Sonne(n) mit Verstand - Kind schmiert seinem Hund Sonnencreme auf die Nase

UV-Strahlung der Sonne – Sonne(n) mit Verstand – statt Sonnen­brand

Mit den ersten Sonnen­strahlen im Frühling beginnt die Zeit des Sonnen­badens. Für viele ist die gebräunte Haut auch zum Schön­heits­ideal geworden. Die fatalen gesund­heit­lichen Folgen über­mä­ßiger Sonnen­ein­wirkung werden dabei häufig unter­schätzt: Haut­krebs.

Alle Lebe­wesen benö­tigen die UV-Strahlung der Sonne für das Wohl­be­finden und zur Bildung des Vitamins D. Aber bei über­mä­ßiger Expo­sition schadet sie der Haut.

Am Strand oder am Swim­mingpool ist die Sonne für die Haut besonders gefährlich. Die Wasser­tropfen auf der Haut wirken wie Brenn­gläser. Sonnen­strahlen werden gebündelt und wirken noch stärker. Deshalb ist es wichtig, Sonnen­creme gründlich aufzu­tragen.
Melanie Huml, Staats­mi­nis­terin

Illustration: Sonne.

Seit den 1980er Jahren haben sich in Deutschland die malignen Melanom-Erkran­kungs­raten (gefähr­licher schwarzer Haut­krebs) bei Frauen und Männern mehr als verdrei­facht. Dieser Trend hat sich in den letzten Jahren jedoch nicht fort­ge­setzt. Dagegen stieg die Inzidenz des soge­nannten weißen Haut­krebses weiter an. Dieser ist weniger gefährlich, da er, wie der schwarze Haut­krebs, keine Meta­stasen bildet. Er erfordert jedoch eben­falls medi­zi­nische Eingriffe.

Haupt­ur­sache für diese Entwicklung ist nicht die ausge­dünnte Ozon­schicht, sondern das verän­derte Frei­zeit­ver­halten – zum Beispiel Strand­ur­laube im Süden und Sola­ri­en­be­suche – sowie das fatale Schön­heits­ideal „gebräunte Haut“ als Zeichen von geho­benem Lebensstil, Freizeit und sport­licher Akti­vität. Die Mela­no­zyten, also Haut­zellen, die das braune Pigment Melanin enthalten, müssen zum Abschirmen und Schützen der Zellen zusätz­liche Pigmente produ­zieren: Die Haut wird braun. Diese Pigmente werden aber mit der Zeit wieder abgebaut, wenn die Haut nicht mehr der Sonne ausge­setzt ist: Sie wird blass. Durch die UV-Strahlung (bzw. UV-Strahlen) können Schäden entstehen. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass es eine „gesunde Bräune“ gibt.

In Bayern erkrankten in den letzten Jahren pro Jahr ca. 3.000 Frauen und Männer am malignen Melanom. Durch die verbes­serte Krebs­vor­sorge ist die Sterb­lich­keitsrate jedoch gesunken.

Praxis Mensch - Thema Sonne(n) mit Verstand

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Praxis Mensch – Thema Sonne(n) mit Verstand

Urlaub und Frei­zeit­ak­ti­vi­täten – das verbinden die meisten Menschen mit Sonnen­schein und brauner Haut, Vita­lität und Wohl­be­finden. Die Sonne ist wichtig für unser Leben, kann aber auch unserer Gesundheit schaden. Was man beim Umgang mit der Sonne beachten sollte, erfahren Sie in dieser Ausgabe von Praxis Mensch.

UV-Strahlen: ein unsicht­bares Gesund­heits­risiko

In 15 bis 50 Kilo­metern Höhe, in der soge­nannten Stra­to­sphäre, umgibt die Ozon­schicht die Erde. Diese Ozon­schicht schützt das Leben auf der Erde, indem sie einen großen Teil der UV-Strahlung der Sonne filtert.

