Ein älteres Ehepaar setzt mit Enkelin ein Puzzle zusammen.

Projekte der Bayerischen Demenzstrategie

Die Bayerische Demenzstrategie verfolgt ihre umfassende Zielsetzung in zehn Handlungsfeldern, in denen die Bayerische Staatsregierung eine Vielzahl von Projekten fördert. Hier finden Sie eine Übersicht.

Handlungsfeld 1 – Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit

Obwohl das Thema Demenz langsam aus der Tabuzone heraustritt, ist der Umgang mit der Erkrankung für Betroffene und Angehörige oft noch schambesetzt. Ziel ist es, die Gesellschaft für das Thema Demenz zu sensibilisieren. Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit sind ausschlaggebend um Ängste und Tabus im Umgang mit Betroffenen weiter abzubauen und den Weg der Inklusion von Menschen mit Demenz einschlagen zu können.

Betroffene, Angehörige, Helfende, Fachkräfte

Das kann der hauswirtschaftliche Fachservice leisten – für die Gesellschaft und für Privatpersonen – ein Erklär-Video des Dachverbandes Hauswirtschaftliche Fachserviceorganisationen (HWF) Bayern e.V.

Professionelle hauswirtschaftliche Fachservices (HWF) und haushaltsnahe Dienstleistungsunternehmen unterstützen Privathaushalte in ganz Bayern. Immer mehr gefragt sind ihre Dienste inzwischen auch bei Sozialeinsätzen im Haushalt dementer Personen und bei der Unterstützung pflegender Angehöriger. Die Leistungen sind in der Regel über die Pflegekassen abrechenbar.

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Gesellschaft

Bayerischer Fachtag Demenz

Die regelmäßig stattfindenden Bayerischen Fachtage Demenz, die vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege organisiert werden, stellen ein Forum für die Vorstellung innovativer Projekte dar und fördern den fachlichen Austausch. Im Jahr 2015 fand der Startschuss für den Bayerische Fachtag Demenz statt. Der zweite Bayerische Fachtag Demenz fand im Jahr 2016 unter dem Thema „Kommunikation mit Demenzkranken“ großen Anklang.

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Tanzkurs für Menschen mit und ohne Demenz – Alzheimer Regionalgruppe Aschaffenburg und die Beratungsstelle Demenz Untermain

Das gemeinsame Projekt wurde 2016 mit dem ersten Platz des Bayerischen Demenzpreises ausgezeichnet. Das Angebot orientiert sich an bestehende Fähigkeiten und Ressourcen und ermöglicht eine gesellschaftliche und soziale Teilhabe für die Betroffenen. Durch das Tanzen und die Musik werden Erinnerungen geweckt und brachliegende Bewegungsabläufe wieder neu aktiviert.

Link zur Regionalgruppe Aschaffenburg

Link zur Beratungsstelle Demenz

Dialog: Kultur und Demenz – Gerontopsychiatrische Fachkoordination (GeFa) Mittelfranken der Angehörigenberatung e.V.

Das Projekt wurde 2016 mit dem zweiten Preis des Bayerischen Demenzpreises ausgezeichnet. Im Rahmen des Projekts bestehen verschieden Formen von kulturellen Angeboten, an denen Menschen mit und ohne Demenz teilnehmen. Das Projekt verbessert, durch eine adressatengerechte Öffnung des Kulturbereiches, die Möglichkeiten der Betroffenen und ihrer Angehörigen zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

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Wanderausstellung „Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz“

Seit Frühjahr 2016 tourt die Wanderausstellung „Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz“ als Kooperationsprojekt des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege mit dem Landesverband Bayern der Deutschen Alzheimer Gesellschaft durch Bayern. Ziel ist es, auch Menschen, die bisher nicht mit einer Demenzerkrankung konfrontiert wurden, auf das Thema aufmerksam zu machen, Verständnis für Menschen mit Demenz zu wecken und Ängste abzubauen.

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Demenz geht uns alle an – Caritas Mehrgenerationenhaus Taufkirchen (Vils)

Das Projekt wurde 2015 mit dem zweiten Demenzpreis ausgezeichnet. „Demenz geht uns alle an“ unterstützt den Bewusstseinswandel in der Gesellschaft im Umgang mit dem Thema Demenz. Es handelt sich um ein umfassendes Mehrgenerationenprojekt, welches Schülerinnen und Schüler einer Realschule im Rahmen eines Wahlfaches „Demenz geht uns alle an“ mit einbezieht.

