Neue Tabakprodukte und Rauchtechniken – keinesfalls besser

Die Aufklärung über die Gefahren des Tabakkonsums zeigt Wirkung. Hersteller versuchen deshalb stets, vermeintlich gesundheitsfreundliche Alternativen zum Rauchen auf dem Markt zu platzieren. Gerade Jugendliche greifen nun häufiger zu Ersatzprodukten, elektronischen Zigaretten und zur Wasserpfeife (Shisha). Aber auch diese bergen in jedem Fall erhebliche Gesundheitsgefahren.

Snus und Pouches – Alternativen zum Rauchen?

Snus und Pouches sind oral aufzunehmende Tabakprodukte (Oraltabak, auch „Snus“ genannt) oder tabakfreie nikotinhaltige Produkte (tabakfreie Nikotinbeutel, Nikotin Pouches genannt).

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sieht gesundheitliche Risiken insbesondere für Kinder, Jugendliche und Nichtraucher, da Nikotin eine starke suchterzeugende Wirkung hat. Dasselbe gilt für Schwangere und Stillende aufgrund der Nikotinwirkungen und des Übergangs von Nikotin in die Muttermilch und Personen mit Herz-Kreislauferkrankungen, weil Nikotin starke Wirkungen auf Herz und Kreislauf ausübt. Das Inverkehrbringen von Oraltabak ist bereits über das Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG) verboten. Derzeit gibt es in Deutschland keine spezialgesetzliche Regelung für tabakfreie Nikotinbeutel. Die Überwachungsbehörden behandeln diese Produkte daher aktuell meist nach lebensmittelrechtlichen Vorschriften und nehmen sie vom Markt, wenn sie die sogenannten akute Referenzdosis von 0,0008 Milligramm/kg Körpergewicht überschreiten. Das bedeutet bei einem Körpergewicht von 70 kg kann schon die Aufnahme von über 56 Mikrogramm (zum Vergleich: 56 Mikrogramm = 0,056 Milligramm) Nikotin gesundheitlich bedenklich sein. Die Nikotingehalte variieren und liegen im Bereich von mehreren Milligramm pro Beutel und überschreiten damit den Referenzwert um ein Mehrfaches.

Diese alternativen Nikotin-Konsumformen sind zur Rauch- oder Tabakentwöhnung grundsätzlich nicht geeignet!

Wasserpfeife – Genuss nur mit vielen Gefahren

Wasserpfeife

E-Zigaretten / E-Shishas – ein unterschätztes Gesundheitsrisiko

E-Zigarette