Zwei Männer auf dem Fahrrad in der Landschaft.

Für Männer

Männer haben statis­tisch gesehen eine deutlich geringere Lebens­er­wartung als Frauen. Im Durch­schnitt beträgt der Unter­schied derzeit etwa fünf Jahre. Die Gründe dafür sind offen­sichtlich nur zu einem Teil biolo­gisch gedingt. Männer pflegen vielmehr einen riskan­teren Lebensstil als Frauen und zeigen geringe Bereit­schaft zur Teil­nahme an Früh­erken­nungs­un­ter­su­chungen. Viele dieser verhal­tens­be­dingten Faktoren sind beein­flussbar. Was Man(n) für seine eigene Gesundheit tun kann erfahren Sie hier. 

Daten und Fakten

Männer schätzen ihren Gesund­heits­zu­stand häufig viel besser ein als er tatsächlich ist. Bei Frauen verhält es sich häufig gegen­teilig. Die Fakten sprechen eine andere Sprache, denn Frauen leben statis­tisch gesehen länger als Männer. Die gesund­heit­liche Selbst­ein­schätzung beein­flusst aber die Moti­vation, gesund­heitlich riskante Verhal­tens­stile zu ändern. Und dabei ist zudem zu berück­sich­tigen, dass Männer andere Gesund­heits­ri­siken tragen als Frauen.

  • Bleiben Sie gesund – durch ein rauch­freies Leben, gesunde Ernährung, Bewegung und Entspannung!
  • Denken Sie an einen verant­wor­tungs­vollen Umgang mit Alkohol!
  • Nehmen Sie an Früh­erken­nungs­un­ter­su­chungen teil!
Männer nehmen deutlich seltener an Früh­erken­nungs­un­ter­su­chungen teil als Frauen. Ich fordere daher Männer dazu auf: Nutzen Sie die Angebote zur Vorbeugung und Früh­erkennung! Nur mit einem kurzen Zeit­aufwand können Sie Ihrer Gesundheit etwas Gutes tun. Zeigen Sie, dass es männlich ist, sich um seine Gesundheit zu kümmern. Mein Appell an die Frauen: Moti­vieren Sie Ihren Partner für die Teil­nahme an Früh­erken­nungs­un­ter­su­chungen! So können Sie beide von einem gemein­samen Leben bei guter Gesundheit profi­tieren.
Melanie Huml, Staats­mi­nis­terin

Wussten Sie’s?

  • 01 Fakt

    Männer…

    …haben häufiger Aids

    Gesund in Bayern - Baye­ri­scher Männer­ge­sund­heits­be­richt
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  • 02 Fakt

    Männer…

    …haben eine höhere Selbst­mordrate

    Gesund in Bayern - Baye­ri­scher Männer­ge­sund­heits­be­richt
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  • 03 Fakt

    Männer…

    …führen einen riskan­teren Lebensstil

    Gesund in Bayern - Baye­ri­scher Männer­ge­sund­heits­be­richt
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  • 04 Fakt

    Männer…

    …erkranken häufiger an Herz-Kreislauf-Erkran­kungen

    Gesund in Bayern - Baye­ri­scher Männer­ge­sund­heits­be­richt
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  • 05 Fakt

    Männer…

    …trinken mehr Alkohol

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  • 06 Fakt

    Männer…

    …rauchen häufiger

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  • 07 Fakt

    Männer…

    …haben mehr Über­ge­wicht

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  • 08 Fakt

    Männer…

    …erleiden zehn Jahre früher einen Herz­in­farkt

    Gesund in Bayern - Baye­ri­scher Männer­ge­sund­heits­be­richt
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Verant­wor­tungs­voller Umgang mit Genuss­mitteln

Alkohol

Häufig gehört Alkohol einfach dazu: zum Essen, nach dem Feier­abend, bei Feiern. Die Grenze zwischen verant­wor­tungs­vollem Genuss und  Alko­hol­miss­brauch verläuft nicht selten fließend.

Miss­bräuchlich erhöhter Alko­hol­konsum birgt zahl­reiche gesund­heit­liche Risiken und kann Ihre Lebens­er­wartung verringern. Wer zu viel Alkohol trinkt, steigert das Risiko für Erkran­kungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Leber sowie für einige Krebs­arten. Auch besteht die Gefahr, dass der miss­bräuch­liche Konsum in eine Abhän­gigkeit übergeht.