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Demenzpaten – Stadt Augsburg

Gefördert werden Demenzpaten, die sich in ihrem Umfeld ehrenamtlich für eine neue Kultur im Umgang mit Menschen mit Demenz einsetzen. Durch Informationen und Aufklärung tragen sie dazu bei, dass Menschen mit Demenz mehr Verständnis entgegengebracht wird. Dazu suchen sie aktiv den Kontakt zu Bürgerinnen und Bürgern in ihrem persönlichen Umfeld. Sie sprechen über das Thema Demenz und geben praktische Hinweise für einen angemessenen Umgang mit Betroffenen.

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Multiplikation durch Information in allgemeinbildenden Schulen

Verständnis für Menschen mit Demenz – eine Herausforderung für allgemein- und berufsbildende Schulen (Handreichung) – Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB)

Ziel dieser Handreichung ist es, Lehrkräften an allgemein- und berufsbildenden Schulen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie Schülerinnen und Schülern Zugang zum Thema Demenz verschaffen können. Auch soll sie den Lehrkräften Mut machen, sich mit diesem schwierigen Thema auseinanderzusetzen, und gleichzeitig den Schülerinnen und Schülern die Begegnung damit ermöglichen.

Link zur Handreichung

Handlungsfeld 2 – Prävention und Früherkennung

Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben Untersuchungen zufolge auch einen Einfluss auf die Entwicklung von Demenzerkrankungen. Damit kann ein gesundheitsförderlicher Lebensstil auch dazu beitragen eine Demenzerkrankung zu vermeiden. Im Falle der Erkrankung ist die rechtzeitige Diagnose und Behandlung für die Lebensqualität der Menschen mit Demenz entscheidend. Um die bisher bekannten Therapiemöglichkeiten voll auszuschöpfen wird der Früherkennung eine besondere Bedeutung zugesprochen.

Gesundheitsförderung und Prävention

Sport und Bewegung trotz(t) Demenz – Landesverband Bayern der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

In Kooperation mit unterschiedlichen Verbänden, Vereinen und Organisationen, die im Bereich Sport und Bewegung tätig sind, sowie mit regionalen Demenznetzwerken, werden Sport- und Bewegungsangebote entwickelt, an denen Menschen mit Demenz in unterschiedlichen Phasen der Erkrankung teilnehmen können. Die Angebote sollen in ganz Bayern von speziell geschulten Kursleitern umgesetzt werden.

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GESTALT – Gehen, Spielen, Tanzen als lebenslange Tätigkeiten – Institut für Sportwissenschaft und Sport der Universität der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Das mehrfach ausgezeichnete, über sechs Monate laufende Programm „GESTALT“ unterstützt einen aktiven Lebensstil durch Bewegungsangebote, Gruppentreffen und eine persönliche Beratung. Das Programm umfasst ein Kursangebot für Männer und Frauen im Alter von über 60 Jahren, insbesondere für jene, die körperlich nur wenig oder gar nicht aktiv sind und damit ein erhöhtes Demenzrisiko haben.

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GESTALT kompakt – Institut für Sportwissenschaft und Sport der Universität der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Entwicklung eines kompakten, auf 12 Wochen angelegten, Bewegungsprogramms zur Vorbeugung von Demenzerkrankungen auf Basis des GESTALT-Programms. Ein Trainermanual soll einen breiten Einsatz des Programms ermöglichen. Zielgruppe sind ältere Erwachsene, die ein erhöhtes Demenzrisiko haben, bei denen jedoch keine Demenzerkrankung diagnostiziert ist. Ansatzpunkt des Projektes ist die körperliche Inaktivität als ein wichtiger modifizierbarer Risikofaktor für demenzielle Erkrankungen.

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Verbesserung der ambulanten stationären Versorgung von sehgeschädigten Pflegebedürftigen – Stiftung Katholisches Familien- und Altenpflegewerk München

Ziel des Projektes war es, die Versorgung der größer werdenden Zielgruppe von Pflegebedürftigen mit einer Sehschädigung oder beginnende Sehbeeinträchtigung in stationären Einrichtungen der Pflege zu verbessern.

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Handlungsfeld 3 – Aus-, Fort- und Weiterbildung

Die Behandlung, Betreuung und der Umgang von und mit Menschen mit einer Demenzerkrankung erfordert einschlägiges Wissen insbesondere der pflegerischen und medizinischen Berufsgruppe. Darüber hinaus soll jeder, der in seinem Berufsalltag mit demenziell erkrankten Menschen zu tun hat, im Umgang mit Betroffenen geschult sein.

Hauswirtschaft

Qualifizierungskonzept zur Schulung Ehrenamtlicher und Nicht-Ehrenamtlicher für haushaltsnahe Dienstleistungen – Fortbildungszentren für Landwirtschaft und Hauswirtschaft (FBZ) Triesdorf und Landsberg a. L.