Schon 1984 entdeckten Wissen­schaftler ein „Ozonloch“ über der Antarktis, das Jahr für Jahr wieder­kehrt. Jedoch auch über der Nord­halb­kugel entstehen vorüber­gehend gefähr­liche Ausdün­nungen der Ozon­schicht.

Messungen des meteo­ro­lo­gi­schen Obser­va­to­riums auf dem Hohen­pei­ßenberg in Ober­bayern zeigen eine durch­schnitt­liche Abnahme der stra­to­sphä­ri­schen Ozon­schicht um zehn Prozent innerhalb der letzten 30 Jahre. An manchen Tagen kann die Ozon­schicht sogar um 30 Prozent dünner sein als üblich. Dann gelangt deutlich mehr UV-Strahlung zur Erdober­fläche.

Sonne(n) mit Verstand – statt Sonnen­brand.

Eine Initiative unter Feder­führung des Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­riums für Gesundheit und Pflege.

Vernunft und Verstand sind der beste Sonnen­schutz und Haut­schutz.

Was bedeutet das?

Die Ozon­schicht ist dünner und durch­läs­siger geworden, auch in unseren Breiten. Und dies kann zu einer inten­si­veren ultra­vio­letten Strahlung an der Erdober­fläche führen. Da man die ener­gie­reiche ultra­vio­lette Strahlung weder sieht noch spürt, kann das unbe­merkt zu gesund­heit­lichen Schäden der Haut und der Augen führen. Ein aktiver, vorbeu­gender Sonnen­schutz ist deshalb stets die beste Vorsorge.

Zwar schützen inter­na­tionale Verein­ba­rungen die Ozon­schicht, doch mittel­fristig ist noch keine Abnahme der UV-Belastung in Bayern zu erwarten.

Der UV-Index

UV-Strahlen können wir weder sehen noch spüren. Auch deshalb sind sie so gefährlich. Der UV-Index (UVI) macht UV-Strahlen auf einer Skala “sichtbar”. Seine Skala reicht von null bis elf ++. Je höher die Zahl, umso höher und gefähr­licher die UV-Belastung und damit auch die Gefährdung der Haut. In Deutschland sind Werte zwischen null und acht üblich. In südlichen Regionen werden Werte von 15 und mehr erreicht.

Der richtige Schutz

Die Höhe der UV-Belastung ist abhängig vom Sonnen­stand, der wiederum von Tageszeit, Jahreszeit und geogra­phi­scher Breite beein­flusst wird. Je höher die Sonne steht, desto höher ist der UVI. Damit hat der UVI bereits im Frühjahr und haupt­sächlich im Sommer in der Mittagszeit besonders hohe Werte, vor allem in der Nähe des Äquators. Auch Bewölkung, die Höhenlage eines Ortes oder Schnee und Wasser (Reflexion der Strahlen!) beein­flussen den UV-Index.

Faust­regel: Je höher die UVI-Werte, umso höher sollte der Schutz sein. Die Notwen­digkeit und die Höhe des erfor­der­lichen Schutzes sind abhängig vom Hauttyp.

UV-Strahlen gehen unter die Haut!

Sonnen­strahlen enthalten ultra­vio­lette Strahlen: UVA, UVB und UVC. Während die UVC-Strahlen fast völlig von der Ozon­schicht absor­biert werden, dringen UVA- und UVB-Strahlen tief in Haut und Zell­bau­steine ein. Das kann die Erbsub­stanz (DNA) der Haut­zellen dauerhaft schä­digen.

Sonne bereitet ein herr­liches Gefühl auf der Haut und hebt unsere Stimmung. Außerdem ist sie zur Bildung des wich­tigen Vitamins D notwendig. Doch um diesen Vitamin­bedarf zu decken genügt es, dreimal pro Woche Hand­rücken und Gesicht für nur zehn Minuten der Sonne auszu­setzen.

Schützt du mich auch? Ein Film des Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­riums für Gesundheit und Pflege.

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Gesund­heits­ge­fahren durch UV-Strahlung

Nehmen Sie UV-Schutz ernst!