Medi­zi­nisch gilt derzeit für Männer ein Alko­hol­konsum von bis zu 24 Gramm Rein­al­kohol pro Tag als risi­koarm. Das entspricht ungefähr einer halben Maß Bier (0,5 Liter) oder einem Schoppen Wein (0,25 Liter). Ob Alko­hol­konsum als risi­koarm oder riskant einge­stuft wird hängt aber nicht nur von der konsu­mierten Menge ab. Ausschlag­gebend sind verschiedene Faktoren, wie beispiels­weise der indi­vi­duelle Gesund­heits­zu­stand und die Situation, in der Alkohol getrunken wird.

Rauchen

Der Tabak­konsum birgt erheb­liche Gefahren für die Gesundheit und kann die Entstehung von Krank­heiten des Herz-Kreis­lauf­systems und der Atemwege begüns­tigen. Rauchen gilt als Ursache für etwa ein Drittel der Krebs­er­kran­kungen. Den größten Einfluss hat das Rauchen für Lungen­krebs, Krebs­er­kran­kungen der Harn­blase, der Spei­se­röhre, der Bauch­spei­chel­drüse, des Darms sowie im Kopf- und Hals­be­reich. Ein erheb­licher Anteil der Fälle ist durch Prävention und Änderung des Lebens­stils vermeidbar.

Verant­wor­tungs­voller Umgang mit Genuss­mitteln

Alko­hol­miss­brauch und Niko­tin­konsum können die Gesundheit stark gefährden und auch süchtig machen. Was Sie besser meiden sollten und wo maßvoller Umgang ange­bracht ist, erfahren Sie hier.

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Leber­check

Wie gesund ist Ihre Leber? Der Test der „Aktion Leber­check“ verrät Ihnen, ob Sie ein Risi­ko­pa­tient für Leber­er­kran­kungen sind.

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Trinken Sie Alkohol in risi­ko­armen Mengen?

Oder gehören Sie zu den Männern, deren Alko­hol­konsum mindestens als riskant einge­stuft wird? Machen Sie den Selbsttest der Bundes­zen­trale für gesund­heit­liche Aufklärung (BZgA).

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Entspannung

Statis­tisch gesehen ist für mehr als die Hälfte der Männer  der Beruf die häufigste Stress­quelle.

Wer sich über­mä­ßigem Stress aussetzt und sich nicht die Gele­genheit zur Erholung gibt, schadet Körper und Geist. Männer erleiden durch­schnittlich nicht nur deutlich früher einen Herz­in­farkt als Frauen sondern auch doppelt so häufig.

  • Planen Sie Phasen ein, in denen Sie konzen­triert am Stück arbeiten können. Bei der Erle­digung von Aufgaben sollten Sie Prio­ri­täten setzen.
  • Treiben Sie regel­mäßig Sport! Körper­liche Betä­tigung ist der einfachste Weg, Stress, Aggres­sionen und Verspan­nungen abzu­bauen und Ihre Fitness zu steigern.
  • Schlafen Sie ausrei­chend! Schlaf­mangel schwächt die Leis­tungs­fä­higkeit und kann lang­fristig gesehen die Entstehung von Krank­heiten begüns­tigen.

Abzu­schalten und entspannen fällt Ihnen schwer?

Geschäftsmann entspannt auf einer Bank.
Schale mit Müsli.

Ernährung und Bewegung

Immer mehr Menschen wiegen deutlich zu viel. So sind in Bayern 15 Prozent der Männer fett­leibig (adipös). Über­ge­wicht erhöht das Risiko, an bestimmten chro­ni­schen Erkran­kungen wie Diabetes mellitus, koronare Herz­krankheit und Blut­hoch­druck zu erkranken. Auch die Häufigkeit bestimmter Krebs­er­kran­kungen ist erhöht, wenn das Gewicht weit über dem Normal­ge­wicht liegt; insbe­sondere sind es Krebs­er­kran­kungen des blut­bil­denden und lympha­ti­schen Systems (Leuk­ämien, Lymphome) sowie von Darm, Gallen­wegen und Niere.

Regel­mäßige sport­liche Betä­tigung hilft dabei, Über­ge­wicht zu vermeiden und zu redu­zieren. Bereits 30 Minuten Sport am Tag bei gemä­ßigter Anstrengung sind ausrei­chend. Sie können Bewegung unkom­pli­ziert in Ihren Alltag einbauen, indem Sie beispiels­weise die Treppe statt den Aufzug nehmen, mit dem Rad zur Arbeit fahren oder zu Fuß zum Einkaufen gehen.

