Sonne(n) mit Verstand - Kind schmiert seinem Hund Sonnencreme auf die Nase

UV-Strahlung der Sonne – Sonne(n) mit Verstand – statt Sonnenbrand

Mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühling beginnt die Zeit des Sonnenbadens. Für viele ist die gebräunte Haut auch zum Schönheitsideal geworden. Die fatalen gesundheitlichen Folgen übermäßiger Sonneneinwirkung werden dabei häufig unterschätzt: Hautkrebs.

Alle Lebewesen benötigen die UV-Strahlung der Sonne für das Wohlbefinden und zur Bildung des Vitamins D. Aber bei übermäßiger Exposition schadet sie der Haut.

Am Strand oder am Swimmingpool ist die Sonne für die Haut besonders gefährlich. Die Wassertropfen auf der Haut wirken wie Brenngläser. Sonnenstrahlen werden gebündelt und wirken noch stärker. Deshalb ist es wichtig, Sonnencreme gründlich aufzutragen.
Melanie Huml, Staatsministerin

Illustration: Sonne.

Seit den 1980er Jahren haben sich in Deutschland die malignen Melanom-Erkrankungsraten (gefährlicher schwarzer Hautkrebs) bei Frauen und Männern mehr als verdreifacht. Dieser Trend hat sich in den letzten Jahren jedoch nicht fortgesetzt. Dagegen stieg die Inzidenz des sogenannten weißen Hautkrebses weiter an. Dieser ist weniger gefährlich, da er, wie der schwarze Hautkrebs, keine Metastasen bildet. Er erfordert jedoch ebenfalls medizinische Eingriffe.

Hauptursache für diese Entwicklung ist nicht die ausgedünnte Ozonschicht, sondern das veränderte Freizeitverhalten – zum Beispiel Strandurlaube im Süden und Solarienbesuche – sowie das fatale Schönheitsideal „gebräunte Haut“ als Zeichen von gehobenem Lebensstil, Freizeit und sportlicher Aktivität. Die Melanozyten, also Hautzellen, die das braune Pigment Melanin enthalten, müssen zum Abschirmen und Schützen der Zellen zusätzliche Pigmente produzieren: Die Haut wird braun. Diese Pigmente werden aber mit der Zeit wieder abgebaut, wenn die Haut nicht mehr der Sonne ausgesetzt ist: Sie wird blass. Durch die UV-Strahlung (bzw. UV-Strahlen) können Schäden entstehen. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass es eine „gesunde Bräune“ gibt.

In Bayern erkrankten in den letzten Jahren pro Jahr ca. 3.000 Frauen und Männer am malignen Melanom. Durch die verbesserte Krebsvorsorge ist die Sterblichkeitsrate jedoch gesunken.

Praxis Mensch - Thema Sonne(n) mit Verstand

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Praxis Mensch – Thema Sonne(n) mit Verstand

Urlaub und Freizeitaktivitäten – das verbinden die meisten Menschen mit Sonnenschein und brauner Haut, Vitalität und Wohlbefinden. Die Sonne ist wichtig für unser Leben, kann aber auch unserer Gesundheit schaden. Was man beim Umgang mit der Sonne beachten sollte, erfahren Sie in dieser Ausgabe von Praxis Mensch.

UV-Strahlen: ein unsichtbares Gesundheitsrisiko

In 15 bis 50 Kilometern Höhe, in der sogenannten Stratosphäre, umgibt die Ozonschicht die Erde. Diese Ozonschicht schützt das Leben auf der Erde, indem sie einen großen Teil der UV-Strahlung der Sonne filtert.

Schon 1984 entdeckten Wissenschaftler ein „Ozonloch“ über der Antarktis, das Jahr für Jahr wiederkehrt. Jedoch auch über der Nordhalbkugel entstehen vorübergehend gefährliche Ausdünnungen der Ozonschicht.

Messungen des meteorologischen Observatoriums auf dem Hohenpeißenberg in Oberbayern zeigen eine durchschnittliche Abnahme der stratosphärischen Ozonschicht um zehn Prozent innerhalb der letzten 30 Jahre. An manchen Tagen kann die Ozonschicht sogar um 30 Prozent dünner sein als üblich. Dann gelangt deutlich mehr UV-Strahlung zur Erdoberfläche.

Sonne(n) mit Verstand – statt Sonnenbrand.

