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Aktuelles aus der Pflege

Hier finden Sie aktuelle Themen aus dem Bereich Pflege.

Digitalisierung und Technik der Pflege

Digitalisierung und Technik sind wichtige Handlungsfelder, um die zunehmenden Aufgaben in der Pflege zu bewältigen. In der täglichen Pflegearbeit gibt es bereits gute und bewährte Hilfsmittel. Derzeit machen neue Schlagworte wie E-Health, Smart Home, Digital Rescue und Ambient Assisted Living (AAL) die Runde. Aber wie werden sie angenommen?

Um die modernen Hilfsmittel einzusetzen, müssen Entscheider und Pflegekräfte in ihrem Umgang geschult werden. Mehr Technik und Digitalisierung stoßen bei Pflegebedürftigen wie Pflegekräften vielerorts auf Vorbehalte und Ablehnung. Solche Stolpersteine gilt es ernst zu nehmen und insbesondere bei Innovationen und Weiterentwicklung von technischen Hilfsmitteln durch Ingenieure und Techniker zu berücksichtigen.

5. Fachtagung „Gestaltung von Digitalisierung und Technik für die Pflege (Pflege Digital)“

Die 5. Fachtagung „Gestaltung von Digitalisierung und Technik für die Pflege (Pflege Digital)“ fand am 11. April 2019 in München statt. Die diesjährige Tagung beleuchtete, welche Potentiale in den neuen Technologien für Pflegekräfte, aber auch für Pflegebedürftige und Menschen mit Handicap stecken.

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13. KWA Symposium: Lebensdienliche Sicherheit durch Hightech!?

Das Landespflegegeld in Bayern

Mitte 2018 hat das Bayerische Kabinett den Gesetzentwurf zur Einführung des Bayerischen Landespflegegeldes beschlossen, der anschließend vom Bayerischen Landtag verabschiedet wurde.

Die Einführung des Landespflegegeldes ist ein Baustein des Pflege-Paketes für Bayern. Ziel des Pflege-Paketes ist es, eine zukunftsfähige Infrastruktur in der Pflege weiterzuentwickeln und Pflegebedürftige bestmöglich zu unterstützen. So sollen Millioneninvestitionen auch die stationäre Pflege bei der Schaffung neuer Kurzzeitpflegeplätze unterstützen und zur Entlastung von Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen beitragen.

Wer bekommt das Landespflegegeld?

Mit dem Landespflegegeld unterstützt die Bayerische Staatsregierung pflegebedürftige Menschen mit 1.000 Euro pro Jahr zusätzlich.

  • Menschen, die mit Pflegegrad 2 oder höher eingestuft worden sind (Bescheid der Pflegekasse) können einen Antrag auf Landespflegegeld stellen.
  • Der Hauptwohnsitz des Antragstellers muss in Bayern liegen.
  • Das Landespflegegeld ist unabhängig davon, ob der Pflegebedürftige in einem Pflegeheim untergebracht ist oder zuhause lebt und dort versorgt wird.

Was müssen Sie tun, um das Landespflegegeld zu erhalten?

  • Sie müssen Ihren Antrag auf Landespflegegeld für das laufende Pflegejahr bis spätestens 31. Dezember schriftlich beim Bayerischen Landesamt für Pflege (Landespflegegeld, Postfach 1362, 92203 Amberg) einreichen.
  • Das Antragsformular ist unter www.bestellen.bayern.de oder unter www.landespflegegeld.bayern.de/antrag.asp zum Download erhältlich.
  • Wenn Ihr erster Antrag auf Landespflegegeld bewilligt wurde, müssen Sie für die darauffolgenden Jahre keinen neuen Antrag mehr stellen. Für die Folgejahre wird die Leistung ohne neuen Antrag gewährt. Bitte informieren Sie das Bayerische Landesamt für Pflege, wenn sich Änderungen ergeben, die Ihren Anspruch auf das Landespflegegeld betreffen (zum Beispiel eine Änderung des Pflegegrades oder ein Wegzug aus Bayern). Besteht kein Anspruch mehr, wird der Bescheid entsprechend zurückgenommen.

Kontakt

Wenn Sie noch Fragen zum Landespflegegeld haben, senden Sie einfach eine E-Mail an landespflegegeld@lfp.bayern.de.

Publikationen zum Thema

  • Das Bayerische Landespflegegeld

  • Antrag auf Landespflegegeld 2019

Themenreport „Kinder und Jugendliche als pflegende Angehörige“ vorgestellt

Die Rolle von Minderjährigen in der familialen Pflege erfährt in Deutschland bis jetzt noch wenig Aufmerksamkeit. Studien zufolge pflegen etwa fünf Prozent aller 12- bis 17-Jährigen regelmäßig Angehörige – ob es nun Eltern, Großeltern oder die eigenen Geschwister sind. Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung sind das etwa 230.000 Minderjährige, die teils erhebliche Verantwortung in der Familie übernehmen. Für diese jungen Menschen kann dies häufig schwerwiegende gesundheitliche und auch psychische Folgen haben. Denn gerade für ihr Alter werden sie einer großen Verantwortung und erheblichen, bisweilen existenziellen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Es kann zu sozialer Isolation kommen, aber auch zu Gefühlen der Einsamkeit, Traurigkeit und Angst bis hin zu eklatanten Schul- und Ausbildungsproblemen.

Im Rahmen des Projekts „Young Carers“ hat das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) mit Experten nun den Themenreport „Kinder und Jugendliche als pflegende Angehörige“ erarbeitet. Der Bericht liefert nun erstmals eine umfassende Bestandsaufnahme zur Situation der jungen Pflegenden in Deutschland.

Bayerns Pflegeministerin Melanie Huml hat für das Projekt „Young Carers“ die Schirmherrschaft übernommen. Der Themenreport wurde am 23. Januar 2017 in Berlin vorgestellt.

Den Themenreport können Sie auf der Internetseite des ZQP herunterladen.

Häufig spielen auch Minderjährige bei der Versorgung und Betreuung von pflegebedürftigen Menschen eine bedeutende Rolle. Dieser wichtige Einsatz wird aber bislang zu wenig gewürdigt. Künftig müssen die Hilfs- und Unterstützungsangebote so organisiert werden, dass sie auch junge Pflegende erreichen.
Melanie Huml, Staatsministerin
Mobile Augenuntersuchung mit älterer Dame

Augenärztliche Versorgung im Pflegeheim

Durch ein mobiles, telemedizinisch-vernetztes Augenuntersuchungssystem (MTAU) soll der Zugang zu einer hochwertigen augenärztlichen Versorgung gerade für Patienten in Pflegeheimen erleichtert werden. Eine bessere augenärztliche Versorgung wird das Sehvermögen verbessert. Stürze können vermieden werden. Außerdem können Pflegebedürftige besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben, wenn sie zum Beispiel selbst Zeitung lesen können. Mit Hilfe mobiler Untersuchungsgeräte und der Nutzung von Kommunikationsstrukturen kann die augenärztliche Versorgung im ländlichen Raum verbessert werden.