Eine jüngere Dame und ein älterer Herr kommunizieren.

Stationäre Pflege

Auch wenn die meisten älteren und pfle­ge­be­dürf­tigen Menschen weiterhin in ihrer häus­lichen Umgebung bleiben möchten, ist ein Umzug in eine stationäre Einrichtung, z.B. ein Pfle­geheim, häufig unum­gänglich. Um den indi­vi­du­ellen Bedürf­nissen und Wünschen pfle­ge­be­dürf­tiger Mitmen­schen gerecht werden zu können, ist ein breites Ange­bots­spektrum notwendig.

Infor­mieren Sie sich hier über die unter­schied­lichen Einrich­tungs­arten für pfle­ge­be­dürftige Menschen, erfahren Sie, wo Sie weitere Auskunft erhalten und was bei der Entscheidung zu berück­sich­tigen ist.

Darüber hinaus erhalten pfle­ge­be­dürftige Menschen die ansonsten zu Hause gepflegt werden, eine zeitlich begrenzte, intensive Betreuung und Versorgung in Einrich­tungen der Kurz­zeit­pflege.

Rund 113.000 Bürge­rinnen und Bürger in Bayern sind in einer voll­sta­tio­nären Einrichtung für ältere Menschen zu Hause. Falls die Pflege zu Hause nicht mehr möglich ist, hilft zum Beispiel, in einem Pfle­geheim vorge­merkt zu sein. Wir empfehlen Ihnen, sich recht­zeitig über die verschie­denen Einrich­tungs­arten zu infor­mieren und Ihre persön­lichen Wünsche und Umstände bei Ihrer Wahl zu berück­sich­tigen.

Welche Einrich­tungen gibt es?

  • Oma mit ihrer Enkelin

    Oma mit ihrer Enkelin

    Alten­heime und Alten­wohn­heime

    Dort können Sie ein weit­gehend selbst­stän­diges Leben in einer eigenen, abge­schlos­senen Wohnung oder in einem Einzel- oder Zwei­bett­zimmer führen. Im Bedarfsfall werden Sie auch betreut und verpflegt.

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  • Ältere Dame wird durch eine Pflegerin betreut

    Ältere Dame wird durch eine Pfle­gerin betreut

    Alten­pfle­ge­heime

    Betroffene erhalten hier neben der Unter­kunft, Betreuung und Verpflegung auch die notwendige Pflege.

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  • Verschiedene Betreuungsangebote unter einem Dach.

    Verschiedene Betreu­ungs­an­gebote unter einem Dach.

    Mehrere Einrich­tungs­arten unter einem Dach

    In diesen Einrich­tungen können Kurzzeit-, Tages-, Nacht- sowie Dauer­pfle­ge­plätze vorhanden sein. Selbst wenn Sie über einen längeren Zeitraum Pflege brauchen, müssen Sie nicht in eine andere Einrichtung umziehen.

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Welche Aspekte sind für Ihre Entscheidung wichtig?

Die erste und wich­tigste Entscheidung ist die Art der statio­nären Einrichtung, die Sie für sich oder einen Ange­hö­rigen ausge­wählt haben. Folgende Aspekte können auch von Bedeutung sein:

  • 01 ASPEKT

    Welche Aspekte sind für Ihre Entscheidung wichtig?

    Die Lage des Hauses (zum Beispiel Einkaufs­mög­lich­keiten, Bushal­te­stelle)

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  • 02 ASPEKT

    Welche Aspekte sind für Ihre Entscheidung wichtig?

    Die Ausstattung und Größe des Hauses/der Station/des Zimmers (zum Beispiel möbliert) 

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  • 03 ASPEKT

    Welche Aspekte sind für Ihre Entscheidung wichtig?

    Die regel­mä­ßigen Kosten und Sonder­kosten (zum Beispiel Anmel­de­ge­bühren, inklu­dierte Leis­tungen)

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  • 04 ASPEKT

    Welche Aspekte sind für Ihre Entscheidung wichtig?

    Die Betreuung durch das Einrich­tungs­per­sonal (zum Beispiel Anzahl der Mitarbeiter/ der Pfle­ge­be­dürf­tigen)

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  • 05 ASPEKT

    Welche Aspekte sind für Ihre Entscheidung wichtig?

    Der Heim­vertrag und die Haus­ordnung (zum Beispiel Reinigung des Wohnraums/ der Wäsche)

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  • 06 ASPEKT

    Welche Aspekte sind für Ihre Entscheidung wichtig?

    Die Mahl­zeiten und das Geträn­ke­an­gebot (zum Beispiel Essens­zeiten, Vielfalt der Gerichte)

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Kurz­zeit­pflege

Im Rahmen der soge­nannten Kurz­zeit­pflege erhalten pfle­ge­be­dürftige Menschen, die ansonsten zu Hause gepflegt werden, eine zeitlich begrenzte, intensive Betreuung und Versorgung in einer voll­sta­tio­nären Pfle­ge­ein­richtung. Voraus­setzung für eine Über­nahme der Kosten durch die Pfle­ge­ver­si­cherung ist, dass die häus­liche Pflege zeit­weise nicht, noch nicht oder nicht im erfor­der­lichen Umfang erbracht werden kann und eine teil­sta­tionäre Pflege nicht ausreicht. Dies gilt:

  • für eine Über­gangszeit im Anschluss an eine stationäre Behandlung des Pfle­ge­be­dürf­tigen oder
  • in sons­tigen Krisen­si­tua­tionen, in denen vorüber­gehend häus­liche oder teil­sta­tionäre Pflege nicht möglich oder nicht ausrei­chend ist.