Eine Initiative unter Federführung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Vernunft und Verstand sind der beste Sonnenschutz und Hautschutz.

Was bedeutet das?

Die Ozonschicht ist dünner und durchlässiger geworden, auch in unseren Breiten. Und dies kann zu einer intensiveren ultravioletten Strahlung an der Erdoberfläche führen. Da man die energiereiche ultraviolette Strahlung weder sieht noch spürt, kann das unbemerkt zu gesundheitlichen Schäden der Haut und der Augen führen. Ein aktiver, vorbeugender Sonnenschutz ist deshalb stets die beste Vorsorge.

Zwar schützen internationale Vereinbarungen die Ozonschicht, doch mittelfristig ist noch keine Abnahme der UV-Belastung in Bayern zu erwarten.

Der UV-Index

UV-Strahlen können wir weder sehen noch spüren. Auch deshalb sind sie so gefährlich. Der UV-Index (UVI) macht UV-Strahlen auf einer Skala “sichtbar”. Seine Skala reicht von null bis elf ++. Je höher die Zahl, umso höher und gefährlicher die UV-Belastung und damit auch die Gefährdung der Haut. In Deutschland sind Werte zwischen null und acht üblich. In südlichen Regionen werden Werte von 15 und mehr erreicht.

Der richtige Schutz

Die Höhe der UV-Belastung ist abhängig vom Sonnenstand, der wiederum von Tageszeit, Jahreszeit und geographischer Breite beeinflusst wird. Je höher die Sonne steht, desto höher ist der UVI. Damit hat der UVI bereits im Frühjahr und hauptsächlich im Sommer in der Mittagszeit besonders hohe Werte, vor allem in der Nähe des Äquators. Auch Bewölkung, die Höhenlage eines Ortes oder Schnee und Wasser (Reflexion der Strahlen!) beeinflussen den UV-Index.

Faustregel: Je höher die UVI-Werte, umso höher sollte der Schutz sein. Die Notwendigkeit und die Höhe des erforderlichen Schutzes sind abhängig vom Hauttyp.

UV-Strahlen gehen unter die Haut!

Sonnenstrahlen enthalten ultraviolette Strahlen: UVA, UVB und UVC. Während die UVC-Strahlen fast völlig von der Ozonschicht absorbiert werden, dringen UVA- und UVB-Strahlen tief in Haut und Zellbausteine ein. Das kann die Erbsubstanz (DNA) der Hautzellen dauerhaft schädigen.

Sonne bereitet ein herrliches Gefühl auf der Haut und hebt unsere Stimmung. Außerdem ist sie zur Bildung des wichtigen Vitamins D notwendig. Doch um diesen Vitaminbedarf zu decken genügt es, dreimal pro Woche Handrücken und Gesicht für nur zehn Minuten der Sonne auszusetzen.

Schützt du mich auch? Ein Film des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

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Gesundheitsgefahren durch UV-Strahlung

Nehmen Sie UV-Schutz ernst!

Sich übermäßig, intensiv und ungeschützt UVA- und UVB-Strahlen beim “Sonnengenuss” auszusetzen, hat nicht nur akute Wirkungen (wie zum Beispiel Hautrötung), sondern kann zu Langzeitschäden bis hin zu lebensgefährlichem Hautkrebs führen.

Ein Sonnenbrand ist bald wieder vorbei. Oberflächlich betrachtet ist Ihrer Haut nichts anzusehen. Aber Vorsicht: Ihre Haut merkt sich jeden Sonnenbrand ein Leben lang. „Die Haut vergisst nichts!“

Sonnenbrand auf dem Oberkörper eines Mannes.

Akute Wirkungen von UV-Strahlen

– Sonnenbrand

– Bindehautentzündung

Spätwirkungen von UV-Strahlen

Malignes Melanom (Schwarzer Hautkrebs)

Wiederholte schwere Sonnenbrände, besonders in der Kindheit und frühen Jugend, erhöhen das Risiko der Entstehung eines malignen Melanoms. Die Gesamtmenge an UV-Belastung eines Lebens kann ebenso das Melanomrisiko erhöhen, aber auch das Risiko für andere Hautkrebs-Typen. Da das maligne Melanom besonders gefährlich ist, weil es auch Metastasen bilden kann, sollte hier besonderes Augenmerk auf Vorsorge gelegt werden. Das maligne Melanom kann sich auch an Hautstellen bilden, die nie der Sonne ausgesetzt waren.

