Die Bühne bei einer Veranstaltung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz) wird an in- und ausländische Frauen und Männer für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, z. B. auch Verdienste aus dem sozialen, karitativen und mitmenschlichen Bereich. Es sind Verdienste, die in der Regel unter Zurückstellung der eigenen Interessen über einen längeren Zeitraum mit erheblichem Einsatz erbracht wurden.

Foto: Bundesregierung / Susanne Eriksson - Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik

Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Foto: Bundesregierung / Susanne Eriksson

Aushändigungen

Rita Arnold

Verdienstorden 2018: Amtschefin Ruth Nowak und Frau Rita Arnold - Verleihung in Bamberg
Amtschefin Ruth Nowak und Frau Rita Arnold

Aushändigung am 22.Oktober 2018

Frau Arnold ist ein großartiges Beispiel für die Liebe einer Mutter. Seit 25 Jahren pflegt und betreut sie ihren Sohn Markus. 17 Jahre alt war ihr Sohn, als eine Erkrankung sein und ihr Leben komplett veränderte. Wegen einer Zyste im Mittelhirn fiel er ins Wachkoma und ist seitdem ständig auf Hilfe angewiesen.

Ohne zu zögern hat sie ihr Leben vollkommen auf die Bedürfnisse ihres Sohnes ausgerichtet. Sie hat ihren Beruf aufgegeben, um ein ganzes Jahr mit ihrem Sohn in einer Rehabilitations-Klinik zu verbringen.

Um ihn bestmöglich versorgen zu können, hat sie sich umfangreiche Kenntnisse in künstlicher Ernährung, Atemtherapie, Ergotherapie, Logopädie und Medikamentengabe angeeignet.

Voller Hingabe und Liebe sorgte sie für ihren Sohn und ist Tag und Nacht an seiner Seite. Auch ihr Ehemann unterstützt sie, so gut es geht. Wie hat sie zu meiner Mitarbeiterin gesagt: „Ohne meinen Ehemann geht es einfach nicht“. Zudem haben beide ihr Wohnhaus umgebaut, damit es ein möglichst gutes Zuhause für ihren Sohn ist.

Als Außenstehender kann man nur erahnen, welchen körperlichen und seelischen Belastungen Frau Arnold täglich ausgesetzt ist. Nur sie und ihre Familie wissen was es bedeutet, ständige Verantwortung zu tragen.

Ihr Familiensinn ist wirklich bewundernswert. Sie ist ein großartiges Beispiel für tätige Fürsorge. Die Pflege im häuslichen Bereich ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich, daher zeichnet es sie ganz besonders aus.

Maria Beyer

Verdienstorden 2018: Amtschefin Ruth Nowak und Frau Maria Beyer - Verleihung in Bamberg am 22. Oktober 2018
Amtschefin Ruth Nowak und Frau Maria Beyer

Aushändigung am 22. Oktober 2018

Seit mehr als fünf Jahrzehnten pflegt und betreut Frau Beyer ihre behinderte Tochter. Aufopferungsvoll und voller Liebe für ihre Tochter kümmert sie sich seit ihrer Geburt im Jahr 1967 um sie.

Frau Beyers Tochte kam mit Down-Syndrom auf die Welt und ist in vielen Dingen des Alltags auf ihre Hilfe angewiesen. Sie unterstützt ihre Tochter beim Essen und Trinken, leisten Hilfestellung beim An- und Entkleiden und kümmert sich um alle finanziellen, bürokratischen und ärztlichen Angelegenheiten. Neben dem Down-Syndrom kommt bei ihrer Tochter hinzu, dass sie nur sehr schlecht sehen kann. Sie verlässt daher nie ihre Wohnung, ohne eine Aufsicht für ihre Tochter organisiert zu haben.

Trotz allem ist sie bemüht, ihrer Tochter so viel wie möglich zu bieten. Sie ist kreativ und unternimmt kleine Ausflüge oder geht zusammen zum Einkaufen. Seit dem Tod ihres Ehemanns hat sie sogar gemeinsame Schiffs- und Flugreisen unternommen und dabei gelernt, persönliche Grenzen und Ängste zu überwinden. Sie hat ihr gesamtes Leben nach ihrer Tochter ausgerichtet und setzt sich unglaublich liebevoll für sie ein.