Das Qualifizierungskonzept vereint in insgesamt 40 Unterrichtseinheiten Inhalte zum Umgang mit pflegebedürftigen und demenzkranken Menschen sowie Grundlagen hauswirtschaftlicher Fachtheorie und Fachpraxis. Darüber hinaus ist es Voraussetzung für die Anerkennung von niedrigschwelligen Entlastungsangeboten im hauswirtschaftlichen Bereich durch das „Zentrum Bayern Familie und Soziales“.

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Ernährung im häuslichen Umfeld und Verpflegungskonzepte für Menschen mit Demenz in stationärer Versorgung

Verpflegung bei Demenz und Kau- und Schluckstörungen – Fachzentren Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung

Interdisziplinäre Veranstaltungen informieren Fachkräfte aus Küche, Hauswirtschaft und Pflege zum Thema Dysphagie und der Ernährung von Menschen, die an Kau- und Schluckstörungen leiden. Die Veranstaltungen richten sich zum Beispiel an Köche, Küchenhilfen, Küchenleiter, Pflegefachkräfte, Betreuungskräfte und Heimleitungen.

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Handlungsfeld 4 – Häusliche Versorgung und Entlastung pflegender Angehöriger

Zwei Drittel der Menschen mit Demenz werden zu Hause versorgt, meistens von Angehörigen. Angehörige oder andere nahestehende Personen, die Demenzkranke betreuen und pflegen, sind hohen Belastungen ausgesetzt. Um die häusliche Pflege in diesem Umfang auch in Zukunft sicherstellen zu können, ist der Erhalt der Gesundheit und der Pflegebereitschaft häuslich Pflegender unerlässlich. Unterstützung und Entlastung bietet ein Pflege- und Betreuungsmix aus Fachkräften, geschulten Ehrenamtlichen und Angehörigen, sowie ein gut funktionierendes Netz an Beratungs- und Unterstützungsangeboten, auf das die Betroffenen und häuslich Pflegenden jederzeit zugreifen können.

Beratungsangebote

Fachstellen für pflegende Angehörige

Aufgabe der Fachstellen für pflegende Angehörige ist es, durch psychosoziale Beratung, begleitende Unterstützung und Entlastung der pflegenden Angehörigen älterer pflegebedürftiger Menschen zu verhindern, dass die Angehörigen durch die oft lang andauernde Pflege selbst erkranken und zum Pflegefall werden.

Link zur Adressliste der Fachstellen in Bayern

Bayerische Beratungsstelle für Frontotemporale Demenz und andere seltene Demenzerkrankungen  – wohlBEDACHT e.V. – Wohnen für dementiell Erkrankte

Es soll modellhaft eine Beratung für seltene Demenzerkrankungen aufgebaut werden. Gezeigt werden soll, wie Menschen unterstützt werden können, die ansonsten durch die Seltenheit ihrer Demenzerkrankung in der Versorgung benachteiligt sind. Durch die Konzentrierung von Beratungsanfragen im Bereich seltener Demenzerkrankungen soll zudem vorhandenes Wissen gebündelt und weitergegeben werden, sowie Versorgungsprobleme in Bayern identifiziert werden.

Link zur Beratungsstelle

Angehörigengruppen

Je fortgeschrittener das Stadium der Erkrankung, desto größer wird der Betreuungsaufwand. Auch die pflegenden Angehörigen selbst müssen einen Weg finden, mit der oftmals belastenden Situation umzugehen. Die regelmäßigen Treffen der Angehörigengruppen finden unter fachlicher Anleitung statt. Sie dienen der Entlastung der Betroffenen und bieten die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Link zur Liste der Angehörigengruppen in Bayern

Betreuungsleistungen

Auszeit und tiergestützte Aktivität für Senioren und für demente Personen – Alpakahof Schreiber

Der Alpakahof in Niederbayern wird von Gruppen und Menschen aller Altersstufen und sehr gerne auch von behinderten und dementen Menschen besucht. Die intensive tiergestützte Aktivität mit den wolligen Andenkönigen bringt gerade Senioren und dementen Menschen ein Mehr an Lebensfreude.

Link zum Alpakahof

Betreuungsangebote zur Unterstützung im Alltag

Betreuung in ausgewählten Privathaushalten (TiPi) – Sozialdienst Germering – Verein für junge Familien, Familienhilfe und Senioren

In ausgewählten Privathaushalten werden Menschen mit leichter bis mittelschwerer Demenz als Gäste in kleinen Gruppen an einem Tag pro Woche für drei Stunden von einem Team aus einer Gastgeberin und einer Helferin betreut. Es unterstützt die an Demenz Erkrankten in ihrem Bedürfnis, trotz ihrer Krankheit in der Gemeinde auch weiterhin akzeptiert und wertgeschätzt zu werden. Die Angehörigen ihrerseits erfahren durch „TiPi“ regelmäßig stundenweise Entlastung in ihren täglichen Betreuungsaufgaben.