Sich über­mäßig, intensiv und unge­schützt UVA- und UVB-Strahlen beim “Sonnengenuss” auszu­setzen, hat nicht nur akute Wirkungen (wie zum Beispiel Haut­rötung), sondern kann zu Lang­zeit­schäden bis hin zu lebens­ge­fähr­lichem Haut­krebs führen.

Ein Sonnen­brand ist bald wieder vorbei. Ober­flächlich betrachtet ist Ihrer Haut nichts anzu­sehen. Aber Vorsicht: Ihre Haut merkt sich jeden Sonnen­brand ein Leben lang. „Die Haut vergisst nichts!“

Sonnenbrand auf dem Oberkörper eines Mannes.

Akute Wirkungen von UV-Strahlen

– Sonnen­brand

– Binde­haut­ent­zündung

Spät­wir­kungen von UV-Strahlen

Malignes Melanom (Schwarzer Haut­krebs)

Wieder­holte schwere Sonnen­brände, besonders in der Kindheit und frühen Jugend, erhöhen das Risiko der Entstehung eines malignen Melanoms. Die Gesamt­menge an UV-Belastung eines Lebens kann ebenso das Mela­nom­risiko erhöhen, aber auch das Risiko für andere Haut­krebs-Typen. Da das maligne Melanom besonders gefährlich ist, weil es auch Meta­stasen bilden kann, sollte hier beson­deres Augenmerk auf Vorsorge gelegt werden. Das maligne Melanom kann sich auch an Haut­stellen bilden, die nie der Sonne ausge­setzt waren.

Plat­te­ne­pithel-Karzinom („Spinaliom“) und Basalzell-Karzinom („Basaliom“)

Die Entstehung dieser beiden häufig auftre­tenden Haut­krebs-Typen (so genannter Nicht­me­lanom-Haut­krebs, auch “weißer Haut­krebs”) wird durch häufige UV-Strahlung während eines Lebens gefördert. Diese Tumore kommen auch in Bayern bei älteren Menschen gehäuft vor. Die Tumore treten an Haut­stellen auf, die besonnt wurden, z.B. im Gesicht. Im Gegensatz zum malignen Melanom sind Todes­fälle aber selten.

Photo­al­terung der Haut 

Häufige und über­mäßige Sonnen­be­strahlung – auch ohne Haut­rötung – führt zu vorzei­tiger Haut­al­terung.

Grauer Star 

Diese Lins­ent­rübung des Auges wird durch UV-Strahlen wesentlich beein­flusst und ausgelöst.

Wie Sie schwarzen Haut­krebs erkennen, wenn Sie ihn sehen:

Auf Ihrer Haut können Sie vieles entdecken: Muttermale, Leber­flecke und braune Haut­flecken: Pigmentmale, die eigentlich harmlos sind. Im Laufe der Zeit können diese Pigmentmale, auch aufgrund von zu viel UV-Strahlung, zu wuchern beginnen und sich verändern.

Deshalb sind zur Vorbeugung besonders wichtig:

Verdächtige Anzeichen für Haut­krebs sind:

  • Verän­de­rungen von Mutter­malen oder Leber­flecken
  • Jucken oder Bluten der Pigmentmale

Wenn Sie eine oder mehrere der genannten Auffäl­lig­keiten fest­stellen, sollten Sie auf jeden Fall unver­züglich Ihren Arzt aufsuchen.

So schützen Sie Ihre Haut

Die wich­tigste Regel lautet: Sonne(n) mit Verstand!

Vernunft und Verstand sind der beste Sonnen- und Haut­schutz. Beher­zigen Sie diese zwölf einfachen Regeln, für Ihre Haut und Ihre Gesundheit:

  • 01 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Gewöhnen Sie Ihre Haut langsam an längere Sonnen­be­strahlung.

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  • 02 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Meiden Sie intensive Mittags­sonne (11 bis 15 Uhr).

