbezirk wahrnehmen. Die Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern wird die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege beim Aufbau bedarfsgerechter Strukturen unterstützen sowie deren Arbeit koordinieren. Die Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern steht den regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege als fachlicher Ansprechpartner beratend zur Verfügung. Die Themenbereiche der regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege umfassen:

  • Ansätze für Menschen mit Demenz sowie für deren Zu- und Angehörige
  • Angebote zur Unterstützung im Alltag und
  • Beratung in der Pflege.

Die Förderung für alle Fachstellen für Demenz und Pflege erfolgt aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege sowie durch die Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassenverbände in Bayern und durch die private Pflegeversicherung. Der Aufbau der Fachstellen für Demenz und Pflege wird von der Evangelischen Hochschule Nürnberg wissenschaftlich begleitet.

Die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege sind jeweils für einen der sieben bayerischen Regierungsbezirke zuständig und werden ihr Angebot auf den jeweiligen Regierungsbezirk ausrichten. Gegenstand dieser Interessenbekundung ist es, einen geeigneten Träger für die Fachstelle für Demenz und Pflege Oberbayern zu finden. Der Zuständigkeitsbereich der Fachstelle bezieht sich auf den Regierungsbezirk Oberbayern mitsamt der Landeshauptstadt München.

Ziele und Aufgaben der regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege

Grundsätzliche Ziele und Aufgaben der regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege sollen dabei sein:

1. Ist-Analyse zu regionalen Angeboten zu Demenz, Angebote zur Unterstützung im Alltag sowie Beratung in der Pflege

In einem ersten Schritt erhalten die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege Kenntnisse zu bestehenden und fehlenden Angeboten in den jeweiligen Regierungsbezirken durch die Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern.

Auf dieser Grundlage sollen regionale Akteure, wie beispielsweise Landkreise, Kommunen, Wohlfahrtsverbände sowie private und zivilgesellschaftliche Initiativen in den Blick genommen und weitere Angebote aus den Themenbereichen Demenz, Angebote zur Unterstützung im Alltag sowie Beratung in der Pflege im jeweiligen Regierungsbezirk identifiziert und in einer Datenbank, die von der Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern entwickelt wurde, eingespeist und laufend aktualisiert werden. Sofern erforderlich, wird eine Bedarfsanalyse bei den relevanten Stakeholdern im jeweiligen Regierungsbezirk durchgeführt.

2. Unterstützung beim Auf- und Ausbau von Angeboten für Menschen mit Demenz, Angeboten zur Unterstützung im Alltag sowie zur Beratung in der Pflege

Ziel ist, dass in allen Regionen bedarfsgerechte Strukturen zu Demenz, Angebote zur Unterstützung im Alltag sowie Beratung in der Pflege zur Verfügung stehen. Auf Grundlage der Ist-Analyse werden gemeinsam mit der Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern lokale Bedarfe identifiziert und Strategien zum Auf- und Ausbau von Angeboten zur Unterstützung im Alltag erarbeitet – insbesondere auch mit Fokus auf ländliche Regionen mit bisher wenigen Angeboten. Dazu sind vielfältige Umsetzungsstrategien denkbar, wie beispielsweise Angebot von Vorträgen, Durchführung von Veranstaltungen, Sammlung guter Beispiele, (aufsuchende) Beratung möglicher Initiatorinnen und Initiatoren sowie regelmäßiges und aktives Zugehen auf Akteure in verschiedenen Formaten, wie beispielsweise in Form von Veröffentlichungen in Amts- und Mitteilungsblättern, Kirchenboten usw.

Darüber hinaus werden (potenzielle) Träger bei der Gründung und Erhaltung von Angeboten in den Bereichen Demenz, Angebote zur Unterstützung im Alltag sowie Beratung in der Pflege beraten und unterstützt. Das umfasst sowohl Informationsweitergabe, fachliche Beratungen, Unterstützung bei der Konzepterstellung, Erschließen von Fördermöglichkeiten und Unterstützung bei der Antragstellung bzw. Schulung.

Zudem werden neue Ideen und Projekte zur Weiterentwicklung der Aufgabenbereiche entwickelt, mit der Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern abgestimmt und entsprechend weiterverfolgt.

3. Regionale Koordination und Vernetzung der lokalen Angebote

Ziel ist, dass die Netzwerkpartnerinnen und -partner in den Regionen fundierte Informationen, Unterstützung in ihren Handlungsfeldern und fachliche Beratung erhalten. Dazu kooperieren die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege mit den lokalen Akteuren und versuchen, weitere Akteure einzubinden.

Die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege sind für den Austausch innerhalb eines Regierungsbezirks bezogen auf verschiedene Zielgruppen zuständig, wie Austauschtreffen z.B. für Fachstellen für pflegende Angehörige, Pflegestützpunkte, pflegende Angehörige sowie Anbieter von Angeboten zur Unterstützung im Alltag.

