Melanie Huml vor Wand mit Organspendeausweisen.

Organ­spende und Trans­plan­ta­ti­ons­me­dizin

Die moderne Medizin ist in der Lage, durch die Trans­plan­tation von Organen oder Gewebe das Leben vieler Menschen zu retten, zu verlängern und ihre Lebens­qua­lität deutlich zu verbessern. Bitte setzen Sie sich mit Ihrer eigenen Bereit­schaft ausein­ander, Organe zu spenden.

In Deutschland warten rund 12.000 Menschen auf ein Spen­der­organ, in Bayern sind es rund 2.400. Bei vielen Pati­enten, die zum Beispiel auf ein Herz oder eine Leber warten, hängt ihr Leben davon ab, dass recht­zeitig ein Spen­der­organ für sie gefunden wird. Es besteht ein großer Mangel an Spen­der­or­ganen. Deswegen sterben jeden Tag drei Menschen in Deutschland, die auf der Warte­liste für ein Spen­der­organ stehen. Organ­spende schenkt also in der Tat Leben!

Die Bereit­schaft zur Organ­spende ist die Grundlage der Trans­plan­ta­ti­ons­me­dizin, denn für mensch­liche Organe wie Herz, Lunge und Leber gibt es keine dauer­haften künst­lichen Alter­na­tiven.

Um die Spen­de­be­reit­schaft der Mitbür­ge­rinnen und Mitbürger zu erhöhen, ist Aufklä­rungs- und Öffent­lich­keits­arbeit wichtig. Sie erhöht den Kennt­nis­stand der Bevöl­kerung zum Thema Organ­spende und wirkt vertrau­ens­bildend.

Organ­spende kann Leben retten! Deswegen sollte jeder zu Lebzeiten eine selbst­be­stimmte Entscheidung treffen, diese in einem Organ­spen­de­ausweis fest­halten und mit seiner Familie besprechen. Damit werden die Ange­hö­rigen in sehr schweren Stunden von einer großen Last befreit.
Melanie Huml, Staats­mi­nis­terin
Keine Ausreden – Eine Organ­spende-Kampagne

Keine Ausreden – Eine Organ­spende-Kampagne

Kann man über Menschen lachen, die verzweifelt auf ein Organ warten? Nein, gewiss nicht. Kann man darüber lachen, dass immer weniger Menschen einen Organ­spen­de­ausweis besitzen? Nein, auch das ist alles andere als witzig. Aber kann man sich über die Bequem­lichkeit und über die Ausreden lustig machen, die sich Menschen ausdenken, um zu begründen, warum sie es leider immer noch nicht geschafft haben, einen Organ­spen­de­ausweis auszu­füllen? Oh ja, das kann man, denn es gibt eine uner­klär­liche Diskrepanz. 80 Prozent der Deut­schen geben an, der Organ­spende positiv gegenüber zu stehen. Aber nur 35 Prozent haben wirklich einen Organ­spen­de­ausweis in der Tasche. Diese Diskrepanz ist Ausgangs­punkt der Kampagne „Keine Ausreden!“ 

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Ausstellungswand „Organspende schenkt Leben. Vielleicht einmal Ihr Eigenes“.

Ausstel­lungswand „Organ­spende schenkt Leben. Viel­leicht einmal Ihr Eigenes.“

Das Baye­rische Gesund­heits­mi­nis­terium stellt auf Anfor­derung eine Ausstel­lungswand kostenfrei zur Verfügung, die einen abge­run­deten Über­blick über das Thema Organ­spende verschafft. Informationen zur Ausstellung und Ausleihe.

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Organ­spen­de­ausweis herun­ter­laden

Hier können Sie sich einen Organ­spen­de­ausweis ganz einfach herun­ter­laden – oder nutzen Sie die Druck­version.

Außerdem können Sie bei der Bundes­zen­trale für gesund­heit­liche Aufklärung einen Organ­spen­de­ausweis kostenfrei bestellen.

Vorderseite eines Organspendeausweises.

Projekt „Schul­klassen in die Trans­plan­ta­ti­ons­zentren“

Klinikum Groß­hadern der LMU München 

Seit November 2001 führt das Trans­plan­ta­ti­ons­zentrum am Klinikum Groß­hadern der Ludwig-Maxi­mi­lians-Univer­sität München das Projekt „Schulen in die Trans­plan­ta­ti­ons­zentren“ in Zusam­men­arbeit mit dem Baye­ri­schen Staats­mi­nis­terium für Gesundheit und Pflege, dem Baye­ri­schen Staats­mi­nis­terium für Bildung und Kultus, Wissen­schaft und Kunst und der Deut­schen Stiftung Organ­trans­plan­tation (DSO) durch.

Bei den monatlich statt­fin­denden Veran­stal­tungen im Klinikum Groß­hadern erhalten die Schü­le­rinnen und Schüler der Ober­stu­fen­klassen Einblicke in die recht­lichen Grund­lagen von Organ­spende und Trans­plan­tation, in die Entwicklung der Trans­plan­ta­ti­ons­me­dizin und die Arbeit der Trans­plan­ta­ti­ons­zentren. Darüber hinaus infor­mieren sie sich über den Ablauf einer Organ­spende und die Organ­ver­mittlung. Die Teil­nehmer bekommen darüber hinaus die Gele­genheit, einen trans­plan­tierten Pati­enten kennen­zu­lernen.

Die Veran­staltung am Klinikum Groß­hadern beginnt um 8:30 Uhr und endet ca. 13:00 Uhr. Nach Absprache ist auch ein späterer Beginn der Veran­staltung möglich.

Bitte richten Sie Fragen zu den Projekten an organspende@stmgp.bayern.de.

Univer­si­täts­kli­nikum Erlangen 

Seit 2012 bietet auch das Klinikum der Friedrich-Alex­ander-Univer­sität Erlangen-Nürnberg in Zusam­men­arbeit mit dem Baye­ri­schen Staats­mi­nis­terium für Gesundheit und Pflege und der Deut­schen Stiftung Organ­trans­plan­tation (DSO) Schü­ler­se­minare zum Thema Organ­spende und Trans­plan­ta­ti­ons­me­dizin an.

Die Veran­stal­tungen finden am Trans­plan­ta­ti­ons­zentrum in Erlangen von ca. 9 Uhr bis 14 Uhr statt.

Bitte richten Sie Fragen zu den Projekten an organspende@stmgp.bayern.de.

Daten zur Organ­spende und zu Trans­plan­ta­tionen in Bayern

Anzahl der Trans­plan­ta­tionen in Bayern, einschließlich Trans­plan­ta­tionen nach Lebend­spenden und Domi­no­trans­plan­tation

Quelle: Stiftung Euro­trans­plant

Jahr201020112012201320142015
Summe763751726584588545

Warte­liste Bayern zum 31.12.

Quelle: Stiftung Euro­trans­plant

Jahr201020112012201320142015
Summe1690
176216831654 15451464

Zahl der post­mor­talen Organ­spender in Bayern

Quelle: Deutsche Stiftung Organ­trans­plan­tation (DSO)

Jahr201020112012201320142015
Bayern192189155118120139
Deutschland129612001046876864877