Gerriet Giebermann

Verdienstorden 2018: Amtschefin Ruth Nowak und Herr Gerriet Giebermann - Verleihung in Bamberg am 22. Oktober 2018
Amtschefin Ruth Nowak und Herr Gerriet Giebermann

Aushändigung am 22.Oktober 2018

Seit fast vier Jahrzehnten setzt Herr Giebermann sich auf vorbildliche Weise für Menschen mit Behinderung ein – beruflich und ehrenamtlich. Im Jahr 1963 wurde der Verein „Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Stadt und Landkreis Hof“ gegründet. Als Geschäftsführer war er dort von 1978 bis November 2013 aktiv. Auch dank seines Einsatzes konnte die Lebenshilfe stetig ausgebaut und fortentwickelt werden.

Heute hat die Lebenshilfe rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Themen Lernen, Arbeiten und Wohnen betreuen. Diese Mitarbeiter betreuen mehr als 1.000 Menschen, unterstützen und fördern sie. Als Trägervertreter war er stets ein kompetenter Ansprechpartner für eine qualifizierte und zeitgemäße Betreuung, Erziehung und Förderung.

Vor allem die Themen Integration, Inklusion und dezentrale Betreuung lagen ihm am Herzen. Schon lange, bevor man in der Öffentlichkeit über Inklusion sprach, hat er diesen Gedanken in der Lebenshilfe konsequent und vorbildlich umgesetzt.

In seiner hauptberuflichen Funktion als Geschäftsführer der Lebenshilfe hat er sich mittlerweile zur Ruhe gesetzt. Die Arbeit geht für ihn trotzdem weiter.

Über seine berufliche Tätigkeit hinaus setzt er sich ehrenamtlich seit 1994 als zweiter Vorsitzender und seit 2014 als erster Vorsitzender der Lebenshilfe in Hof ein. Dort hat er in den 90er-Jahren die integrative Arbeit im Bereich der Kindertagesstätten und Schulen maßgeblich weiterentwickelt.

Das Konzept der Einrichtung war zur damaligen Zeit landesweit beispielhaft – und ist es bis heute. In der Schule am Lindenbühl werden heute rund 180 Schülerinnen und Schüler mit Behinderung betreut. Außerdem ist in der Schule auch ein Kindergarten integriert, der Kinder mit und ohne Behinderung betreut.

Besonders hervorzuheben ist die von ihm eingerichtete Werkstatt der Lebenshilfe in Hof. Diese bietet Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung an und betreibt sogar einen Bauernhof mit Landwirtschaft und Gärtnerei.

Besonders einzigartig ist die „differenzierte Wohnlandschaft“, die den behinderten Menschen einen Wohnraum speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten anbietet.

Parallel zu all dem war er im Laufe der Jahre in vielen Arbeitskreisen und Beiräten aktiv. Die Arbeitskreise „Sozialpolitik und Finanzen“, „Zukunft Soziales Oberfranken“ und „Ausschuss für Soziales“ sind nur ein paar Beispiele für sein großes Engagement.

Die Menschen, die mit ihm zusammengearbeitet haben, schätzen nicht nur seine Fachkompetenz, sondern vor allem auch seinen gesunden Menschenverstand. Mit seinem unermüdlichen Einsatz für Menschen mit Behinderung ist er ein überzeugendes und prägendes Vorbild christlicher Nächstenliebe.

Alfred Hager

Verdienstorden 2018: Amtschefin Ruth Nowak und Herr Alfred Hager - Verleihung in Bamberg am 22. Oktober 2018
Amtschefin Ruth Nowak und Herr Alfred Hager

Aushändigung am 22.Oktober 2018

Herr Hager hat sich durch in vielfältiges Engagement für das Allgemeinwohl verdient gemacht. Bis heute gilt er als die gute Seele des Bayerischen Roten Kreuzes, kurz BRK, in Schwarzenbach an der Saale. Schon im Alter von 18 Jahren ist er dem Kreisverband Hof des BRK beigetreten und seitdem ein besonders aktives Mitglied.

Für längere Zeit war er als Leiter der BRK-Bereitschaft Schwarzenbach an der Saale tätig. Mittlerweile ist er der Leiter des sozialen BRK-Arbeitskreises in seinem Wohnort.

Im Lauf der Jahre hat er die unterschiedlichsten Aufgaben übernommen. Zum Beispiel hat er sich um die Erste-Hilfe-Kurse gekümmert. Bis heute organisiert er mit viel Herzblut die Weihnachtsfeier für die rund achtzig Seniorinnen und Senioren des Ortsteils Martinlamitz.