Darüber hinaus vernetzen sich die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege mit den verschiedensten regional tätigen Netzwerken und Stakeholdern aus dem Gesundheits- und Pflegebereich sowie aus dem Altenhilfebereich und anderen relevanten Akteuren, wie beispielsweise den Gesundheitsregionenplus, den Mitarbeitenden in den bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten sowie den Regierungen, gerontopsychiatrische Koordinationsstellen der Bezirke, Alzheimer Gesellschaften, der Bayerischen Architektenkammer, Hausärztinnen und -ärzten, Vertreterinnen und Vertretern der Kirchen, des Einzelhandels usw. und arbeiten eng mit diesen zusammen.

Dabei sollen keine parallelen Strukturen entstehen, sondern vorhandene Strukturen genutzt und weiterentwickelt werden.

4. Schulungen, Fortbildungen, Fachveranstaltungen und Fachvorträge

Die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege sind die Plattform für Wissenstransfer in den Bereichen Demenz, Angebote zur Unterstützung im Alltag sowie Beratung in der Pflege im jeweiligen Regierungsbezirk.

Die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege bieten bedarfsgerechte Informationsveranstaltungen und Workshops, insbesondere für Träger von Angeboten zur Unterstützung und Beratung in der Pflege, an. Die Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern entwickelt Workshops für weitere Adressaten, z.B. für den Einzelhandel (wie Supermarkt, Bäcker, Metzger, Arztpraxen und Apotheken), öffentliche Verwaltungen (wie Bürgerämter, Friedhofsamt, Standesamt), öffentliche Veranstalter von Kultur- und Freizeitangeboten (wie Opernhäuser, Konzertveranstalter) sowie Polizeidienststellen. Die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege führen diese, in Kooperation mit der Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern, in den Regionen durch. Ergänzend entstehen Handreichungen und Arbeitshilfen für die genannten Zielgruppen.

Die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege initiieren regionale Veranstaltungen zu den Themenbereichen Angebote für Menschen mit Demenz, Angebote zur Unterstützung im Alltag sowie Beratung in der Pflege bzw. beteiligen sich aktiv daran. Auch eine Beteiligung an regionsübergreifenden Aktionen, wie Bayerische Demenzwoche, Fachtage Demenz, FTD Week u.a. ist vorgesehen.

Darüber hinaus werden Fachvorträge für unterschiedliche Akteursgruppen, wie beispielsweise Kommunen, Wohlfahrtsverbände, private Initiatorinnen und Initiatoren, ggf. in Kooperation mit der Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern, angeboten.

Die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege kommunizieren die in ihrem Aufgabenspektrum gewonnenen Erfahrungen an die Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern. Dabei werden sowohl erfolgreiche Ansätze als auch Problemstellungen weitergegeben. Die Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern informiert die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege über neue Erkenntnisse aus der Wissenschaft, die von den regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege je nach Bedarf in Praxiskonzepte überführt werden.

5. Regionale Öffentlichkeitsarbeit (auch Publikationen)

Die Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern übernimmt die landesweite Außendarstellung, die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege wirken insbesondere regional. Alle Maßnahmen der regionalen Öffentlichkeitsarbeit sind mit der Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern abzustimmen und sind Bestandteil der bayernweiten Kommunikationsstrategie.

Die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege informieren die Öffentlichkeit über ihre Arbeit. Sie betreiben eine stets aktuelle, professionelle Website, auf der sie der Öffentlichkeit und dem Fachpublikum insbesondere über ihre Arbeit und die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege berichten, über Unterstützungs- und Hilfsangebote für Menschen mit Demenz und die häuslich Pflegenden informieren und auf Veranstaltungen hinweisen. Die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege publizieren regelmäßig einen elektronischen Newsletter für die Fachwelt und die interessierte Öffentlichkeit, mindestens einmal pro Quartal.

Die Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern erarbeitet sowohl eine digitale Darstellung aller vorhandenen Angebote für Menschen mit Demenz und ihre häuslichen Pflegepersonen zu den Themen Demenz, Angebote zur Unterstützung im Alltag sowie Beratung in der Pflege in einer inhaltlich abgestimmten vollständigen Datenbank unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Vorschriften sowie eine Übersicht zu allen relevanten Veröffentlichungen für die benannten Zielgruppen. Die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege ergänzen diese Informationen und erstellen bedarfsgerecht darüber hinausgehende Materialien mit einem Regionalbezug, wie z.B. Publikationen von guten Beispielen sowie entsprechende Wegweiser.

Die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege erstellen einen Imageflyer über ihren Aufgabenbereich und ihre Tätigkeit. Darüber hinaus nehmen sie sowohl an regionalen Veranstaltungen als auch an regionalen und überregionalen Fach- und Publikumsmessen sowie Tagungen teil.

6. Zusammenarbeit mit dem Auftragnehmer der wissenschaftlichen Begleitung sowie der Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern und den anderen regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege

Im Einführungsprozess der regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege übernimmt die Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern die fachliche Beratung und Unterstützung der regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege und begleitet die Mitarbeitenden der regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege im Rahmen eines Qualifizierungskonzeptes weiter.

Die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege arbeiten eng mit der Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern zusammen und vernetzen sich untereinander in Form von Dialogforen. Dazu werden im Rahmen von bayernweiten Austauschtreffen Informationen an die regionalen Partner weitergeleitet und umgekehrt. Zudem dienen sie dem Erfahrungsaustausch und der Vorstellung von Best-Practice Modellen aus den Regionen.

