Pflege zuhause - Angehörige und Seniorin mit Katze auf dem Arm

Live-In-Kräfte

Pflegebedürftige möchten häufig möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld bleiben. Um diesem Wunsch gerecht zu werden wird teilweise auf die Versorgung durch eine sog. 24-Stunden-Pflegekraft ( Live-In-Kraft) zurückgegriffen.

Pflegebedürftige möchten häufig möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld bleiben. Falls ausreichend Wohnraum zur Verfügung steht, wird teilweise auf eine Versorgung durch eine sog. 24-Stunden-Pflegekraft (besser: Live-In-Kraft) zurückgegriffen. Der Begriff „24-Stunden-Pflege“ ist jedoch in mehrfacher Hinsicht missverständlich:

  • Zum einen liegt der Schwerpunkt der Tätigkeit in der Regel auf Betreuungs- und Haushaltsaufgaben. Sog. Live-In-Kräfte verfügen meist über keine zur Pflege qualifizierenden Berufsausbildung bzw. Qualifikation. Sie leben in der Regel für eine bestimmte Zeit im Haushalt und leisten Hilfestellung insbesondere bei der Haushaltsführung und Bewältigung des Alltags.
  • Ihnen steht hinsichtlich Kompetenz und Tätigkeit die Berufsgruppe der professionellen Pflegefachleute gegenüber. Ein/e Pflegefachmann/-frau verfügt über eine erfolgreich abgeschlossene dreijährige Berufsausbildung oder ein Pflegestudium. Pflegehelfer können eine in der Regel einjährige Ausbildung vorweisen.
  • Die Tätigkeit muss mit geltendem Recht vereinbar sein. Die sich über 24 Stunden erstreckende Betreuung einer alleine lebenden Person durch eine einzige Person ist in der Regel unzulässig, erst recht an aufeinanderfolgenden Tagen. Dem steht das für Arbeitnehmer/Innen geltende Arbeitszeitrecht entgegen.
  • Die Tätigkeit von Live-In-Kräften ist keine Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung. Die Organisation erfolgt durch die Pflegebedürftigen oder ihre Angehörigen.