Auch für den Blutspendedienst und das Team mit über zwanzig Helferinnen und Helfern zeichne er verantwortlich. Neben organisatorischen Dingen wie Aufbau und Reinigung der Räumlichkeiten sorgt er sich hierbei rührend um das Wohlbefinden der Spenderinnen und Spender.

Von 1985 bis 1993 war er zudem als stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter und anschließend bis 1997 als stellvertretender Leiter des Kreisausschusses in Hof verantwortlich.

Vor allem bei dem mehrwöchigen Großeinsatz des Kreisverbandes anlässlich der Grenzeröffnung im Jahr 1989 war er über einen sehr langen Zeitraum in vorderster Reihe im Einsatz. Als Einsatzleiter am Bahnhof in Hof hat er sich unermüdlich um die Betreuung und Versorgung der ankommenden Menschen gekümmert.

Darüber hinaus setzt er sich für die Betreuung und Interessenvertretung der Seniorinnen und Senioren der Pflegeeinrichtung Haus Saalepark der Diakonie Hochfranken in Schwarzenbach ein.

Als Vorsitzender der Bewohnervertretung hat er stets ein offenes Ohr für die Wünsche, Sorgen oder Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohner. Auch Feste und Veranstaltungen organisiert er tatkräftig mit.

Mit seinem Einsatz sorgt er dafür, dass die betagten Menschen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können und bringt Freude in ihren Alltag.

Außerdem fährt er als Begleiter im sogenannten „Bürgerbus“ der Stadt Schwarzenbach an der Saale mit, der die älteren Menschen zu Einkäufen oder Arztbesuchen bringt.

Auch dem Kirchenvorstand in seiner Gemeinde gehörte er über Jahre hinweg an.

Gudrun Hereth

Verdienstorden 2018: Amtschefin Ruth Nowak und Frau Gudrun Hereth - Verleihung in Bamberg am 22. Oktober 2018
Amtschefin Ruth Nowak und Frau Gudrun Hereth

Aushändigung am 22. Oktober 2018

Frau Hereth hat sich durch die aufopferungsvolle Pflege ihrer Familienangehörigen herausragende Verdienste erworben.

Seit einem Verkehrsunfall im Jahr 1994 lag ihr Sohn im Wachkoma. Seitdem war er im Alltag auf ganz umfangreiche Unterstützung angewiesen. Liebevoll und voller Hingabe hat sie sich dieser Aufgabe gewidmet.

Nach mehreren Aufenthalten in verschiedenen Kliniken und einer fünfmonatigen neurologischen Frührehabilitation durfte er endlich nach Hause. Rund um die Uhr hat sie ihn umsorgt, unterstützt und gepflegt und getan, was getan werden musste.

In der ersten Zeit konnte ihr ihre Mutter noch unter die Arme greifen. Während ihre Mutter vor allem nachts am Krankenbett ihres Enkels wachte, hat sie sich um die Betreuung am Tage gekümmert.

Ihren Beruf als Näherin gab sie auf, denn die Pflege Ihres Sohnes war äußerst aufwendig. Die Pflege von Angehörigen und vor allem die der eigenen Kinder ist nicht zuletzt auch psychisch eine ganz besondere Herausforderung. Schon allein bis dahin hatte sie wirklich Großartiges geleistet.

Doch nach dem Tod ihres Ehemanns war sie bei der Pflege ihres Sohnes ganz auf sich alleine gestellt. Aber sie sind unter der Last der Aufgaben nicht zusammengebrochen. Im Gegenteil. Ihre Schultern wurden noch stärker. Denn zusätzlich hat sie noch einen Onkel der Familie versorgt, der ebenfalls im Haushalt lebte und Unterstützung benötigte.

Der Onkel ist letztes Jahr verstorben und auch ihr Sohn lebt seit dem Jahr 2015 nicht mehr. Trotz schwerer Schicksalsschläge und der hohen körperlichen und psychischen Belastung durch die Pflege der beiden hat sie sich für ehrenamtliche Aufgaben zur Verfügung gestellt.

Seit 1994 gehört sie der „Deutschen Wachkoma Gesellschaft Schädel-Hirnpatienten in Not e. V.“ an. Zudem war sie stellvertretende Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Ebersbach.