Der Aufbau der Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern und der regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege werden von Seiten der Evangelischen Hochschule Nürnberg wissenschaftlich begleitet. Eine Bereitschaft zur engen Zusammenarbeit mit der wissenschaftlichen Begleitung, den regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege und der Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern wird ebenso vorausgesetzt wie die enge Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, der Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassenverbände in Bayern und die private Pflegeversicherung sowie dem Landesamt für Pflege. Die wissenschaftliche Begleitung erstreckt sich auf alle Aspekte des gesamten Projekts.

7. Beratung über vorhandene Angebote (Lotsenfunktion)

Die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege übernehmen eine Lotsenfunktion in ihrer Region. Sie beraten Menschen mit Demenz, andere pflegebedürftige Menschen sowie pflegende Angehörige und andere nahestehende Personen über Angebote für Menschen mit Demenz sowie Angebote zur Unterstützung im Alltag und vermitteln passende Beratungsangebote.

Bei der Umsetzung der Aufgabe sind Kooperationen von Trägern möglich. Die Beratung in den regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege muss neutral und unabhängig von Trägerinteressen erfolgen. Maßnahmen zur Sicherung der Neutralität sind im Konzept der jeweiligen regionalen Fachstelle für Demenz und Pflege darzustellen. Die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege sollen telefonisch, per E-Mail und persönlich erreichbar sein. Termine vor Ort zur Beratung von (potenziellen) Trägern sowie Anbietern sind vorgesehen. Eine Verfügbarkeit sollte von Montag bis Freitag gewährleistet werden.

Anforderungen an die Träger und die Bewerbung

Der Träger einer regionalen Fachstelle für Demenz und Pflege muss über folgende Kenntnisse und Erfahrungen verfügen (Nachweis kann durch eine Eigenerklärung mit Auflistung der Maßnahmen unter Angabe der Durchführungszeiträume oder aussagekräftigen Referenzen Dritter – möglichst im Zeitraum der letzten drei Jahre – erbracht werden):

  • Kenntnisse der bayerischen Unterstützungs- und Versorgungsstrukturen für Menschen mit Demenz und andere Pflegebedürftige, insbesondere im jeweiligen Regierungsbezirk
  • Erfahrung in der Durchführung und Koordination von Projekten, die sich mit der Versorgung von Menschen mit Demenz befassen
  • Erfahrung in der Moderation von Netzwerken im Gesundheits- und Pflegebereich
  • Erfahrung im Bereich der Schulung von Fachkräften und Ehrenamtlichen im Gesundheits- bzw. Pflegebereich
  • Erfahrung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit
  • Zusammenarbeit mit Selbsthilfeorganisationen für Menschen mit Demenz bzw. mit Selbsthilfeorganisationen der Angehörigen von Menschen mit Demenz und der häuslich Pflegenden.

Ergänzend hat der Bewerber noch folgende Darstellungen zu geben und Angaben zu machen:

  • Darstellung der Unternehmens bzw. Trägerstruktur: Der Bewerber hat den Aufbau seiner Organisation darzustellen und ein Organigramm beizufügen. Zudem soll mittels einer Personalübersicht die Personalstruktur quantitativ (aktuelle Gesamtzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) und qualitativ (Profile der Mitarbeitenden) erläutert und Aussagen zu dem geplanten eingesetzten Personal (insbesondere Qualifikation) für die regionale Fachstelle für Demenz und Pflege getroffen werden.
  • Neutralität: Es muss zwingend sichergestellt sein, dass ein neutrales, nicht von Trägerinteressen geleitetes Handeln bei der Erfüllung der Aufgaben gewährleistet werden kann. Der Nachweis der Neutralität ist durch eine Eigendarstellung zu erbringen, in der erläutert wird, wie diese Vorgabe erreicht wird.
  • Während der gesamten Laufzeit der Modellförderung muss den Zuwendungsgebern eine feste Ansprechpartnerin bzw. ein fester Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Die regionale Fachstelle für Demenz und Pflege hat ihren Sitz im jeweiligen Regierungsbezirk zu nehmen.

Sofern vorhanden, bitten wir um eine Darstellung der Eignung der Bewerber im Hinblick auf die Besonderheiten der Region, für die die Bewerbung erfolgt (beispielsweise Kenntnisse über besondere regionale Beratungsanforderungen, regionale Netzwerke etc.).

Interessierte haben die Gelegenheit, sich bis 30. September 2020 mit einem Grobkonzept zum Aufbau und Betrieb einer regionalen Fachstelle für Demenz und Pflege um eine Förderung zu bewerben. Durch die Abgabe einer Interessenbekundung entsteht kein Anspruch auf Förderung der Maßnahme durch die Fördergeber und keine Entschädigung für die gemachten Aufwendungen im Interessenbekundungsverfahren. Es ist vorgesehen, dass die drei geeignetsten Bewerbungen zur Vorstellung ihres eingereichten Konzeptes zu einer Sitzung des Vergabeausschusses für Modellprojekte gem. § 45 c SGB XI eingeladen werden. Die Sitzung ist in der Kalenderwoche 43 geplant. Danach hat der durch die Förderge-ber ausgewählte Bewerber Gelegenheit, sein Konzept ggf. zu überarbeiten und einen entsprechenden Förderantrag zu stellen. Die Entscheidung hierzu erfolgt im Einvernehmen zwischen den Fördergebern. Das Interessenbekundungsverfahren ist kein Vergabeverfahren, ein Anspruch auf Förderung besteht nicht. Es ist geplant, dass die Fachstelle für Demenz und Pflege Oberbayern am 1. Dezember 2020 ihre Arbeit aufnimmt.

