Die Bühne bei einer Veranstaltung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Verleihung des Ehrenzeichens des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern

Mit der Verleihung des Ehrenzeichens des Bayerischen Ministerpräsidenten wird die langjährige, ehrenamtliche Tätigkeit von Frauen und Männer ausgezeichnet die sich aktiv für gemeinnützige Ziele, vorrangig im örtlichen Bereich, eingesetzt haben.

Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern wird seit 1994 als ehrende Anerkennung für langjährige hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit verliehen. Es erhalten Personen, die sich durch aktive Tätigkeit in Vereinen, Organisationen und sonstigen Gemeinschaften mit kulturellen, sportlichen, sozialen oder anderen gemeinnützigen Zielen hervorragende Verdienste erworben haben. Die Verdienste sollen vorrangig im örtlichen Bereich erbracht worden sein und in der Regel mindestens 15 Jahre umfassen.

Rosa Bürger

Aushändigung Rosa Bürger am 19.10.2017 in Bamberg

Aushändigung am 19.10.2017 in Bamberg

Im Jahr 1994 hat sie nach einer schweren Krankheit ihren Beruf als Krankenschwester aufgeben müssen. Das hielt sie aber nicht davon ab, ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu nutzen, um sich im sozialen Bereich zu engagieren.

Seit 1995 ist sie ehrenamtlich im Diakonischen Werk Kulmbach aktiv. Anfang haben Sie im Rahmen der Aktion „Zeit haben“ ältere und einsame Mitbürgerinnen und Mitbürger besucht.

Im Jahr 1997 hat Frau Bürger den Hospizverein Kulmbach mitgegründet. Mit ihrem offenen Auftreten und ihrer freundlichen Ausstrahlung gelingt es ihr in kürzester Zeit, ein Vertrauensverhältnis zu den schwerstkranken und sterbenden Menschen und deren Angehörigen aufzubauen.

Geduldig und einfühlsam führt sie Gespräche, hört zu und vermittelt Sicherheit in diesen Extremsituationen. Viel Fingerspitzengefühl beweist sie auch in ihrer Funktion als Mentorin der neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Sie hat den Hospizverein nicht nur maßgeblich geprägt, sondern repräsentiert ihn auch nach außen.

Viele Stunden ihrer Freizeit opfern sie für dieses anspruchsvolle Ehrenamt. Zeit, in der sie eigene Interessen zurückstellt, um für andere Menschen da zu sein.

Georg Ensner

Aushändigung Georg Ensner am 19.10.2017 in Bamberg

Aushändigung am 19.10.2017 in Bamberg

Mit großem Engagement und höchster Verlässlichkeit war Herr Ensner mehr als 24 Jahre lang Vorstand des Hospizvereins Bamberg.

Durch seinen ehemaligen Beruf als Verwaltungsdirektor beim Landratsamt Bamberg verfügt er über ausgezeichnete Verwaltungserfahrung und Fachkompetenz. Diese Fähigkeiten haben 2002 beim Aufbau der Hospiz-Akademie in Bamberg enorm geholfen.

In der Hospiz-Akademie war er zuerst als Aufsichtsrat und später als ehrenamtlicher Geschäftsführer aktiv. Mit herausragendem Engagement hat er einen wertvollen Beitrag zur Stabilität und Fortentwicklung der Akademie geleistet. Die Veranstaltungen zu Themen wie Hospizarbeit, Palliativpflege und Palliativmedizin sind weit über die Region Bamberg hinaus bekannt.

Es war ihm immer wichtig, den schwerstkranken und sterbenden Menschen bis zuletzt ein würdevolles und weitgehend schmerzfreies Leben zu ermöglichen. Mit Empathie und großem Verwaltungsgeschick, ist ihm das sehr gut gelungen.

