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Aktuelles aus der Pflege

Hier finden Sie aktuelle Themen aus dem Bereich Pflege.

Der Bayerische Pflegegipfel 2017

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat beim Bayerischen Pflegegipfel 2017 in Nürnberg für eine enge Zusammenarbeit aller gesellschaftlichen Kräfte geworben, um die Pflege auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Im Rahmen des Pflegegipfels tauschten sich Vertreter aus der Pflege, aus der Wissenschaft, Angehörige von Pflegebedürftigen und weitere Akteure zu diesem Thema aus. Huml stellte fest, dass in einigen Jahren der steigenden Anzahl Pflegebedürftiger eine sinkende Anzahl von in der Pflege Tätigen gegenüberstehen wird. „Gefordert sind sowohl der Staat und die Kommunen als auch Kassen, Träger und Pflegekräfte, Angehörige und Ehrenamtliche.“ Ein wichtiger Schritt um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken ist aber auch, so die Ministerin, mehr gesellschaftliche Anerkennung für die Pflege. Das Motto des Gipfels lautete „Wo geht die Reise hin?“. Die Erkenntnisse aus den Beratungen sollen eine Grundlage für die Entwicklung der Ziele der bayerischen Pflegepolitik bilden. Zwar wurde im Bereich der Pflege schon vieles erreicht, auf Landesebene und beispielsweise mit den Pflegestärkungsgesetzen des Bundes. Die Teilnehmer waren sich aber auch einig, dass es noch weiteren Handlungsbedarf gibt um die pflegerische Versorgung in den nächsten Jahrzehnten optimal gestalten zu können.

Um Zugang zu den hochauflösenden Bildern vom Pflegegipfel 2017 zu erhalten, senden Sie uns eine E-Mail an: download@stmgp.bayern.de .

  • Moderator Johannes Ott begleitet die Teilnehmer durch den Pflegegipfel 2017.

    Moderator Johannes Ott führte die Teilnehmer durch den Pflegegipfel 2017.

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  • Dr. Bernhard Opolony leitet die Abteilung Pflege und Prävention im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.

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  • Prof. Dr. Andreas Kruse von der Universität Heidelberg ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Altersforschung und stellte dies mit seinem begeisternden Impulsvortrag wieder unter Beweis.

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  • Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat Vertreter der Pflegeberufe, der Wissenschaft sowie Vertreter Pflegebedürftiger und weitere wichtige Akteure aus der Pflege zum Pflegegipfel in Nürnberg eingeladen.

    Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml lud Vertreter der Pflegeberufe, der Wissenschaft sowie Vertreter Pflegebedürftiger und weitere wichtige Akteure aus der Pflege zum Pflegegipfel in Nürnberg ein.

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  • v.l.n.r: Fritz Schösser, Aufsichtsratsvorsitzender des Bundesverbands der AOK, Gesundheitsministerin Melanie Huml, Christa Stewens, Staatsministerin a.D., der Patienten- und Pflegebeautragte der Bayerischen Staatsregierung Hermann Imhof, Moderator Johannes Ott.

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  • Dr. Thomas Klie nimmt am Diskussionsforum zum Thema Pflegekräfte teil.

    Dr. Thomas Klie von der Evangelischen Hochschule Freiburg, nahm ebenfalls am Diskussionsforum zum Thema Pflegekräfte teil.

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  • Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe spricht zu den Teilnehmern des Pflegegipfels.

    Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe spricht zu den Teilnehmern des Pflegegipfels in Nürnberg.

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  • Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Bayerns Gesundheits- und Pflegeminsterin Melanie Huml tauschen sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion über die Zukunft der Pflege aus.

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  • Der Aufsichtsratsvorsitzender des Bundesverbands der AOK und Gesundheitsministerin Melanie Huml.

    Gesundheitsministerin Melanie Huml bedankt sich beim Aufsichtsratsvorsitzenden des Bundesverbands der AOK Herrn Fritz Schösser.

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  • Gesundheitsministerin Huml im Gespräch mit einer Teilnehmerin des bayerischen Pflegegipfels in Nürnberg.

    Gesundheitsministerin Huml im Gespräch mit einer Teilnehmerin des bayerischen Pflegegipfels in Nürnberg.

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Themenreport „Kinder und Jugendliche als pflegende Angehörige“ vorgestellt

Die Rolle von Minderjährigen in der familialen Pflege erfährt in Deutschland bis jetzt noch wenig Aufmerksamkeit. Studien zufolge pflegen etwa fünf Prozent aller 12- bis 17-Jährigen regelmäßig Angehörige – ob es nun Eltern, Großeltern oder die eigenen Geschwister sind. Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung sind das etwa 230.000 Minderjährige, die teils erhebliche Verantwortung in der Familie übernehmen. Für diese jungen Menschen kann dies häufig schwerwiegende gesundheitliche und auch psychische Folgen haben. Denn gerade für ihr Alter werden sie einer großen Verantwortung und erheblichen, bisweilen existenziellen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Es kann zu sozialer Isolation kommen, aber auch zu Gefühlen der Einsamkeit, Traurigkeit und Angst bis hin zu eklatanten Schul- und Ausbildungsproblemen.

Im Rahmen des Projekts „Young Carers“ hat das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) mit Experten nun den Themenreport „Kinder und Jugendliche als pflegende Angehörige“ erarbeitet. Der Bericht liefert nun erstmals eine umfassende Bestandsaufnahme zur Situation der jungen Pflegenden in Deutschland.