Möglich ist auch ein gemeinsames Konzept verschiedener Träger in einem Verbundsystem. Das Grobkonzept sollte die geplanten Ziele und Aufgaben aufgreifen und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung beschreiben sowie die angedachte Personalstruktur widerspiegeln. Ferner ist dem Grobkonzept ein vorläufiger Kosten- und Finanzierungsplan beizufügen. Im Einvernehmen mit den Verbänden von GKV und PKV wird entschieden, welchem der vorgelegten Konzepte gefolgt werden soll.

Förderung

Das gesamte Vorhaben wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP), der Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassenverbände in Bayern und dem Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. nach § 45c Abs.1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 45a Abs.1 Satz 2 und Satz 5 SGB XI gemeinsam gefördert. Die Förderung der regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege erfolgt als Projektförderung im Rahmen einer Anteilfinanzierung (Art. 44 i.V.m. Art. 23 Bayerische Haushaltsordnung (BayHO). Die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P) bzw. die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung an kommunale Körperschaften (ANBest-K) werden Bestandteil des Zuwendungsbescheides. Für die Errichtung und das Betreiben der Fachstelle für Demenz und Pflege Oberbayern ist eine Förderung von insgesamt maximal 288.000 Euro pro Jahr (inkl. Veranstaltungen) bei Gesamtkosten von mindestens 320.000 Euro vorgesehen. Die Förderung erfolgt als Anteilfinanzierung im Rahmen der zum Entscheidungszeitpunkt zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. Eigenmittel des Trägers in Höhe von mindestens 10 Prozent der Gesamtkosten werden vorausgesetzt. Die regionale Fachstelle für Demenz und Pflege muss die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit erfüllen. Außerdem gelten für die Bewilligung die Bestimmungen der Verordnung zur Ausführung der Sozialgesetze (AVSG), insbesondere §§ 83ff. AVSG, die Bestimmungen des Bayerischen Reisekostenrechts und das Bayerische Verwaltungsverfahrensgesetz (BayVwVfG), insbesondere die Art. 48, 49 und 49a BayVwVfG. Gefördert werden ausschließlich Personal- und Sachkosten, eine Förderung von Investitionskosten ist nicht möglich.

Die Gewährung der Zuwendung ist im Sinne des EU-Beihilferechts als Ausgleichsleistung für die Erbringung einer Dienstleistung von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse im Rahmen des DAWI-Freistellungsbeschlusses Nr. 2012/21/EU der Kommission vom 20.12.2011 geplant. Bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen auf Seiten des Trägers (Unterschreiten der Förderhöchstgrenze) ist ggf. auch eine Gewährung als DAWI-De-minimis-Beihilfe nach der Verordnung (EU) Nr. 360/2012 der Kommission vom 25.04.2012 denkbar.

Die Förderung der regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege ist im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel vorerst für die Dauer von 36 Monaten vorgesehen, mit einer weiteren Verlängerungsoption um 24 Monate. Da die Fachstelle für Demenz und Pflege Oberbayern am 1. Dezember 2020 ihre Arbeit aufnehmen soll, wird im Falle einer positiven Auswahlentscheidung ein Beginn zu diesem Zeitpunkt vorausgesetzt. Der Standort der regionalen Fachstelle für Demenz und Pflege befindet sich im jeweiligen Regierungsbezirk in Bayern. Sollte der Zuwendungsempfänger noch keinen Standort in dem jeweiligen Regierungsbezirk in Bayern haben, ist unmittelbar nach Erteilung des Zuwendungsbescheids ein derartiger Standort einzurichten.

Ihre Interessenbekundung richten Sie bitte bis zum 30. September 2020 an:

Schul- und Ausbildungsbetrieb im Schuljahr 2020/ 2021 im Bereich der Gesundheitsfachberufe sowie den sozialpädagogischen und sozialpflegerischen Berufen

Die Ausbildung in Gesundheitsfachberufen sowie den sozialpädagogischen und sozialpflegerischen Berufen hat einen wichtigen Stellenwert. Auch während der Corona-Pandemie muss das erfolgreiche Durchlaufen und Bestehen der Ausbildung, im Interesse aller, im Fokus stehen. Weswegen ein gemeinsamer und besonnener Weg aller an der jeweiligen Ausbildung beteiligten Akteure unabdingbar ist. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege bemüht sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie allen an der Ausbildung beteiligten Akteuren Hilfestellung zu Fragestellungen die Ausbildung in Gesundheitsfachberufen betreffend zu geben. Fragen und Antworten rund um das Thema Abschlussprüfungen in den Gesundheitsfachberufen finden Sie in unseren FAQs zu Abschlussprüfungen in den Gesundheitsfachberufen während der Corona-Pandemie.