Norbert Hübsch

Verdienstorden 2018: Amtschefin Ruth Nowak und Herr Norbert Hübsch - Verleihung in Bamberg am 22. Oktober 2018
Amtschefin Ruth Nowak und Herr Norbert Hübsch

Aushändigung am 22. Oktober 2018

Herr Hübsch engagiert sich seit drei Jahrzehnten mit hohem persönlichem Einsatz für die Erforschung und Darstellung der Geschichte Oberfrankens und für die Bodendenkmalpflege.

Im Jahr 1981 trat er dem „Historischen Verein für Oberfranken“ bei. 1984 wurde er Mitglied im Vorstand und anschließend 1987 ehrenamtlicher Geschäftsführer des Vereins.

Der 1827 gegründete Verein ist der älteste bayerische Geschichtsverein und führt seit bald 200 Jahren Menschen zusammen, die sich für die oberfränkische Geschichte interessieren. Er ist nicht nur in der Stadt Bayreuth, sondern auch in den angrenzenden Landkreisen Bayreuth, Hof, Wunsiedel und darüber hinaus äußerst aktiv.

Einen Großteil seiner Freizeit widmet er dem ehrenamtlichen Engagement für den Verein. Seit er ehrenamtlicher Geschäftsführer wurde, sind die Mitgliederzahlen stark angestiegen. Das ist nicht zuletzt seinem herausragenden Engagement zu verdanken.

In seiner Hand liegt auch die in Geschichtskreisen äußerst angesehene Reihe „Archiv für Geschichte von Oberfranken“. Begehrte Erstwerke zur oberfränkischen Geschichte und Heimatkunde können so veröffentlicht werden.

Neben der Organisation gestaltet er auch die inhaltliche Arbeit des Vereins maßgeblich mit – zum Beispiel durch eigene Fachvorträge und Exkursionen.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner ehrenamtlichen Arbeit liegt in der Leitung des „Archäologischen Museums des Historischen Vereins für Oberfranken“, die ihm im Jahr 1997 übertragen wurde. Beständig überarbeitet er die Ausstellung, bringt sie auf den neuesten fachlichen Stand. Sie kann so manch professionellem Museum Konkurrenz machen. Für die Bayreuther Museumsnacht gestaltet er jedes ein interessantes Programm.

Seit 2011 bereichert er die Schüler-Ferienprogramme der Stadt Bayreuth um museumspädagogische Angebote.

Neben alldem ist er seit über dreißig Jahren ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Bodendenkmalpflege des „Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege“.

Durch seine zahlreichen und durchaus bemerkenswerten archäologischen Funde hat er die Arbeit des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege über Jahrzehnte tatkräftig unterstützt und vorangebracht.

Zudem leitet er einen archäologischen Arbeitskreis. Dieser befasst sich gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege mit dem spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Goldbergbau im Raum Goldkronach.

Zu guter Letzt ist er Ansprechpartner für die Gesellschaft Archäologie in Bayern und seit vierzig Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr in Heinersreuth aktiv.

Edwin Jungkunz

Verdienstorden 2018: Amtschefin Ruth Nowak und Herr Edwin Jungkunz - Verleihung in Bamberg am 22. Oktober 2018
Amtschefin Ruth Nowak und Herr Edwin Jungkunz

Aushändigung am 22. Oktober 2018

Herr Jungkunz hat sich in vielerlei Hinsicht um das Allgemeinwohl, um unsere Gesellschaft verdient gemacht. Seit mittlerweile vier Jahrzehnten gehört er schon dem Fußballverein „Erster FC Baiersdorf“ an. Als erster Vorsitzender hat er den Verein von 1976 bis 2017 geführt. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Dank seines Engagements kann der Verein heute unter anderem ein voll ausgestattetes Sportheim samt der nötigen Funktionsräume sein eigen nennen. Auch deshalb, weil er sich nicht zu schade war, selbst mit anzupacken.

Über die Gemeindegrenzen hinaus hat er seinen Verein für seine hervorragende Jugendarbeit bekannt gemacht. Besonders um die Integration der Kinder russischer Aussiedlerfamilien hat er sich verdient gemacht.

In den 80er Jahren wurden diese jungen Menschen mit ihren Familien in einem Wohnheim in Baiersdorf untergebracht. Nach und nach ist es ihm gelungen, immer mehr von ihnen für seinen Verein zu begeistern und zu gewinnen.