Bayerns Pflegeministerin Melanie Huml hat für das Projekt „Young Carers“ die Schirmherrschaft übernommen. Der Themenreport wurde am 23. Januar 2017 in Berlin vorgestellt.

Den Themenreport können Sie auf der Internetseite des ZQP herunterladen.

Häufig spielen auch Minderjährige bei der Versorgung und Betreuung von pflegebedürftigen Menschen eine bedeutende Rolle. Dieser wichtige Einsatz wird aber bislang zu wenig gewürdigt. Künftig müssen die Hilfs- und Unterstützungsangebote so organisiert werden, dass sie auch junge Pflegende erreichen.
Melanie Huml, Staatsministerin

Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff

Seit dem 1. Januar 2017 wurde ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt. An die Stelle der früheren drei Pflegestufen traten fünf Pflegegrade und mit ihnen wurde ein neues Begutachtungssystem eingeführt. Damit werden die Belange von Menschen mit kognitiven Einschränkungen, zum Beispiel aufgrund einer Demenz, besser als nach der früheren Systematik berücksichtigt.

Entscheidend für die Feststellung von Pflegebedürftigkeit ist nun die Einschränkung der Selbstständigkeit in den pflegerelevanten Bereichen des täglichen Lebens. Bei der Berechnung des Pflegegrades werden dabei folgende Bereiche berücksichtigt:

  • Mobilität
  • Kognitive Fähigkeiten
  • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
  • Selbstversorgung
  • Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Ebenfalls im Rahmen der Begutachtung erhoben werden die Bereiche

  • Außerhäusliche Aktivitäten und
  • Haushaltsführung.

Letztere gehen aber nicht in die Berechnung des Pflegegrades ein.

Nach einem Punktesystem ergeben sich aus den in der Begutachtung festgestellten Einschränkungen der Selbständigkeit fünf Pflegegrade:

  • Pflegegrad 1:
    Geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  • Pflegegrad 2:
    Erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  • Pflegegrad 3:
    Schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  • Pflegegrad 4:
    Schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  • Pflegegrad 5:
    Schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit und besondere Bedarfskonstellation

Die früheren Leistungen für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz wurden in das reguläre Leistungsrecht überführt. Eine gesonderte Feststellung einer eingeschränkten Alltagskompetenz findet daher nun nicht mehr statt. Pflegebedürftige mit körperlichen Einschränkungen und Pflegebedürftige mit kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen sind damit nun gleichgestellt.

Pflegebedürftige, die bereits vor dem 1. Januar 2017 Leistungen aus der Pflegeversicherung bezogen haben, genießen Bestandsschutz.

Die Reform ist ein „Meilenstein für eine bessere Versorgung von Demenzkranken. Die Bedürfnisse des Einzelnen werden stärker berücksichtigt. Es stehen nicht mehr die rein körperlichen Beeinträchtigungen im Vordergrund.
Melanie Huml, Staatsministerin
Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung

Digitalisierung und Technik der Pflege

Digitalisierung und Technik sind wichtige Handlungsfelder, um die zunehmenden Aufgaben in der Pflege zu bewältigen. In der täglichen Pflegearbeit gibt es bereits gute und bewährte Hilfsmittel. Derzeit machen neue Schlagworte wie E-Health, Smart Home, Digital Rescue und Ambient Assisted Living (AAL) die Runde. Aber wie werden sie angenommen?

Um die modernen Hilfsmittel einzusetzen, müssen Entscheider und Pflegekräfte in ihrem Umgang geschult werden. Mehr Technik und Digitalisierung stoßen bei Pflegebedürftigen wie Pflegekräften vielerorts auf Vorbehalte und Ablehnung. Solche Stolpersteine gilt es ernst zu nehmen und insbesondere bei Innovationen und Weiterentwicklung von technischen Hilfsmitteln durch Ingenieure und Techniker zu berücksichtigen.

Fachtagung zur „Digitalisierung und Technik in der Pflege“

Die 3. Fachtagung zur „Digitalisierung und Technik in der Pflege“ findet am 5. April 2017 am Haidenauplatz 1 in 81667 München statt. Nach dem überaus positiven Feedback auf unsere ersten beiden Fachtagungen wollen wir das Thema weiter vertiefen. Besonders freuen wir uns, dass auch diesmal wieder der MDK Bayern und der VDE Bayern unsere Kooperationspartner und HCM – das Health & Care Management-Magazin unser Medienpartner sind.

Die Teilnahme ist kostenlos. Wegen begrenzter Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich.

Umfrage „Digitalisierung und Technik in der Pflege“

Bis 2. April 2015 haben wir Sie gefragt, wie die Pflege der Zukunft aussehen könnte. Das sind die Ergebnisse:

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Ja
13. KWA Symposium: Lebensdienliche Sicherheit durch Hightech!?
Mobile Augenuntersuchung mit älterer Dame

Augenärztliche Versorgung im Pflegeheim

Durch ein mobiles, telemedizinisch-vernetztes Augenuntersuchungssystem (MTAU) soll der Zugang zu einer hochwertigen augenärztlichen Versorgung gerade für Patienten in Pflegeheimen erleichtert werden. Eine bessere augenärztliche Versorgung wird das Sehvermögen verbessert. Stürze können vermieden werden. Außerdem können Pflegebedürftige besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben, wenn sie zum Beispiel selbst Zeitung lesen können. Mit Hilfe mobiler Untersuchungsgeräte und der Nutzung von Kommunikationsstrukturen kann die augenärztliche Versorgung im ländlichen Raum verbessert werden.