Link zum Projekt

TiPi Aktiv – Sozialdienst Germering – Verein für junge Familien, Familienhilfe und Senioren

Für besonders rüstige Menschen mit Demenz gibt es das Programm „TiPi Aktiv“. In kleinen Gruppen werden einmal pro Woche längere Ausflüge und Wanderungen unternommen.

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Agentur zum Auf- und Ausbau niedrigschwelliger Betreuungsangebote – Freie Wohlfahrtspflege Landesarbeitsgemeinschaft Bayern

Die Agentur zum Auf- und Ausbau niedrigschwelliger Betreuungsangebote informiert pflegende Angehörige und Ehrenamtliche rund um Entlastungs- und Engagementmöglichkeiten zur Unterstützung im Alltag. Sie unterstützt Träger, indem sie zum Projektaufbau, Anerkennung und Förderung, Gewinnung und Schulung von Ehrenamtlichen sowie zur Öffentlichkeitsarbeit berät.

Link zur Agentur

Angebote zur Unterstützung im Alltag

Die Unterstützung pflegender Angehöriger nimmt in der Pflegepolitik einen besonderen Stellenwert ein. Für Betroffene ermöglichen häuslich Pflegende ein möglichst langes Verbleiben in den eigenen vier Wänden. Die Pflege und die damit verbundenen vielfältigen Aufgaben stellen für die Pflegenden eine extreme körperliche und seelische Belastung dar. Daher ist es von zentraler Bedeutung, dass es ausreichend Angebote auch zur Entlastung der Angehörigen und pflegenden Angehörigen gibt.

Link zur Angebotsliste

Nachbarschaftshilfen und Seniorengenossenschaften

Ehrenamtliche Nachbarschaftshilfen und Seniorengenossenschaften

Ehrenamtliche Nachbarschaftshilfen und Seniorengenossenschaften können im Rahmen ihres Leistungsangebots auch Menschen mit Demenz unterstützen, die zuhause betreut werden. Alltagsunterstützung und soziale Kontakte tragen dazu bei, dass Menschen mit Demenz länger in den eigenen vier Wänden leben können. Der Ausbau der von bürgerschaftlichem Engagement getragenen Nachbarschaftshilfen und der Seniorengenossenschaften wird durch eine Anschubfinanzierung gefördert.

Link zu den Nachbarschaftshilfen

Link zur Liste der Nachbarschaftshilfen

Link zu den Seniorengenossenschaften

Betreutes Wohnen zu Hause

Alt werden zu Hause – wo denn sonst? – Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach Gesellschaft für regionale Entwicklung mbH

„Alt werden zu Hause – wo denn sonst?“ ist ein kommunaler Verbund, in dem ein abgestuftes Unterstützungsnetzwerk (mit Hilfe von geschulten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern) geschaffen wurde, um die Lebensqualität von Menschen mit Demenz dauerhaft und bedarfsgerecht zu stärken. Das Projekt „Demenzfreundliche Region Obere Vils-Ehenbach“ wurde 2015 mit dem dritten Platz des Bayerischen Demenzpreises ausgezeichnet.

Link zum Projekt

Betreutes Wohnen zu Hause – Verein Carpe Diem München e. V. Hilfe bei Demenz und psychischen Problemen im Alter

„Betreutes Wohnen zu Hause“ bietet ein Netz von Dienstleistungen und Hilfen entsprechend den individuellen Wünschen und Bedürfnissen. Es wird umfassende und individuelle Pflege und Betreuung für Demenzkranke und ältere Menschen mit psychischen Problemen angeboten.

Link zum Projekt

Kurzzeitpflege, Tagespflege, Wohnpflegehaus auf dem Bauernhof – Schulhauserhof GbR

Seit 1998 bietet Berta Schulhauser auf ihrem Bauernhof nahe Iggensbach eine Alternative zu den herkömmlichen Alten- und Behindertenheimen. Neben der Kurzzeitpflege in familiärer Atmosphäre gibt es eine Tagespflege für alte, demente und behinderte Menschen. Seit 2003 gibt es auch ein neues Wohnpflegehaus für den Lebensabend am Schulhauserhof.

Link zum Bauernhof

Betreutes Wohnen auf dem Bauernhof – Servicewohnen Brauneis

„Service-Wohnen“ auf dem Bauernhof der Familie Brauneis bei Simbach am Inn ist ein neues Wohn- und Lebenskonzept für Menschen jeden Alters, auch mit Behinderung und Demenz.