In Zusammenarbeit mit der „Regens-Wagner-Stiftung“ aus Burgkunstadt engagiert er sich daneben für Menschen mit Behinderung. In seinem Verein bietet er zum Beispiel gemeinsame Trainingseinheiten für behinderte und nicht-behinderte Menschen an.

Seit 1984 ist er auch in der Kommunalpolitik aktiv – in seiner Gemeinde und auch überörtlich. Gefühlt seit jeher sitzt ere im Gemeinderat und macht sich unter anderem für die Schule in Altenkunstadt stark.

Unter anderem war er an der Umstrukturierung einer Hauptschule in eine Mittelschule beteiligt.

Er ist zudem seit 2002 Mitglied im Landkreistag Lichtenfels und bringt sich hier in den verschiedensten Ausschüssen ein.

Darüber hinaus hat er viele Jahre die Interessen der Volksschullehrerinnen und -lehrer im Schulamtsbezirk Lichtenfels vertreten. Seit 2001 schätzen seine Kollegen seine Arbeit im Personalrat – so sehr, dass er 2011 zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde.

Bis zum Übergang in den Ruhestand im Jahr 2016 hat er alle Ehrenämter mit hohem persönlichem Einsatz ausgeführt.

Besonders hervorzuheben ist, dass er die Betriebspraktika an der Volksschule in Altenkunstadt eingeführt hat und als sogenannter „Schulwirtschafts-Experte“ Kontakte zwischen Schülern und Betrieben hergestellt hat.

Auch sein musikalisches Talent soll nicht verschwiegen werden. Denn mit seiner Gruppe „Fränkischer Wind“ prägt er seit vielen Jahren das kulturelle Leben seines Heimatortes– sei es bei Advents- oder Weihnachtskonzerten oder beim beliebten Wirtshaussingen.

Karl Pöhlmann

Verdienstorden 2018: Amtschefin Ruth Nowak und Herr Karl Pöhlmann vertreten durch seinen Enkel Julius Lang - Verleihung in Bamberg am 22. Oktober 2018
Amtschefin Ruth Nowak und Herr Karl Pöhlmann vertreten durch seinen Enkel Julius Lang

Aushändigung am 22. Oktober 2018

Herr Pöhlmann hat bereits in jungen Jahren sehr gerne Verantwortung übernommen und sich in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens eingesetzt. Viele Jahrzehnte lang war er im politischen sowie im sozialen Bereich aktiv.

Ein Schwerpunkt seines ehrenamtlichen Wirkens lag in der Kommunalpolitik. 1978 wurde er zum Gemeinderat gewählt und ist diesem Amt fast vierzig Jahre lang treu geblieben.

Auf vorbildliche Weise hat er sich den Belangen seiner Heimatgemeinde gewidmet. Als zweiter Bürgermeister hat er zahlreiche Projekte angestoßen und zu Ende gebracht.

Auch auf überörtlicher Ebene hat er sich sechs Jahre lang als Mitglied des Kreistags Kulmbach engagiert.

Von 2012 bis 2016 war er Werkleiter der Gemeindewerke. Auch hier hat er sich mit vollem Einsatz in die Geschäftsleitung eingebracht. Er hat nicht nur Konzepte erarbeitet, sondern auch vor Ort auch mit seinem technischen „Know-how“ mit Rat und vor allem Tat zur Verfügung gestanden.

Immer war er offen für Neues und gab zukunftsträchtigen Technologien eine Chance. Besonders die Möglichkeit der Nutzung von erneuerbaren Energien hatte er im Blick gehabt. Intensiv war er daher bei der Planung und Umsetzung dieser Energieform für Neuenmarkt beteiligt.

Auch im sozialen Bereich hat er sich gerne eingebracht. Von 2010 bis 2014 war er mit der Aufgabe des Integrationsbeauftragten betraut. Sein immenses Engagement für die Asylbewerberinnen und Asylbewerber, die in Neuenmarkt eine neue Heimat fanden, hatte großen Vorbildcharakter.

Auch für junge Menschen, die Probleme mit dem Übertritt von der Schule zum Berufsleben hatten, war er ein gefragter Ansprechpartner.