Studie zur Gesundheits- und Pflegewirtschaft in Bayern

Die Studie belegt: Gesundheit und Pflege sind nicht nur ein reiner Kosten-, sondern auch ein herausragender Beschäftigungs- und Wirtschaftsfaktor geworden. Die Gesundheits- und Pflegewirtschaft ist eine der stärksten und zukunftsträchtigsten Branchen im Freistaat. Sie hat sich in den letzten zehn Jahren zum krisenresistenten Wachstumsmotor für den Wirtschaftsstandort Bayern entwickelt. Ihre Bedeutung wird aufgrund der demographischen Entwicklung und einem weiterhin zunehmenden Gesundheitsbewusstsein in der Zukunft noch steigen. Aufschlussreich sind unter anderem folgende Daten der Studie:

  • Die Gesundheits- und Pflegewirtschaft ist Wachstums- und Beschäftigungstreiber für den Wirtschaftsstandort Bayern. 2017 generierte sie eine Bruttowertschöpfung von rund 56 Milliarden Euro und beschäftigte rund 1,2 Millionen Erwerbstätige. Damit entsteht rund jeder zehnte Euro der bayerischen Wirtschaftskraft in dieser Branche. Gleichzeitig sichert sie rund jeden sechsten Arbeitsplatz im Freistaat.Die Gesundheits- und Pflegewirtschaft ist in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt jährlich stärker gewachsen als die bayerische Gesamtwirtschaft. Seit 2008
    • ist der BWS-Anteil der Gesundheits- und Pflegewirtschaft an der bayerischen Gesamtwirtschaft überdurchschnittlich stark gestiegen (um  0,6 Prozent auf 10,4 Prozent in 2017) und dies – im Gegensatz zu anderen Branchen – auch während der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009.
    • verzeichneten sowohl die Bruttowertschöpfung als auch die Erwerbstätigenzahl innerhalb der bayerischen Gesundheits- und Pflegewirtschaft ein positives Wachstum.
    • entwickelten sich auch die Exporte der Branche im Vergleich zur Gesamtwirtschaft deutlich dynamischer.
  • Im Vergleich zur bayerischen Automobilindustrie generierte die Gesundheits- und Pflegewirtschaft 2017 rund 14 Milliarden Euro mehr an Bruttowertschöpfung und beschäftigte mehr als das Vierfache an Erwerbstätigen. Hierbei ist zu beachten, dass die Gesundheits- und Pflegewirtschaft – bestehend sowohl aus industriell- als auch dienstleistungsgeprägten Teilbereichen – mit der Automobilindustrie als reiner Industriebranche verglichen wird. Jedoch gilt auch beim Vergleich zu anderen bayerischen Dienstleistungssektoren, dass der Anteil der Gesundheits- und Pflegewirtschaft an der BWS und den Erwerbstätigen überdurchschnittlich hoch ist.
  • Sport-, Wellness- und Tourismusdienstleistungen als Teil der Gesundheits- und Pflegewirtschaft sind in Bayern stärker ausgeprägt als in jedem anderen Land. 2017 generierte mit 2,8 Milliarden Euro kein anderes Bundesland mehr Bruttowertschöpfung. 62.000 Erwerbstätige waren hier tätig.
  • In Bayern ist die Bereitschaft, private finanzielle Mittel in die eigene Gesundheit zu investieren, besonders hoch. Mit einem Anteil an den gesamten Konsumausgaben von 39,4 Prozent liegt in Bayern weit über dem Bundesdurchschnitt (28,1 Prozent).
  • Der Teilbereich Ausbildung in Gesundheits- und Pflegeberufen hat sich im Freistaat von 2008 bis 2017 besonders dynamisch entwickelt.
  • Die Analyse der Gesundheitsregionenplus zeigt, welchen wichtigen Beitrag die Gesundheits- und Pflegewirtschaft außerhalb der Metropolregionen für die Entwicklung des ländlichen Raumes leistet. Hier entstanden 2017 mit rund 29 Milliarden Euro rund 52 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung innerhalb der bayerischen Gesundheits- und Pflegewirtschaft und arbeiteten über 670.000 Erwerbstätige und damit rund 56 Prozent aller Beschäftigten der bayerischen Gesundheits- und Pflegewirtschaft.

Langfassung herunterladen

Die Langfassung der Studie zur Gesundheits- und Pflegewirtschaft in Bayern finden Sie in unserem Download-Bereich. Der Zugriff ist passwortgeschützt. Für die Zugangsdaten schicken Sie bitte eine E-Mail an
download@stmgp.bayern.de.