Link zum Angebot

Teilstationäre Versorgungsangebote und Kurzzeitpflege

Richtlinie zur Förderung neuer ambulant betreuter Wohngemeinschaften sowie von Vorhaben zur Verbesserung der Lebensqualität und der Rahmenbedingungen in der Pflege (Förderrichtlinie Pflege – WoLeRaF) – Teil 2

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege fördert Maßnahmen der baulichen Innen- und Außenraumgestaltung für ein demenzgerechtes Umfeld in eigenständig betriebenen Einrichtungen der Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflege. Das neue Förderprogramm trägt dazu bei, ein demenzgerechtes Umfeld zu schaffen oder zu verbessern. Neben einer Verbesserung des Betreuungsumfelds soll dies die Anzahl der verfügbaren Plätze dieser alternativen Versorgungsform erhöhen und zur Entlastung der pflegenden Angehörigen beitragen.

Link zum Förderungsprogramm

Technikgestütztes Wohnen (AAL)

Kompetenznetzwerk Wohnberatung – Mein Daheim – Kommunale Wohnberatungsstelle des Landkreises Tirschenreuth

Eine aufsuchende Beratung, kombiniert mit dem Aufzeigen technischer Assistenzsysteme und dem Vorhalten einer Musterwohnung ist eine ideale Plattform, um über die Vielfalt der Möglichkeiten ganz individuell und bedarfsgerecht zu informieren. Es geht darum, technische Hilfsmittel ergänzend zu nutzen, damit ältere Menschen ihre Selbständigkeit so lange wie möglich aufrechterhalten können.

Link zur Beratungsstelle

Neue Wohnformen

Richtlinie zur Förderung neuer ambulant betreuter Wohngemeinschaften sowie zur Förderung von Vorhaben zur Verbesserung der Lebensqualität und der Rahmenbedingungen in der Pflege (Förderrichtlinie Pflege WoLeRaF) – Teil 1

Der flächendeckende Auf- und Ausbau neuer ambulant betreuter Wohngemeinschaften für Seniorinnen und Senioren wird gefördert.

Link zum Förderungsprogramm

Handlungsfeld 5 – Stationäre Versorgung im Krankenhaus und in Einrichtungen der geriatrischen Rehabilitation

Ungefähr zehn bis 20 Prozent der Krankenhauspatientinnen und -patienten leiden neben der für die stationäre Aufnahme ursächlichen Erkrankungen auch an Denkstörungen bis hin zu einer Demenz. Diese Begleiterkrankung stellt die Allgemeinkrankenhäuser vor große Herausforderungen.

Versorgung im Allgemeinkrankenhaus

Einführung eines pflegerischen Demenzkonzeptes – Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg

Das Projekt wurde 2016 mit dem dritten Platz des Bayerischen Demenzpreises ausgezeichnet. Durch Fortbildungen initiiert das Projekt beim Pflegepersonal eine Haltungsänderung gegenüber den Patienten mit Demenz. Kontinuierlich werden Mitarbeiter zum pflegerischen Demenzbeauftragten weitergebildet. Das „Dienstags-Café“ wurde als stationsübergreifende Betreuungsgruppe für Patienten mit Demenz ins Leben gerufen.

Link zur Pflegeleitung

 

Menschen mit Demenz im Krankenhaus Phase III – Deutschen Alzheimer Gesellschaft Landesverband Bayern e.V.

Konkrete Hilfen für demenzkranke Menschen und deren Angehörige bei einem Krankenhausaufenthalt zu entwickeln und diese bei den am Projekt teilnehmenden Krankenhäusern in den Klinikalltag einzuführen ist das Hauptziel des Projekts. Schwerpunkte dabei sind: Prävention, Handlungskompetenz und Übertragbarkeit. Darüber hinaus sollen ein standardisiertes Muster-Demenzkonzept für Krankenhäuser mit Arbeitshilfen zur Umsetzung entwickelt und eine krankenhausspezifische Empfehlung zum Umgang mit Patienten mit „herausfordernden Verhalten“ erarbeitet werden.

Link zum Projekt

Nebendiagnose Demenz im Akutkrankenhaus – Einsatzpotentiale innovativer Licht-, Kommunikations- und Planungstechnologien für eine alters- und demenzsensible Architektur – Technische Universität München

Im Rahmen des Vorhabens werden insbesondere Lösungsansätze für die Um- und Neugestaltung von Räumlichkeiten und Einrichtungen in Krankenhäusern erarbeitet und in der Praxis getestet, die die Bedürfnisse demenzkranker Patienten berücksichtigen. Nach Abschluss der Module „Licht“ und „Ausstattung“ werden im Modul „Akustik“ – durchgeführt am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München – Faktoren untersucht, die im Klinikalltag für das Erleben von Geräuschen für demenzkranke Patienten relevant sind.

