Drei Schwarz-Weiß-Fotos in den Händen einer älteren Person.

Der Bayerische Demenzpreis

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege verlieh am 11. November 2015 zum ersten Mal den Bayerischen Demenzpreis. Er dient dazu, herausragende innovative Projekte für demenziell Erkrankte und ihre Angehörigen auszuzeichnen und diese bekannt zu machen und bayernweit Anregungen für neue Aktivitäten zu geben. Der Bayerische Demenzpreis ist Teil der Bayerischen Demenzstrategie.

Der Bayerische Demenzpreis ist Teil der Bayerischen Demenzstrategie und wird auch 2016 wieder verleihen. Die Bewerbungsfrist endete am 3. April 2016.

Den Menschen ist zunehmend bewusst, dass Demenz jeden betreffen kann – ganz unmittelbar oder durch die Demenzerkrankung eines nahestehenden Menschen. Demenziell Erkrankte und ihre Angehörigen sind auf Unterstützung angewiesen. Sie brauchen ein Umfeld, das sie auffängt und ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht. Wir sind also alle gefragt!
Melanie Huml, Staatsministerin

Wer kann teilnehmen?

Zum Wettbewerb um den Bayerischen Demenzpreis aufgefordert sind

  • Verbände
  • Vereine
  • Kommunen
  • Schulen
  • Organisationen und Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens
  • Körperschaften des öffentlichen Rechts
  • Unternehmen.

Folgende Kriterien müssen erfüllt sein:

Das Projekt

  • verfolgt insbesondere eine der folgenden Zielsetzungen:
    • Bewusstseinswandel in der Gesellschaft im Umgang mit dem Thema Demenz
    • Verbesserung der Lebensbedingungen und der Lebensqualität für Menschen mit
      Demenz und ihre Angehörigen
    • Verbesserung der Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für
      Betroffene und Angehörige
  • wurde in Bayern entwickelt und realisiert.
  • wird zum Zeitpunkt der Bewerbung seit mindestens sechs Monaten erfolgreich umgesetzt.

Preise

Es werden drei Preise mit Zweckbindung zugunsten von Aktivitäten im Sinne der umseitig genannten Zielsetzung verliehen:

1. Preis: 3.000 Euro
2. Preis: 2.000 Euro
3. Preis: 1.000 Euro

Wer sind die Gewinner 2015?

Der erste Preis, dotiert mit 3.000 Euro, ging an das Seniorenstift Juliusspital Würzburg mit ihrem Projekt „Stiftungsschöpple im Juspi – Demenzkranke helfen im Weinberg“. Die stationäre Einrichtung kooperiert seit sechs Jahren mit einer Winzerei und unterstützt Menschen mit Demenz, die in der Pflegeeinrichtung leben, dabei ganzjährig im Weinberg mitzuhelfen. Dadurch verbessert sich die Teilhabe der Betroffenen am gesellschaftlichen Leben.

Den zweiten Preis erhielt das Caritas Mehrgenerationenhaus Taufkirchen für das Projekt „Demenz geht uns alle an“. Dabei handelt es sich um ein Mehrgenerationenprojekt, das Schülerinnen und Schülern einer Realschule im Rahmen eines Wahlfaches „Demenz geht uns alle an“ mit einbezieht. Das Projekt unterstützt den Bewusstseinswandel in der Gesellschaft im Umgang mit dem Thema Demenz. Der zweite Preis ist mit 2.000 Euro dotiert.

Die Demenzfreundliche Region Obere Vils-Ehenbach ist Gewinner des mit 1.000 Euro dotierten dritten Preises. Hierbei handelt es sich um ein breit aufgestelltes Netzwerk von Beratungsstellen, Vereinen, Kliniken, Sozialstationen und stationären Pflegeeinrichtungen mit vielen verschiedenen inhaltlichen Angeboten. Das Projekt verbessert die Lebensbedingungen und die Lebensqualität für Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen.

Hier finden Sie Bilder von der Veranstaltung im Schloss Dachau:

  • Demenzpreisverleihung im Schloss Dachau.
  • Frau Melitta Varlam moderierte den Abend.

    Melitta Varlam moderierte den Abend

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  • Gesundheitsministerin Huml bei der Eröffnungsrede.

    Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml bei der Eröffnungsrede

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  • Musikalische Begleitung gab es durch Frau Dr. Sarah Straub.

    Musikalische Begleitung gab es durch Dr. Sarah Straub

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  • Laudatorin Frau Wicht stellt die Gewinner des 3. Preises vor.

    Laudatorin Sina Wicht stellt die Gewinner des 3. Preises vor

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  • Gewinner des 3. Preises: Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach.

    Gewinner des dritten Preises: Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach

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  • Herr Prof. Teschauer bei seiner Laudatio für die 2. Preisträger.

    Prof. Dr. Winfried Teschauer bei seiner Laudatio für die 2. Preisträger

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  • Gewinner des zweiten Preises: Caritas Mehrgenerationenhaus Taufkirchen.

    Gewinner des zweiten Preises: Caritas Mehrgenerationenhaus Taufkirchen

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  • Herr Prof. Gräßel bei seiner Laudatio für die Gewinner des 1. Preises.

    Prof. Dr. Elmar Gräßel bei seiner Laudatio für die Gewinner des 1. Preises

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  • Gewinner des ersten Preises: Seniorenstift Juliusspital Würzburg.

    Gewinner des ersten Preises: Seniorenstift Juliusspital Würzburg

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  • Ministerin Huml mit der Jury des Bayerischen Demenzpreises.

    Staatsministerin Melanie Huml mit der Jury des Bayerischen Demenzpreises

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