Presse­mitteilung

Gerlach will stationäre Versorgung für Kinder weiter stärken – Bayerns Gesundheitsministerin besuchte Kinderkardiologie und pädiatrische Intensivstation am Klinikum der LMU in München

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach setzt sich für eine Stärkung der flächendeckenden stationären Versorgung im Bereich der Kindermedizin ein. Gerlach betonte am Mittwoch anlässlich eines Besuchs der Kinderkardiologie und pädiatrischen Intensivstation am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München: „Das gesunde Aufwachsen unserer Kinder ist schon seit vielen Jahren ein wichtiges Thema für die Bayerische Staatsregierung. Klar ist: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie haben besondere Bedürfnisse, die auch bei der Planung und der Gestaltung der Versorgung entsprechend berücksichtigt werden müssen. Es braucht eine besondere fachliche Expertise und Qualifikation, um Kinder altersgerecht behandeln zu können. Der Freistaat ist sich dieser besonderen Aufgabenstellung bewusst.“

Die Ministerin ergänzte: „Wir wollen gerade auch für Kinder in Bayern eine bestmögliche medizinische Versorgung sicherstellen. Dazu ist auch eine angemessene Personalausstattung erforderlich.“

Gerlach unterstrich: „Das bayerische Gesundheitsministerium setzt sich im Rahmen seiner Möglichkeiten dafür ein, zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern beizutragen. So haben wir die Bundesregierung dazu aufgefordert, die Steuerfreiheit für Zulagen auszuweiten, Leiharbeit einzudämmen und ein Wohnraumförderprogramm speziell für Pflegekräfte aufzulegen.“

Gerlach verwies zudem darauf, dass das bayerische Gesundheitsministerium im Dezember vergangenen Jahres das „virtuelle Kinderkrankenhaus“ gestartet hat. Sie erläuterte: „Nach kurzer Zeit sind fast alle bayerischen Kinderkrankenhäuser digital miteinander vernetzt. Ein System für das Belegungsmanagement ermöglicht bereits jetzt, freie Kapazitäten abzufragen und Einweisungen oder Verlegungen zielgerichtet zu steuern.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Auf der Plattform, die dem Netzwerk zugrunde liegt, sollen künftig weitere Anwendungen aufbauen. So sollen ab Herbst 2024 auch telemedizinische Konsultationen in der Kinderintensivmedizin möglich sein – eine weitere Erleichterung für Kinder und ihre Eltern.“

In der pädiatrischen Intensivstation des LMU-Klinikums werden auch Kinder behandelt, denen ein Organ transplantiert wurde.  Das bayerische Gesundheitsministerium veranstaltet am 19. Juli gemeinsam mit dem LMU-Klinikum und der Deutschen Stiftung Organtransplantation ein Fachsymposium mit dem Titel ,Organspende in der Pädiatrie‘.“

Die Ministerin informierte sich bei ihrem Besuch auch über die Arbeit der vom Direktor der Kinderkardiologie und Pädiatrischen Intensivmedizin am LMU-Klinikum, Prof. Dr. Nikolaus Haas, gemeinsam mit Manfred May im Jahr 2022 gegründeten „Nicolas May Stiftung“. Diese engagiert sich für die Früherkennung von Herzerkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Dafür startet die Stiftung in Kürze ein Projekt mit dem Titel „Herzwochen“ an der Orlando di Lasso-Realschule in Maisach, in dessen Rahmen Schülerinnen und Schüler an Untersuchungen zur Herzgesundheit teilnehmen können.