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Handlungsfeld 6 – Stationäre Versorgung und Betreuung in Pflegeeinrichtungen

Demenzielle Erkrankungen stellen mittlerweile den häufigsten Grund für einen Umzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung dar. Pflegeeinrichtungen müssen sich auf die Bedürfnisse von Demenzpatientinnen und -patienten einstellen und ihre Konzepte anpassen.

Pflegeoasen bei fortgeschrittener Demenz

Evaluierung der Pflegeoase im Seniorenzentrum der Sozialstiftung Bamberg – ISGOS Berlin

Die Konzeption der Pflegeoasen folgt dem Prinzip des Mehrpersonenraumes. Menschen mit Schwerstdemenz soll das Erleben von Gemeinschaft ermöglicht werden. Die Betreuung in den Pflegeoasen wird biografiebezogen und tagesstrukturiert geleistet. Die Studie hat deutlich gezeigt, dass die besondere Betreuung schwerst demenziell erkrankter Menschen in Pflegeoasen über ein hohes Rehabilitationspotenzial verfügt.

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Evaluierung der Pflegeoase im Seniorenzentrum Lechrain – ISGOS Berlin

Das Grundkonzept des neu errichteten Seniorenzentrum Lechrain folgt einem Betreuungsansatz, der die besonderen Bedürfnisse demenziell erkrankter Menschen je nach Schweregrad der Demenz zusammenfasst und gemeinsam in Gruppenform kleinere Gemeinschaften betreut. Die Studie hat gezeigt, dass es keinen Königsweg in der Schwerstpflege gibt. Wenn auch zu erwarten ist, dass die Pflegeoasenbewohner nach weiterer Zeit des Zusammenlebens und gewisser Konstanz in der Belegung der Räume wie auch der Besetzung der Pflege sich noch weiter verbessern werden.

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Evaluierung der Pflegeoase im Seniorenzentrum Abundus AZURIT in Fürstenzell – ISGOS Berlin

Mit dem Tagespflegeoasen-Konzept im Azurit Seniorenzentrum Abundus wurde ein weiterer Baustein innerhalb des Hauses aber auch in der Versorgung schwerst demenzkranker Menschen umgesetzt. Das Sozialverhalten hat sich in dem Stadium der schweren Demenz im Laufe des Projekts stark verbessert. Zudem haben nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner von der Tagespflegeoase profitiert sondern auch das Pflegepersonal.

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Evaluierung der Pflegeoase im Seniorenpark Pur Vital Alztal in Garching/Alz – ISGOS Berlin

Im Seniorenpark Pur Vital Alztal wurde mit der Umsetzung des Versorgungskonzepts „Pflegeoase“ ein Lebensraum für acht Bewohnerinnen und Bewohner geschaffen. Die Ergebnisse konnten für die Bewohner in vielen Teilbereichen positive Effekte nachweisen, die sich von denen einer Kontrollgruppe im Einzelzimmer deutlich abhoben. Die Vorteile der Versorgungsform liegen im Wesentlichen in der Förderung der Wahrnehmung von Umweltkontakten.

Link zum Bericht

Ganzheitliche Aktivierungstherapie

Stiftsschöpple im Juspi – Demenzkranke helfen im Weinberg mit – Seniorenstift Juliusspital Würzburg

Das Projekt wurde 2015 mit dem ersten Bayerischen Demenzpreis ausgezeichnet. Demenziell erkrankte Bewohner arbeiten das ganze Jahr über regelmäßig im Weinberg zusammen mit Pflegekräften und Mitarbeitern des Weinguts. Das Projekt aktiviert die Bewohner im Rahmen dieser sinnhaften Tätigkeit und trägt zum Abbau der Distanz zu Pflegebedürftigen in der Familie und dem sozialem Umfeld bei.

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Handlungsfeld 7 – Sterbebegleitung

Da bei Demenzkranken die Möglichkeiten, autonom und selbstbestimmt zu handeln, eingeschränkt sind, ist eine mitfühlende und sensible Sterbebegleitung von Bedeutung, die die mit dieser Erkrankung einhergehenden besonderen Bedürfnisse berücksichtigt. Hospizarbeit und Palliativmedizin sind geprägt von mitmenschlicher Zuwendung und ermöglichen den Patientinnen und Patienten eine umfassende Versorgung. Neben der reinen Sterbebegleitung sollte bei Menschen mit Demenz eine integrative Palliative Care Betreuung schon zu einer frühen Phase an Bedeutung gewinnen.

Ambulante Hospiz-/Palliativversorgung

Das letzte Lebensjahr von Anni Huber – Demenzspezifische Palliative Care (DVD) – Petra Mayer Eching am Ammersee

Die DVD bietet die Möglichkeit den Umgang der Betroffenen und der Angehörigen mit dem Thema Schmerz und Demenz darzustellen und die dabei entstehenden Konflikte in der sich fortschreitenden Veränderungen der an Demenz Erkrankten zu verstehen. Einen wesentlichen Schwerpunkt bilden die Schmerzwahrnehmung und die Schmerzanerkennung.