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  • 03 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Der beste Sonnen­schutz ist geeignete Kleidung und eine Kopf­be­de­ckung mit breiter Krempe.

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  • 04 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Schützen Sie Ihre Augen mit einer geeig­neten Sonnen­brille.

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  • 05 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Cremen Sie alle unbe­deckten Körper­partien schon vor der Sonnen­be­strahlung ausrei­chend mit Sonnen­schutz­mittel einer ange­mes­senen Licht­schutz­klasse ein.

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  • 06 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Wieder­holen Sie das Auftragen regel­mäßig, denn Baden oder Schwitzen kann die schüt­zende Wirkung vermindern.

    Cremen Sie auch nach, wenn das Produkt laut Hersteller nur einmal aufge­tragen werden muss. Die vertretbare Verweil­dauer in der Sonne wird durch das wieder­holte Auftragen aller­dings nicht verlängert.

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  • 07 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Achten Sie bei Sonnen­schutz­mitteln auf ein ausge­wo­genes UVB- und UVA-Schutz-Verhältnis.

    Ein Produkt mit einem für die Verhält­nisse hier­zu­lande sehr hohem Schutz­niveau bietet nach austra­li­schem Standard unter Umständen zu wenig UVA-Schutz.

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  • 08 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Bestimmte Medi­ka­mente erhöhen die Licht­emp­find­lichkeit.

    Wenn Sie Medi­ka­mente einnehmen, klären Sie dies mit Ihrem Arzt ab, bevor Sie sich der Sonne aussetzen.

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  • 09 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Verwenden Sie keine Kosmetika, Deodo­rants oder Parfüms vor der Sonnen­be­strahlung.

    Es besteht die Gefahr blei­bender Pigmen­tierung.

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  • 10 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Bleiben Sie bei empfind­licher und/oder nicht licht­ge­wöhnter Haut ohne Sonnen­schutz grund­sätzlich nicht länger als fünf bis zehn Minuten in der Sonne.

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  • 11 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Nutzen Sie die maximale Verweil­dauer in der Sonne nie völlig aus, auch wenn Sie Licht­schutz­mittel verwenden.

    Das hilft auch unsichtbare Schä­di­gungen zu vermeiden.

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  • 12 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Beugen Sie stets einem Sonnen­brand vor.

    Beachten Sie aber auch, dass UV- Strahlung Ihrer Haut schaden kann, selbst wenn Sie keinen Sonnen­brand haben.

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Gut zu wissen…

Textiler Sonnen­schutz und Ultra­violet Protection Factor (UPF)

Der UPF ist ein “Licht­schutz­faktor für Textilien”, vergleichbar mit dem LSF (Licht­schutz­faktor). Vor allem bei Kinder- und Sport­be­kleidung wird immer häufiger ein UPF ermittelt und dekla­riert. Derzeit exis­tieren verschiedene Stan­dards. Gebräuchlich sind der “Austra­lische Standard”, der UV-Standard 801 sowie der euro­päische Standard EN 13758-1999.

Sonnen­brillen

Benutzen Sie nur hoch­wertige Modelle, deren Gläser mit UV-Filter und der rich­tigen Tönung ausge­stattet sind. Dunkle Gläser alleine bieten keinen Schutz. Bei Sonnen­brillen mit unzu­rei­chendem UV-Schutz wähnt man sich in falscher Sicherheit. Die Folge: Die Pupillen öffnen sich sehr weit, weshalb die UV-Strahlen noch besser in das Auge eindringen und schwere Schäden hervor­rufen können. Lassen Sie sich beraten. Die meisten Optiker testen Ihre Sonnen­brille kostenlos auf UV-Schutz.

Familie mit Sonnenbrillen am Strand.
Mutter und Sohn mit Sonnencreme.