Anteil an der gesamten Bruttowertschöpfung in Bayern

im Jahr 2017 , in Prozent. Quelle: BMWi; GGR, Ausgabe 2019; Statistisches Landesamt Baden-Württemberg im Auftrag des AK VGRdL, Berechnungen WifOR

  • Gesundheits- und Pflegewirtschaft 10,4
  • Information und Kommunikation 5,2
  • Verkehr und Lagerei 3,7
  • Gastgewerbe 1,7

Gutachten zur Situation der Kurzzeitpflege in Bayern

Die Sicherung der ambulanten pflegerischen Versorgung von pflegebedürftigen Menschen in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung ist ein wesentliches pflegepolitisches Ziel. Hier setzt die Kurzzeitpflege gemäß § 42 SGB XI an: Kann die häusliche Pflege nach einer stationären Behandlung der pflegebedürftigen Person, bei häuslichen Krisensituationen, zum Beispiel bei Überlastung oder Erkrankung einer Pflegeperson, zeitweise nicht im erforderlichen Umfang sichergestellt werden, haben die Versicherten Anspruch auf stationäre Kurzzeitpflege.

In den letzten Jahren häufen sich bundesweit die Anzeichen für Engpässe bei Kurzzeitpflegeplätzen, dies gilt auch für einige Regionen in Bayern.

Die Belastung der verschiedenen Regionen ist dabei ungleich verteilt, vor allem für den ländlichen Raum ist die Gefahr der Unterversorgung nicht ausgeschlossen.

Besonders hier macht sich mit der zunehmenden Erwerbstätigkeit der Frauen und dem vermehrten Wegzug junger Menschen aus ländlichen Gebieten der Wegfall zweier wichtiger Ressourcen der familialen Pflege bemerkbar.

Die bereits vorhandene und die prognostiziert weiter stark steigende Nachfrage nach professioneller Versorgung trifft zum Teil schon jetzt auf ein unzureichendes Angebot, das zum einen durch den tatsächlichen Mangel an Plätzen, zum anderen durch das Fehlen von Pflegepersonal geprägt ist.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat im letzten Jahr eine Untersuchung in Auftrag gegeben, um sehr detailliert unter anderem die Situation der Kurzzeitpflege in Bayern und den Bedarf an Kurzzeitpflegeplätzen auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte untersuchen zu lassen.

Die Ergebnisse des Gutachtens haben aufgezeigt, dass in Bayern keine Region eine insgesamt ausreichende Deckung des Bedarfs an Kurzzeitpflegeplätzen aufweisen kann und mit einer weiteren Zunahme der Nachfrage nach Kurzzeitpflegeplätzen – bei gleichzeitiger Abnahme der Kapazitäten der solitären Kurzzeitpflege – gerechnet werden muss.

Insbesondere Menschen mit psychiatrischen beziehungsweise gerontopsychiatrischen Erkrankungen, herausforderndem Verhalten, Menschen mit Behinderung und junge Pflegebedürftige haben große Probleme, einen Kurzzeitpflegeplatz zu finden, da die verfügbaren Kurzzeitpflegeplätze in der Regel nicht auf ihre besonderen Bedürfnisse ausgerichtet sind.

Maßnahmen wie die Kurzzeitpflege dienen nicht nur der fachlich guten Versorgung der Pflegebedürftigen, sondern auch maßgeblich der Entlastung pflegender Angehöriger. Zudem wird mit einer Verbesserung der Versorgungsstruktur vor Ort „im Nebeneffekt“ auch der soziale Nahraum jedes Einzelnen erheblich aufgewertet, was auch ein Beitrag gegen Abwanderungstendenzen sein kann.
Die Gründe, warum so wenige Kurzzeitpflegeplätze in Bayern angeboten werden, sind sehr vielfältig und mögliche Lösungsansätze daher komplex.

Bei der Entwicklung von Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der Kurzzeitpflege in Bayern sind neben dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege auch Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Spitzenverbände, der Wohlfahrtsverbände sowie der Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassen in Bayern eingebunden.

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Modellprojekt „Vorbildliches Pflegewohnumfeld für Pflegebedürftige: DeinHaus 4.0“

Der Freistaat Bayern fördert die Projektreihe „Vorbildliches Pflegewohnumfeld für Pflegebedürftige: DeinHaus 4.0“.

Am Dienstag, den 11. Februar 2020 hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml einen weiteren Förderbescheid überreicht, diesmal an die Technische Hochschule (TH) Rosenheim.

Ziel des Forschungsprojekts „Dein Haus 4.0 – Oberbayern Wohnkompetenzzentrum an den Standorten Freilassing und Rosenheim“ der TH Rosenheim ist es, die Wirksamkeit von technischen Assistenzsystemen zu erproben und die Zufriedenheit der Nutzenden zu evaluieren. Dabei soll beleuchtet werden, wie in der Zukunft ein Smart Home aussehen könnte, das den speziellen Bedürfnissen von älteren Menschen, aber auch ihrer Pflege- und Therapiekräfte gerecht wird.

Das „DeinHaus 4.0“-Projekt der TH Rosenheim ist damit bereits das dritte Projekt der Modellreihe.

Was ist „DeinHaus 4.0“?