Plattenepithel-Karzinom („Spinaliom“) und Basalzell-Karzinom („Basaliom“)

Die Entstehung dieser beiden häufig auftretenden Hautkrebs-Typen (so genannter Nichtmelanom-Hautkrebs, auch “weißer Hautkrebs”) wird durch häufige UV-Strahlung während eines Lebens gefördert. Diese Tumore kommen auch in Bayern bei älteren Menschen gehäuft vor. Die Tumore treten an Hautstellen auf, die besonnt wurden, z.B. im Gesicht. Im Gegensatz zum malignen Melanom sind Todesfälle aber selten.

Photoalterung der Haut

Häufige und übermäßige Sonnenbestrahlung – auch ohne Hautrötung – führt zu vorzeitiger Hautalterung.

Grauer Star

Diese Linsentrübung des Auges wird durch UV-Strahlen wesentlich beeinflusst und ausgelöst.

Wie Sie schwarzen Hautkrebs erkennen, wenn Sie ihn sehen:

Auf Ihrer Haut können Sie vieles entdecken: Muttermale, Leberflecke und braune Hautflecken: Pigmentmale, die eigentlich harmlos sind. Im Laufe der Zeit können diese Pigmentmale, auch aufgrund von zu viel UV-Strahlung, zu wuchern beginnen und sich verändern.

Deshalb sind zur Vorbeugung besonders wichtig:

Verdächtige Anzeichen für Hautkrebs sind:

  • Veränderungen von Muttermalen oder Leberflecken
  • Jucken oder Bluten der Pigmentmale

Wenn Sie eine oder mehrere der genannten Auffälligkeiten feststellen, sollten Sie auf jeden Fall unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen.

So schützen Sie Ihre Haut

Die wichtigste Regel lautet: Sonne(n) mit Verstand!

Vernunft und Verstand sind der beste Sonnen- und Hautschutz. Beherzigen Sie diese zwölf einfachen Regeln, für Ihre Haut und Ihre Gesundheit:

  • 01 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Gewöhnen Sie Ihre Haut langsam an längere Sonnenbestrahlung.

  • 02 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Meiden Sie intensive Mittagssonne (11 bis 15 Uhr).

  • 03 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Der beste Sonnenschutz ist geeignete Kleidung und eine Kopfbedeckung mit breiter Krempe.

  • 04 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Schützen Sie Ihre Augen mit einer geeigneten Sonnenbrille.

  • 05 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Cremen Sie alle unbedeckten Körperpartien schon vor der Sonnenbestrahlung ausreichend mit Sonnenschutzmittel einer angemessenen Lichtschutzklasse ein.

  • 06 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Wiederholen Sie das Auftragen regelmäßig, denn Baden oder Schwitzen kann die schützende Wirkung vermindern.

    Cremen Sie auch nach, wenn das Produkt laut Hersteller nur einmal aufgetragen werden muss. Die vertretbare Verweildauer in der Sonne wird durch das wiederholte Auftragen allerdings nicht verlängert.

  • 07 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Achten Sie bei Sonnenschutzmitteln auf ein ausgewogenes UVB- und UVA-Schutz-Verhältnis.

    Ein Produkt mit einem für die Verhältnisse hierzulande sehr hohem Schutzniveau bietet nach australischem Standard unter Umständen zu wenig UVA-Schutz.

  • 08 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Bestimmte Medikamente erhöhen die Lichtempfindlichkeit.

    Wenn Sie Medikamente einnehmen, klären Sie dies mit Ihrem Arzt ab, bevor Sie sich der Sonne aussetzen.

  • 09 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Verwenden Sie keine Kosmetika, Deodorants oder Parfüms vor der Sonnenbestrahlung.

    Es besteht die Gefahr bleibender Pigmentierung.

  • 10 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Bleiben Sie bei empfindlicher und/oder nicht lichtgewöhnter Haut ohne Sonnenschutz grundsätzlich nicht länger als fünf bis zehn Minuten in der Sonne.

  • 11 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Nutzen Sie die maximale Verweildauer in der Sonne nie völlig aus, auch wenn Sie Lichtschutzmittel verwenden.

    Das hilft auch unsichtbare Schädigungen zu vermeiden.