Darüber hinaus war er auch bei dem Verein Kunst- und Kulturbühne Hirschaid als Kassenprüfer ehrenamtlich tätig. Besonders lagen ihm die historischen und kulturellen Belange des Marktes Hirschaid am Herzen. So hat Herr Ensner zwei Museen betreut und verwaltet und kulturelle Veranstaltungen organisiert und durchgeführt. Auch hier wurde sein überdurchschnittliches Engagement überaus geschätzt.

Konrad Göller

Aushändigung Konrad Göller am 19.10.2017 in Bamberg

Aushändigung am 19.10.2017 in Bamberg

Seit 1990 engagiert er sich außerordentlich tatkräftig für die Hospizarbeit und ist Gründungsmitglied des Hospizvereins Bamberg.

Schon während seiner ehemaligen beruflichen Tätigkeit als „Beauftragter für Hospizaufgaben“ in der Erzdiözese Bamberg war er mit der Hospizarbeit eng verbunden. Deshalb wurden er im Hospizverein Bamberg mit den Aufgaben des „Geistlichen Leiters“ und des spirituellen Begleiters betraut.

Vom stellvertretenden Vorsitzenden des Hospizvereins Bamberg wurde Herr Göller 2009 zum ersten Vorsitzenden des Vereins ernannt. Diese Tätigkeit führt er heute noch aus.Mit besonders großem Engagement setzt er sich innerhalb des Hospizvereins für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ein. Er nutzt die verschiedensten Medien, um die Hospizidee zu verbreiten und macht auf den Verein aufmerksam. Man merkt, wie wichtig ihm die Weiterentwicklung und die Verbreitung der Hospizarbeit sind.

Mit der Gründung der Hospiz-Akademie Bamberg im Jahre 2002 wurden er Mitglied des Aufsichtsrates. Seit 2015 ist er stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Hospiz- und Palliativverbandes. Auch dieses Amt übt er mit überaus großem Engagement aus.

Neben den vielen organisatorischen Aufgaben liegt ihm die Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen sehr am Herzen. Er sagte einmal: „Für mich wächst daraus Kraft, Zufriedenheit und Dankbarkeit und es stärkt immer wieder meinen Blick auf das Wesentliche“.

Dagmar Stumpf

Aushändigung Dagmar Stumpf am 19.10.2017 in Bamberg

Aushändigung am 19.10.2017 in Bamberg

Über 30 Jahre lang war sie voller Engagement im Sozialverband VdK, Ortsverband Bischberg, ehrenamtlich aktiv.

Dort hat sie hauptsächlich die Aufgaben der Kassiererin und Schriftführerin übernommen und ihre Kompetenzen in Buchführung eingebracht.

Als Kassiererin hat sie zusammen mit der Kreisgeschäftsstelle die Kassengeschäfte des Ortsverbandes geführt und bei der Verbuchung von Reisekosten, Telefongebühren und der finanziellen Abwicklung von Ausflugsfahrten stets die gebotene Sorgfalt walten lassen.

Bei Ehrungen von Jubilaren oder Ortsverbandsversammlungen des „VdK“ hat sie in Ihrer Funktion als Schriftführerin mitgewirkt. Ebenso aktiv war sie in der Öffentlichkeitsarbeit und in der Pflege von Kontakten zu anderen Ortsverbänden.

Neben den Hauptaufgaben als Kassierern und Schriftführerin im Verein hat sie geholfen, wo sie nur konnten.

Liebevoll hat Frau Stumpf für verstorbene VdK-Mitglieder Gottesdienste organisiert. Sie hat den Blumenschmuck für Allerheiligen und den Volkstrauertag ausgewählt und ist behinderten Mitmenschen und Senioren im Alltag zur Seite gestanden.

Im Jahr 2014 hat sie ihre Ämter abgegeben. Das bedeutet aber keinesfalls, dass sie sich vom Ortsverband Bischberg trennen möchte. Sie ist weiterhin ein stolzes Mitglied des Vereins, in dem sie so gerne aktiv waren.

Auch erwähnenswert ist ihr fünfjähriges Engagement als Schriftführerin für den Kulturring des Ortes Bischberg.