Link zur Publikation

Handlungsfeld 8 – Vernetzung und kommunale Strukturen

Eine wesentliche Voraussetzung für eine optimale Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen und für eine schnelle und wirkungsvolle Unterstützung der Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen ist eine optimale Vernetzung der Akteure aller Bereiche. Dazu gehören neben einer Stärkung der sektorenübergreifenden Versorgung auch der weitere Ausbau und die Stärkung von regionalen und überregionalen Netzwerken.

Sektorenübergreifende Versorgung

Ambulanter Gerontopsychiatrischer Verbund Bayern (AGVB)

Aus Modellprojekten heraus ist der AGVB entstanden – ein Zusammenschluss von Fachleuten aus der ambulanten gerontopsychiatrischen Versorgung in Bayern, die sich insbesondere für den Ausbau einer bedarfsgerechten ambulanten gerontopsychiatrischen Versorgung, der Entwicklung und Realisierung innovativer Konzepte und der Weiterentwicklung bestehender Versorgungsangebote einsetzt.

Link zum Verbund

Fachübergreifende lokale, regionale und landesweite Netzwerke

Interkommunales Projekt „Kontaktstellen der Demenzhilfe Allgäu“ – Allgäu GmbH – Gesellschaft für Standort und Tourismus

Das Projekt erhielt im Rahmen des Bayerischen Demenzpreises 2016 eine Auszeichnung. Das Projekt nutzt durch interkommunale Vernetzung Synergien. „Unterstützung für Betroffene und Angehörige – wohnortnah“ ist das Ziel der Kontaktstellen Demenzhilfe Allgäu.

Link zum Projekt

Interkulturelles Netz Altenhilfe (INA) – der SIC Gesellschaft für Forschung, Beratung, Organisationsentwicklung und Sozialmanagement mbh

Das „Interkulturelle Netz Altenhilfe – INA“ ist ein Modellprojekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, ältere pflegebedürftige bzw. von Pflegebedürftigkeit bedrohte Bürger mit Einwanderungsgeschichte und deren Angehörige in Augsburg zu unterstützen. Dies gilt insbesondere auch für demente Migranten, da Demenz in diesen Kulturkreisen oft nicht als eine Erkrankung wahrgenommen wird.

Link zum Projekt

Handlungsfeld Kommunen / Kommunale Seniorenpolitische Gesamtkonzepte

Modellprojekt Markt Erkheim: Angebote hauswirtschaftlicher Dienstleistungen auf kommunaler Ebene – Marktgemeinde Erkheim

Am Beispiel einer Modellkommune wird aufgezeigt, wie Kommunen für ihre wachsende Anzahl älterer, unterstützungsbedürftiger sowie dementiell erkrankter Einwohner eine Infrastruktur für qualitätsgesicherte und finanzierbare hauswirtschaftliche Leistungen aufbauen können. In einem Dienstleistungszentrum wirken Fachkräfte, Angelernte und Ehrenamtliche zusammen und bieten jeweils unterschiedliche Unterstützungsleistungen zur Alltagsbewältigung an.

Link zum Projekt

Handlungsfeld 9 – Grundlagen- und Versorgungsforschung

Ziel der Grundlagenforschung ist es, Ursachen und Risikofaktoren von verschiedenen Demenzformen zu verstehen und neue Therapieansätze zu entwickeln. Die Versorgungsforschung trägt dazu bei, innovativen, ortsnahe, ambulante Versorgungsstrukturen und -konzepte für Menschen mit Demenz zu erproben und zu verbreiten.

Grundlagenforschung

Deutsches Zentrum für Neurogenerative Erkrankungen (DZNE), Standort München

Ziel ist die Stärkung und der Ausbau der bestehenden Forschung beider Münchner Universitäten (Ludwig-Maximilians-Universität LMU, Technische Universität TUM) im Bereich der Neurobiologie, Neurodegeneration und Demenzforschung.

Link zum Zentrum

Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung (ISD) am Klinikum der Universität München

Das ISD ist ein klinisches und medizinwissenschaftliches Institut, in dem Ärzte, forschende Kliniker und Grundlagenwissenschaftler eng zusammenarbeiten. Das Institut hat sich zum Ziel gesetzt, die Forschung im Bereich von Schlaganfall- und Demenzerkrankungen voranzutreiben und zur Entwicklung neuer Behandlungsoptionen beizutragen.