  • 12 Regel

    12 Regeln für den Schutz Ihrer Haut

    Beugen Sie stets einem Sonnenbrand vor.

    Beachten Sie aber auch, dass UV- Strahlung Ihrer Haut schaden kann, selbst wenn Sie keinen Sonnenbrand haben.

Gut zu wissen…

Textiler Sonnenschutz und Ultraviolet Protection Factor (UPF)

Der UPF ist ein “Lichtschutzfaktor für Textilien”, vergleichbar mit dem LSF (Lichtschutzfaktor). Vor allem bei Kinder- und Sportbekleidung wird immer häufiger ein UPF ermittelt und deklariert. Derzeit existieren verschiedene Standards. Gebräuchlich sind der “Australische Standard”, der UV-Standard 801 sowie der europäische Standard EN 13758-1999.

Sonnenbrillen

Benutzen Sie nur hochwertige Modelle, deren Gläser mit UV-Filter und der richtigen Tönung ausgestattet sind. Dunkle Gläser alleine bieten keinen Schutz. Bei Sonnenbrillen mit unzureichendem UV-Schutz wähnt man sich in falscher Sicherheit. Die Folge: Die Pupillen öffnen sich sehr weit, weshalb die UV-Strahlen noch besser in das Auge eindringen und schwere Schäden hervorrufen können. Lassen Sie sich beraten. Die meisten Optiker testen Ihre Sonnenbrille kostenlos auf UV-Schutz.

Familie mit Sonnenbrillen am Strand.
Mutter und Sohn mit Sonnencreme.

Sonnenschutzmittel

Zur Verfügung stehen folgende Lichtschutzkategorien mit ihren dazugehörigen Lichtschutzfaktor-Bereichen:

  • „niedriges Schutzniveau“: Lichtschutzfaktor 6 bis 10
  • „mittleres Schutzniveau“: Lichtschutzfaktor 15 bis 25
  • „hohes Schutzniveau“: Lichtschutzfaktor 30 bis 50
  • „sehr hohes Schutzniveau“: Lichtschutzfaktor 50+

Die Wahl der Lichtschutzkategorie richtet sich nach dem individuellen Schutzbedürfnis. Wichtige Faktoren sind der Hauttyp, die Vorbräunung, der UV-Index und auch die Verweildauer in der Sonne.

Haut ist nicht gleich Haut. Auch nicht beim Sonnenschutz

Bestimmen Sie Ihren Hauttyp!

Hauttyp 1

Haut:
sehr hell und blass, häufig Sommersprossen

Haare:
rötlich bis blond

Reaktion auf Sonne:
Sonnenbrand, keine Bräunung

Eigenschutzzeit:
10 Minuten (hoher UV-Index)

Hauttyp 2

Haut:
hell, zu Sommersprossen neigend

Haare:
blond bis braun

Reaktion auf Sonne:
Sonnenbrand, keine Bräunung

Eigenschutzzeit:
15 Minuten (hoher UV-Index)

Hauttyp 3

Haut:
leicht getönt

Haare:
dunkelblond, braun

Reaktion auf Sonne:
mäßiger Sonnenbrand, gute Bräunung

Eigenschutzzeit:
20 Minuten (hoher UV-Index)

Hauttyp 4

Haut:
hellbraun bis braun

Haare:
dunkelbraun, schwarz

Reaktion auf Sonne:
kaum Sonnenbrand, starke Bräunung

Eigenschutzzeit:
30 Minuten (hoher UV-Index)

Bedenken Sie stets, dass selbst Sonnenschutzmittel mit sehr hohem Schutzniveau keinen vollständigen UV-Schutz bieten können.

Sonnenschutzmittel muss in ausreichenden Mengen aufgetragen werden. Bei einem durchschnittlichen Erwachsenen wird rund ein Fünftel einer 200 Milliliter Flasche (also 40 Milliliter) benötigt, um das durch den LSF angegebene Schutzniveau zu erreichen.

Sonnenschutzmittel sollen in einem ausgewogenen Verhältnis sowohl vor UVB- wie auch vor UVA-Strahlen schützen. Ein UVA-Schutz nach australischem Standard ist bei Produkten der Kategorien mit niedrigem oder mittlerem Schutzniveau noch ausreichend, Produkte mit hohem bis sehr hohem Schutzniveau sollten jedoch über einen weitergehenden UVA-Schutz verfügen.