Bei „DeinHaus 4.0“ handelt es sich um eine Projektreihe, mit der intelligente Assistenztechnik für Pflegebedürftige erforscht und für die Bürgerinnen und Bürger erlebbar gemacht werden soll. Das erste „DeinHaus 4.0“-Projekt hat die Technischen Hochschule Deggendorf (THD) im Sommer 2018 begonnen. Ein Projektbestandteil dort ist die Einrichtung von Musterwohnungen: Das erste Musterhaus wurde am 24. September 2019 im niederbayerischen Osterhofen, eine zweite Mustereinrichtung in Deggendorf am 19. November 2019 eröffnet. Eine dritte Mustereinrichtung der THD ist in Roding geplant. Die Mustereinrichtungen sollen in unterschiedlichen Wohnformen – wie einem Haus, einer Wohnung und dem Wohnen im Pflegeheim – nicht nur erlebbar machen, was technisch möglich ist. Parallel dazu soll erprobt werden, ob und wie ein tatsächlicher Nutzen für die Pflegenden und die zu Pflegenden geschaffen werden kann. Jedes „DeinHaus 4.0“ wird dabei eigene Schwerpunkte bei Forschung und Technik setzen.

Die Projektreihe „DeinHaus 4.0“ geht daher weit über die Einrichtung von Musterwohnungen hinaus: Gesellschaftliche Fragestellungen, wie nach dem Bedarf und der Akzeptanz technischer Assistenzsysteme, werden ebenso untersucht wie ethische, gesundheitsökonomische und rechtliche Fragen – beispielsweise zum Datenschutz.

Bereits im Januar 2020 wurde der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg ein Förderbescheid für ein DeinHaus 4.0 Projekt überreicht.

Ziel des Forschungsprojekts der OTH Regensburg ist es, so genannte Telepräsenz-Roboter im häuslichen Umfeld von Schlaganfallpatienten zu erproben. Dazu sollen rund 100 Projektteilnehmer die Möglichkeit erhalten, ein halbes Jahr lang zu Hause ihre persönlichen Unterstützungsmöglichkeiten durch Telepräsenzroboter zu erleben. Die OTH wird dabei unter anderem Akzeptanz und Folgen erforschen, gesundheits- und pflegewissenschaftliche Potentialstudien erstellen und Fragen des Datenschutzes klären.

Chancen der Digitalisierung in der Pflege

Gerade in der Pflege bieten digitale Anwendungen zahlreiche Chancen. Digitale Assistenztechnik kann Pflegekräfte und pflegende Angehörige entlasten. Klar ist aber auch: Bei allen Möglichkeiten, die Digitalisierung bietet, muss der Mensch und die menschliche Zuwendung immer im Mittelpunkt stehen.

Wir brauchen technisch-digitale Unterstützung, die von den Pflegenden und den Pflegebedürftigen akzeptiert wird. Deshalb muss die neue Technik praxistauglich sein.
Melanie Huml, Staatsministerin
  • Am Dienstag, den 11. Februar 2020 hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml den Förderbescheid für DeinHaus 4.0 an den Präsidenten der Technischen Hochschule Rosenheim Professor Heinrich Köster überreicht.

    Am Dienstag, den 11. Februar 2020 hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml den Förderbescheid für DeinHaus 4.0 an den Präsidenten der Technischen Hochschule Rosenheim Professor Heinrich Köster überreicht.

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  • Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg, Prof. Dr. Karsten Weber, Projektleiter DeinHaus 4.0 – TePUS (Telepräsenzroboter für die Pflege und Unterstützung von Schlaganfallpatientinnen und patienten), Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml und Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.

    Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml übergibt der OTH Regensburg am 23. Januar 2020 den Förderbescheid für das Modellprojekt „DeinHaus 4.0“ in Regensburg. (v.l. Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg, Prof. Dr. Karsten Weber, Projektleiter, Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml und Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.

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  • Bild von der Verleihung am 6. Juni 2018: Staatsministerin Melanie Huml (Mitte) überreichte am 6. Juni 2018 in München den Förderbescheid an die Verantwortlichen des Projekts DeinHaus 4.0 der Technischen Hochschule (TH) Deggendorf. (v.l. Prof. Dr. Christian Rester, Projektleitung „DeinHaus 4.0“ an der TH Deggendorf, Staatsminister Bernd Sibler, Staatsministerin Melanie Huml, Prof. Dr. Horst Kunhardt, Vizepräsident TH Deggendorf, Alexandra Glufke, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TH Deggendorf)

    Staatsministerin Melanie Huml (Mitte) überreichte am 6. Juni 2018 in München den Förderbescheid an die Verantwortlichen des Projekts "DeinHaus 4.0" der Technischen Hochschule (TH) Deggendorf. (v.l. Prof. Dr. Christian Rester, Projektleitung „DeinHaus 4.0“ an der TH Deggendorf, Staatsminister Bernd Sibler, Staatsministerin Melanie Huml, Prof. Dr. Horst Kunhardt, Vizepräsident TH Deggendorf, Alexandra Glufke, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TH Deggendorf)

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Studie „Sozioökonomische Bedeutung der medizinischen Rehabilitation in Bayern“

Bayern ist der größte Anbieter von stationären Rehabilitations-Leistungen in Deutschland: Fast jede vierte Einrichtung liegt im Freistaat; fast ein Fünftel aller Rehabilitations-Fälle werden hier behandelt. 2016 haben rund 2,6 Millionen Patientinnen und Patienten in Bayern Leistungen oder Produkte erhalten, die zur medizinischen Rehabilitation zählen.