Es kann Situa­tionen geben, in denen die Pflege zu Hause für einen gewissen Zeitraum nicht gewähr­leistet werden kann. In diesen Fällen besteht die Möglichkeit, die pfle­ge­be­dürftige Person vorüber­gehend in einer statio­nären Einrichtung unter­zu­bringen. Gründe für die Verhin­derung der Pfle­ge­person, der Person also  die haupt­sächlich die Pflege zu Hause leistet, sind beispiels­weise Krankheit, Über­lastung oder Urlaub.

Vorge­hens­weise und Bedin­gungen

Der Antrag auf Unter­bringung in einer statio­nären Einrichtung muss bei der Pfle­ge­kasse gestellt werden. Die Kosten für bis zu acht Wochen Unter­bringung pro Jahr können von den Pfle­ge­kassen über­nommen werden. Bis zu 3.224 Euro über­nimmt die Pfle­ge­kasse seit Inkraft­treten des Ersten Pfle­ge­stär­kungs­ge­setzes.

Ähnlich verhält es sich  auch bei der Verhin­de­rungs­pflege. Ist der Pfle­gende aufgrund von Krankheit oder Über­lastung nicht mehr in der Lage, die Pflege zu über­nehmen, wird eine Vertretung benötigt. Diese Verhin­de­rungs­pflege kann für einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen in Anspruch genommen werden.

Zwei ältere Damen unterhalten sich im Speisesaal. Foto: Stefan Ernst

Wohin können Sie sich wenden?

Zu Ihrem Schutz: Fach­stellen für Pflege- und Behin­der­ten­ein­rich­tungen Quali­täts­ent­wicklung und Aufsicht (FQA) (ehemals: Heim­auf­sicht)

Am 1. August 2008 ist das Baye­rische Pflege- und Wohn­qua­li­täts­gesetz (PfleWoqG) in Kraft getreten. Aufgabe der FQA nach dem PfleWoqG ist es, darauf hinzu­wirken, dass die Inter­essen und Bedürf­nisse der alten, behin­derten und pfle­ge­be­dürf­tigen Menschen erkannt, beachtet und geschützt werden. Am 1. September 2011 ist die Ausfüh­rungs­ver­ordnung zum Pflege- und Wohn­qua­li­täts­gesetz (AVPfleWoqG) in Kraft getreten. Es enthält Rege­lungen zu baulichen und perso­nellen Mindest­stan­dards sowie zur Mitwirkung der Bewoh­ne­rinnen und Bewohner.

Die FQA sind bei den Land­rats­ämtern und kreis­freien Städten ange­siedelt. Neben Bera­tungs- und Infor­ma­ti­ons­auf­gaben, zum Beispiel gegenüber den Bewoh­ne­rinnen und Bewohnern, den Einrich­tungen bzw. deren Trägern, haben die FQA auch die Möglichkeit, beim Vorliegen von Mängeln Anord­nungen zu erlassen. Diese können von Auflagen zur Abstellung einzelner Mängel bis hin zu einem Aufnah­me­stopp, Beschäf­ti­gungs­ver­boten und zur Betriebs­un­ter­sagung reichen. Dementspre­chend obliegen den FQA Über­wa­chungs- und Kontroll­funk­tionen.

Bei Beschwerden über Miss­stände in statio­nären Einrich­tungen der Pflege und für voll­jährige Menschen mit Behin­derung können Sie sich jederzeit an die FQA wenden.

Die FQA beraten und infor­mieren Miete­rinnen und Mieter von ambulant betreuten Wohn­ge­mein­schaften und betreuten Wohn­gruppen über ihre Rechte und Pflichten in diesen Wohn­formen. Darüber hinaus können Sie auch Initia­toren und Pfle­ge­dienste von ambulant betreuten Wohn­ge­mein­schaften beraten.

Prüf­be­richte

Die Prüf­be­richte der FQA können aufgrund der Entscheidung des Baye­ri­schen Verwal­tungs­ge­richtshofs vom 9. Januar 2012 nur mit Zustimmung der Einrich­tungen veröf­fent­licht werden. Hiervon unbe­rührt bleibt selbst­ver­ständlich die Durch­führung von turnus­ge­mäßen – grund­sätzlich einmal pro Jahr – sowie anlass­be­zogen Über­prü­fungen der Einrich­tungen durch die FQA. Das Fehlen eines veröf­fent­lichten Prüf­be­richts bedeutet daher keineswegs, dass die betref­fende Einrichtung nicht, wie im Baye­ri­schen Pflege- und Wohn­qua­li­täts­gesetz vorge­sehen, von der FQA über­prüft wurde. Die frei­willig veröf­fent­lichten Prüf­be­richte finden Sie auf den Inter­net­seiten der FQA.

Weitere Ansprech­partner

Alle Fragen, die mit einem Einrich­tungs­auf­enthalt zu tun haben, können von den Einrich­tungs­trägern beant­wortet werden. Einrich­tungs­träger sind im Wesent­lichen:

Zu den Kosten und der Finan­zierung eines Einrich­tungs­auf­ent­haltes beraten Sie die Sozi­al­hil­fe­träger (zum Beispiel die Bezirke) und die Einrich­tungs­träger.

Kontakt­liste

Adressen der Fach­stellen für Pflege- und Behin­der­ten­ein­rich­tungen

Eine Kontakt­liste der Fach­stellen für Pflege- und Behin­der­ten­ein­rich­tungen – Quali­täts­ent­wicklung und Aufsicht (FQA) finden Sie in unserem Service­be­reich:

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