Roswitha Kreuzer

Aushändigung Roswitha Kreuzer am 19.10.2017 in Bamberg

Aushändigung am 19.10.2017 in Bamberg

Über 20 Jahre hat sie sich äußerst engagiert für die Frauen der Gemeinde Nittendorf eingesetzt. Von Beginn an war sie stets treibende Kraft bei der Ideenfindung, Organisation und Durchführung aller Aktionen des „Kommunalen Frauentreffs“, kurz „KFT“, in Nittendorf.

Im Fokus des „KFT“ standen Frauen, Kinder und Familien. Das Aufgabenfeld des „KFT“ war sehr vielseitig. So hat sich Frau Kreuzer zum Beispiel tatkräftig dafür eingesetzt, die Infrastruktur in der Gemeinde Nittendorf zu verbessern. Hier waren ihr längere Kindergartenzeiten und zusätzliche Kindergartenplätze sehr wichtig.

Zudem hat sie regelmäßig öffentliche Vorträge, etwa zu Themen wie Rentensituation der Frauen oder Patientenverfügungen, organisiert.

Des Weiteren ist sie seit 2003 als ehrenamtliche Hospizbegleiterin und bis 2013 sogar als Vorstandsmitglied im Hospizverein Regensburg aktiv. Mit viel Empathie begleitet sie schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen im häuslichen Umfeld und in den Einrichtungen.

Mit ihrem großen Herz engagiert sie sich auch als Kinderhospizbegleiterin und unterstützt Eltern, die ein Kind in der Schwangerschaft oder durch eine Totgeburt verloren haben.

Ihre große Einsatzbereitschaft beweist sie vor allem auch durch ihre Mitwirkung bei der 24-Stunden-Rufbereitschaft des Vereins „Vitae Regensburg Gruppen von trauernden Eltern“.

Ihr unermüdliches und vorbildliches Engagement zeigt sich durch zwei weitere Ehrenämter. Sie hat die Mutter-Kind-Gruppe Parsberg aufgebaut und leitet sie seitdem. Ebenso ist sie im Unterstützerkreis für Flüchtlinge in Nittendorf aktiv.

Vlnr:Herr Konrad Göller, Frau Dagmar Stumpf, Herr Georg Ensner, Frau Marga Perner, Landrat Johann Kalb, Gesundheitsministerin Melanie Huml, Herr Josef Leicht, Frau Rosa Bürger, Frau Roswitha Kreuzer, Frau Petra Thümmler de Yalico Camp

Preisträgerin 2015 – Margot Hahn

Auszeichnung für Frau Margot Hahn (Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten ).

Als engagiertes Mitglied und spätere Vorsitzende der KAB-Gemeinschaft St. Gangolf in Bamberg hat Frau Hahn immer den direkten Kontakt zu den KABlern und zur Pfarrgemeinde gesucht. Sie hat die KAB bei den verschiedensten Veranstaltungen vertreten. Auch Geburtstagsbesuche und persönliche Gespräche mit den Mitgliedern waren für sie immer selbstverständlich. Ihr Wirken war aber nicht nur auf den Ortsverband beschränkt. Egal ob es das Heinrichsfest oder das traditionelle Treffen nach der Sebastiani-Prozession im Pfarrheim war – Frau Hahn war immer zur Stelle, wenn der Kreisverband ihre Hilfe gebraucht hat. Auf ihre Unterstützung war bei den Kreisverbandstagen, bei Infoveranstaltungen oder im Kreisverbandsausschuss stets Verlass. Kurzum: Frau Hahn ist einfach da, wenn sie gebraucht wird und hat ihre Tätigkeit als Vorsitzende mit Herzblut und Sachverstand gleichermaßen ausgefüllt. Die Menschen schätzen sie für ihre Hilfsbereitschaft und für ihr offenes Ohr. Trotz eigener Schicksalsschläge hat sie ihre Bedürfnisse oft zurückgestellt und viele Stunden, viele Abende ihrer Zeit geopfert.