Link zum Institut

Versorgungsforschung zur Optimierung der Gesundheitsversorgung im Alltag

Inklusion durch Kommunikation/Hilfen zur Verständigung bei und zum Verständnis von Demenz (InKom) – Hochschule für angewandte Wissenschaften München – interdisziplinäre Gerontologie (InGero)

Im Projekt „InKom“ erfolgt eine empirische Untersuchung von prototypischen Kommunikationshürden bei der Pflege demenziell erkrankter älterer Menschen. Vorgenommen werden die Schulungen und der Einsatz eines alternativen kommunikativen Angebots, auf der Grundlage des so genannten Farbdialogs. Es gilt, die Kommunikation mit demenziell Erkrankten systematisch zu verbessern und den Beteiligten einen kongruenten Austausch dort zu ermöglichen, wo es an Worten und Handlungsoptionen fehlt.

Gerne stellen wir Ihnen den Abschlussbericht zu „InKom – Inklusion durch Kommunikation“ zur Verfügung. Der Download ist passwortgeschützt. Für das Kennwort senden Sie bitte eine Nachricht an: download@stmgp.bayern.de

DeTaMAKS – Zentrum für Medizinische Versorgungsforschung an der Friederich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

„DeTaMAKS“ ist eine kontrollierte, randomisierte Studie zur Effektivität einer nicht-medikamentösen Therapie in Tagespflegen. Sie untersucht die Wirkung des multimodalen Förderangebotes „MAKS“ bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in der Tagespflege und in Bezug auf deren Angehörige.

Link zum Projekt

Medienevaluation – Auswahl und Wirkung audiovisueller Medienangebote bei Menschen mit Demenz – Demenz Support Stuttgart

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass ein bewusster Umgang mit Medien und Medienerleben mit moderater und schwerer Demenz für das Wohlbefinden eine große Bedeutung hat. Die Pilotstudie wurde im Senioren- und Pflegezentrum Rupprechtstegen durchgeführt.

Link zur Studie

Anwendungsbezogene Versorgungsforschung im Bereich Betreuung und Pflege

Bayerischer Demenz Survey – Interdisziplinäres Zentrums für Health Technology Assesment and Public Health (IZPH) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)

Anhand von Daten zum Krankheitsverlauf, dem Versorgungs- und Pflegeaufwand, sowie der Angehörigenbelastung soll ein besseres Verständnis für die Auswirkungen von Demenzerkrankungen auf die Betroffenen sowie ihre Familien gewonnen und deren Versorgungssituationen verbessert werden. Die Daten werden an drei unterschiedlichen Standorten in städtischen und ländlichen Regionen erhoben.

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Handlungsfeld 10 – Rechtliche Betreuung

Durch den fortschreitenden Verlust der geistigen Fähigkeiten und die damit verbundenen Einschränkungen, in eigenen Angelegenheiten rechtlich wirksam zu handeln, ist es notwendig, frühzeitig selbst oder später im Sinne der Betroffenen die Möglichkeit der rechtlichen Betreuung zu regeln. Unabhängig davon kann sich mit dem weiteren Verlauf der Demenzerkrankungen durch verschiedenste krankheitsbedingte Einschränkungen die Gefahr der Selbst- und auch Fremdgefährdungen ergeben, die Schutzmaßnahmen für den Betroffenen erforderlich machen kann.

Freiheitsentziehende Maßnahmen nach § 1906 Abs. 4 BGB (FEM)

Werdenfelser Weg – Werdenfelser Weg GbR

Der „Werdenfelser Weg“ erhielt im Rahmen des Bayerischen Demenzpreises 2016 eine Auszeichnung. Der Werdenfelser Weg ist ein aus dem betreuungsgerichtlichen Genehmigungsverfahren entwickelter Ansatz, mit multiprofessioneller Zusammenarbeit in jedem Einzelfall individuelle Alternativen zu freiheitsentziehenden Maßnahmen zu finden und so in einer Vielzahl von Fällen zu Gunsten von verbleibender Mobilität auf Fixierungen verantwortungsvoll verzichten zu können.

Link zum Projekt

Eure Sorge fesselt mich

Die Kampagne „Eure Sorge fesselt mich“ des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege sensibilisiert pflegende Angehörige und Personal in Pflegeeinrichtungen und stellt bewährte Alternativen zu freiheitsentziehenden Maßnahmen vor. Herzstück der Kampagne ist eine mit fachlicher Unterstützung des Projekts „Redufix“ produzierte DVD, die über das Thema freiheitsentziehende Maßnahmen informiert und in zwei Kurzfilmen konkrete Hilfestellungen zur Vermeidung solcher Maßnahmen gibt.

Link zur Kampagne

Publikationen zum Thema

  • Begleitung von Pflegebedürftigen – Ein Ehrenamt für mich?

  • 20 Empfehlungen zur Betreuung demenzkranker Patienten im Allgemeinkrankenhaus

  • Die Bayerische Demenzstrategie