Wasserfeste Produkte sind grundsätzlich für den Wassersport zu empfehlen, da sie auch nach dem Wasserkontakt noch einen gewissen Schutz aufweisen müssen. Es gibt jedoch keine absolut wasserfesten Sonnenschutzmittel, da der Lichtschutzfilm durch die Kräfte der Bewegung im Wasser und auch durch Schwitzen auf der Haut zum Teil abgetragen wird.

  • 01 Regel

    Drei Regeln zum Schutz Ihrer Haut bei Sport, Freizeit und am Arbeitsplatz

    Berge und Schnee

    Die Sonneneinstrahlung ist umso intensiver, je höher Sie aufsteigen. Schnee reflektiert die UV-Strahlung und verstärkt sie noch. Daher sind an den UV-Schutz besonders hohe Anforderungen zu stellen. Besonders wichtig: Schutz der Lippen durch Verwendung eines Lippenpflegestiftes mit UV-Schutz und Schutz der Augen durch eine geeignete Sonnenbrille.

  • 02 Regel

    Drei Regeln zum Schutz Ihrer Haut bei Sport, Freizeit und am Arbeitsplatz

    Wassersport

    Wasser reflektiert und verstärkt die UV-Strahlung ebenfalls. UV-Strahlen wirken auch unter der Wasseroberfläche und können einen Sonnenbrand verursachen! Wassertropfen wirken auf der Haut wie eine Lupe. Trocknen Sie sich nach dem Wasserkontakt stets ab und tragen Sie den Sonnenschutz erneut auf.

  • 03 Regel

    Drei Regeln zum Schutz Ihrer Haut bei Sport, Freizeit und am Arbeitsplatz

    Arbeit und Beruf

    Auch hier gelten die Sonnenschutzregeln, vor allem, wenn Ihr Arbeitsplatz im Freien ist: Kopfbedeckung, schützende Kleidung und Sonnenschutzmittel für alle unbedeckten Körperpartien.

Zarte Haut braucht starken Schutz – worauf Sie bei Kindern achten sollten

Jeder Sonnenbrand, vor allem in der Kindheit, erhöht das Hautkrebsrisiko. Kinder sind daher besonders gefährdet. Die Haut benötigt ungefähr zwölf Jahre, bis sie die Schutzmechanismen des Erwachsenen entwickelt hat. Die UVB-Strahlung kann trotz der Abschirmschicht das Erbgut erreichen und schädigen – der erste Schritt bei der Entstehung von Hautkrebs. Es kann Jahre bis Jahrzehnte dauern, bis er ausbricht.

Eine aktuellere Umfrage der Hautkrebsstiftung hat gezeigt, dass jedes fünfte Kind bereits im Kindergartenalter einen Sonnenbrand hatte. Daher ist Aufklärung und gelebtes Vorbild der Eltern verstärkt notwendig.

Kinder unter zwei Jahren dürfen nie der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt werden.

Kinderhaut ist empfindlicher als Erwachsenenhaut und durch UV-Strahlen besonders gefährdet. Auch weil Kinder nicht selbst für ihren Schutz sorgen können. Hier finden Eltern und Erwachsene, die mit der Betreuung von Kindern betraut sind, wichtige Tipps.

Ob im Urlaub, im Garten oder auf dem Schulhof: Empfindliche Kinderhaut braucht extra starken Schutz!

Mutter schmiert ihre Tochter mit Sonnencreme ein.
  • 01 Regel

    Die sechs wichtigsten Regeln für den optimalen Sonnenschutz bei Kindern

    Kinder unter einem Jahr nie direkter Sonne aussetzen!

  • 02 Regel

    Die sechs wichtigsten Regeln für den optimalen Sonnenschutz bei Kindern

    Mittags, wenn die Sonne am höchsten steht, ist die Sonnenbrandgefahr am größten.

    Kinder sollten sich zwischen 11 und 15 Uhr nicht in der Sonne aufhalten.

  • 03 Regel

    Die sechs wichtigsten Regeln für den optimalen Sonnenschutz bei Kindern

    Kleidung schützt!

    Hut mit Nackenschutz, T-Shirt mit halblangen Ärmeln, Höschen mit halblangen Beinen. Achten Sie bei der Kleidung auf den “UPF”, den Lichtschutzfaktor für Textilien.