Sonnen­schutz­mittel

Zur Verfügung stehen folgende Licht­schutz­ka­te­gorien mit ihren dazu­ge­hö­rigen Licht­schutz­faktor-Bereichen:

  • „nied­riges Schutz­niveau“: Licht­schutz­faktor 6 bis 10
  • „mitt­leres Schutz­niveau“: Licht­schutz­faktor 15 bis 25
  • „hohes Schutz­niveau“: Licht­schutz­faktor 30 bis 50
  • „sehr hohes Schutz­niveau“: Licht­schutz­faktor 50+

Die Wahl der Licht­schutz­ka­te­gorie richtet sich nach dem indi­vi­du­ellen Schutz­be­dürfnis. Wichtige Faktoren sind der Hauttyp, die Vorbräunung, der UV-Index und auch die Verweil­dauer in der Sonne.

Haut ist nicht gleich Haut. Auch nicht beim Sonnen­schutz

Bestimmen Sie Ihren Hauttyp!

Hauttyp 1

Haut:
sehr hell und blass, häufig Sommer­sprossen

Haare:
rötlich bis blond

Reaktion auf Sonne:
Sonnen­brand, keine Bräunung

Eigen­schutzzeit:
10 Minuten (hoher UV-Index)

Hauttyp 2

Haut:
hell, zu Sommer­sprossen neigend

Haare:
blond bis braun

Reaktion auf Sonne:
Sonnen­brand, keine Bräunung

Eigen­schutzzeit:
15 Minuten (hoher UV-Index)

Hauttyp 3

Haut:
leicht getönt

Haare:
dunkel­blond, braun

Reaktion auf Sonne:
mäßiger Sonnen­brand, gute Bräunung

Eigen­schutzzeit:
20 Minuten (hoher UV-Index)

Hauttyp 4

Haut:
hell­braun bis braun

Haare:
dunkel­braun, schwarz

Reaktion auf Sonne:
kaum Sonnen­brand, starke Bräunung

Eigen­schutzzeit:
30 Minuten (hoher UV-Index)

Bedenken Sie stets, dass selbst Sonnen­schutz­mittel mit sehr hohem Schutz­niveau keinen voll­stän­digen UV-Schutz bieten können.

Sonnen­schutz­mittel muss in ausrei­chenden Mengen aufge­tragen werden. Bei einem durch­schnitt­lichen Erwach­senen wird rund ein Fünftel einer 200 Milli­liter Flasche (also 40 Milli­liter) benötigt, um das durch den LSF ange­gebene Schutz­niveau zu erreichen.

Sonnen­schutz­mittel sollen in einem ausge­wo­genen Verhältnis sowohl vor UVB- wie auch vor UVA-Strahlen schützen. Ein UVA-Schutz nach austra­li­schem Standard ist bei Produkten der Kate­gorien mit nied­rigem oder mitt­lerem Schutz­niveau noch ausrei­chend, Produkte mit hohem bis sehr hohem Schutz­niveau sollten jedoch über einen weiter­ge­henden UVA-Schutz verfügen.

Wasser­feste Produkte sind grund­sätzlich für den Wasser­sport zu empfehlen, da sie auch nach dem Wasser­kontakt noch einen gewissen Schutz aufweisen müssen. Es gibt jedoch keine absolut wasser­festen Sonnen­schutz­mittel, da der Licht­schutzfilm durch die Kräfte der Bewegung im Wasser und auch durch Schwitzen auf der Haut zum Teil abge­tragen wird.

  • 01 Regel

    Drei Regeln zum Schutz Ihrer Haut bei Sport, Freizeit und am Arbeits­platz

    Berge und Schnee

    Die Sonnen­ein­strahlung ist umso inten­siver, je höher Sie aufsteigen. Schnee reflek­tiert die UV-Strahlung und verstärkt sie noch. Daher sind an den UV-Schutz besonders hohe Anfor­de­rungen zu stellen. Besonders wichtig: Schutz der Lippen durch Verwendung eines Lippen­pfle­ge­stiftes mit UV-Schutz und Schutz der Augen durch eine geeignete Sonnen­brille.