Ergänzend zur Bewegung steht bei der Vermeidung und Verrin­gerung von Über­ge­wicht eine ausge­wogene und gesunde Ernährung. Trotz der im welt­weiten Vergleich güns­tigen Ernäh­rungs­be­din­gungen isst mehr als die Hälfte der Männer in Bayern nicht täglich Obst; täglich Gemüse nimmt sogar nur jeder Vierte zu sich.

Für eine gesunde Ernährung gibt es wenige, ganz einfache Grund­regeln:

  • Trinken Sie reichlich: am besten Wasser oder andere unge­süßte bzw. zucker­freie Getränke.
  • Essen Sie reichlich pflanz­liche Lebens­mittel: Gemüse, Obst, Getreide und Getrei­de­pro­dukte, Kartoffeln.
  • Verzehren Sie nur in Maßen tierische Lebens­mittel (Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, aber auch Milch und Milch­pro­dukte wie Käse, Quark, Joghurt).
  • Seien Sie sparsam mit Salz, Zucker, Süßig­keiten, Snack­pro­dukten und fett­reicher Kost. Dies gilt insbe­sondere für fett­reiche Produkte mit einem hohen Anteil an gesät­tigten Fett­säuren, wie zum Beispiel Scho­ko­creme, Chips, Flips und Ähnliches.
Gesunder Mann geht mit seiner Frau spazieren.

Vorsorge- und Früh­erken­nungs­un­ter­su­chungen

Vorsor­ge­un­ter­su­chungen helfen, Krank­heiten früh­zeitig zu erkennen und mit einer größeren Heilungs­chance zu behandeln. Bei Darm­krebs liegt die Heilungs­chance, wenn die Erkrankung recht­zeitig erkannt wird, bei nahezu 100 Prozent. Mit zuneh­mendem Alter steigen auch die Gesund­heits­ri­siken. Durch die regel­mäßige Teil­nahme an empfoh­lenen Vorsor­ge­un­ter­su­chungen können Krank­heiten früh­zeitig erkannt und behandelt werden. Männer ab 35 Jahren sollten, laut Empfehlung von Ärzten und Kran­ken­kassen, entspre­chende Vorsor­ge­un­ter­su­chungen in Anspruch nehmen.

Während 67 Prozent der Frauen regel­mäßig an den Früh­erken­nungs­un­ter­su­chungen der gesetz­lichen Kran­ken­kassen teil­nehmen, sind es bei den Männern nur 40 Prozent. Auch andere Angebote der Kran­ken­kassen zur Gesund­heits­för­derung und Vorsorge werden haupt­sächlich von Frauen genutzt. In Kursen zu Themen wie Stress­re­duktion, Bewegung, gesunder Ernährung sind weniger als ein Viertel der Teil­nehmer männlich.

Vor allem die Ster­be­raten der Männer an Lungen-, Darm- und Prosta­ta­krebs könnten durch früh­zeitige Unter­su­chungen gesenkt werden. Die meisten Lebens­jahre verlieren Männer durch Krebs­er­kran­kungen. Nutzen Sie die ange­bo­tenen Früh­erken­nungs­un­ter­su­chungen! Mit nur geringem Zeit­aufwand können Sie Ihrer Gesundheit Gutes tun.

Vorsor­ge­un­ter­su­chungen

Was wird im Rahmen der verschie­denen Vorsor­ge­un­ter­su­chungen durch­ge­führt? Ab welchem Alter ist welche Unter­su­chung ratsam und wie häufig sollte man sich unter­suchen lassen? Hier können Sie sich infor­mieren.

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Haus- und Fach­ärzte finden

Sie sind auf der Suche nach einem Haus- oder Facharzt? Im Inter­net­an­gebot der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kammer finden Sie Haus- und Fach­ärzte in Ihrer Umgebung.

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Aus dem Bayerischen<br />
Präventionsplan

Aus dem Baye­ri­schen
Präven­ti­onsplan

In Bayern werden nach­haltige Bausteine und Struk­turen für die Stärkung von Gesund­heits­för­derung und Prävention genutzt. Dazu gehören auch öffent­lich­keits­wirksame Kampagnen zu wich­tigen Gesund­heits­themen. „Gesundheit, Männer!“ war der erste dieser Schwer­punkte.

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Gesundheit, Männer!

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