Wenn er Schülerinnen und Schüler auf das Berufs-oder Studienleben vorbereitet hat, hat er vor allem Wert darauf gelegt, dass die jungen Menschen eigene Ziele für sich selbst und ihre Zukunft formulieren.

Aus diesem Grund hat er als Vorsitzender des Arbeitskreises „SCHULEWIRTSCHAFT“ auch die Kulmbacher Ausbildungsmesse etabliert und nach vorne gebracht. Jedes Jahr bringt diese Veranstaltung hunderte Schülerinnen, Schüler und Unternehmer zusammen.

Außerdem war er zwanzig Jahre lang Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr in Hegnabrunn.

In all den Jahren hat Karl Pöhlmann durch Sachargumente, Leistung und ein Höchstmaß an Pflichtbewusstsein zu überzeugen gewusst. Sein großes Fachwissen hat ihn zu einem vielgefragten Ansprechpartner gemacht.

Lothar Seyfferth

Verdienstorden 2018: Amtschefin Ruth Nowak und Herr Lothar Seyfferth - Verleihung in Bamberg am 22. Oktober 2018
Amtschefin Ruth Nowak und Herr Lothar Seyfferth

Aushändigung am 22. Oktober 2018

Herr Seyfferth engagiert sich seit rund 40 Jahren in den verschiedensten Bereichen des öffentlichen Lebens. Mit seinem unermüdlichen Einsatz hat auch er sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht.

Als Jugendlicher war er nicht nur ein begeisterter Fußballer, sondern hat in seinem Heimatverein schnell Verantwortung übernommen. Zuerst als Jugendtrainer, dann auch als Trainer der beiden Seniorenmannschaften.

Auch nach seiner aktiven Laufbahn ist er dem Verein treu geblieben. Im Jahr 1988 wurde er zum Vorsitzenden gewählt und er kümmerte sich mit großem Geschick um die Finanzen seines Vereins.

Weiterhin war er 16 Jahre lang Kreisspielleiter für den Spielkreis Bayreuth-Kulmbach. Man sagt, dass er eine sehr gewissenhafte Person ist.

Dazu passt, dass er so lange die Verantwortung für den Ablauf des regulären Spielbetriebs der über 100 Mannschaften getragen hat.

Auch den Kreisvorsitz des „Bayerischen Landessportverbandes Sportkreis Kulmbach“, kurz BLSV, hat er inne und war zwei Jahre lang kommissarische Leitung des „BLSV Kreis Wunsiedel“. Außerdem ist er stellvertretender Bezirksvorsitzender des „BLSV Bezirk Oberfranken“.

Zudem hat er zu den Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen des Vereins beigetragen. Wieder mehr junge Menschen begeistern sich für den Sport und machen in den Vereinen mit.

Auch dank ihm. Denn mit seiner beruflichen Tätigkeit als Förderlehrer schafft er eine Verbindung zwischen den Schulen und den Sportvereinen.

Als Mitglied des Arbeitskreises „Schule und Sport“ auf Kreis- und Bezirksebene nimmt er regelmäßig an Sitzungen des Ausschusses teil.

Aber nicht nur der Sport begeistert ihn! Er engagiert sich daneben auch als Ausbilder beim Bayerischen Roten Kreuz im Landkreis Kulmbach und ganz umfangreich in der Kommunalpolitik.

Es können an dieser Stelle nur einige seiner Funktionen aufgezählt werde, denn es sind wirklich sehr viele. Unter anderem war er als Ortssprecher des Stadtteils Melkendorf. Aktuell ist er sowohl als Stadtrat in der Großen Kreisstadt Kulmbach, als auch im Kreistag des Landkreises Kulmbach aktiv.

Auch im Bau-Ausschuss und den beiden Ausschüssen für Kultur und Tourismus und Veranstaltungsservice bringen Sie sich ein.

Horst Trötscher

Verdienstorden 2018: Amtschefin Ruth Nowak und Herr Horst Trötscher - Verleihung in Bamberg am 22. Oktober 2018
Amtschefin Ruth Nowak und Herr Horst Trötscher

Aushändigung am 22. Oktober 2018

Herr Trötscher engagiert sich seit über vier Jahrzehnten in herausragender Weise im „Turn- und Sportverein Hof 1861“ – kurz TSV Hof. Schon im Kindesalter ist er dem TSV Hof beigetreten. Er war schon immer ein begeisterter und erfolgreicher Handballspieler und Turner. Im Jahr 1977 wurde er zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Die Aufgabe des 1. Vorsitzenden erfordert viel Arbeit. Er meistert diese verantwortungsvolle Tätigkeit bis heute hervorragend.