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  • 02 Regel

    Drei Regeln zum Schutz Ihrer Haut bei Sport, Freizeit und am Arbeits­platz

    Wasser­sport

    Wasser reflek­tiert und verstärkt die UV-Strahlung eben­falls. UV-Strahlen wirken auch unter der Wasser­ober­fläche und können einen Sonnen­brand verur­sachen! Wasser­tropfen wirken auf der Haut wie eine Lupe. Trocknen Sie sich nach dem Wasser­kontakt stets ab und tragen Sie den Sonnen­schutz erneut auf.

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  • 03 Regel

    Drei Regeln zum Schutz Ihrer Haut bei Sport, Freizeit und am Arbeits­platz

    Arbeit und Beruf

    Auch hier gelten die Sonnen­schutz­regeln, vor allem, wenn Ihr Arbeits­platz im Freien ist: Kopf­be­de­ckung, schüt­zende Kleidung und Sonnen­schutz­mittel für alle unbe­deckten Körper­partien.

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Zarte Haut braucht starken Schutz – worauf Sie bei Kindern achten sollten

Jeder Sonnen­brand, vor allem in der Kindheit, erhöht das Haut­krebs­risiko. Kinder sind daher besonders gefährdet. Die Haut benötigt ungefähr zwölf Jahre, bis sie die Schutz­me­cha­nismen des Erwach­senen entwi­ckelt hat. Die UVB-Strahlung kann trotz der Abschirm­schicht das Erbgut erreichen und schä­digen – der erste Schritt bei der Entstehung von Haut­krebs. Es kann Jahre bis Jahr­zehnte dauern, bis er ausbricht.

Eine aktu­ellere Umfrage der Haut­krebs­stiftung hat gezeigt, dass jedes fünfte Kind bereits im Kinder­gar­ten­alter einen Sonnen­brand hatte. Daher ist Aufklärung und gelebtes Vorbild der Eltern verstärkt notwendig.

Kinder unter zwei Jahren dürfen nie der direkten Sonnen­strahlung ausge­setzt werden.

Kinderhaut ist empfind­licher als Erwach­se­nenhaut und durch UV-Strahlen besonders gefährdet. Auch weil Kinder nicht selbst für ihren Schutz sorgen können. Hier finden Eltern und Erwachsene, die mit der Betreuung von Kindern betraut sind, wichtige Tipps.

Ob im Urlaub, im Garten oder auf dem Schulhof: Empfind­liche Kinderhaut braucht extra starken Schutz!

Mutter schmiert ihre Tochter mit Sonnencreme ein.
  • 01 Regel

    Die sechs wich­tigsten Regeln für den opti­malen Sonnen­schutz bei Kindern

    Kinder unter einem Jahr nie direkter Sonne aussetzen!

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  • 02 Regel

    Die sechs wich­tigsten Regeln für den opti­malen Sonnen­schutz bei Kindern

    Mittags, wenn die Sonne am höchsten steht, ist die Sonnen­brand­gefahr am größten.

    Kinder sollten sich zwischen 11 und 15 Uhr nicht in der Sonne aufhalten.

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  • 03 Regel

    Die sechs wich­tigsten Regeln für den opti­malen Sonnen­schutz bei Kindern

    Kleidung schützt!

    Hut mit Nacken­schutz, T-Shirt mit halb­langen Ärmeln, Höschen mit halb­langen Beinen. Achten Sie bei der Kleidung auf den “UPF”, den Licht­schutz­faktor für Textilien.

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  • 04 Regel

    Die sechs wich­tigsten Regeln für den opti­malen Sonnen­schutz bei Kindern

    Unbe­deckte Körper­partien mit Sonnen­schutz­mitteln für Kinder eincremen.

    Ideal ist ein Licht­schutz­faktor von mindestens 25.