  • 04 Regel

    Die sechs wichtigsten Regeln für den optimalen Sonnenschutz bei Kindern

    Unbedeckte Körperpartien mit Sonnenschutzmitteln für Kinder eincremen.

    Ideal ist ein Lichtschutzfaktor von mindestens 25.

    Mittlerweile gibt es einige Sonnenschutzmittel, die speziell für die empfindliche Kinderhaut entwickelt wurden. Wichtig ist, dass nicht nur die UVB- sondern auch die UVA-Strahlung gefiltert wird. Neuere wissenschaftliche Ergebnisse haben gezeigt, dass die energieärmere UVA-Strahlung das Erbgut zwar nicht direkt schädigt. Sie kann aber größere Moleküle verändern und sogenannte freie Radikalen bilden. Diese wiederum können das Erbgut verändern. Die frühere Meinung, UVA-Strahlung könne keinen Hautkrebs auslösen, ist somit unzutreffend.

    Sonnenschutzmittel müssen dick aufgetragen werden, hier darf man nicht sparen. Die Hersteller von Sonnenschutzmitteln haben sich einiges einfallen lassen, damit die zum Teil bunten Lotionen Kindern so gut gefallen, dass sie nicht gleich wegrennen, wenn sie sich eincremen sollen.

  • 05 Regel

    Die sechs wichtigsten Regeln für den optimalen Sonnenschutz bei Kindern

    Eine Sonnenbrille schützt sensible Kinderaugen.

    Achten Sie darauf, dass es sich um ein hochwertiges Produkt handelt.

  • 06 Regel

    Die sechs wichtigsten Regeln für den optimalen Sonnenschutz bei Kindern

    Gehen Sie beim Sonnenschutz mit gutem Beispiel voran!

    Als Eltern sind Sie die Hau(p)tverantwortlichen für Ihre Kinder. Sie haben die Verantwortung und Vorbildfunktion. Kinder und Jugendliche sollten am besten nie einen Sonnenbrand erleiden.

Als Eltern sind Sie die Hau(p)tverantwortlichen für Ihre Kinder. Sie haben die Verantwortung und Vorbildfunktion. Kinder und Jugendliche sollten am besten nie einen Sonnenbrand erleiden.

Das A-B-C-D-E der Früherkennung des schwarzen Hautkrebses:

Je früher ein malignes Melanom erkannt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten. Deshalb sollten Sie regelmäßig ein Auge auf Ihre Haut werfen. Worauf Sie dabei achten sollten, zeigt Ihnen die A-B-C-D-E-Regel zur Früherkennung des schwarzen Hautkrebses.

Mit Hilfe dieser Regel können Sie vorhandene Pigmentmale (Leberflecken, Muttermale) nach ihrem äußeren Erscheinungsbild und entsprechend nachstehender Hinweise beurteilen.

  • Asymmetrisches Pigmentmal.

    Asymmetrisches Pigmentmal.

    Fünf Merkmale zur Früherkennung des schwarzen Hautkrebses

    Merkmal A: Asymmetrie

    Ist das Mal in der Form unregelmäßig – und nicht mehr rund oder oval?

  • Unregelmäßiges Pigmentmal.

    Unregelmäßiges Pigmentmal.

    Fünf Merkmale zur Früherkennung des schwarzen Hautkrebses

    Merkmal B: Begrenzung

    Ist das Mal nicht mehr scharf begrenzt und laufen die Seitenränder unregelmäßig aus?

  • Pigmentmal mit mehreren Farbtönen.

    Pigmentmal mit mehreren Farbtönen.

    Fünf Merkmale zur Früherkennung des schwarzen Hautkrebses

    Merkmal C: Color (Farbe)

    Hat das Mal mehrere Farbtöne und sind diese unregelmäßig verteilt – verändert sich die Farbe?

  • Großes Pigmentmal.

    Großes Pigmentmal.

    Fünf Merkmale zur Früherkennung des schwarzen Hautkrebses

    Merkmal D: Durchmesser

    Ist das Mal größer als 5 mm – oder hat es seine Größe verändert?

  • E

    Fünf Merkmale zur Früherkennung des schwarzen Hautkrebses

    Merkmal E: Erhabenheit

    Ist der Fleck auf sonst flachem Grund neu entstanden?