Unermüdlich setzt er sich für die Belange und das stetige Anwachsen des Vereins ein, zu dem mittlerweile 22 Abteilungen zählen. Er ist Ansprechpartner für alle Mitglieder und kümmert sich eigentlich um alles. Anders kann man es kaum ausdrücken.

Die Teilnahme des Vereins auf der Oberfrankenausstellung in Hof im Jahr 2014 war ein großer Erfolg und hat dem TSV Hof einen beachtlichen Mitgliederzulauf beschert.

Obwohl sein Verein keine Fußballabteilung hat, zählt der Verein derzeit rund 2.000 Mitglieder – über die Hälfte davon Kinder und Jugendliche.

Viele Abteilungen des Vereins sind sehr erfolgreich. Die breite Palette an Sportarten lässt keine Wünsche offen. Es werden zum Beispiel Basketball, Faustball, Handball bis hin zu Leichtathletik, Gymnastik und vieles mehr angeboten. Das Hauptaugenmerk des TSV liegt auf dem Gebiet des Schüler-Breitensports.

Vor allem die weibliche Turn- Leistungsriege in seinem Verein ist äußerst erfolgreich. Mit Hilfe der Stadt Hof und des Bayerischen Turnverbandes wurde im Jahr 1982 das Landesleistungszentrum Kunstturnen im Schulzentrum am Rosenbühl eröffnet. Es galt seinerzeit als das modernste Leistungszentrum Europas und war das erste Zentrum für den nordbayerischen Raum.

Unter seiner Regie hat der TSV Hof 1988 die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Kunstturnen ausgerichtet. 1997 konnte nach vielen Jahren auch wieder eine höherklassige Kunstturngruppe im Schülerbereich aufgebaut werden.

Ein ganz besonderes Highlight war das 150-jährige Jubiläum des Vereins im Jahr 2011. Dies wurde selbstverständlich mit einem großen Festakt und sportlichen Einlagen gefeiert.

Seit 2010 ist der TSV Hof anerkannter Stützpunktverein „Integration durch Sport“ des Bundesministeriums des Inneren. Außerdem hat er das Qualitätssiegel „SPORT PRO GESUNDHEIT“ vom Deutschen Olympischen Sport-Bund sowie das Siegel „PluspunktGesundheit.DTB“ des Deutschen Turner-Bundes erhalten.

Hochauflösende Bilder finden Sie in unserem Download-Bereich. Senden Sie uns dazu eine E-Mail an: download@stmgp.bayern.de. Sie erhalten umgehend die Zugangsdaten.

Der Bayerische Verdienstorden

Seit 1957 werden mit dem Bayerischen Verdienstorden hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und die Bevölkerung geehrt. Verliehen wird der Bayerische Verdienstorden vom Ministerpräsidenten an Männer und Frauen, ohne Unterschied der Staatsangehörigkeit.

Aushändigungen

Marga Perner hat ihr gesamtes Leben ihrer behinderten Tochter gewidmet und ist seit ihrer Geburt im Jahr 1968 rund um die Uhr für sie da.

Ihre Tochter kam schwerstbehindert zur Welt und benötigt Tag und Nacht Pflege. Ohne zu zögern hat sie diese Tätigkeit übernommen   und kümmert sich seit vielen Jahren aufopferungsvoll um ihre Tochter.

Die tägliche Pflege nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und auch die physische Anstrengung ist im Laufe der Jahre immer größer geworden.

Es ist ihr zu jeder Zeit eine Herzensangelegenheit gewesen, ihrer Tochter die Pflege und Versorgung in vertrauter Umgebung zuteilwerden zu lassen.

Seit September 2015 besucht die Tochter von Frau Perner wöchentlich für ein paar Stunden die Lebenshilfeeinrichtung Marktredwitz-Selb-Wunsiedel. In dieser Zeit schöpft sie neue Kräfte für die körperlich und seelisch belastende Aufgabe.  Es ist außerordentlich bewundernswert, dass Frau Perner dies mit über 70 Jahren noch immer so hervorragend meistert.

Marga Perner, Landrat Kalb Ministerin Huml

Foto: Frau Perner, Landrat Kalb und Ministerin Huml