    Mitt­ler­weile gibt es einige Sonnen­schutz­mittel, die speziell für die empfind­liche Kinderhaut entwi­ckelt wurden. Wichtig ist, dass nicht nur die UVB- sondern auch die UVA-Strahlung gefiltert wird. Neuere wissen­schaft­liche Ergeb­nisse haben gezeigt, dass die ener­gie­ärmere UVA-Strahlung das Erbgut zwar nicht direkt schädigt. Sie kann aber größere Moleküle verändern und soge­nannte freie Radi­kalen bilden. Diese wiederum können das Erbgut verändern. Die frühere Meinung, UVA-Strahlung könne keinen Haut­krebs auslösen, ist somit unzu­treffend.

    Sonnen­schutz­mittel müssen dick aufge­tragen werden, hier darf man nicht sparen. Die Hersteller von Sonnen­schutz­mitteln haben sich einiges einfallen lassen, damit die zum Teil bunten Lotionen Kindern so gut gefallen, dass sie nicht gleich wegrennen, wenn sie sich eincremen sollen.

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  • 05 Regel

    Die sechs wich­tigsten Regeln für den opti­malen Sonnen­schutz bei Kindern

    Eine Sonnen­brille schützt sensible Kinder­augen.

    Achten Sie darauf, dass es sich um ein hoch­wer­tiges Produkt handelt.

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  • 06 Regel

    Die sechs wich­tigsten Regeln für den opti­malen Sonnen­schutz bei Kindern

    Gehen Sie beim Sonnen­schutz mit gutem Beispiel voran!

    Als Eltern sind Sie die Hau(p)tverantwortlichen für Ihre Kinder. Sie haben die Verant­wortung und Vorbild­funktion. Kinder und Jugend­liche sollten am besten nie einen Sonnen­brand erleiden.

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Als Eltern sind Sie die Hau(p)tverantwortlichen für Ihre Kinder. Sie haben die Verant­wortung und Vorbild­funktion. Kinder und Jugend­liche sollten am besten nie einen Sonnen­brand erleiden.

Das A-B-C-D-E der Früh­erkennung des schwarzen Haut­krebses:

Je früher ein malignes Melanom erkannt wird, desto besser sind die Heilungs­aus­sichten. Deshalb sollten Sie regel­mäßig ein Auge auf Ihre Haut werfen. Worauf Sie dabei achten sollten, zeigt Ihnen die A-B-C-D-E-Regel zur Früh­erkennung des schwarzen Haut­krebses.

Mit Hilfe dieser Regel können Sie vorhandene Pigmentmale (Leber­flecken, Muttermale) nach ihrem äußeren Erschei­nungsbild und entspre­chend nach­ste­hender Hinweise beur­teilen.

  • Asymmetrisches Pigmentmal.

    Asym­me­tri­sches Pigmentmal.

    Fünf Merkmale zur Früh­erkennung des schwarzen Haut­krebses

    Merkmal A: Asym­metrie

    Ist das Mal in der Form unre­gel­mäßig – und nicht mehr rund oder oval?

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  • Unregelmäßiges Pigmentmal.

    Unre­gel­mä­ßiges Pigmentmal.

    Fünf Merkmale zur Früh­erkennung des schwarzen Haut­krebses

    Merkmal B: Begrenzung

    Ist das Mal nicht mehr scharf begrenzt und laufen die Seiten­ränder unre­gel­mäßig aus?

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  • Pigmentmal mit mehreren Farbtönen.

    Pigmentmal mit mehreren Farb­tönen.

    Fünf Merkmale zur Früh­erkennung des schwarzen Haut­krebses

    Merkmal C: Color (Farbe)

    Hat das Mal mehrere Farbtöne und sind diese unre­gel­mäßig verteilt – verändert sich die Farbe?

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  • Großes Pigmentmal.

    Großes Pigmentmal.

    Fünf Merkmale zur Früh­erkennung des schwarzen Haut­krebses

    Merkmal D: Durch­messer

    Ist das Mal größer als 5 mm – oder hat es seine Größe verändert?

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  • E

    Fünf Merkmale zur Früh­erkennung des schwarzen Haut­krebses

    Merkmal E: Erha­benheit

    Ist der Fleck auf sonst flachem Grund neu entstanden?

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