Die Studie „Sozioökonomische Bedeutung der medizinischen Rehabilitation in Bayern“ (Reha-Studie) belegt den starken Stand und die hohe Leistungsfähigkeit der medizinischen Rehabilitation in Bayern. Erstellt wurde die Studie von der Firma regecon Gesellschaft für regionalwirtschaftliche Forschung und Beratung mbH im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Was macht den Standort Bayern bei der medizinischen Rehabilitation aus? Zum einen liegt es an den naturräumlichen Gegebenheiten in Bayern, die sich vielerorts durch Heil-, Thermal- oder Solequellen oder durch eine besondere Luftqualität auszeichnen. Daneben haben die Kur- und Heilbäder um die Naturvorkommen herum leistungsfähige Rehabilitationszentren geschaffen, die durch umfangreiche touristische Angebote abgerundet werden.

In der Folge hat die medizinische Rehabilitation in Bayern nicht nur ein hervorragendes Image, sondern auch einen hohen regionalwirtschaftlichen Nutzen und eine hohe fiskalische Rentabilität. Viele sozioökonomische Trends wie die Alterung der Gesellschaft und der Gesundheitstourismus bieten zudem gute Chancen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der medizinischen Rehabilitation.

Die Studie unterstreicht die herausragende Bedeutung der medizinischen Rehabilitation in der medizinischen und pflegerischen Versorgungs- und Wertschöpfungskette der bayerischen Gesundheits- und Pflegewirtschaft (GPflWi). Die medizinische Rehabilitation hat zudem für wesentlich mehr Wirtschaftszweige Relevanz, als die Abgrenzung der öffentlichen Statistik vermuten lässt.

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Das Landespflegegeld in Bayern

Mitte 2018 hat das Bayerische Kabinett den Gesetzentwurf zur Einführung des Bayerischen Landespflegegeldes beschlossen, der anschließend vom Bayerischen Landtag verabschiedet wurde.

Die Einführung des Landespflegegeldes ist ein Baustein des Pflege-Paketes für Bayern. Ziel des Pflege-Paketes ist es, eine zukunftsfähige Infrastruktur in der Pflege weiterzuentwickeln und Pflegebedürftige bestmöglich zu unterstützen. So sollen Millioneninvestitionen auch die stationäre Pflege bei der Schaffung neuer Kurzzeitpflegeplätze unterstützen und zur Entlastung von Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen beitragen.

Wer bekommt das Landespflegegeld?

Mit dem Landespflegegeld unterstützt die Bayerische Staatsregierung pflegebedürftige Menschen mit 1.000 Euro pro Jahr zusätzlich.

  • Menschen, die mit Pflegegrad 2 oder höher eingestuft worden sind (Bescheid der Pflegekasse) können einen Antrag auf Landespflegegeld stellen.
  • Der Hauptwohnsitz des Antragstellers muss in Bayern liegen.
  • Das Landespflegegeld ist unabhängig davon, ob der Pflegebedürftige in einem Pflegeheim untergebracht ist oder zuhause lebt und dort versorgt wird.

Was müssen Sie tun, um das Landespflegegeld zu erhalten?

  • Sie müssen Ihren Antrag auf Landespflegegeld für das laufende Pflegejahr bis spätestens 31. Dezember schriftlich beim Bayerischen Landesamt für Pflege (Landespflegegeld, Postfach 1362, 92203 Amberg) einreichen.
  • Das Antragsformular ist unter www.bestellen.bayern.de oder unter www.landespflegegeld.bayern.de/antrag.asp zum Download erhältlich.
  • Wenn Ihr erster Antrag auf Landespflegegeld bewilligt wurde, müssen Sie für die darauffolgenden Jahre keinen neuen Antrag mehr stellen. Für die Folgejahre wird die Leistung ohne neuen Antrag gewährt. Bitte informieren Sie das Bayerische Landesamt für Pflege, wenn sich Änderungen ergeben, die Ihren Anspruch auf das Landespflegegeld betreffen (zum Beispiel eine Änderung des Pflegegrades oder ein Wegzug aus Bayern). Besteht kein Anspruch mehr, wird der Bescheid entsprechend zurückgenommen.

Kontakt

Wenn Sie noch Fragen zum Landespflegegeld haben, senden Sie einfach eine E-Mail an landespflegegeld@lfp.bayern.de.

Publikationen zum Thema

  • Das Bayerische Landespflegegeld

  • Antrag auf Landespflegegeld 2019

Mobile Augenuntersuchung mit älterer Dame

Augenärztliche Versorgung im Pflegeheim

Durch ein mobiles, telemedizinisch-vernetztes Augenuntersuchungssystem (MTAU) soll der Zugang zu einer hochwertigen augenärztlichen Versorgung gerade für Patienten in Pflegeheimen erleichtert werden. Eine bessere augenärztliche Versorgung wird das Sehvermögen verbessert. Stürze können vermieden werden. Außerdem können Pflegebedürftige besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben, wenn sie zum Beispiel selbst Zeitung lesen können. Mit Hilfe mobiler Untersuchungsgeräte und der Nutzung von Kommunikationsstrukturen kann die augenärztliche Versorgung im ländlichen Raum verbessert werden.